Spionage
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Das Verwaltungsgebaeude am Feldeggweg 1 in Bern, dem Sitz des Kompetenzzentrums Amtliche Veroeffentlichungen KAV, der Krisenmanagement-Ausbildung des Bundes und des Eidgenoessischen Datenschutz- und Oeffentlichkeitsbeauftragten, aufgenommen am 1. Juni 2010. (KEYSTONE/Martin Ruetschi)

Die Bundesverwaltung in Bern. bild: keystone

Auch die Bundesverwaltung stand in Kontakt zur gehackten Spionagefirma

Die italienische Firma Hacking Team, die Software zur Computerüberwachung herstellt und selbst gehackt wurde, hat auch Kontakte zur Bundesverwaltung gepflegt. Im Gegensatz zur Kantonspolizei Zürich kaufte die Überwachungsbehörde des Bundes aber keinen Staatstrojaner.



Nach einem Hackerangriff sind grosse Mengen interner Dokumente und E-Mails des Unternehmens Hacking Team an die Öffentlichkeit gelangt. Daraus geht hervor, dass auch der Dienst Überwachung Post- und Fernmeldeanlagen (BÜPF) im Justiz- und Polizeidepartementes (EJPD) Kontakt zu Hacking Team stand, wie die «SonntagsZeitung» berichtete.

Der Sprecher der Behörde, Nils Güggi, bestätigte der «SonntagsZeitung» die Kontakte mit Hacking Team. Es sei auch zu einem Treffen in Bern gekommen. Allerdings sei es dabei darum gegangen, mehr über Govware, auch Staatstrojaner genannt, und die Möglichkeiten zur Überwachung verschlüsselter Verbindungen zu erfahren.

Die Behörde sei damals mit der Ausarbeitung des Bundesgesetzes betreffend Überwachung des Post- und Fernmeldeverkehrs (BÜPF) beschäftigt gewesen und habe festgestellt, dass das Wissen über solche Software fehle. Gekauft worden habe der Dienst aber nichts. Das Treffen sei die einzige Verbindung gewesen. Das BÜPF soll den Einsatz der Staatstrojaner in der Strafverfolgung explizit regeln.

Waadt kaufte nicht

Interesse angemeldet an den Produkten von Hacking Team hatten auch die Polizeikorps der Kantone Waadt und Genf, wie laut der Zeitung aus den gehackten Dokumenten hervorgeht. Der Sprecher der Waadtländer Kantonspolizei, Dominique Glur, sagte der SonntagsZeitung, es sei nicht zu einem Vertragsabschluss gekommen.

Der Sprecher der Genfer Polizei, Silvain Guillaume-Gentil, gibt an, dass sich die Genfer Polizei im Allgemeinen für Systeme und Programme interessiere, die es erlaubten, Ermittlungen zu tätigen, solange dies im gesetzlichen Rahmen passiere.

Staatstrojaner eingekauft hat die Kantonspolizei Zürich, wie diese am Dienstag einräumte. Zuvor hatten Medien über entsprechende Belege und Rechnungen aus den Daten von Hacking Team berichtet. (dwi/sda)

Abonniere unseren Newsletter

Themen
0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Unzumutbare Asylunterkünfte? Solothurner Regierung wehrt sich

Die Solothurner Regierung hat am Dienstag Vorwürfe gekontert, wonach Asylbewerber im Kanton in unzumutbaren Unterkünften leben müssten. In allen Asylunterkünften sei menschenwürdiges Wohnen möglich, stellt die Regierung fest.

Die Kritik war von Seiten einer Asylbetreuungsorganisation laut geworden, nachdem sieben Asylsuchende am vorletzten Montag in der Stadt Solothurn bei einem Brand in einer vom Kanton gemieteten Liegenschaft ums Leben gekommen waren. Eine der Wohnungen im Brandobjekt soll sich …

Artikel lesen
Link to Article