Nordkorea
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South Korean soldiers stand guard at the border village of Panmunjom, north of Seoul, Thursday, Feb. 19, 2009. High-level military officials from North Korea and the U.S.-led U.N. Command held urgent talks at the border Monday, March 2, 2009,   amid heightened tensions in the region and concerns that the North intends to fire a long-range missile.(AP Photo/Ahn Young-joon)

Blick ins nördliche Feindesland: Südkoreanische Soldaten in Panmunjom. Im Hintergrund das nordkoreanische «Haus der Einheit».   Bild: AP

7 Dinge, die du über Panmunjom, den «furchteinflössendsten Ort der Welt», wissen solltest



Noch vor kurzem roch es in Korea nach Krieg – zumindest rhetorisch. Der Schlagabtausch zwischen dem nordkoreanischen Diktator Kim Jong Un und US-Präsident Donald Trump nahm im vergangenen Sommer immer schärfere Züge an.

Doch im Februar setzte plötzlich Tauwetter ein; Kim lud den südkoreanischen Präsidenten Moon Jae In zu einem Besuch nach Pjöngjang ein und signalisierte zudem seine Bereitschaft, sich mit Trump zu treffen. Im April kündigte das Regime schliesslich an, seine Atomwaffen- und Raketentests auszusetzen

Am Freitag werden sich Kim und Moon an einem Gipfel an der gemeinsamen Grenze begegnen. Es wäre das erste interkoreanische Treffen seit mehr als einem Jahrzehnt. Und der Treffpunkt ist ein Ort höchster Symbolik: Panmunjom. Hier, in der sogenannten Joint Security Area («gemeinsame Sicherheitszone»), stehen sich die Soldaten der verfeindeten Bruderstaaten direkt gegenüber.  

Treffpunkt Sonderzone 

Karte der JSA Panmunjom

Der Sonderbezirk in Panmunjom hat einen Durchmesser von rund 800 Metern. Mitten hindurch verläuft die Militärische Demarkationslinie (MDL).    Bild: Wikimedia

Die gemeinsame Sicherheitszone, ein Gebiet von rund 800 Metern Durchmesser, existiert seit dem Waffenstillstand vom 27. Juli 1953 und ist nach dem Dorf Panmunjom benannt, das im Koreakrieg zerstört und danach nicht mehr aufgebaut wurde. Mitten durch die Zone und die bekannten blauen Konferenzbaracken verläuft die Waffenstillstandslinie, die Militärische Demarkationslinie (MDL). Der Sonderbezirk wird gemeinsam von der UNO, den USA, Süd- und Nordkorea verwaltet. Die im Koreakrieg mit dem Norden verbündeten Staaten China und Russland sind dagegen nicht an der Verwaltung beteiligt, da sie beim Waffenstillstand die Fiktion aufrechterhalten wollten, Nordkorea habe allein gekämpft.  

In this April 18, 2018 photo, a South Korean soldier walks outside of the Peace House, the venue for the planned summit between South Korean President Moon Jae-in and North Korean leader Kim Jong Un on April 27, during a press tour at the southern side of the Panmunjom in the Demilitarized Zone, South Korea. The summit between the leaders of North and South Korea on April 27, 2018 will occur at a border littered with mines and laced with barbed wire, a Cold War reminder of a division that dates to the end of World War II. The talks will take place at Panmunjom, a village inside the 248-kilometer (154-mile) -long Demilitarized Zone that was created at the close of the 1950-53 Korean War. Bloodshed and gunfire have occasionally occurred here, but it’s also been a venue for numerous talks. (AP Photo/Lee Jin-man)

Das «Haus des Friedens» befindet sich auf der Südseite der gemeinsamen Sicherheitszone.  Bild: AP

Ursprünglich diente Panmunjom als Standort für Verhandlungen zwischen Nordkorea und der UNO. Seit vielen Jahren nutzen jedoch die verfeindeten koreanischen Staaten die Zone für den diplomatischen Dialog. Auch der Gipfel vom 27. April findet dort statt; im 150 Meter südlich der Grenze gelegenen «Haus des Friedens». Dessen nordkoreanisches Gegenstück, das «Haus der Einheit», befindet sich in gleicher Distanz zur Grenze im Norden. 

