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Italien hat auch nach Tag 4 noch keinen Präsidenten – «Mir tut das für das Land leid»

27.01.2022, 16:0027.01.2022, 16:05

Die italienischen Parlamentarier und Regionen-Vertreter haben auch am vierten Tag der Wahl zum neuen Staatspräsidenten keinen Sieger gefunden.

Obwohl am Donnerstag erstmals nicht mehr die Zweidrittel- sondern nur noch die absolute Mehrheit der insgesamt 1009 Stimmen nötig gewesen wäre, kam niemand auf mindestens 505 Stimmen. Damit geht es am Freitag (11.00 Uhr) in den nächsten Wahlgang auf der Suche nach einem Nachfolger oder einer Nachfolgerin für Amtsinhaber Sergio Mattarella, dessen Amtszeit am 3. Februar endet.

Die Stimmzettel werden im italienischen Parlament in Rom ausgezählt, Donnerstag, 27. Januar 2022.
Die Stimmzettel werden im italienischen Parlament in Rom ausgezählt, Donnerstag, 27. Januar 2022.Bild: keystone

Die Lager von Mitte-Rechts und Mitte-Links verhandelten am vierten Abstimmungstag weiter intensiv über mögliche Kandidaten. Dabei schienen sich die politischen Gegner nach wie vor nicht entscheidend anzunähern. Die rechten Parteien riefen ihre Wahlleute auf, sich zu enthalten – am Ende warfen 441 Delegierte keine Stimmkarten ein.

Die Mitte-Links-Gruppe gab dagegen weisse Stimmkarten ab (261). Die meisten Stimmen bekam wie schon am Mittwoch Mattarella (166), dabei hatte der Sizilianer eine zweite Amtszeit bereits ausgeschlossen. Die Regierungsparteien – das sind fast alle Grossen von der rechten Lega bis zu den Sozialdemokraten – wollen vermeiden, dass die Regierung an dem Gefeilsche und einer möglichen Kampfabstimmung zerbricht.

Unterdessen wächst in Rom der Ärger darüber, dass sich die Wahl so lange hinzieht – auch bei jenen, die selbst wählen. «Mir tut das für das Land leid», sagte die erfahrene Senatorin Emma Bonino. Ihr Kollege Matteo Renzi, der frühere Ministerpräsident, kritisierte das taktische Verhalten der Parteien: «Dieser Kinderkram muss aufhören.»

(yam/sda/dpa)

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quelle: imgur
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6 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Ragazzo
27.01.2022 16:11registriert November 2021
1009 alimentierte Leistungsbezüger die unfähig zu einer Entscheidung sind.
Bleibt zu hoffen dass endlich diese Schwatzbude halbiert und die längst fällige Reform der italienischen Verfassung angegangen wird.
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