UNO
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Staatssekretärin Baeriswyl zur UNO nach New York wegbefördert



Pascale Baeriswyl wird Chefin der Ständigen Mission der Schweiz bei der Uno in New York. Der Bundesrat hat die heutige Staatssekretärin im Aussendepartement am Mittwoch dazu ernannt.

EDA-Staatssekretaerin Pascale Baeriswyl aeussert sich zur Ernennung zur neuen Chefin der Staendigen Mission der Schweiz ab 2020, am Mittwoch, 21. August 2019, in Bern. (KEYSTONE/Peter Schneider)

Pascale Baeriswyl. Bild: KEYSTONE

Die 51-Jährige Spitzendiplomatin tritt den neuen Posten im Frühjahr 2020 an. Sie folgt auf Jürg Lauber, welcher der Uno-Mission seit 2015 vorsteht. Der Posten werde wegen der Rotation frei, sagte Aussenminister Ignazio Cassis vor den Medien in Bern. Baeriswyl habe sich beworben und sei die beste Kandidatin gewesen.

Baeriswyl bedankte sich für das Vertrauen. Es sei ihr eine grosse Ehre, als Uno-Botschafterin aktiv sein zu können, sagte sie. Die Schweiz habe ein starkes Profil bei der Uno, sie habe Zugang zu allen Akteuren. Und sie habe ein grosses Interesse daran, dass die globalen Regeln respektiert würden.

Nachfolge offen

Pascale Baeriswyl wird die erste Frau an der Spitze der Uno-Mission sein. Sie war schon in ihrer heutigen Funktion als Staatssekretärin im EDA die erste Frau. Ob diese Stelle wieder besetzt wird, ist offen. Vorerst wird sie nicht ausgeschrieben.

Der Bundesrat werde bis Ende des Jahres über die aussenpolitische Strategie entscheiden, sagte Cassis dazu. Erst dann würden die Struktur festgelegt und Personalentscheide gefällt. Ad interim übernimmt ab nächstem Jahr die stellvertretende Staatssekretärin Krystyna Marty Lang die Leitung.

Einfluss gewonnen und wieder verloren

Der Bundesrat hatte Baeriswyl im Herbst 2016 zur Staatssekretärin und Politischen Direktorin ernannt, auf Antrag des damaligen Aussenministers Didier Burkhalter. In dieser Funktion war sie die erste Ansprechperson des Bundesrates in aussenpolitischen Belangen. Im Frühjahr 2017, als Staatssekretär Jacques de Watteville in Pension ging, übertrug der Bundesrat ihr auch die Koordination der Verhandlungen mit der EU.

Nur ein halbes Jahr später – im Herbst 2017 – kam es jedoch zu einem Wechsel an der Spitze des Aussendepartementes: Ignazio Cassis folgte auf Didier Burkhalter. Kurz darauf – im Januar 2018 – verlor Baeriswyl einen Teil ihres Einflusses: Der Bundesrat ernannte Roberto Balzaretti zum Leiter der Verhandlungen mit der EU und verlieh ihm ebenfalls den Titel eines Staatssekretärs. Baeriswyl bleibe für «den Rest der Welt» verantwortlich, sagte Cassis damals.

Kandidatur für Sicherheitsrat

Nun verlässt Baeriswyl Bern und übernimmt in New York eine wichtige Aufgabe. Zu ihren Themen gehört künftig der mögliche, politisch umstrittene Einsitz der Schweiz im Uno-Sicherheitsrat in den Jahren 2023/2024. Das EDA nennt daneben den Einsitz im Wirtschafts- und Sozialrat sowie das Engagement für die Reformen der Uno und die Förderung der Menschenrechte.

Die Mission in New York ist Baeriswyl nicht unbekannt: Von 2008 bis 2013 hat sie dort als Botschaftsrätin das politische Team geleitet – mit einem Schwerpunkt zum Uno-Sicherheitsrat.

epa04947535 United Nations Headquarters' General Assembly Building (L) and Secretariat Building (R) in New York City, New York, USA, 24 September 2015. Pope Francis will address the UN General Assembly 25 September and the UN Development Summit and General Assembly will take place from 25 September through 03 October with more than 150 heads of state in attendance.  EPA/MATT CAMPBELL

Das Gebäude der Vereinten Nationen in New York. Bild: EPA/EPA

Von Hanoi bis Brüssel

Pascale Baeriswyl wurde 1968 in Bern geboren. Sie studierte in Basel, Genf und Paris und schloss mit einem Lizentiat der Rechte und einem Lizentiat in Philologie ab. In den diplomatischen Dienst trat sie im Jahr 2000 ein. Zu ihren Stationen gehörten die Vertretungen in Hanoi (Vietnam) und Brüssel.

Im August 2013 kehrte Baeriswyl in die Zentrale nach Bern zurück, wo sie Vizedirektorin der Direktion für Völkerrecht wurde und für staats- und völkerrechtliche Fragen sowie für Potentatengelder zuständig war, bevor der Bundesrat sie 2016 zur Staatssekretärin ernannte.

