Inselstreit

China und Japan drohen sich im Inselstreit mit Kampfjets

12.06.14, 14:29
In this undated photo released by Japan Ministry of Defense, Chinese SU-27 fighter plane is shown. China and Japan are blaming each other for a close encounter between military jets over the East China Sea. China's defense ministry says Japanese F-15 fighters followed a Chinese TU-154 plane on regular patrol Wednesday, June 11, 2014 and got as close as 30 meters (100 feet). Japanese Defense Minister Itsunori Onodera said Wednesday that two Chinese SU-27 fighters had posed a danger to Japanese aircraft by flying near them. (AP Photo/Japan Ministry of Defense)

Ein chinesischer SU-27 Kampfjet.  Bild: AP/Japan Ministry of Defense

China und Japan haben sich mit Kampfjet-Manövern einen riskanten Schlagabtausch im Territorialstreit im Ostchinesischen Meer geliefert. Peking und Tokio liessen Flugzeuge in einem von beiden Ländern beanspruchten Gebiet in nur 30 Metern Entfernung aneinander vorbeifliegen, wie die Verteidigungsministerien beider Länder bestätigten.

Japan bestellte daraufhin am Donnerstag den chinesischen Botschafter Cheng Yonghua ein. Chinas Verteidigungsministerium machte hingegen Japan für die gefährliche Aktion vom Vortag verantwortlich. Chinas Botschafter in Tokio erhob nach dem Treffen schwere Anschuldigungen gegen Japan. Die Notsituation über dem Ostchinesischen Meer sei von Tokio provoziert worden, zitierte ihn die amtliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua. Japan benutze die Situation, um China als Gefahr darzustellen.

Nach der Darstellung des Botschafters Cheng Yonghua war das japanische Kampfflugzeug am Mittwoch bis auf 30 Meter an das chinesische Flugzeug herangeflogen. Ein weiteres japanisches Flugzeug sei in der Gegend gewesen. Anschliessend habe Chinas Luftwaffe zwei weitere Kampfjets geschickt, die in einer Entfernung von 150 bis 200 Metern die japanischen Flugzeuge beobachtet hätten. Zum Beweis stellte Chinas Verteidigungsministerium zwei Videos ins Internet, die das Zusammentreffen der Flugzeuge zeigen sollen. (lhr/sda/dpa/afp)

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