Fussball
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03.08.2016; Bern; Fussball Champions League 3. Qualifikationsrunde - BSC Young Boys - Schachtar Donezk; 
Sportchef Fredy Bickel (YB)
 (Urs Lindt/freshfocus)

Fredy Bickel darf sich einen neuen Arbeitgeber suchen. Bild: freshfocus

YBs scheinheiliges Communiqué – wir haben entschlüsselt, was die Berner WIRKLICH sagen wollen

Die Young Boys zeigen sich zumindest beim Schreiben der Medienmitteilungen zu den Entlassungen von Sportchef Fredy Bickel und CEO Alain Kappeler meisterlich. Doch die Berner haben die Rechnung ohne uns gemacht – denn wir haben die Floskeln knallhart entschlüsselt.



Bild

Die Original-Meidenmitteilung der Young Boys.  screenshot: bscyb.ch

Der BSC Young Boys passt die organisatorischen Strukturen an:

Es herrscht das pure Chaos! Mitarbeiter werden entlassen:

Die Bereiche Sport und Kommerz werden zusammengelegt.

Wir haben uns etwas überlegt, um Geld einzusparen.

Diese Restrukturierung erfolgt aus wirtschaftlichen Gründen und hat personelle Wechsel zur Folge.

Wir haben uns verkalkuliert. In der Konsequenz werden Mitarbeiter rausgeschmissen.

Bild

bild: makeameme.org / watson

CEO Alain Kappeler und Sportchef Fredy Bickel haben sich entschlossen, das Unternehmen zu verlassen.

Wir haben entschlossen, CEO Kappeler und Sportchef Bickel zu entlassen.

Neuer CEO wird der bisherige Leiter Marketing und Verkauf, Wanja Greuel (38). Der neue Leiter Sport ist bestimmt und wird im Verlauf des Oktobers bekanntgegeben.

Neuer CEO wird der bisherige Leiter Marketing und Verkauf, Wanja Greuel (38). Wir wissen noch nicht, wer neuer Leiter Sport wird, bis Oktober haben wir aber bestimmt jemanden gefunden. 

YB will künftig noch ausgeprägter auf den Nachwuchs setzen.

Wir werden das Budget für Spielertransfers kürzen.

Der Verwaltungsrat der Sport und Event Holding, zu welcher das Stade de Suisse und der BSC YB gehören, hat Massnahmen beschlossen, um die Strategie einer wirtschaftlich und sportlich erfolgreichen Unternehmung konsequent umzusetzen.

Wir sind sehr verzweifelt. Wir wollen weniger Geld ausgeben, würden aber alles dafür tun, endlich sportlichen Erfolg zu haben. 

Dazu werden die bisher getrennten Bereiche Sport und Kommerz zusammengelegt und von einer Person geführt.

Bisher haben zwei Mitarbeiter höchst ineffizient den Job erledigt, den einer alleine könnte.

Im Zusammenhang mit dieser Restrukturierung haben sich die beiden operativen Leiter, Fredy Bickel und Alain Kappeler, entschlossen, das Unternehmen zu verlassen und sich neuen beruflichen Herausforderungen zu stellen.

Mit Fredy Bickel und Alain Kappeler haben wir zwei Sündenböcke für unsere Misserfolge gefunden. Sie werden entlassen und sind jetzt arbeitslos. Als «Trösterli» erhalten sie eine dicke Abfindung. 

Die Trennung erfolgt im gegenseitigen Einvernehmen.

Die Abfindung ist so hoch, dass Bickel und Kappeler gerne gehen.

Bild

bild: keystone/watson

Als neuer CEO amtet der bisherige Leiter Marketing und Verkauf, Wanja Greuel (38). Er ist studierter Betriebswirtschafter mit langjähriger Erfahrung in der Sportvermarktung. Der neue Leiter Sport ist ebenfalls bestimmt, er wird im Oktober vorgestellt.