Engagement für Frieden

In dieser Funktion habe sie über 60 bilaterale Verhandlungen und politische Konsultationen geführt, schreibt das EDA. Sie habe die Schweiz auch an zahlreichen Ministerkonferenzen vertreten. Als Expertin für Frieden und Sicherheit habe sie Impulse gesetzt für vier neue Schutzmachtmandate und bei der Friedensarbeit.

Dieses Engagement hob auch Baeriswyl in ihrer Bilanz hervor. Zu den Highlights gehörte für sie ausserdem der Staatsbesuch des chinesischen Präsidenten Xi Jinping. Besorgt zeigte sie sich über die Entwicklungen im internationalen Sicherheitssystem und das Spiel mit dem Feuer mancher Verantwortungsträger.

Sie stellte zudem fest, dass die Sicherheit der Schweizer Diplomatinnen und Diplomaten im Ausland abnehme. Fast jedes Wochenende sei eine Krise zu managen. Ihre Aufgaben als Staatssekretärin wird Baeriswyl noch bis Ende 2019 weiterführen. (mim/sda)

Die Ziele des Uno-Migrationspakts

3 Fakten zum Austritt der USA aus dem UNO-Menschenrechtsrat

Play Icon

Das könnte dich auch interessieren:

Diese 9 Food Trucks aus New York wünschen wir uns in der Schweiz (weil absolut 🤤)

Link zum Artikel

Federer/Nadal necken sich wie ein altes Ehepaar und McEnroe will «ihre Karrieren beenden»

Link zum Artikel

«Kein Brexit ohne Parlament!» John Bercow sagt Johnson in Zürich den Kampf an

Link zum Artikel

St. Galler Polizist schiesst sich aus Versehen in den Oberschenkel

Link zum Artikel

Die lange Reise der Schiedsrichter-Pfeife an die Rugby-WM nach Japan

Link zum Artikel

Eins vor Tod will ich Sex und (eventuell) eine Ohrfeige

Link zum Artikel

CVP fährt grosse Negativ-Kampagne gegen andere Parteien – die Reaktionen sind heftig

Link zum Artikel

Wo du in dieser Saison Champions League und Europa League sehen kannst

Link zum Artikel

Migros Aare baut rund 300 Arbeitsplätze ab

Link zum Artikel

Eine Untergrund-Industrie plündert Banking-Apps wie Revolut – so gehen die Betrüger vor

Link zum Artikel

YB droht Bickel mit Gericht, nachdem er als Sportchef 40 Mio. verlochte

Link zum Artikel

Warum wir bald wieder über den Schweizer Pass reden werden

Link zum Artikel

«Ich hatte Sex mit dem Ex meiner besten Freundin…»

Link zum Artikel

Die amerikanische Agentin, die Frankreichs Résistance aufbaute

Link zum Artikel

Matheproblem um die Zahl 42 geknackt

Link zum Artikel

Wie gut kennst du dich in der Schweiz aus? Diese 11 Rätsel zeigen es dir

Link zum Artikel

«In der Schweiz gibt es zu viel Old Money und zu wenig Smart Money»

Link zum Artikel

So schneiden die Politiker im Franz-Test ab – wärst du besser?

Link zum Artikel

Röstigraben im Bundeshaus: «Sobald ich auf Deutsch wechsle, sinkt der Lärm um 10 Dezibel»

Link zum Artikel

So erklärt das OK der Hockey-WM in der Schweiz die Ähnlichkeit zum Tim-Hortons-Spot

Link zum Artikel

Die Geschichte von «Ausbrecherkönig» Walter Stürm und seinem traurigen Ende

Link zum Artikel

«Informiert euch!»: Greta liest den Amerikanern bei Trevor Noah die Leviten

Link zum Artikel

Keine Angst vor Freitag, dem 13.! Diese 13 Menschen haben bereits alles Pech aufgebraucht

Link zum Artikel

Der Kampf einer indonesischen Insel gegen den Plastik

Link zum Artikel

«Ich bin … wie soll ich es sagen … so ein bisschen ein Arschloch-Spieler»

Link zum Artikel

Alles, was du über die neuen iPhones und den «Netflix-Killer» von Apple wissen musst

Link zum Artikel

15 Bilder, die zeigen, wie wunderschön und gleichzeitig brutal die Natur ist

Link zum Artikel

Shaqiri? Xhaka? Von wegen! Zwei Torhüter sind die besten Schweizer bei «FIFA 20»

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

2
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
2Alle Kommentare anzeigen

Nationalrat stimmt Flugticketabgabe zu

Der Nationalrat stimmt der Einführung einer Flugticketabgabe zu. Er hat am Donnerstag eine Motion mit dieser Forderung mit 112 zu 61 Stimmen bei 10 Enthaltungen angenommen. Im Zusammenhang mit dem CO2-Gesetz hatte er eine CO2-Abgabe letzten Dezember noch abgelehnt.

Die Motion stammt vom Berner GLP-Nationalrat Jürg Grossen. Es werde geflogen, als gäbe es kein Morgen, sagte er. Verantwortlich dafür seien unter anderem die tiefen Preise. «Die Zeit ist reif für mehr Kostenwahrheit im …

Artikel lesen
Link zum Artikel