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Bewaffnet die Lehrer! Zu diesem Schluss kommt ein Bericht zum Florida-Schulmassaker 



FILE - In this Wednesday, Feb. 14, 2018 file photo, students from Marjory Stoneman Douglas High School in Parkland, Fla., hold their hands in the air as they are evacuated by police after a shooter opened fire on the campus. The mass shooting which killed 17 students and staff, and sparked nationwide student-led marches for gun control _ was the top news story of 2018, according to The Associated Press' annual poll of U.S. editors and news directors. (Mike Stocker/South Florida Sun-Sentinel via AP)

Schüler verlassen die Parkland-Schule nach der Schiesserei. Bild: AP/South Florida Sun-Sentinel

Fast ein Jahr nach dem Massaker an einer Schule in Parkland (Florida) hat eine Untersuchungskommission ihren Abschlussbericht veröffentlicht: Darin schlägt sie unter anderem die Bewaffnung von Lehrern sowie «Schutzzonen» für Schüler vor, die sie vor den Blicken eines Amokläufers verbergen sollen.

Den Vorschlag, Lehrer zu bewaffnen und zu trainieren, hatte US-Präsident Donald Trump bereits kurz nach dem Massaker gemacht.

Am 14. Februar 2018 hatte der 19-jährige Nicolas Cruz insgesamt 17 Menschen an seiner ehemaligen Oberschule, der Marjory Stoneman Douglas High School in Parkland, mit einem halbautomatischen Gewehr erschossen. In ihrem 400-seitigen Bericht beschreibt die Kommission minutiös, wie Cruz eines der schlimmsten Schulmassaker in der US-Geschichte anrichten konnte.

Sie kommt zu dem Schluss, dass es nicht das Verschulden eines Einzelnen war oder es an einem grösseren Versagen lag, dass das Blutbad nicht verhindert wurde, sondern an vielen Unzulänglichkeiten im Sicherheitssystem der Schule.

Massendemo «March for Our Lives» gegen Waffengewalt

Unter anderem war das Personal demnach nur mangelhaft auf derartige Situationen vorbereitet. Bereits vorhandene, von ausserhalb nicht einsehbare Schutzzonen seien vollgestellt und somit für die Schüler unzugänglich gewesen. Der Bericht kritisiert zudem die Sicherheitskräfte für ihren nur schlecht abgestimmten Einsatz. Die Mitglieder der Kommission stammen aus dem Polizei-, Justiz- und Bildungsbereich.

Nach seiner Festnahme hatte Cruz ausgesagt, unter Depressionen zu leiden und zweimal versucht zu haben, Suizid zu begehen. Trotz seiner Vorgeschichte gelang es ihm, ganz legal ein halbautomatisches Sturmgewehr zu kaufen. (aeg/sda/afp)

Massenschiessereien in den USA

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38
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38Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Genital Motors 03.01.2019 22:23
    Highlight Highlight Nicht mein proböem sollen die drüben selber lösen. Mir scheissegal
  • aglio e olio 03.01.2019 20:55
    Highlight Highlight Klassisches Schildbürgertum.
    Warum nicht gleich in einer Kaserne unterrichten?
  • Temeraire 03.01.2019 20:28
    Highlight Highlight Das ganze Thema zu der Waffenproblematik in den USA ist meiner Meinung nach eines der krassesten Beispiele wie sehr jahrzehntelange Propaganda (in diesem Fall von der Waffenlobby und den von ihr gekauften republikanischen Politikern) die Meinung des Durchschnittsbürgers beeinflussen kann.

    Kaum einer dieser "Pro 2nd Amendment" - Aktivisten wissen tatsächlich, was in dem besagten Teil der Constitution steht, nämlich dass von einer "well regulated militia" zur Verteidigung die Rede ist und nicht davon, dass jeder seine eigenen Sturmgewehrsammlung besitzen darf...

    Einfach unfassbar!
  • lilie 03.01.2019 19:06
    Highlight Highlight Die nächste Headline zu diesem Thema: "Überforderter Lehrer läuft Amok und tötet 20 Schüler". 🙄🤮
    • Zerpheros {aka Comtesse du Zerph} 03.01.2019 19:47
      Highlight Highlight Klar. Logik NRA: Wer stoppt einen bösen Lehrer mit einer Waffe? Ein guter Lehrer mit einer Waffe. 🤷🏼‍♀️
    • DrFreeze 03.01.2019 22:53
      Highlight Highlight Da gibt es nur eins, bewaffnet die Schüler
    • lilie 04.01.2019 07:26
      Highlight Highlight @Zerpheros: Genau. Wenn sie das durchziehen, wird sich das Problem von allein lösen, weil sie alle gegenseitig umgebracht haben.

      Bis auf einen. Der eine Gute, der alle Bösen ausradierte. Vermutlich der Präsident der NRA.

      Aber hey, wenigstens floriert die Waffenindustrie! 👍🤮
  • Hackphresse 03.01.2019 18:35
    Highlight Highlight Wenn und den USA die Ausbildung zum Lehrer länger dauert als zum Polizisten... yay

    Ich weiss etwas off topic aber die Ironie dahinter.... köstlich und traurig zugleich
  • Pana 03.01.2019 17:56
    Highlight Highlight "Nur fünf Wochen nach seiner Vereidigung als US-Präsident erließ Donald Trump am 28. Februar 2017 einen entsprechenden Erlass, der eine Regelung Barack Obamas rückgängig machte. Obama hatte es nach drei Jahren harter Bemühungen im Dezember 2016 geschafft, Menschen mit nachgewiesenen schweren psychischen Erkrankungen den Kauf von Feuerwaffen zu erschweren.