Der neue CEO ist echt super. Der Leiter Sport wird es dann bestimmt auch.

In der Zwischenzeit führt die Sportkommission des Verwaltungsrates die Geschäfte. Der Verwaltungsrat bedankt sich herzlich bei Alain Kappeler und Fredy Bickel für ihre engagierte Arbeit und wünscht ihnen alles Gute für die Zukunft.

In der Zwischenzeit macht jeder ein bisschen was. Kappeler und Bickel haben sich zumindest immer Mühe gegeben. Hauptsache sie sind jetzt weg.

Die Besitzer und Investoren Andy und Hansueli Rihs begrüssen die Massnahmen, um die Strategie mit den Hauptzielen wirtschaftlicher und sportlicher Erfolg effizienter umzusetzen:

Andy und Hansueli Rihs haben das Sagen, sie wollten, dass Kappeler und Bickel gehen. Die Gebrüder Rihs wollen unbedingt einen Titel für die Young Boys.

«YB will ein Spitzenklub der Super League mit Erfolgen auch auf dem internationalen Parkett bleiben.»

YB wäre gerne ein Spitzenklub. Wir hoffen, dass der FC Basel weiterhin so viele UEFA-Punkte einfährt, damit der 2. Platz in der Liga weiterhin für die Europa League reicht. 

Die Gebrüder Rihs halten fest, dass sie nach wie vor mit Leidenschaft hinter dem BSC Young Boys stehen.

Die Gebrüder Rihs nehmen keine Schuld auf sich und regieren weiter.

«Wir erwarten aber, dass sich die sportlichen Ziele von YB nach den wirtschaftlichen Möglichkeiten richten.»

Wenn wir verdammt nochmals schon unser Portemonnaie öffnen, wollen wir endlich einen Titel. Bitte, bitte, bitte!

Verwaltungsrats-Präsident Hanspeter Kienberger sagt: «Wir sind stolz und froh, dass wir auf unsere Investoren zählen können.»

«Wir können uns selbst nicht finanzieren.»

Bild

YB werde weiterhin und noch konsequenter auf den eigenen Nachwuchs setzen. 

Nochmals: Wir werden das Budget für Spielertransfers kürzen.

«Wir sind überzeugt, dass dieser Weg für eine Ausbildungsliga wie die Super League der richtige ist», sagt Kienberger.

«Wir ändern unseren Kurs alle paar Jahre, verhalten uns aber immer richtig. Die wirklich guten Spieler nutzen uns sowieso nur als Karriere-Sprungbrett.»

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    Alle Leser-Kommentare
  • rudolf_k 14.09.2016 10:40
    Highlight Highlight "der FC Basel so viele UEFA-Punkte einfährt, damit der 2. Platz weiterhin für die Europa League reicht. "

