Feminismus
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Jede 5. Frau erfährt sexuelle Gewalt – jetzt handeln 6 Politikerinnen aus 6 Parteien



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Die Nationalrätinnen Isabelle Moret (FDP), Mattea Meyer (SP), Sibel Arslan (Grüne), Christine Bulliard (CVP), Rosmarie Quadranti (BDP) und Kathrin Bertschy (GLP) fordern Massnahmen gegen sexuelle Gewalt an Frauen. montage: watson

Jede zweite Frau in der Schweiz wurde schon einmal sexuell belästigt. Jede fünfte Frau hat in ihrem Leben schon einmal ungewollt sexuelle Handlungen erlebt. Jede achte Frau wurde schon einmal gegen ihren Willen zu Sex gezwungen. So lauten die Zahlen einer Umfrage von gfs.bern, die im Auftrag der Nichtregierungsorganisation Amnesty International durchgeführt wurde und deren Ergebnisse Ende Mai dieses Jahres veröffentlicht wurden.

Es ist das erste Mal, dass in der Schweiz repräsentative Zahlen zum Thema Belästigung und sexuelle Gewalt gegen Frauen vorliegen. Das grosse Ausmass des Problems schockiert. «Uns hat erschreckt, wie viele Frauen in der Schweiz von sexueller Gewalt betroffen sind», sagt SP-Nationalrätin Mattea Meyer. Mit «uns» meint Meyer sechs Politikerinnen, die sich nun zusammengefunden haben und während der Sommersession einen Strauss an Vorstössen im Parlament eingereicht haben. Es sind dies die Nationalrätinnen Sibel Arslan (Grüne), Kathrin Bertschy (GLP), Isabelle Moret (FDP), Rosmarie Quadranti (BDP) und Christine Bulliard (CVP).

Sechs Frauen, aus sechs Parteien, mit sechs Interpellationen. «Unser Ziel ist, dass sich nun etwas bewegt», sagt Meyer. Das Thema dürfe nicht mehr verharmlost und die hohen Zahlen müssten zur Kenntnis genommen werden. «Jetzt braucht es griffige Massnahmen dagegen.»

Die sechs eingereichten Interpellationen decken verschiedene Ansätze ab. Bertschy etwa will wissen, warum in den Kriminalstatistiken des Bundes keine verlässlichen Zahlen zum Ausmass von sexueller Gewalt in der Schweiz erfasst würden. Quadranti fragt den Bundesrat, wie es um die Genugtuung von Opfern sexueller Gewalt stehe. Nach aktuellem Leitfaden seien für Vergewaltigungsopfer Beiträge von maximal 15'000 Franken vorgesehen. «Es ist mittlerweile unbestritten, dass solche Genugtuungssummen in keiner Weise angemessen sind», schreibt sie. Insbesondere problematisch findet sie, dass die Genugtuungsbeiträge gekürzt werden können wegen Selbstverschuldung des Opfers. Gegenüber watson sagt Quadranti: «Diese Mitschuld bei sexueller Gewalt darf einfach nicht mehr deklariert werden.»

Bulliard fordert in ihrer Interpellation mehr Prävantion. «Es gibt bislang keine schweizweite Sensibilisierungs- und Aufklärungskampagne zu sexueller Gewalt und sexueller Selbstbestimmung», schreibt sie. Meyer, Arslan und Moret plädieren für eine Revision des Sexualstrafrechts. Dies, damit Opfer von sexueller Gewalt besser geschützt und die Täter angemessen bestraft werden können.

