England
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epaselect epa05965532 British Foreign Secretary Boris Johnson arrives for an EU Foreign Affairs ministers council meeting, in Brussels, Belgium, 15 May 2017. The council 'will take stock of the implementation of the EU Global Strategy in the area of security and defence, in particular on the civilian aspects', the European Council announced in a related press release.  EPA/OLIVIER HOSLET

Mehrere Minister haben Boris Johnson aufgefordert, May den Support zu verweigern. Doch der frühere Londoner Bürgermeister denkt nicht daran.  Bild: OLIVIER HOSLET/EPA/KEYSTONE

(Noch) kein Umsturz bei den Brits: Aussenminister Boris Johnson hält May die Stange



Nach der Wahlschlappe der Konservativen bei der Parlamentswahl in Grossbritannien hat sich Aussenminister Boris Johnson hinter Premierministerin Theresa May gestellt. «Ich unterstütze Theresa May», twitterte Johnson in der Nacht zum Sonntag.

Zuvor hatten die  Sunday Times berichtet, mehrere andere Minister hätten Johnson aufgefordert, sich für einen Sturz der Regierungschefin einzusetzen. Die Debatte über die politische Zukunft Mays war nach dem für die Konservativen enttäuschenden Wahlausgang entbrannt. Ihre Tories waren bei der Wahl zwar stärkste Kraft geblieben, hatten aber die absolute Mehrheit eingebüsst.

Minderheitsregierung noch nicht sicher

May: «Wir hoffen, dass Vertrag zustande kommt»

Die Bildung einer von den nordirischen Unionisten geduldeten Minderheitsregierung in Grossbritannien ist noch nicht in trockenen Tüchern. Die rechte Democratic Unionist Party (DUP) erklärte am Sonntag lediglich, die Gespräche seien «bislang positiv» verlaufen.

Nachdem ein Sprecher von Premierministerin Theresa May am Samstagabend bereits eine Einigung zwischen den Tories und der rechten Democratic Unionist Party (DUP) verkündet hatte, äusserte sich Downing Street am Sonntagmorgen zurückhaltend: «Wir hoffen, dass der Vertrag zustande kommt», erklärte ein Sprecher.«Die Premierministerin hat am Abend mit der DUP gesprochen, um über den Abschluss einer Vereinbarung zu diskutieren, wenn das Parlament kommende Woche seine Arbeit wieder aufnimmt», hiess es dann in der Mitteilung eines Downing-Street-Sprechers.

«Wir hoffen, dass diese Vereinbarung zustande kommt, denn er bietet die Stabilität und Sicherheit, die das Land auf dem Weg zum Brexit und darüber hinaus benötigt.»

May hatte die vorgezogenen Wahlen im April überraschend ausgerufen. Angesichts damals starker Umfragewerte hatte sie darauf gesetzt, die absolute Mehrheit ihrer Partei noch auszubauen und sich damit Rückendeckung für ihren angekündigten harten Kurs bei den Brexit-Verhandlungen zu holen.

May hat angekündigt, trotz der Schlappe weiterregieren zu wollen. Dazu will sie mit der nordirischen DUP paktieren. (sda/reu)

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3Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • MartinArnold 11.06.2017 11:28
    Highlight Highlight Und die Briten werden rufen:
    Mayday.....
    Mayday.....
    Mayday.....
    Und Rauchzeichen steigen empor.....
  • FrancoL 11.06.2017 09:52
    Highlight Highlight Man kann auch den Bürger völlig für dumm verkaufen.

    «Wir hoffen, dass diese Vereinbarung zustande kommt, denn er bietet die Stabilität und Sicherheit, die das Land auf dem Weg zum Brexit und darüber hinaus benötigt.»

    Nachdem man eine absolute Mehrheit verspielt hat und dies weil man es für zwingend nötig erachtete diese Mehrheit zu konsolidieren, verkauft man die neue "Koalition/Duldung" als eine Sicherheit bietende Lösung?

    Ich glaube kaum dass das das ins Boot nehmen der DUP viel Sicherheit bietet und wohl einige die May gewählt haben nicht diese Lösung wollten.
  • rodolofo 11.06.2017 07:45
    Highlight Highlight Finde ich gut, dass bei den Torys noch eine gewisse Verlässlichkeit vorhanden ist.
    Aber vermutlich ist Boris Johnson auch erleichtert darüber, dass sie mit May jemanden gefunden haben, der den undankbaren Job übernommen hat, mit der EU Austrittsverhandlungen anzuführen.
    Bei dem Job kannst Du als Premier eigentlich nur verlieren...

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