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epa07170514 CNN correspondent Jim Acosta walks out of the the Federal Court House after a judge ordered that his White House press pass be reinstated immediately during a hearing in Washington, DC, USA, 16 November 2018. Acosta's press pass was revoked by the administration after Acosta clashed with the president at a news conference the day after the mid-term elections.  EPA/SHAWN THEW

Ein zufriedener Jim Acosta verlässt das Gericht in Washington D.C. Bild: EPA/EPA

Sieg für CNN – das Weisse Haus muss Jim Acosta die Akkreditierung zurückgeben



Das Weisse Haus muss den ausgesperrten CNN-Reporter Jim Acosta wieder zulassen. Ein US-Bundesrichter ordnete am Freitag in einer einstweiligen Verfügung die Wiederzulassung des Journalisten an.

Das Weisse Haus hatte Acostas Akkreditierung in der vergangenen Woche bis auf Weiteres suspendiert, nachdem US-Präsident Donald Trump und der Journalist bei einer Medienkonferenz verbal aneinandergeraten waren.

Trump gerät in Rage und verbannt CNN-Reporter

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Video: srf

Nach der Entscheidung des Bundesrichters Timothy Kelly muss das Weisse Haus Acosta bis zu einer umfassenden Anhörung zu dem Fall wieder zulassen. Es müsse geprüft werden, ob durch das Vorgehen der Regierung die Pressefreiheit verletzt werde.

Das Weisse Haus hatte Acostas Akkreditierung in der vergangenen Woche nach einer turbulenten Medienkonferenz des Präsidenten bis auf Weiteres suspendiert. Während der Veranstaltung waren Trump und Acosta heftig aneinandergeraten, als der Reporter eine Frage zur Einwanderungspolitik des Präsidenten stellte. Der CNN-Journalist setzte sich dabei über Trumps Aufforderung hinweg, das Mikrofon abzugeben.

Trumps Sprecherin Sarah Sanders begründete die anschliessende Suspendierung Acostas zunächst damit, dass der Reporter eine Praktikantin des Weissen Hauses angefasst habe, die ihm das Mikrofon abzunehmen versuchte. Diese Begründung wurde von vielen Seiten als fadenscheinig kritisiert, da Acosta die Frau allenfalls nur sehr leicht am Arm berührt hatte.

Helle Empörung

Die helle Empörung in den Reihen der Trump-Kritiker über die anschliessende Sanktionierung Acostas wurde durch ein Video verstärkt, das Sanders im Kurzbotschaftendienst Twitter veröffentlichte. Die Szene aus der Medienkonferenz, als Acosta am Mikrofon festhielt, ist darin manipuliert – offenbar mit Absicht. Die Sequenz wird mit beschleunigter Geschwindigkeit gezeigt, wodurch es so wirkt, als würde Acosta der Praktikantin auf den Arm schlagen.

Nach mehreren Tagen änderte Sanders dann die Begründung und führte ins Feld, durch sein Festhalten am Mikrofon habe Acosta andere Journalisten in der Arbeit gestört, indem er sie daran gehindert habe, ebenfalls zu Wort zu kommen. Die Vereinigung der im Weissen Haus arbeitenden Korrespondenten solidarisierte sich allerdings mit dem CNN-Kollegen. Acosta und Trump führen schon seit langem eine Fehde gegeneinander.

In dem Streit wurde CNN von diversen weiteren Medien in Form von schriftlichen Stellungnahmen vor Gericht unterstützt. Zu den Unterstützern gehörte auch der direkte Konkurrent Fox News. Der konservative Sender berichtet überaus wohlwollend über Präsident Trump und gilt als dessen Lieblingssender. (cma/sda/afp)

