Fussball
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Lewandowski und Müller jubeln gegen Real Madrid – auch heute Abend? Bild: EPA/EFE

Heynckes: «Ronaldo? Man könnte auch mal fragen, wie Lewandowski zu stoppen ist»

Bayern München geht heute Abend zuhause mit breiter Brust ins Hinspiel im Champions-League-Halbfinal gegen Titelhalter Real Madrid. Form, Stimmung und Selbstvertrauen sind dank Trainer Jupp Heynckes intakt.

25.04.18, 16:18

Die Vorfreude auf das erneute Rendez-vous mit Real Madrid ist im Lager der Bayern spürbar. Spieler und Staff versprühen Optimismus. Das Selbstvertrauen stieg mit jedem Gala-Auftritt der letzten Wochen und ist rechtzeitig für den Halbfinal gegen den schwerstmöglichen Gegner auf dem Höhepunkt.

Umfrage

Wer zieht in den Final ein: Bayern oder Real?

466 Votes zu: Wer zieht in den Final ein: Bayern oder Real?

  • 59%Bayern München
  • 41%Real Madrid

Nach dem denkwürdigen 2:4 nach Verlängerung im Rückspiel des letztjährigen Viertelfinals sinnen die Bayern auf Revanche. Der Stachel sitzt noch tief. Cristiano Ronaldos aus einer Offsideposition heraus erzieltes 2:2 in der 105. Minute hallt nach, zumal es nicht der einzige unglückliche Schiedsrichter-Entscheid in diesem K.o.-Duell war. Der Wille, die Erinnerungen mit einem Sieg vergessen zu machen, ist immens.

Dieses Bild wollen die Bayern verhindern: Das eines feiernden Ronaldos in der Allianz Arena. Bild: EPA

Hoeness: «Es wird in jedem Fall ein grosser Kampf»

Kam das Duell in der letzten Saison zu einem ungünstigen Zeitpunkt, ist das Timing diesmal perfekt. Mit breiter Brust erklärte Uli Hoeness im Vorfeld: «Es ist ein völlig anderes Spiel als letztes Jahr, es war damals eine schwierigere Situation. Ich glaube schon, dass wir jetzt in einer besseren Verfassung sind als im letzten Jahr um diese Zeit. Wir sind in guter Form, es wird in jedem Fall ein grosser Kampf.»

Die Offensive mit Robert Lewandowski, Thomas Müller, Arjen Robben und Franck Ribéry funktioniert wieder prächtig, die Defensive ist stabil, die Balance stimmt. Real Madrid, der Champions-League-Sieger der letzten beiden Jahre, überzeugt derweil in dieser Saison nur in der Königsklasse.

Bayerns Flügelzange greift wieder: Die Routiniers Robben und Ribéry. Bild: AP

Verzichten muss Heynckes in beiden Spielen gegen Real auf Arturo Vidal, für den die Saison beendet ist und dessen Absenz bisher nicht ins Gewicht fiel, auf Kingsley Coman und auf Goalie Manuel Neuer, den Sven Ulreich in den letzten Wochen fast schon vergessen liess. Im Hinspiel in München droht ausserdem David Alaba wegen eines muskulären Problems auszufallen. Die Absenzen steckte der deutsche Meister zuletzt mühelos weg.

Ballert Lewandowski die Bayern in den Final?

Bayerns imposante Wandlung ist eng mit Jupp Heynckes verknüpft. Der 72-jährige Triple-Trainer von 2013, der aus dem Ruhestand zurückgekommen war, brachte die unter Carlo Ancelotti zerbröckelte Mannschaft schlagartig wieder auf Kurs. Wie vor fünf Jahren greift der Klub unter ihm wieder nach allen Titeln. Wie man spanische Klubs besiegt, weiss der ehemalige Real-Trainer auch: 2012 besiegten die Münchner Real im Halbfinal und ein Jahr später den FC Barcelona auf dem Weg zum Triumph in London gegen Dortmund.

Goalgetter Lewandowski trifft beinahe nach Belieben. Bild: EPa

«Ich habe ein sehr gutes Gefühl, bin sehr, sehr optimistisch», sagte Heynckes am Tag vor dem Hinspiel, in dem er keinen Favoriten sieht. «Wir haben eine überragende Stimmung und Atmosphäre in der Mannschaft. Und der Wille kann Berge versetzen.» Cristiano Ronaldo, der im laufenden Wettbewerb in jedem Spiel mindestens einmal getroffen und Bayern München im Vorjahr mit fünf Toren fast im Alleingang abgeschossen hat, lobte Heynckes, nicht ohne auf seinen eigenen Skorer zu verweisen: «Robert Lewandowski hat in dieser Saison schon 39 Pflichtspieltore erzielt. Man könnte also auch fragen, wie er zu stoppen ist.» (ram/sda)

Die Klub-Trainer beim Amtsantritt von Arsène Wenger 1996

Ei schau, Peter Crouchs Cousin!