Damit schliessen sie sich der Forderung von 22 Strafrechsprofessorinnen und -professoren aus der ganzen Schweiz an. In ihrer kürzlich eingereichten Petition schreiben sie, dass es möglich sein muss, nicht-konsensuale sexuelle Handlungen angemessen zu bestrafen. Namentlich soll Geschlechtsverkehr ohne Einwilligung als Vergewaltigung bestraft werden. (sar)

Frauenstreik am 14. Juni 2019

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    Alle Leser-Kommentare
  • CalibriLight 22.06.2019 15:38
    Highlight Highlight Da wir alle hier einvernehmlichen Sex haben, niemanden je zum Beischlaf gezwungen haben und das auch nie tun werden, weil wir das schrecklich finden, können wir eine solche Änderung nur begrüssen.
    • who cares? 23.06.2019 13:42
      Highlight Highlight Viele hier scheinen sich alle Optionen offen halten zu wolle.
  • DocShi 22.06.2019 15:35
    Highlight Highlight Zitat: Namentlich soll Geschlechtsverkehr ohne Einwilligung als Vergewaltigung bestraft werden.

    Ich dachte das beschreibt bereits eine Vergewaltigung. Oder muss das Opfer erst narkotisiert und/oder geprügelt werden damit es eine Vergewaltigung ist?
    • Arthur Sunil 22.06.2019 15:55
      Highlight Highlight Narkotisiert wäre Schändung (Widerstandsunfähig). Vergewaltigung ist Nötigung zum Beischlaf (Täter männlich, Opfer weiblich, Vaginalverkehr).
    • RatioRegat 22.06.2019 17:47
      Highlight Highlight Das handeln gegen den Willen des Opfers zählt gegenwärtig nicht in allen Fällen als Vergewaltigung, weil das Gesetz zusätzlich die Anwendung eines erheblichen Nötigungsmittels verlangt.
    • Garp 22.06.2019 18:51
      Highlight Highlight Damit eine Vergewaltigung als Vergewaltigung anerkannt wird, muss eine Nötigung vorliegen. Das heisst einfach ausgedrückt ein Opfer muss sich auch zur Wehr gesetzt haben. Wer in Starre verfällt oder aus Angst alles über sich ergehen lässt, hat sehr schlechte Karten, bei Gericht durchzukommen.
  • Walser 22.06.2019 15:17
    Highlight Highlight Die Richter sollen den Spielraum nutzen, den sie jetzt schon haben. Tun sie aber nicht! In der Schweiz gilt Täterschutz. Bei allen Themen. Das Schwedenmodell ist abzulehnen. Wenn die Frauen das anstreben, verlieren sie den Support der Männer.
    • Garp 22.06.2019 18:54
      Highlight Highlight Was hast du gegen einvernehmlichen Sex einzuwenden?
    • Walser 22.06.2019 20:38
      Highlight Highlight @Garp. Es bringt nichts, X Mal dieselbe Argumentation runterzuleiern. Der Männerhasser Fraktion muss frühzeitig der Riegel geschoben werden
    • Shikoba 24.06.2019 06:26
      Highlight Highlight Wenn man nicht vergewaltigt werden möchte, ist man also ein Männerhasser? oO
    Weitere Antworten anzeigen
  • Mi Mi (1) 22.06.2019 14:28
    Highlight Highlight Das Problem, welches sehr viele Menschen verkennen, ist, dass eine sexuell bedrängte Person oft ausserstande ist, sich zu wehren oder nein zu sagen (wobei ein Nein nach aktueller Rechtslage nicht einmal genügt!)

    Deshalb hilft es den Betroffenen sexualisierter Gewalt, wenn die Frage lautet: „War es einvernehmlich?“
    Anstatt: „Ist das Opfer selber schuld?“
    • Arthur Sunil 22.06.2019 15:59
      Highlight Highlight Unser Strafrecht beschreibt Taten, die verboten sind und daher bestraft werden. Das heisst sie beschreiben eine Tat immer aus Sicht des Täters. Das heisst auch, dass nur Taten strafbar sein können, wenn der Täter objektiv erkennen kann, dass er eine Tat begeht. Das subjektive Empfinden des Opfers darf dabei keine Rolle spielen. Ausserdem sind in aller Regel nur vorsätzlich begangene Taten strafbar.
    • Mi Mi (1) 23.06.2019 00:43
      Highlight Highlight Es gibt einen Unterschied zwischen Strafrecht und Strafprozessrecht.
      Das Problem ist, dass zwei Leute dieselbe Geschichte völlig unterschiedlich erzählen und meistens auch unterschiedlich erlebt haben. Was wirklich passiert ist, weiss niemand sonst.
      Es geht darum, wie man Wahrheit feststellt.
  • RicoH 22.06.2019 13:49
    Highlight Highlight In den Kommentaren zu diesem Artikel wird oft die Abwesenheit der SVP bei diesen Interpellationen thematisiert. Dass das die SVP nicht zu kümmern scheint, stimmt mich sehr nachdenklich. Ist ihnen wohl zuviel "sozial = links" im Begehren.