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    Alle Leser-Kommentare
  • chorax 17.11.2018 12:16
    Highlight Highlight Das ist noch kein Sieg für CNN.
    Das Gericht sprach bloss eine einsteweilige Verfügung aus.
  • Pana 16.11.2018 22:39
    Highlight Highlight Apropo Fox News.. Deren Twitterkonto ist seit dem 8. November verstummt. Dies ohne irgendwelche Begründung. Da scheint was Grosses im Busch zu sein..
  • Magnum44 16.11.2018 21:11
    Highlight Highlight Danke Obama! Die Auflösung von Bundesgerichten in Washington DC in 3,2,1...
  • Frank Morgan III 16.11.2018 20:03
    Highlight Highlight Ich warte nur darauf bis sich der Daily Stormer einen Pressezugang erklagt. Ich glaube vielen ist nicht ganz bewusst, was es heisst wenn eine Presse-Akreditierung vor Gericht erstritten werden kann. Ich glaube mit Jim Acosta habt ihr eine morsche Gallionsfigur. Er ist ein mieser Reporter, da er sich lieber politisch ins Licht rückt als aufrichtig zu diskutieren oder neutral zu berichten.
    • Magnum44 16.11.2018 21:48
      Highlight Highlight Wie will er auch objektiv berichten, wenn ihm der Präsident seine Fragen nicht beantwortet ;) ?
    • Sauäschnörrli 16.11.2018 21:52
      Highlight Highlight Es wurde keine Akkreditierung erklagt, es wurde lediglich festgehalten dass bis zu einer Anhörung keine Vorverurteilung stattfinden darf.
    • Fabio74 16.11.2018 22:29
      Highlight Highlight Tragisch ist, wenn man so keine Ahnung hat, aber frei nach REchtsnational mal persönlich wird und den Journalisten beleidgt.
      Das Gericht verteidigt die Verfassung und die Pressefreiheit!
    Weitere Antworten anzeigen
  • swisskiss 16.11.2018 19:26
    Highlight Highlight Das Ding ist noch nicht durch, da dieses Urteil einer "superprovisorischen Verfügung" gleichkommt, die den eigentlichen Klagegrund, die Annahme des Weissen Hauses, dass das "präsidiale Hausrecht" höher zu gewichten sei, als der freie Zugang der Presse, nicht bewertet hat.

    So wird diese Klage, egal welches Urteil gefällt wird, an höhere Instanzen weitergezogen.

    Dann wird sich weisen, ob an einem Gericht, dessen Richter durch Trump eingesetzt wurde, die freie Meinungsäusserung und Pressefreiheit auch so geschützt wird.
  • Vanessa_2107 16.11.2018 19:02
    Highlight Highlight Und man bedenke, ein von Trump ausgewählter Richter, hat das entschieden.
    • swisskiss 16.11.2018 20:38
      Highlight Highlight Vanessa_2107: Der Richter hat lediglich entschieden, dass die Begründung zum Entzug der Akkreditierung und der Ablauf des Enzugs ( Verweigerung des Rechts auf Anhörung, fehlend schriftliche Begründung) rechtswidrig ist. Das grundlegende Problem und der Kern der Klage (Verstoss gegen den 1, und 5. Verfassungszusatz) ist nicht vom Tisch. Das wird ein längerer Prozess, der durch viele Instanzen geht und höchstwahrscheinlich durchs oberste Gericht entschieden werden muss. Dann wird sich weisen, wie Trumps Richter entscheiden werden.
    • Vanessa_2107 17.11.2018 00:46
      Highlight Highlight @Swisskiss, ja, es ist einmal ein vorläufiger "Sieg" für die Pressefreiheit.
  • Gummibär 16.11.2018 19:00
    Highlight Highlight Ich kann kaum warten bis Jim Acosta seine nächste Frage an den weltweit grössten und intelligentesten Präsidenten der Menschheitsgeschichte richtet.
    Mein Vorschlag:

    "Mr.President, do you suck your thumb when a judge says you are wrong ?
  • Biotop 16.11.2018 17:49
    Highlight Highlight Demzufolge wird Timothy Kelly als Bundesrichter gefeuert. Wenn Präsident Trump dies anordnet wird es genau so ausgeführt.
  • Joe Smith 16.11.2018 17:15
    Highlight Highlight This judge is a rude, terrible person. Just another democrat thug protecting crooked Hillary and trying to destroy our great country. So sad.
    • Baba 16.11.2018 17:44
      Highlight Highlight 45' Ghostwriter? 🤣😂🤣
    • Weiss 16.11.2018 17:46
      Highlight Highlight I like your sarcasm 😂
    • maljian 16.11.2018 17:51
      Highlight Highlight So schlimm das ich beim lesen Trumps Stimme im Kopf habe. Geht das noch jemandem so?

      Ich meine, es ist nicht mal von ihm, könnte aber durchaus seine Wortwahl sein.
    Weitere Antworten anzeigen
  • elias776 16.11.2018 17:07
    Highlight Highlight Das müsst selbstverständlich sein... etwas anderes sollte man von einer Demokratie gar nicht erwarten.
  • David Rüegg 16.11.2018 17:03
    Highlight Highlight Um es mit den Worten Nelson's zu sagen: haha! (ja, tatsächlich Schadenfreude)
  • DieFeuerlilie 16.11.2018 16:51
    Highlight Highlight Hihi..
    Freue mich jetzt schon auf seine schmollend-wütenden Tweets. :)

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