DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

39 Tote bei schweren Gefechten zwischen Assad-Truppen und Dschihadisten

16.01.2020, 09:57
Schlimme Situation in Idlib.
Schlimme Situation in Idlib.
Bild: EPA

Bei heftigen Kämpfen zwischen Regierungstruppen und Dschihadisten- und Rebellengruppen in der syrischen Provinz Idlib sind in der Nacht zum Donnerstag nach Angaben von Aktivisten mindestens 39 Kämpfer getötet worden.

Es habe Luftangriffe, Artilleriebeschuss und Kämpfe am Boden gegeben, berichtete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Unter den Toten seien 22 Kämpfer von Dschihadisten- und Rebellengruppen und 17 Kämpfer der syrischen Armee und verbündeter Milizen.

Die Kämpfe stehen in starkem Kontrast zu der zuletzt von Moskau angekündigten Feuerpause in der Region. Erst am Mittwoch waren nach Angaben der Beobachtungsstelle bei Luftangriffen der Regierungstruppen 18 Zivilisten in der Stadt Idlib getötet worden.

Den Angaben zufolge eroberten die syrische Armee und ihre Verbündeten bei ihrem Vormarsch in Richtung Maaret al-Numan zuletzt zwei Dörfer. Derzeit seien sie sieben Kilometer von der strategisch wichtigen Stadt entfernt.

Die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle ist in Grossbritannien ansässig und bezieht ihre Angaben von einem Netzwerk von Aktivisten vor Ort. Ihre Angaben sind von unabhängiger Seite kaum zu überprüfen.

Die Provinz Idlib im Nordwesten des Bürgerkriegslandes ist die letzte Rebellenhochburg in Syrien. Idlib sowie Teile der angrenzenden Provinzen Hama, Aleppo und Latakia werden von dem früheren Al-Kaida-Ableger HTS und anderen islamistischen Milizen kontrolliert. Der syrische Machthaber Baschar al-Assad ist entschlossen, die Region wieder unter seine Kontrolle zu bringen. Angesichts des Vormarsches der Regierungstruppen sind in Idlib hunderttausende Menschen auf der Flucht. (aeg/sda/afp)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Türkei startet Offensive gegen Kurden in Syrien

1 / 20
Türkei startet Offensive gegen Kurden in Syrien
quelle: ap / lefteris pitarakis
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Dieser Syrer rappt über Krieg, Diktatur und Tyrannei

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Interview

Kurdin, Jesidin, Deutsche: Warum Düzen Tekkal nicht mehr schlafen kann

Düzen Tekkal (41) ist derzeit die wichtigste Stimme der Kurden in Deutschland. Im Interview sagt sie, dass es noch nicht zu spät ist, Rojava zu retten. «Aber jetzt muss schnell gehandelt werden.»

Wenn Düzen Tekkal einmal loslegt, dann gleich richtig. Die Deutsche mit kurdisch-jesidischen Wurzeln nimmt kein Blatt vor den Mund. Seit Wochen kritisiert sie den türkischen Angriffskrieg in Rojava öffentlich und in einer scharfen Deutlichkeit: dass der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan völkerrechtswidrig handelt, dass er eine ethnische Säuberung vornimmt, dass er mit seinem Handeln dem Islamischen Staat zu neuer Kraft verhilft.

Tekkal ist derzeit die wichtigste Stimme der Kurden in …

Artikel lesen
Link zum Artikel