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Erste US-Firmen stoppen Kooperationen mit NRA

Mitglieder der Waffenlobby bekamen bisher bei vielen US-Firmen Sonderrabatte. In den sozialen Medien stehen die Unternehmen dafür am Pranger. Nun lösen die ersten ihre Verbindungen zur NRA.

24.02.18, 07:07


Hundreds of students from Deerfield Beach High School in Coconut Creek, Fla., make their way to Marjory Stonemason Douglas High School in Parkland, Fla., to show support for victims of the recent shooting. (Carline Jean/South Florida Sun-Sentinel via AP)

Bild: AP/South Florida Sun-Sentinel

Ein Artikel von

Nach dem Massaker an der Marjory Stoneman Douglas High School in Parkland, geraten US-Firmen unter Druck, die mit der National Rifle Association (NRA) kooperieren. Einige Unternehmen haben ihre Verbindungen zur US-Waffenlobby bereits gekappt.

Online-Petitionen rufen in den sozialen Medien zum Boykott der NRA auf und wollen die Firmen damit dazu zwingen, ihre Sonderangebote für NRA-Mitglieder zu überdenken. Auf Twitter werden sie unter dem Hashtag #BoycottNRA angeprangert.

Auf der Webseite der NRA ist eine Liste mit Partnerunternehmen, die Angebote von Lebensversicherungen bis hin zu Weinclubs bietet. Darunter auch die First National Bank of Omaha, eine der grössten privaten Banken des Landes. Sie gab nun bekannt, dass sie die gemeinsam mit der NRA herausgegebene Kreditkarte nicht erneuern werde. Auch die Autovermietungen Hertz und Enterprise Holdings (mit den Marken Alamo und National) stellten ihr Rabattprogramm bei der NRA ein.

NRA: Waffengegner instrumentalisieren den Vorfall

Weitere Unternehmen zogen nach: Die Versicherungsgesellschaft MetLife Inc. und das Softwareunternehmen Symantec Corp., das die Norton Antivirus-Technologie herstellt, verzichteten ebenfalls auf die Kooperation und distanzierten sich von der NRA.

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Video: srf

Der Versicherer Chubb Ltd sagte am Freitag, dass er aufhören würde, eine gemeinsam mit der NRA vertriebene Versicherungspolice für Waffenbesitzer zu verkaufen, die Rechtskosten in Selbstverteidigungsschiessereien abdeckt.

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Der Chef der NRA Wayne LaPierre sagt, dass die Waffengegner den Amoklauf in Florida instrumentalisieren würden. Die Tragödie von Parkland werde von den Medien und Sozialisten für ihre Agenda missbraucht, sagte er. Die Waffengegner wollten damit die Fehler der Schule, der Familie und des FBI vertuschen. «Die Idee von einigen unserer Gegner, dass bewaffnete Sicherheit uns weniger sicher macht, ist völlig lächerlich», sagte er.

Während die US-Konzerne sich dem Druck der Gesellschaft beugen und ihre Verbindungen zur Waffenlobby auflösen, schlägt Präsident Donald Trump den entgegengesetzten Weg ein, der auch von der NRA vorgeschlagen wird: Er bekräftigt den Vorschlag, dass einige Lehrer eine Waffe tragen könnten. Durch ein spezielles Training sollten sie dazu ausgebildet werden, verdeckt eine Schusswaffe bei sich zu führen. Im Ernstfall könnten sie so auf mögliche Angreifer schiessen.

