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Google kassiert von der EU eine Strafe von 1,49 Milliarden Euro



epa07450248 EU Commissioner for Competition Margrethe Vestager, from Denmark, speaks at a news conference on the concurrence case with Google online search advertising, at the European Commission in Brussels, Belgium, 20 March 2019. The EU on 20 March 2019 fined Google with a fine of 1.5 billion US dollars over search engine advertising in the 'AdSense for Search' subsection.  EPA/STEPHANIE LECOCQ

Google habe mehr als zehn Jahre lang seine marktbeherrschende Stellung missbraucht und anderen Unternehmen die Chancen auf fairen Wettbewerb und Innovationen verbaut, sagte EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager am Mittwoch. Bild: EPA/EPA

Seit gut zehn Jahren geht die EU-Kommission gegen das Geschäftsgebaren des US-Internetriesen Google in Europa vor. Diesmal ist der Spartendienst «AdSense for Search» im Visier. Die Strafe ist wieder hoch.

Die EU-Wettbewerbshüter haben zum dritten Mal eine Milliardenstrafe gegen den US-Internetriesen Google verhängt. Bei Suchmaschinen-Werbung im Dienst «AdSense for Search» seien andere Anbieter unzulässigerweise behindert worden, teilte die EU-Kommission am Mittwoch in Brüssel mit. Das Unternehmen müsse daher rund 1,49 Milliarden Euro Strafe zahlen. Bei «AdSense for Search» können andere Internetseiten Google-Suchmasken einbinden und erbringen dafür Gegenleistungen.

Die Brüsseler Behörde hat Googles Geschäftsverhalten bereits seit geraumer Zeit im Visier. Wegen des Missbrauchs seiner marktbeherrschenden Stellung bei Produktanzeigen in Suchergebnissen verhängte die Kommission 2017 eine Strafe von 2,42 Milliarden Euro. Wegen Wettbewerbseinschränkungen beim Smartphone-System Android wurde 2018 sogar die Rekordstrafe von 4,34 Milliarden Euro fällig. Der Konzern verdaute die finanziellen Strafen innerhalb eines Quartals - allerdings setzte die Kommission auch Änderungen am Geschäftsmodell von Google durch.

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Google habe mehr als zehn Jahre lang seine marktbeherrschende Stellung missbraucht und anderen Unternehmen die Chancen auf fairen Wettbewerb und Innovationen verbaut, sagte EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager am Mittwoch. Internetportalen, die AdSense einbanden, seien vertragliche Beschränkungen auferlegt worden, andere Anbieter zu nutzen. Das Geschäftsgebaren bestand demnach mindestens seit dem Jahr 2006. Im Jahr 2016 - nach ersten Einwänden der Kommission - hob Google die Einschränkungen auf.

Mit dem dritten Wettbewerbsfall geht Vestager nun auch zumindest gegen einen Teil des Kerngeschäfts von Google mit Online-Werbung vor. Finanziell ist «AdSense» für Google eher ein Nischenprodukt. Genaue Zahlen zu dem Teildienst gibt es nicht. Doch Googles Werbegeschäft spielt insgesamt den Löwenanteil der Erlöse des Mutter-Konzerns Alphabet ein. Im Schlussquartal 2018 verdiente das Unternehmen dank sprudelnder Werbeeinnahmen rund neun Milliarden Dollar (etwa 7,9 Mrd Euro). Der Umsatz legte kräftig zu und lag bei 39,3 Milliarden Dollar. Doch den satten Zuwächsen standen auch kräftig gestiegene Ausgaben - vor allem für Infrastruktur - gegenüber.

Besonders tiefgreifende Änderungen am Geschäftsmodell setzte Brüssel bei Android durch: Google verlangt inzwischen von Geräteherstellern Geld, wenn sie in Europa Smartphones mit bislang kostenlosen Apps des Konzerns wie Karten oder GMail verkaufen. (aeg/awp/sda/dpa)

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Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
10Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Schönbächler 20.03.2019 15:42
    Highlight Highlight Jaja, wenn man Geld braucht dann immer schön die grossen Technologiekonzerne sanktionieren.
  • B-Arche 20.03.2019 13:21
    Highlight Highlight Europa: Selber nichts auf die Reihe bringen (ausser "Steuersparmodelle") aber wenn andere Erfolg haben sofort totregulieren und Geld abhaben wollen.
    • Juliet Bravo 20.03.2019 14:42
      Highlight Highlight Die Schweiz hat nicht mal ie Kraft und den Willen gegen solches Gebaren durchzugreifen. Da bringt die EU wenigstens was zu stande.
    • Hierundjetzt 20.03.2019 15:43
      Highlight Highlight "Erfolg" haben bei einem Monopol? okeee. Warum wohl sind bei uns die Telcopreise so hoch? Oder die Medikamentenpreise? Weil die Swisscom oder Novartis Erfolg hat?

      Warum haben wir wohl eine WEKO? Weil wir Erfolge verhindern wollen? - oder weil es darum geht den Konsumenten vor unzulässigen Preisen zu schützen?

      Du selbst profitierst tagtäglich davon, dass die WEKO bzw. EU gegen überhöhte Monopolpreise vorgeht...
  • g-rd 20.03.2019 12:37
    Highlight Highlight Google kassiert seit Neuestem von allen, die auf gewisse Dienste zugreifen, hohe Gebühren. Google kassiert von allen, die bei ihnen persönliche Daten einkaufen, jede Menge Kohle. Und jetzt hat sich Google ein neues Geschäftsfeld eröffnet: Google kassiert von der EU eine Strafzahlung von 1.5 Milliarden Euro. Scheint ein lukratives Business zu sein.
    • Juliet Bravo 20.03.2019 15:07
      Highlight Highlight Versteh ich nicht, google muss ja bezahlen..?
  • Agent81 20.03.2019 12:18
    Highlight Highlight So werden die Nachrichten voll sein, wenn Art. 13 durchkommt. Mir ist es übrigens egal ob es hier jetzt durch etwas anderes veranlasst wurde!
  • Karl Marx 20.03.2019 12:16
    Highlight Highlight Geht das Geld an die Betrogenen?
    • Erster-Offizier 20.03.2019 13:48
      Highlight Highlight Ja.
  • Olmabrotwurst vs. Schüblig 20.03.2019 12:13
    Highlight Highlight Peanuts für Google.

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