This April 23, 2018 photo provided by South Korea Presidential Blue House on Wednesday, April 25, 2018, shows a meeting room for the upcoming a summit between South and North Korea at the Peace House at the southern side of the Panmunjom in the Demilitarized Zone, South Korea. North Korean leader Kim Jong Un will be in unchartered territory when the third-generation autocrat crosses over to the southern half of the Demilitarized Zone separating the rival Koreas on Friday, April 27, possibly on foot, and greets South Korean President Moon Jae-in.  (South Korea Presidential Blue House via AP)(South Korea Presidential Blue House via AP)

Verhandlungsraum im «Haus des Friedens» in Panmunjom.  Bild: AP

Bestbewachte Grenze der Welt

Panmunjom ist nur ein Teil – allerdings der bekannteste – der innerkoreanischen Grenze. Die bestbewachte Grenze der Welt ist eigentlich eine Waffenstillstandslinie, denn die beiden koreanischen Staaten befinden sich offiziell noch im Kriegszustand. Die Grenzlinie entspricht dem Status Quo nach dem Ende des Koreakrieges (1950-1953). Freilich ist der Ausdruck «Grenzlinie» nicht ganz zutreffend – es handelt sich vielmehr um einen entmilitarisierten Grenzstreifen: Die 248 Kilometer lange sogenannte Demilitarisierte Zone (DMZ) verläuft quer über die koreanische Halbinsel und ist etwa 4 Kilometer breit. 

Karte: Demilitarisierte Zone (DMZ) in Korea.

Die DMZ verläuft quer durch die koreanische Halbinsel. Die Nordkoreaner legten mehrere Tunnel unter der Grenze an, durch die sie bei einem weiteren Krieg schnell Truppen in den Süden bringen könnten. Vier davon wurden bisher von den Südkoreanern entdeckt.  Bild: Wikimedia/watson

Verwaltet wird die DMZ, in deren Mitte die Militärische Demarkationslinie zwischen den beiden Staaten verläuft, von der Military Armistice Commission (MAC). Diese Waffenstillstandskommission, die aus Vertretern beider Seiten besteht, hat ihren Sitz in Panmunjom. Beiden Konfliktparteien ist es grundsätzlich nicht erlaubt, die DMZ ohne Genehmigung der MAC zu betreten. Dennoch gab es im Lauf der Jahre zahllose Grenzverletzungen. 

epa06567668 A South Korean border post is seen along the Military Demarcation Line inside the Demilitarized Zone (DMZ), in Gyeonggi-do, South Korea, 27 February 2018.  EPA/CHRISTIAN BRUNA

Hermetisch abgeriegelt: Die DMZ zwischen den verfeindeten Bruderstaaten erinnert an die einstige innerdeutsche Grenze.  Bild: EPA

Grenzritual der Schweizer Delegation

Seit fast 65 Jahren sind auch Schweizer Soldaten an der innerkoreanischen Grenze stationiert. Im Juli 1953 beschloss die Schweiz, sich an der Neutralen Überwachungskommission (Neutral Nations Supervisory Commission, NNSC) zu beteiligen, die den Waffenstillstand kontrolliert. Ursprünglich 146 Mann stark, besteht die Schweizer Delegation, die von Divisionär Patrick Gauchat geleitet wird, derzeit aus fünf unbewaffneten Offizieren. 

Vertreter der Neutralen Ueberwachungskommission (NNSC), links vorne die tschechische, daneben die schwedische, rechts hinten die polnische und vorne die schweizerische Delegation, bei einer gemeinsamen Konferenz in Panmunjom, aufgenommen am 19. Juli 1983. Seit dem Ende des Koreakrieges 1953 ueberwacht im Niemandsland um den 38. Breitengrad zwischen Nordkorea und Suedkorea die Neutrale Ueberwachungskommission (NNSC) das Waffenstillstandsabkommen zwischen den beiden Staaten.   (KEYSTONE/Str)

Damals war die Gegenseite noch da: Vertreter der NNSC 1983 in Panmunjom. Links vorne die tschechische, daneben die schwedische, rechts hinten die polnische und vorne die schweizerische Delegation.  Bild: KEYSTONE

Die Schweizer sind nicht allein; sie teilen sich den Dienst mit fünf schwedischen Kollegen. Die beiden neutralen Länder überwachen die Südseite der DMZ – allerdings ist ihre Präsenz heutzutage beinahe ausschliesslich symbolischer Natur. Auf der Nordseite gibt es niemanden, der dieselbe Aufgabe erfüllt. Ursprünglich waren dort Delegationen aus Polen und der Tschechoslowakei stationiert, doch nachdem die Tschechoslowakei 1993 auseinanderbrach, hörte auch deren Delegation zu existieren auf. Polen zog seine Soldaten 1994 zurück, da Nordkorea die Überwachungskommission seither nicht mehr anerkennt. 