Video: srf

01.04.1998: Jauch und Reif lassen beim Torfall von Madrid jeden Aprilscherz alt aussehen

28.05.1980: Underdog Nottingham überrascht Europa erneut und sorgt für eine kuriose Bestmarke

26.05.1999: Sheringham und Solskjaer – zwei Namen und du weisst sofort, worum es hier geht

25.05.2005: Liverpool schafft gegen Milan dank «sechs Minuten des Wahnsinns» und Hampelmann Jerzy Dudek die unglaublichste Wende aller Zeiten

18.04.2001: Das berühmteste Mannschaftsfoto der Welt wird geknipst – wie sich ein ehemaliger Boxer als 12. Mann unsterblich macht

07.12.2011: Der FC Basel schmeisst Manchester United aus der Champions League und Steini, der Glatte, schiesst den Ball an die Latte

30.09.2009: Dank Tihinens Hackentrick, «abgeschaut bei einem finnischen Volkstanz», bodigt der FC Zürich das grosse Milan

12.11.2002: Basel spielt 3:3 gegen Liverpool und Beni Thurnheer schwärmt: «Das müsste man zeigen, wenn ich gestorben bin»

23.05.2001: Oli Kahn hält im CL-Final gegen Valencia drei Elfmeter und wird endgültig zum Titan

18.03.2003: Der FC Basel schafft gegen Juve nur die «kleine» Sensation – für die grosse fehlen dann doch vier Tore

21.05.2008: John Terrys fataler Ausrutscher: Im ersten rein englischen CL-Final stösst er Chelsea ins Tal der Tränen

25.09.1996: Murat Yakin sticht mit seinem Freistoss mitten ins Ajax-Herz und bringt Mama Emine zum Weinen

20.11.1996: Wegen 20 fatalen Minuten landet Champions-League-Überflieger GC in Glasgow auf dem harten Boden der Realität

29.09.1971: Statt «allzu augenfällig im Spargang» die Pflicht zu erledigen, sorgt GC für den höchsten Schweizer Europacup-Sieg aller Zeiten

26.09.1995: Luganos Carrasco bringt mit seiner Banane Gianluca Pagliuca und das grosse Inter Mailand zum Weinen

28.05.1997: Lars Ricken kommt, schiesst und macht Borussia Dortmund zum Champions-League-Sieger

04.11.1992: Sion träumt von der Champions-League-Gruppenphase, kassiert trotz ansprechender Ausgangslage in Porto jedoch eine 0:4-Klatsche

Alle Artikel anzeigen
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
3
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
3Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • paterpenn 25.04.2018 19:44
    Highlight Hala Madrid!
    3 3 Melden
  • Madmessie 25.04.2018 17:49
    Highlight Tatsächlich müsste man sich fragen, wie Mo Salah gestoppt werden kann.
    26 7 Melden
    • Martin68 25.04.2018 19:12
      Highlight Ja und auch er hat sicher ein Sixpack, zeigt aber lieber zusammen mit der Mannschaft den Pokal!!
      6 1 Melden

Liebe Schiris, gebt Real doch gleich den Pott, wenn ihr keinen Mumm habt, fair zu pfeifen

Real Madrid eliminiert Bayern München im Halbfinale der Champions League mit dem Gesamtskore von 4:3. Der Einzug ins Finale kam aber nur zustande, weil die Schiedsrichter kein Rückgrat haben, auch mal gegen die «Königlichen» zu pfeifen.

Sie haben heroisch gekämpft. Und trotzdem verloren. Die Bayern haben Real Madrid in deren eigenem Stadion dominiert, phasenweise gar vorgeführt. Und trotzdem jubeln am Schluss die «Königlichen». 

Weil den Bayern die Kaltschnäuzigkeit fehlt. Weil Goalie Sven Ulreich der grösste Patzer seiner Karriere unterläuft, auf den er wohl für immer reduziert werden wird. Aber auch, weil die Schiedsrichter keinen Mut haben, gegen Real Madrid zu pfeifen, wie gegen jeden anderen Klub auch. 

Bereits im …

Artikel lesen