cop/AP/Reuters

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Yanik Freudiger, 23.2.2017
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    Alle Leser-Kommentare
  • Flying Zebra 24.02.2018 12:25
    Highlight Ich bin Lehrerin. Der Gedanke, einen Schüler erschiessen zu müssen, weil der Staat es ihm erlaubt sich eine Waffe zu kaufen, treibt mir die Tränen in die Augen.
    So eine „Lösung“ ist völlig inakzeptabel, ich fasse es nicht, dass sie ernsthaft in Betracht gezogen wird.
    Ich hoffe, es tut sich nun etwas in den USA, damit die Waffenlobby nachhaltig geschwächt wird.
    63 6 Melden
  • SocialCapitalist 24.02.2018 10:49
    Highlight Ich hoffe Irgendwann gibt es auch gegen die Amokläufer Proteste
    Oder gegen die Gesellschaftlichen Probleme, die zu den Tragödien führen
    8 59 Melden
    • lilas 24.02.2018 17:02
      Highlight Ja geh doch gegen die Amokläufer protestieren. Das wird die bestimmt extremst interessieren!
      13 1 Melden
    • SocialCapitalist 24.02.2018 22:57
      Highlight Ich finde die Waffengesetze und Politiker
      Sind genau so sehr schuld an Amokläufen
      Wie Computerspiele
      0 5 Melden
  • dho 24.02.2018 09:46
    Highlight SANKTIONEN GEGEN DIE USA:
    Die einfachste Sanktion gegen die USA besteht darin, keine US-Produkte mehr zu kaufen und Reisen in die USA durch andere Ziele zu ersetzen. Nicht mehr in den USA studieren. Wenn die Welt auf Apple, Microsoft u.ä. Produkte verzichtet, geht es auch vorwärts. Schickt Eure iPhone zurück.... boykottiert die USA 🤣 (bin übrigens FDP Mitglied)
    26 55 Melden
    • Hiker 24.02.2018 10:17
      Highlight Diese Probleme müssen die Bürger der USA lösen. Sanktionen gegen einen Staat bewirkt lediglich den Zorn und Wiederstand der Bevölkerung herauszufordern. Oder würden sie sich der EU anschliessen nur weil diese Sanktionen gegen uns verhängen? Eben.
      49 3 Melden
    • redeye70 24.02.2018 10:22
      Highlight Und die Androiden? Die Software kommt aus den USA. Wenn schon dann bitte konsequent.
      28 1 Melden
    • El diablo 24.02.2018 10:30
      Highlight Ääääh nö. Erstens bringt das beim genannten Problem genau gar nichts. Zweitens kann man dann andere Länder genau so gut boykottieren, da die USA nichts machen, was andere nicht auch machen. BTW die besten Technologien kommen aus den USA. Für unsere Wirtschaft wäre das gravierend, wenn wir darauf verzichten würden.
      30 3 Melden
  • Midnight 24.02.2018 09:19
    Highlight Boah, dass ich das noch erlebe!
    108 2 Melden
  • Waldorf 24.02.2018 09:16
    Highlight Phonies. Wie wenns nicht schon vorher angebracht gewesen wäre. Aber jetzt wo der Hype stimmt...
    24 14 Melden
  • Olmabrotwurst 24.02.2018 08:58
    Highlight Der Chef der NRA Wayne LaPierre sagt, dass die Waffengegner den Amoklauf in Florida instrumentalisieren würden. Die Tragödie von Parkland werde von den Medien und Sozialisten für ihre Agenda missbraucht, sagte er.
    Wer denn nicht? Wie bescheuert muss man sein um solche Aussagen zu tätigen, dann noch hetze gegen die normal denken, langsam habe ich das Bild eines modernen Deutschland in den USA a la 1933
    91 13 Melden
    • roger_dodger 24.02.2018 11:18
      Highlight Fehler der Familien, wie unglaublich verabscheuungswürdig ist denn diese Aussage! Was dieses Pack von der NRA vom Stapel lässt ist echt nicht auszuhalten. Ich hoffe, dass die Proteste dieses mal anhalten werden und wirklich etwas passiert, aber das ist wohl eine Illusion. Wo es um Geld geht werden Menschenleben nebensächlich...
      42 5 Melden
    • lilas 24.02.2018 17:00
      Highlight Ausser es geht ihnen allen ans Geld.
      6 2 Melden
  • lilas 24.02.2018 08:06
    Highlight Es beweist, dass die Gesellschaft Druck machen kann und zwar dann wenn es den Unternehmen ans Vermögen und ums Prestige geht.. Es beweist,dass jeder einzelne kleine Mensch auf dieser Welt eine Änderung bewirken kann wenn er nicht auf dem Sofa vor der Glotze kleben bleibt und dies begründet mit "ich kann eh nix ändern".
    195 5 Melden
    • Waldorf 24.02.2018 09:32
      Highlight Es beweist eher, wie krank das Denken der globalen Wirtschaft ist. Welche notabene von unserer Gesellschaft erschaffen wurde.
      37 9 Melden
    • Ueli der Knecht 24.02.2018 13:45
      Highlight Kann denn die globale Wirtschaft "denken"? Oder ist dieses "Denken" nicht vielmehr unser (Irr-)Glauben, die globale Wirtschaft würde "denken", oder freie Marktkräfte würden lenken?
      13 3 Melden
    • lilas 24.02.2018 16:58
      Highlight @Waldorf, das stimmt aber das Eine schliesst das Andere ja nicht aus.Die globale Wirtschaft ist krank. Ist von uns geschaffen. Aber wir können aufstehen und aufhören überall mitzumachen. Natürlich sind wir versklavt und ganz befreien von Allem ist schwierig. Aber nur rummosern und fröhlich weiterkonsummieren ändert gar nix!
      6 2 Melden
    • Waldorf 24.02.2018 19:16
      Highlight Na ja. Einfach keine Waffen kaufen würde das Problem ziemlich gut lösen. Aber eben...
      4 2 Melden
    • lilas 24.02.2018 19:29
      Highlight Keine Waffen produzieren könnte auch helfen..
      4 2 Melden
    • Waldorf 25.02.2018 18:37
      Highlight Beides utopisch
      0 0 Melden

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