Oberleutnant Rene Haeusler, links, und Oberleutnant Daniel Furrer, rechts, posieren vor dem Eingang des Camps der schweizerischen und schwedischen Delegation in Panmunjom am 19. Juli 1983. Die Neutrale Ueberwachungskommission NNSC beobachten seit dem Ende des Koreakrieges 1953 im Niemandsland um den 38. Breitengrad das Waffenstilstandsabkommen zwischen Nordkorea und Suedkorea. (KEYSTONE/Str)

Zwei Schweizer Offiziere posieren 1983 vor dem Eingang des Camps der schweizerischen und schwedischen Delegation in Panmunjom.  Bild: KEYSTONE

Aus diesem Grund leeren die Nordkoreaner auch den Briefkasten an der Nordseite einer der Grenzbaracken nicht mehr, in den ein Schweizer Offizier jeweils am Dienstag den neuesten Bericht der Kommission wirft. Die Schweizer lassen sich davon aber nicht beirren; wenn der Briefkasten voll ist, leeren sie ihn selber. Dann kann der Prozess von vorne beginnen. 

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«Schweizer Engagement in Korea: Der vergessene Waffenstillstand.» Video: YouTube/schweizerarmee

Sonnenbrillen und Stechschritt

Wohl nirgendwo sonst gibt es einen Grenzabschnitt, an dem sich verfeindete Staaten dermassen ritualisiert gegenübertreten – vielleicht mit Ausnahme der indisch-pakistanischen Grenzzeremonien. Die nordkoreanischen Wachen beziehen ihre Positionen jeden Tag im Stechschritt. Wie einst die Grenzsoldaten in der DDR leisten sie ihren Dienst dort, wo nur ein paar Schritte genügen, um die Systemgrenze zu überqueren. Doch sollte einer von ihnen in den Süden fliehen wollen, würden ihn die anderen erschiessen. 

North Korean army soldiers march during a visit by Australian Defense Minister Marise Payne and Foreign Minister Julie Bishop to the border village of Panmunjom in Paju, South Korea, Thursday, Oct. 12, 2017. (AP Photo/Ahn Young-joon)

Nordkoreanische Soldaten paradieren in Panmunjom im Stechschritt.  Bild: AP

Die südkoreanischen Gegenspieler der nordkoreanischen Grenzsoldaten tragen glänzende Helme und verspiegelte Sonnenbrillen – dies soll Blickduelle mit der gegnerischen Seite verhindern. Sie müssen überdies mindestens 1,73 Meter gross sein. Regungslos und unnahbar stehen die Uniformierten in einer Art von Taekwondo-Kampfstellung da; in der Tat gehört ein schwarzer Gürtel in Judo oder Taekwondo zu den Voraussetzungen für den Dienst an der Grenze in Panmunjom. 

South Korean soldiers stand guard in the military armistice meeting room at the truce village of Panmunjom in the demilitarized zone that separates the two Koreas since the Korean War, north of Seoul, Monday, Nov. 1, 2004. U.S. soldiers have stopped patrolling the tense Korean border as part of arrangements to give South Korea a greater role in defending itself against communist North Korea, the U.S. military said Monday.  (AP Photo/ Lee Jin-man)

Taekwondo-Stellung und Sonnenbrillen: Südkoreanische Soldaten in einer Grenzbaracke in Panmunjom.  Bild: AP

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«Grenztheater: Blickduelle zwischen Nord- und Südkorea.» Video: YouTube/spiegeltv

Kleiner Grenzverkehr in der Baracke

Panmunjom ist eine Sehenswürdigkeit für Touristen – und zwar für solche aus dem Süden wie aus dem Norden. Es ist zudem der einzige Ort in der DMZ, der von ausländischen Besuchern betreten werden darf. Jedes Jahr reisen rund 100'000 Touristen nach Panmunjom. Wer von Südkorea her kommt, muss vor dem Betreten der DMZ ein Formular unterschreiben, dass der Besuch dieses Feindgebiets auf eigene Gefahr erfolge. Zudem gelten strenge Kleidervorschriften, und die Besucher müssen sich genau an die Anweisungen der begleitenden Militärpersonen halten. 

North Korean soldiers look at guarding South Korean soldier in the military armistice commission meeting room at the border village of the Panmunjom, north of Seoul, Wednesday, Dec. 1, 2004.   North Korea is waiting for a change in U.S. policy before it will resume stalled six-nation talks on its nuclear program. (KEYSTONE/AP Photo/Ahn Young-joon).

