DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Animiertes GIFGIF abspielen
Nicht immer heisst Krieg auch Action. 
gif: icbm

Kalter-Krieg-Simulator: In diesem Spiel hast du die Hand am roten Knopf – und zum Gähnen vor dem Mund

«ICBM» ist ein historisch akkurater Kalter-Krieg-Simulator für den PC. Man übernimmt die Rolle eines Raketenkommandanten, der das finale Kommando über die Atombomben hatte. Wie unfassbar einschläfernd dieser Job war, kann man nun selber testen.
12.04.2015, 19:32
Philipp Rüegg
Folgen

Die Zeit steht still. Könnte man zumindest meinen. Dabei vergeht sie 90 mal schneller als in der Realität. Kaum auszumalen wie es gewesen sein muss, wirklich 20 Meter unter der Erde tagelang in einem Atombunker auszuharren, während man auf die Ablösung wartet. So sah nämlich der Job der Raketenkommandanten aus, die im Kalten Krieg über die Atombomben wachten. Mit dem Simulator-Game «ICBM» (Intercontinental Ballistic Missiles) übernimmt man selbst den vielleicht verantwortungsvollsten Job überhaupt.

Die Schicht beginnt.  
Die Schicht beginnt.  
bild: icbm

Direktleitung zum Präsidenten

Die Raketenkommandanten waren die letzte Instanz, die den finalen Schalter oder besser Schlüssel umdrehten, und die tödlichen Atomraketen in die Umlaufbahn beförderten. Mit einem Telefon waren sie direkt mit dem Präsidenten verbunden. Der Entwickler Michael Davis hat die US-Kommandozentrale einer Minuteman-III-Interkontinentalrakete für sein Spiel nachgebaut. Lediglich kleine visuelle Anpassungen hat er vorgenommen, um das Spiel optisch etwas ansprechender zu gestalten. Die Informationen dazu seien leicht zugänglich gewesen, erklärt Davis im Interview mit dem Techblog Motherboard, denn die USA prahlten im Kalten Krieg offen mit ihrer Stärke. So gab es sogar Medienführungen durch die Bunker.

Als Kind eines Kampfpiloten wuchs Davis auf Stützpunkten der amerikanischen Luftwaffe auf. Sein Vater steuerte im ersten Irakkrieg eine F-111-Maschine.

Der Trailer zum Spiel

Wie brisant die Situation zwischen der Sowjetunion und den USA im Kalten Krieg war, so unspektakulär spielt sich der Job des Raketenkommandanten in «ICBM». Nachdem man seinen Auftrag erhält, sitzt man vor seinem Arbeitsplatz, konfrontiert mit zahlreichen Schaltern und Displays und man wartet nur darauf, dass der Notstand ausbricht. Die einzige Gefahr droht jedoch die Langeweile. Denn bekannterweise, hat keine der beiden Grossmächte je eine Atombombe auf die andere abgefeuert. Und so verkommt «ICBM» ziemlich schnell zu einem Langeweile-Simulator. Und darin liegt wohl auch das Geheimnis des Spiels: Realität ist langweilig, bemerkt Motherboard-Autor Emanuel Maiberg treffend. Aber wer weiss, vielleicht klingelt das Telefon ja doch einmal, wenn man nur lange genug wartet. Finde es selber heraus. 

Das Gratis-Spiel für den PC findest du hier

Das könnte dich auch interessieren

22 Games aus den 90ern, die du jetzt gratis im Browser spielen kannst

1 / 24
22 Games aus den 90ern, die du jetzt gratis im Browser spielen kannst
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Epic Games vs. Apple: Die Richterin hat entschieden – das sind die Folgen

Als Konsequenz muss Apple den App-Entwicklern erlauben, alternative Kauflinks in ihre Apps zu integrieren. Und die «Fortnite»-Entwicklerfirma, die geklagt hatte, muss Apple Schadenersatz bezahlen.

Im Gerichtsverfahren Epic Games vs. Apple ist das Urteil bekannt: Die zuständige US-Richterin hat am Freitag eine dauerhafte Unterlassungsverfügung gegen Apple erlassen und damit dem App-Store-Modell von Apple einen herben Rückschlag versetzt. Dies berichtet The Verge.

Apple werde durch das Urteil verpflichtet, Entwicklern zu erlauben, Kunden bei In-App-Käufen auf alternative Zahlungsmethoden ausserhalb des App-Stores hinzuweisen. Speziell Spiele-Anbieter können so versuchen, die hohen …

Artikel lesen
Link zum Artikel