    Obamas Gesetz hätte 75 000 Amerikaner mit amtlich-festgestellten psychischen Problemen auf eine Liste gesetzt, die einer spezielle Prüfung beim Kauf von Waffen unterliegen."

    Noch Fragen?
  • Mira Bond 03.01.2019 17:42
    Highlight Highlight Alles klar!
    Benutzer Bild
  • no-Name 03.01.2019 17:03
    Highlight Highlight Welche Untersuchungskommission? Bestehend aus wem?

    Und was für Kriterien wurden beigezogen? Dieselben wie für eine Kaserne oder einen Stützpunkt im Kriesengebiet?

    Wurden auch soziale Aspekte wie z.B. Präventivmassnahmen durch Betreuung auffälliger Schüler in Betracht gezogen??

    Je nach Sichtweise und Herangehensweise können solche „was wäre wenn“-Szenarien sehr unterschiedlich resultieren...
  • Linus Luchs 03.01.2019 16:55
    Highlight Highlight Die USA haben den Wilden Westen noch längst nicht überwunden.
  • Ökonometriker 03.01.2019 16:02
    Highlight Highlight Weder strengere Waffengesetze noch bewaffnete Lehrer bringen was. Selbst falls man dies durchsetzen könnte, würde ein Spinner sich einfach in ein Auto setzen und alle umfahren oder sonstige Ideen haben.

    Die einzige Lösung wäre, eine empathischere und weniger gewaltverherrlichende Kultur zu schaffen. Aber so lange man selbst auf Youtube und Facebook ohne Probleme Gewalt zeigen darf, dafür z.B. Nacktheit zensiert wird, wird da nie ein Umdenken stattfinden.
    • aglio e olio 03.01.2019 20:58
      Highlight Highlight Warum nicht eine sozialere, empathischere und weniger gewaltverherrlichende Kultur sowie strengere Waffengesetze?
      Irgendwer schert immer mal aus.
    • Ökonometriker 03.01.2019 21:30
      Highlight Highlight @aglio: weil diese Diskussion vom eigentlichen Problem ablenkt und den notwendigen politischen Prozess seit Langem verhindert.
    • aglio e olio 03.01.2019 22:36
      Highlight Highlight ähm, nein
    Weitere Antworten anzeigen
  • Snowy 03.01.2019 15:45
    Highlight Highlight Mehr Waffen = Mehr Sicherheit!

    Absolut logisch!

    Darum gibts auch in Haushalten mit Waffen weniger Tote durch Schusswaffen und Menschen, die Waffen auf sich tragen werden weniger oft erschossen...

    NOT!

    Ist es wirklich so schwer zu verstehen?!
    Fakt ist: Die Wahrscheinlichkeit steigt durch eine Schusswaffe zu sterben, wenn man eine Waffe auf sich trägt oder im Haushalt hat.
    Das Gefühl der Sicherheit, dass einen eine Waffe gibt, ist absolut subjektiv und v.a. falsch!
    Ist schwierig zu akzeptieren für die Cowboys unter uns - ist aber Fakt.
    • just sayin' 04.01.2019 02:44
      Highlight Highlight dies ist leider nicht fakt.

      ich bin auf deine quellen gespannt
    • Oigen 04.01.2019 11:04
      Highlight Highlight just sayin' meint also es ist wahrscheinlicher ohne waffe angeschossen zu werden als mit?
    • Snowy 04.01.2019 11:23
      Highlight Highlight @Oigen:

      Ja, das meint er.
      Von dieser falschen subjektiven Sicherheit (mit der Waffe kann ich mich schützen) gehen leider viele Menschen aus.

      Fakt ist, dass der Umstand, dass man eine Waffe trägt, die Wahrscheinlichkeit signifikant erhöht, dass man selber (oder Angehörige) durch Schusswaffengewalt stirbt.
  • My Senf 03.01.2019 15:45
    Highlight Highlight Oh nein

    Hat Trump schon getweetet das er recht hatte?
    • matcha 03.01.2019 16:44
      Highlight Highlight Soll doch jeder trottel zu seiner waffe kommen, klingt logisch, oder?
      Sonst gibts zu wenig waffendeals.
  • x4253 03.01.2019 15:20
    Highlight Highlight Dokumentation zur Lehrerausbildung in den USA (2020)
    Play Icon
  • N. Y. P. 03.01.2019 14:55
    Highlight Highlight ..dass es nicht das Verschulden eines Einzelnen war oder es an einem grösseren Versagen lag, dass das Blutbad nicht verhindert wurde, sondern an vielen Unzulänglichkeiten im Sicherheitssystem der Schule.

    Einfach nur noch krank, was man aus den USA hört. Trumps Wirkung auf die Gesellschaft, und zum Beispiel auf Untersuchungsausschüsse wird demnach noch immer unterschätzt.

    Dann sollten die Lehrer dann aber aufpassen, dass sie nicht von den Polizisten erschossen werden.
    • paco95 03.01.2019 15:48
      Highlight Highlight Und die Schüler aufpassen, dass sie die Lehrer nicht zu fest ärgern. Sind schliesslich auch Menschen mit Sorgen und Durchdrehrisiko.
    • redeye70 03.01.2019 15:50
      Highlight Highlight Wie beim Las Vegas Massaker. Die Band die vorher spielte, den Tourbus voller Schusswaffen, überlegte es sich noch diese rauszuholen und den Attentäter zu bekämpfen. Sie erkannten aber die hohe Gefahr von den Einsatzkräften erschossen zu werden und liessen es sein.
    • G.Oreb 03.01.2019 16:16
      Highlight Highlight Haha. Daran habe ich noch gar nicht gedacht! Wenn der erste Polizist einen verteidigenden Leherer erschiesst. Das wird dann interessant.
    Weitere Antworten anzeigen

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