Homosexualität
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Yes supporters celebrate as first results begin to filter through in referendum at Dublin castle, Ireland, Saturday, May 23, 2015. Ireland has voted resoundingly to legalize gay marriage in the world's first national vote on the issue, leaders on both sides of the Irish referendum declared Saturday even as official ballot counting continued. Senior figures from the

Junge Homosexuelle freuen sich über die Annahme des Referendum. Bild: Peter Morrison/AP/KEYSTONE

Homo-Ehe in Irland: «Ich bin so glücklich, ich könnte platzen»

Irland im Freudentaumel: Auf den Strassen von Dublin feiern die Befürworter ihren sich abzeichnenden Sieg beim Volksentscheid über die Homo-Ehe. Gesundheitsminister Varadkar spricht von einer «sozialen Revolution».



Ein Artikel von

Spiegel Online

Vor der Wahlzentrale in der irischen Hauptstadt Dublin fallen sich Paare in die Arme, sie schwenken Regenbogenfahnen, brechen in Tränen aus, versinken in Freudenküsse. Ger O'Keefe kann es kaum glauben. «Im Inneren schreie und springe ich schon», beschrieb der Schwule seine Freude laut Nachrichtenagentur Reuters. Aber er warte noch auf den genauen Moment, wenn es wirklich klar ist, sagte der 27-Jährige.

«Ich bin so glücklich, ich könnte platzen», sagte die 44-jährige Grainne O'Grady vor einem Auszählungsbüro in Dublin. «Das ist erst der Beginn von etwas noch viel Grösserem», sagte der 29-jährige Niamh Fitzgerald, der aus England eingeflogen war. Er hofft auf eine grössere Toleranz zwischen den Religionen.

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Ausgerechnet im konservativen Irland zeichnet sich seit Beginn der Stimmauszählung am Samstagmorgen im weltweit ersten Referendum über die Einführung der Homo-Ehe eine klarer Sieg der Gleichstellungsbefürworter ab. Laut Berichten von politischen Beobachtern hätten alle bislang durchgeführten Auszählungen Mehrheiten zugunsten der Homo-Ehe ergeben. Vor allem junge Wähler waren teilweise aus dem Ausland in ihre irische Heimat gereist, um von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen. Regierungsvertreter rechnen mit einer Wahlbeteiligung von mehr als 65 Prozent.

Sollte sich der Sieg der Befürworter bestätigen, dann wird Irland das weltweit 19. Land, das die Homo-Ehe einführt. In Europa sind es derzeit 13. In Schweiz haben gleichgeschlechtliche Paare die Möglichkeit zu einer eingetragenen Lebenspartnerschaft, die aber nicht mit den gleichen Rechten wie eine Ehe ausgestattet ist.

«Soziale Revolution»

«Es hat wirklich einen Nerv in Irland getroffen», sagte der für Gleichstellung zuständige irische Staatssekretär Aodhán Ó Ríordáin. Das sich abzeichnende Ergebnis sei «eine sehr starke Nachricht an alle jungen Menschen in Irland», egal ob lesbisch, schwul, bisexuell oder transgender (LGBT). Und an alle jungen Menschen in der ganzen Welt. Gesundheitsminister Leo Varadkar, der erst im Januar seine eigene Homosexualität öffentlich gemacht hatte, bezeichnete die Abstimmung als «soziale Revolution».

Rund 3.2 Millionen wahlberechtigte Iren konnten am Freitag über eine Verfassungsänderung abstimmen, wonach Ehen künftig unabhängig vom Geschlecht geschlossen werden dürfen. Ein belastbares Ergebnis wird bald erwartet. Doch schon jetzt feiern viele Menschen in Irland das Referendum als historischen Meilenstein.

Die Gegner haben bereits ihre Niederlage eingeräumt. Das Lager der Befürworter habe «etwa doppelt so viele Stimmen» erhalten wie die Gegner, sagte ein Anführer der Nein-Kampagne, David Quinn, am Samstagmittag. Quinn gehört dem Iona Institut an, einem katholischen Think Tank. «Jedermann scheint ein ‹Ja› vorherzusagen», befindet auch John Murray, ebenfalls Mitglied im Iona Institut, «und das scheint im Moment tatsächlich der Fall zu sein. Es ist enttäuschend», sagt Murray.

«Glückwunsch an die Ja-Seite. Gut gemacht», gratulierte Quinn. Führende Mitglieder des Nein-Lagers sagen, die einzige Frage, die bleibe, sei, wie hoch der Sieg des Ja-Lagers ausfallen werde. (bos/AFP/Reuters)

Mehrheit der Iren stimmt für die Homo-Ehe

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