Ein südkoreanischer Soldat beaufsichtigt in der Baracke Touristen, während nordkoreanische Soldaten von aussen einen Blick ins Innere erhaschen.  Bild: AP

In Panmunjom können Touristen gewissermassen visumfrei einen Kurzausflug nach Nordkorea unternehmen: Die mittlere der drei blauen Grenzbaracken darf unter militärischer Aufsicht betreten werden – abwechselnd von Gruppen aus dem Süden und dem Norden. Die unsichtbare Grenze verläuft mitten durch den Raum; eine Tür führt nach Norden, eine nach Süden. Damit ist ein kurzer Grenzübertritt innerhalb des Raums möglich. In der Baracke treffen sich manchmal nord- und südkoreanische Delegationen, die dann am gleichen Tisch, aber in verschiedenen Staaten sitzen. 

FILE - In this April 17, 2011, file photo, North Korean soldiers stand guard inside the building shared by North and South Korea at the truce village of Panmunjom at the Demilitarized Zone (DMZ) which separates the two Koreas. The search is on for a venue to host a summit between President Donald Trump and North Korea’s Kim Jong Un. There are lots of caveats. Trump is being urged not to legitimize Kim by agreeing to talks in North Korea. And it’s risky for Kim to travel to the U.S. So the leaders are more likely to meet in a neutral place, such as the demilitarized zone between the Koreas. (AP Photo/David Guttenfelder, File)

Nordkoreanische Soldaten in einer der blauen Grenzbaracken. Bild: AP

Tödliche Zwischenfälle

Wie einst an der innerdeutschen Grenze kommt es auch an der Grenze zwischen den beiden Korea zu manchmal tödlichen Zwischenfällen. 1976 wurden zwei US-Soldaten in der neutralen Zone bei Panmunjom von Nordkoreanern getötet, als sie einen Baum fällen wollten. Eine massive Grenzverletzung ereignete sich im April 1996, als mehrere hundert nordkoreanische Soldaten bei Panmunjom und an anderen Stellen in die DMZ eindrangen. 

FILE - In this Aug. 18, 1976 file photo, North Korean soldiers attack United Nations Command personnel wearing helmets at the truce village of Panmunjom, South Korea. The summit between the leaders of North and South Korea on April 27, 2018 will occur at a border littered with mines and laced with barbed wire, a Cold War reminder of a division that dates to the end of World War II. The talks will take place at Panmunjom, a village inside the 248-kilometer (154-mile) -long Demilitarized Zone that was created at the close of the 1950-53 Korean War. Bloodshed and gunfire have occasionally occurred here, but it’s also been a venue for numerous talks. (Yonhap via AP, File)

1976 kam es zu einem folgenschweren Zwischenfall: Nordkoreaner griffen US-Soldaten an, die in der DMZ einen Baum zurückschneiden wollten, und töteten sie mit deren eigenen Äxten. Bild: AP Yonhap

Auch Fluchtversuche enden zuweilen blutig. 1984 rannte ein Sowjetbürger in Panmunjom über die Grenze, worauf nordkoreanische Soldaten das Feuer auf ihn eröffneten. Südkoreanische Grenzwächter schossen zurück, drei Nordkoreaner und ein Südkoreaner starben bei der Schiesserei. Erst im November 2017 kam es wieder zu einer dramatischen Szene, als ein nordkoreanischer Soldat über die Grenze floh und dabei angeschossen wurde. 

epa06343200 A handout screengrab of a surveillance video taken on 13 November 2017 and released by the United Nations Command (UNC) on 22 November 2017 shows a North Korean Korean People's Army (KPA) defector (R, front) being pursued by North Korean soldiers as he runs out from a jeep at the Joint Security Area (JSA) of the Korean Demilitarized Zone (DMZ). According to the UNC, a UNC Special Investigation Team conducted an investigation into the footage saying that the KPA violated the UN Armistice Agreement twice during the event by 'firing weapons across the Military Demarcation Line (MDL) and when the defecting soldier actually temporarily crossed the MDL' to reach the Joint Security Area (JSA) in the village of Panmunjom on 13 November 2017.  EPA/UNITED NATIONS COMMAND HANDOUT -- BEST QUALITY AVAILABLE -- HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Der nordkoreanische Soldat (rechts vorn), der 2017 über die Grenze floh, wurde angeschossen.  Bild: EPA/UNITED NATIONS COMMAND

Bühne für Politiker

Der «furchteinflössendste Ort der Welt», wie der einstige US-Präsident Bill Clinton Panmunjom angeblich genannt hat, war in der Vergangenheit schon oft Schauplatz für die mediale Selbstinszenierung von Politikern. Clinton besuchte die Grenze 1993, ausser ihm kamen auch die US-Präsidenten Ronald Reagan, George W. Bush und Barack Obama jeweils nach Panmunjom. Hillary Clinton war als US-Aussenministerin 2010 dort, als sich der Beginn des Koreakrieges zum 60. Mal jährte. 

