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Staatsanwalt fordert 3,5 Jahre Gefängnis für Bulat Tschagajew



Der Staatsanwalt hat am Mittwoch dreieinhalb Jahre Gefängnis für den ehemaligen Präsidenten des Fussballclubs Neuchâtel-Xamax, Bulat Tschagajew, gefordert. Für den Mitangeklagten Islam Satujew verlangte er eine mildere Strafe.

Der frühere Vizepräsident des Fussballvereins soll zu einer bedingten Freiheitsstrafe von 15 Monaten verurteilt werden, sagte der Staatsanwalt am Mittwoch vor dem Strafgericht in Neuenburg.

Die beiden Angeklagten Bulat Tschagajew und Islam Satujew waren am Mittwoch nicht zur Fortsetzung der Gerichtsverhandlung zum Konkurs von Neuchâtel-Xamax erschienen. Der Prozess wurde deshalb ohne die Angeklagten fortgesetzt.

Nach Angaben des Gerichtspräsidenten Alexandre Seiler meldete sich Bulat Tschagajew vergangene Woche beim Gericht ab. Er könne nicht kommen, weil er die im August versprochenen Zahlungen bezüglich Quellensteuer und Löhne für einige Spieler vorbereiten müsse.

Beim Prozessauftakt im August war Tschagajew überraschend zum Prozess aus Moskau angereist. Er wies dabei sämtliche Vorwürfe gegen ihn zurück. Er ist wegen ungetreuer Geschäftsführung, Misswirtschaft sowie wegen Hinterziehung der Quellensteuer angeklagt.

Konkurs innerhalb von acht Monaten

Tschagajew wird zudem wegen einer mutmasslich gefälschten Garantie der Bank of America versuchter Betrug sowie Urkundenfälschung vorgeworfen. Der zweite Angeklagte, der ehemalige Vizepräsident Islam Satujew, erschien wie bereits im August nicht zum Prozess.

Unter der Führung der beiden Tschetschenen war der Schweizer Traditionsverein Neuchâtel Xamax am 26. Januar 2012 innerhalb von nur acht Monaten Konkurs gegangen. Zurück blieb ein Schuldenberg von 20.1 Millionen Franken, 359 Gläubiger gingen leer aus. (sda)

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