Japan
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FILE - In this 1942 file photo provided by U.S. Marine Corps, Japanese soldiers stand guard over American war prisoners just before the start of the Bataan Death March following the Japanese occupation of the Philippines. A major Japanese corporation will offer a landmark apology on Sunday, July 19, 2015 for using U.S. prisoners of war for forced labor during World War II. A senior executive of Mitsubishi Materials Corp. will apologize to 94-year-old James Murphy and relatives of other former POWs who toiled at plants its predecessor company operated in Japan during the conflict. (U.S. Marine Corps via AP, File)

Japanische Soldaten bewachen US-Soldaten in Kriegsgefangenschaft. Das Bild entstand 1942 nach der japanischen Besetzung der Philippinen. Bild: AP/US Marine Corps

Mitsubishi lies US-Gefangene als Zwangsarbeiter schuften – und entschuldigt sich 70 Jahre später dafür



Der Rohstoffkonzern Mitsubishi Materials hat sich als erstes japanisches Grossunternehmen für die Zwangsarbeit von Kriegsgefangenen aus den USA während des Zweiten Weltkriegs entschuldigt. Mitsubishi-Manager Hikaru Kimura traf sich mit ehemaligen US-Zwangsarbeitern.

In Los Angeles sagte er, er sei gekommen, «um unsere reumütigste Entschuldigung auszusprechen dafür, dass sie während des Zweiten Weltkriegs zu harter Arbeit gezwungen wurden, als sie in von Mitsubishi betriebenen Minen arbeiteten». Die damaligen Arbeitsbedingungen seien «extrem hart» gewesen.

Yukio Okamoto, Outside Board Member of Mitsubishi Materials and former Special Advisor to Japan's Prime Minister, left, and Hikaru Kimura, Senior Executive Officer Mitsubishi Materials, offer an apology as they hold hands with 94-year-old U.S. prisoner of war, James Murphy, at the Simon Wiesenthal Center in Los Angeles, Sunday, July 19, 2015. Some 12,000 American prisoners were shipped to Japan and forced to work at more than 50 sites to support imperial Japan's war effort, and about 10 percent died, according to Kinue Tokudome, director of the U.S.-Japan Dialogue on POWs, who has spearheaded the lobbying effort for companies to apologize. (AP Photo/Damian Dovarganes)

Zwei Vertreter des japanischen Konzern Mitsubishi Materials reichen dem 94-jährigen ehemaligen Kriegsgefangenen James Murphy die Hand - als erster Konzern hat sich Mitsubishi Materials bei den Zwangsarbeitern entschuldigt. Bild: Damian Dovarganes/AP/KEYSTONE

«Als Nachfolgeunternehmen von Mitsubishi Mining können wir nicht anders, als eine tiefe ethische Verantwortung für diese Tragödie der Vergangenheit zu empfinden», fügte Kimura bei der Zeremonie im Museum für Toleranz des Simon Wiesenthal Center hinzu.

Regierung entschuldigte sich bereits

Mitsubishi Materials ist offenbar das erste japanische Unternehmen, das sich für die Zwangsarbeit von Kriegsgefangenen entschuldigte. Die Regierung in Tokio hatte sich vor fünf Jahren zu einer offiziellen Entschuldigung durchgerungen.

Hikaru Kimura, Senior Executive Officer of Mitsubishi Materials, bows down to offer an apology to 94-year-old James Murphy, a U.S. prisoner of war during World War II, far right, and relatives of other former POWs at the Simon Wiesenthal Center in Los Angeles, Sunday, July 19, 2015. Some 12,000 American prisoners were shipped to Japan and forced to work at more than 50 sites to support imperial Japan's war effort, and about 10 percent died, according to Kinue Tokudome, director of the U.S.-Japan Dialogue on POWs, who has spearheaded the lobbying effort for companies to apologize. (AP Photo/Damian Dovarganes)

Tiefe Verbeugung als Zeichen der Entschuldigung: Mitsubishi-Manager Hikaru Kimura Bild: Damian Dovarganes/AP/KEYSTONE

Mitsubishi Mining hatte laut Kimura fast 900 Kriegsgefangene in vier japanischen Bergwerken schuften lassen, in anderen japanischen Firmen wurden tausende weitere US-Gefangene zur Arbeit gezwungen.

Einer der Überlebenden, der 94-jährige James Murphy, nahm Kimuras «ehrliche, demütige» Entschuldigung ausdrücklich an. «70 Jahre nach dem Kriegsende wurden die Kriegsgefangenen um etwas sehr Einfaches gebeten, sie wurden um Entschuldigung gebeten», sagte Murphy. Er hoffe, dass andere japanische Unternehmen dem Vorbild von Mitsubishi Materials nun folgten. (trs/sda/afp)

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