    Mit Verlaub, das ist der grösste Schwachsinn, was ich über den Schweizer Fussball jemals gelesen habe. Um als zweiter der Meisterschaft die Europa League Qualifikation zu erreichen ist es egal, ob die Schweiz im Uefa-Ranking Platz 7 oder Platz 53 belegt. Tatsache ist, dass Basel die meisten Punkte für die Schweiz geholt hat. Tatsache ist aber ebenfalls, dass es ohne die Punkte der anderen CH-Teams, welche eine Gruppenphase erreicht haben, nicht für den direkten CL Platz reichen würde.
  • inmi 14.09.2016 10:29
    Highlight Highlight Grossartig. Das sollte man mit all dem Marketing-BlaBla dort draussen machen.
  • cbruderer 14.09.2016 09:52
    Highlight Highlight Warum ist dieser Artikel eigentlich mit dem 'Satire'-Tag versehen? :)
    • Datsyuk * 14.09.2016 12:41
      Highlight Highlight Genau das habe ich mich auch gefragt.. :)
  • BoomBap 13.09.2016 20:33
    Highlight Highlight Nimms easy Fredy. In St. Gallen wird vielleicht bald ein Sportchef gesucht. 😉
    • pun 14.09.2016 11:00
      Highlight Highlight Kann Fredy auch Trainer? Frei nach dem Motto: "Bisher haben zwei Mitarbeiter höchst ineffizient den Job erledigt, den einer alleine könnte."
    • BoomBap 14.09.2016 12:01
      Highlight Highlight Ein Versuch wär es Wert. Mir ist alles lieber als diese zwei "Plampi"die momentan beim FCSG "wirken".
  • Mänu Renfer 13.09.2016 19:56
    Highlight Highlight ää8
  • dieleiseStimme 13.09.2016 18:19
    Highlight Highlight Würden doch nur alle Artikel zu Wirtschaft und Politik so geschrieben.
  • Mätse 13.09.2016 15:20
    Highlight Highlight "Diese Restrukturierung erfolgt aus wirtschaftlichen Gründen und hat personelle Wechsel zur Folge."
    heisst etwas anderes: die beiden Herren Bickel und Kappeler waren das Geld das sie erhielten nicht wert - oder kurz: hoher Lohn, kein Erfolg
    • Sandro Lightwood 13.09.2016 17:46
      Highlight Highlight Sehe es noch etwas anderes! Wir (Gebrüder Rihs) haben uns nach Känzig eine weitere Fehlbesetzung geleistet (Bickel). Dank unserer unglaublichen Fussballkompetenz haben wir das schon nach 3 Jahren bemerkt. Da wir aber noch bessere manager sind, werden wir nun alles kräftig durchschütteln, nebenbei unsere Entscheide von vor 3 Jahren rückgängig machen (welche dann auch schon die einzig Richtige war), und Sport / Kommerz wieder zusammenführen. Wir machen das alles mit so viel Prumborium, dass nichts auf uns zurückfällt. Auf unseren sagenhaften Fussballverstand.
  • TodosSomosSecondos 13.09.2016 14:55
    Highlight Highlight Eins vorweg die YB-Führung ist einfach nur unprofessionell und kann dem Management bei Basel einfach nie das Wasser reichen und wenn der Fisch vom Kopfe stinkt, wirds halt nichts.

    Aber der sog. "sportliche Erfolg" ist quasi ein Ding der Unmöglichkeit geworden. Zulange bereits hat sich das pekuniäre Perpetuum Mobile, das sich Champions League schimpft, gedreht und fast alle kleineren Ligen kaputt gemacht.

    Der FCB ist 10 mal in den letzten 13 Jahren Meister geworden und ist finanziell unerreichbar für die anderen Clubs. Die besten Fans und das beste Management hat er nebenbei auch noch.
    • TheMan 13.09.2016 15:15
      Highlight Highlight Der FCB wurde aber auch nur Meister: Weil Gigi Oeri den Club Finanziell unterstützt. Ohne Gigi Oeri wäre Basel schon lange 1Liga. Und weil es keine Playoffs gibt im Fussball. Was das Fussball total Langweilig macht.
    • TodosSomosSecondos 13.09.2016 15:20
      Highlight Highlight Man kann jetzt bei YB die besten Köpfe anstellen und massig Geld einschiessen aber nützen wird's nichts. Okay vielleicht schaut wirklich mal ein Titel raus. Aber dass der FCB in den nächsten 20 Jahren mindestens 15 mal Meister wird, ist nicht zu verhindern.. und so gewollt. Danke Champions League!
    • Bulwark 13.09.2016 15:38
      Highlight Highlight @TheMan klar ist es möglich, dass Basel ohne Gigi Oeri nicht in der SL wäre, dennoch hat sich diese vor Jahren zurückgezogen. Seither finanziert sich der FCB selber! Auch Yb hat mit den Rihs Brüdern 2 Mäzen dahinter. Jedoch fehlt es wie von Todos angesprochen an der nötigen Kompetenz im Management...
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