Österreich
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Austria's Chancellor Werner Faymann listens during a news conference in Vienna, Austria, April 26, 2016. REUTERS/Heinz-Peter Bader

Aus die Maus: Faymann tritt ab.
Bild: HEINZ-PETER BADER/REUTERS

Rückhalt in der SPÖ verloren: Österreichs Kanzler Faymann tritt zurück



Der österreichische Bundeskanzler Werner Faymann ist am Montag von allen Ämtern zurückgetreten. Der Vorsitzende der sozialdemokratischen Partei SPÖ zog damit die Konsequenzen aus dem mangelnden Rückhalt innerhalb seiner Partei.

«Dieses Land braucht einen Kanzler, wo die Partei voll hinter ihm steht. Die Regierung braucht einen Neustart mit Kraft. Wer diesen Rückhalt nicht hat, kann diese Aufgabe nicht leisten», sagte Faymann zur Begründung. Der 56-Jährige ist seit Anfang Dezember 2008 österreichischer Bundeskanzler.

Österreich habe nach der schwierigen Phase der Finanzkrise im vergangenen Jahr den Flüchtlingsansturm zu bewältigen gehabt, sagte Faymann im Bundeskanzleramt in Wien. Dies habe Österreich gut gemeistert.

Faymann verteidigte erneut das Ende der «Willkommenskultur» und die zunehmend restriktivere Flüchtlingspolitik des Landes. «Es wäre verantwortungslos gewesen, nicht auch eigene Massnahmen zu setzen.»

Nach FPÖ-Wahlsieg

Der Schritt Faymanns erfolgte nach dem Sieg der rechtspopulistischen FPÖ bei der ersten Runde der Präsidentschaftswahl am 24. April. Faymann war nach der Niederlage seiner Partei mit Rücktrittsforderungen konfrontiert worden.

Für Montagnachmittag wurde ein vorgezogenes Treffen des SPÖ-Bundesparteivorstandes angekündigt. Dort sollte es um die personelle wie inhaltliche Neugestaltung der Partei gehen. (sda/dpa)

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  • Paco69 09.05.2016 15:14
    Highlight Highlight Ein eigentlich guter Mann geht. Spät, sehr spät hat W. Faymann sich besonnen und ist von A. Merkels Harakiri-Kurs abgerückt. Aber mit der Entscheidung, die Flüchtlingsroute über den Balkan zu sperren, haben Österreichs Bundeskanzler W. Faymann und Aussenminister S. Kurz Europa seine Souveränität zurückgegeben. Und sie haben besonders Deutschland einen grossen Dienst erwiesen, ohne dass man es ihnen gedankt hätte. Weil Österreich und die Balkan-Anrainer die Drecksarbeit erledigt haben, können die Pharisäer in Berlin weiterhin folgenlos die Moraltrompete blasen.
    • Fabio74 09.05.2016 16:38
      Highlight Highlight Die Drecksarbeit machen die Türken. Europa schaut weg
  • NWO Schwanzus Longus 09.05.2016 13:59
    Highlight Highlight Faymann hat das richtige getan, er stand massiv unterdruck in der Österreichischen Gesellschaft weil er mit Merkel zusammengespannt hat bis zu der Restriktiveren Politil die er auch nur auf Druck betriebenhat. Dennoch hat Faymann Rückgrat bewiesen.
  • seventhinkingsteps 09.05.2016 13:32
    Highlight Highlight Kommt jetzt die Machtergreifung der FPÖ?
    • äti 09.05.2016 16:13
      Highlight Highlight Interessant zu sehen wie eine FPÖ plötzlich Leistung, Arbeit, Projekte zeigen muss. Fertig Opposition.

Krach im Nachbarland: Österreichs Präsident Van der Bellen und die Kopftuch-Aussage

Der österreichische Präsident Alexander Van der Bellen wird von rechter Seite verstärkt mit Schmutz beworfen. Beginn der Schlammschlacht war ein Satz des Präsidenten in einem ORF-Beitrag. 

Seit 100 Tagen ist Alexander Van der Bellen Bundespräsident Österreichs. Dies nahm ORF zum Anlass für einem Beitrag. Folgende Sequenz sorgte dabei für Diskussionen:

«Jede Frau kann ein Kopftuch tragen. Und wenn das so weitergeht bei der tatsächlich um sich greifenden Islamophobie, wird noch der Tag kommen, wo wir alle Frauen bitten müssen, ein Kopftuch zu tragen. Alle, als Solidarität gegenüber jenen, die es aus religiösen Gründen tun», so äusserte sich Van der Bellen.

Die Reaktion fällt heftig …

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