U.S. Army Col. Kurt Taylor, right, briefs U.S. Secretary of State Hillary Rodham Clinton, center, and U.S. Secretary of Defense Robert Gates, 2nd right, at the truce village of Panmunjom in the demilitarized zone (DMZ) that separates the two Koreas since the Korean War, north of Seoul, South Korea Wednesday, July 21, 2010, in Seoul, South Korea.  (KEYSTONE/AP Photo/Paul J. Richards, Pool)

Die damalige US-Aussenministerin Hillary Clinton im Juli 2010 bei ihrem Besuch in Panmunjom.   Bild: AP AFP POOL

Manche Politiker überschreiten die Grenze symbolisch vor den Kameras, um ihrer Botschaft Nachdruck zu verleihen. 2007 tat dies der damalige südkoreanische Präsident Roh Moo Hyun, der danach am gleichen Tag in Pjöngjang an einem Gipfeltreffen mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Il teilnahm. In der Schweiz wird man sich noch an den Grenzübertritt von Micheline Calm-Rey erinnern. Die Schweizer Aussenministerin überschritt die Grenzlinie im Mai 2003 als erste offizielle Vertreterin einer ausländischen Regierung. «Es war zwar nur ein kleiner Schritt», sagte Calmy-Rey damals, «aber ich hoffe, dass es sich für die Region um einen grossen Schritt in Richtung Frieden handelt.»

Switzerland's Foreign Minister Micheline Calmy-Rey, center, is greeted by a South Korean soldier as she stands on the border line between North Korea and South Korea at the truce village of Panmunjom,  5O kilometers (30 miles) north of Seoul, South Korea, Tuesday, May 20, 2003.   Calmy-Rey, who earlier visited North Korea, crossed the world's most heavily fortified border to South Korea for talks on the North's nuclear ambitions during her four-day visit to South Korea. (KEYSTONE/€AP/Vincent Thian)

Bundesrätin Micheline Calmy-Rey (M.) überschritt die Grenze symbolträchtig im Mai 2003.  Bild: AP

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Video: srf

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Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
9Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Pointer 26.04.2018 19:13
    Highlight Highlight Swiss & Swedish Camp: Führt wohl bei den Amerikanern zum Gehirn-Kollaps, wenn sie das lesen.
    • Freydenker 27.04.2018 02:54
      Highlight Highlight Wieso die denken einfach das zweimal das gleiche Land gemeint ist.
  • Noemi Zürcher 26.04.2018 18:31
    Highlight Highlight War im Dezember auch dort, als es hoch kriselte :O Aufgrund der aktuellen Lage durften wir auch nicht die Bridge Of No Return und den Point Of Axe Murder nicht besichtigen.
  • Oh Dae-su 26.04.2018 18:25
    Highlight Highlight Ich war zweimal da, einmal auf der Südseite und einmal auf der Nordseite. Fand das schon ziemlich absurd, dass man, nur um an einen Ort zu gelangen, der ein paar Meter entfernt ist, eine mehrtägige Reise von Südkorea nach China und dann nach Nordkorea unternehmen muss. Hatte dort auch eine kurze Unterhaltung mit einem Nordkoreanischen Armeeoffizier. Der hatte erstaunlicherweise eine unglaublich gute Meinung von der Schweiz ^^
  • Luca Brasi 26.04.2018 17:57
    Highlight Highlight Auf dem Bild ist nicht die tschechische sondern die tschechoslowakische Delegation zu sehen. 🤓

    *Klugscheissermodus aus*
  • Noemi Zürcher 26.04.2018 17:31
    Highlight Highlight War auch da, gerade im Dezember als es hoch kriselte.
    Zur Bridge of No Return und Point of Axe Murder durften wir aufgrund der aktuellen Lage deshalb nicht...
  • Kraken 26.04.2018 17:30
    Highlight Highlight Das haben wir bald auch bei uns, wenn wir nicht aufpassen....
  • WeischDoch 26.04.2018 17:03
    Highlight Highlight Genau da war ich für 10minuten 1m in Nordkorea :)
    • Noemi Zürcher 26.04.2018 17:20
      Highlight Highlight Nächstes Mal von der anderen Seite hingehen :P

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