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Arbeitsmarkt: Saisoneffekt und Frankenstärke lassen Arbeitslosigkeit ansteigen



Die Arbeitslosigkeit zieht wieder an. Die Arbeitslosenquote verharrt zwar bei 3.1 Prozent. Im Juli waren mit insgesamt 133'754 Personen aber 498 mehr arbeitslos gemeldet als noch im Juni. Das ist die erste absolute Zunahme der Arbeitslosigkeit in diesem Jahr.

«Der bisher positive Saisoneffekt ist nun wie erwartet gekippt», erklärte Boris Zürcher, Leiter der Direktion für Arbeit beim Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) an einer Telefonkonferenz am Freitag. Während sich bis Mitte Jahr die Zahl der Arbeitslosen jeweils verringert, erhöht sie sich ab Juli saisonal bedingt jeweils. Derzeit sind jedoch auch die Folgen des «Frankenschocks» auf dem Arbeitsmarkt spürbar.

Nachdem die Schweizerischen Nationalbank (SNB) den Euro-Mindestkurs aufgegeben hat, ist die Zahl der Arbeitslosen in den letzten Monaten innert Jahresfrist deutlich gestiegen. Die konjunkturelle Abschwächung ist flächendeckend über alle grossen Branchen spürbar, wie Zürcher sagt.

Verglichen mit Juli vor einem Jahr sind 6700 Personen mehr bei den Regionalen Arbeitsvermittlungsstellen (RAV) registriert. Die negative Dynamik der Konjunktur habe sich nun aber abgeschwächt, sagte Zürcher weiter. So betrug die Zunahme im April 4044 Arbeitslose, im Mai 6039 und im Juni 6624. Saisonbereinigt legte die Zahl der Arbeitslosen im Juli lediglich noch um 0.3 Prozent zu.

Wie jedes Jahr stieg zudem die Zahl der Jugendarbeitslosen im Juli stark an. Dies liege daran, dass die Jugendlichen ihre Ausbildung oder die Schule beendeten, hielt der Seco-Arbeitsdirektionsleiter fest. Aber auch gegenüber dem Vorjahr waren noch 3.2 Prozent mehr 15- bis 24-Jährige arbeitslos gemeldet als noch im Vorjahr.

Insgesamt hält das Seco an seiner Jahresprognose von einer Arbeitslosenquote von 3.3 Prozent fest, wie Zürcher sagte. «Die Zahlen liegen noch immer im Rahmen der Erwartungen.» (sda)

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