    An die SVP-Gläubigen: Die Interpretation von sozial bedeutet u.A.:

    dem Gemeinwohl, der Allgemeinheit dienend; die menschlichen Beziehungen in der Gemeinschaft regelnd und fördernd und den [wirtschaftlich] Schwächeren schützend.

    Ist es nicht genau das, was uns die SVP seit Jahren vorlügt, genau das im Sinne zu haben?
  • keplan 22.06.2019 13:21
    Highlight Highlight Ach hört doch mit: und was ust mit dem Mann... Das ein grossteil der sex. Gwalt gegen Frauen stattfindet muss, glaube ich, nicht diskutiert werden. Das es im Gesetz keine Rolle spielen sollte wer Vergewaltigt wird ist auch klar. Ich bin langsam dafür das wir ein Gesetz wie in Schweden einführen, klare zustimmung von beiden seiten. Offensichtlich kriegen wir es ja sonst nicht hin anständig miteinander umzugehen. Traurige Welt.
    • TingelTangel 22.06.2019 14:38
      Highlight Highlight Wie oft werden Kinder von Frauen sexuell belästigt? - es gibt keine verlässlichen Zahlen weil Tabu. Wie oft werden Männer von Frauen erpresst und ausgenommen wie eine Weihnachtsgans, auch oft mittels sexueller Reize? Und wie oft schmeissen sich die Frauen an die Machos ran, die genau das verkörpern, was die Feministinnen als so eklig und frauenfeindlich bezeichnen?
    • keplan 22.06.2019 18:51
      Highlight Highlight Punkt 1. Sicher seltener als die sex. Belästigung von Männer gegen Frauen, mal abgesehen davon, dass die meisten Pädophilen männlich sind

      Punkt 2. Nur weil sich eine Frau an einen Macho schmeisst, heisst das nicht, dass er sie missbrauchen kann.

      Ps. Bin übrigens männlich, verstehe einfach die Abwehrhaltung der Männer hier nicht, vielleicht sollte man einmal das grösste Problem lösen (gewalt von männern an Frauen) und wenn die von dir erwähnten Probleme auch gelöst werden um so besser
  • goldmandli 22.06.2019 12:54
    Highlight Highlight Was war ich naiv, zu glauben, dass eine der 6 Frauen eine SVP Politikerin wäre.
  • Howard271 22.06.2019 12:38
    Highlight Highlight Also dieser Mythos der ersten Frau im Parlament, die offen mit einer Frau zusammen ist stimmt nicht (wie schon bei Tamy Glauser). Da gab es mindestens schon Doris Stump oder Emilie Lieberherr.
    • Garp 22.06.2019 12:51
      Highlight Highlight Du hast Dich verirrt. Hier geht es nicht um T.F.
    • Howard271 22.06.2019 13:12
      Highlight Highlight Genau, das passiert bei 2 offenen tabs 😆🙈 sorry!
  • ostpol76 22.06.2019 12:34
    Highlight Highlight Wenn ein Autofahrer härter bestraft wird der nachts alleine auf der Autobahn zu schnell fährt dann sollte schon etwas geschehen.
  • E7#9 22.06.2019 12:33
    Highlight Highlight Am letzten Jugendfest wollte eine Kollegin mit mir schlafen (hab ihr das „NEIN“ wiederholt gemacht). Sie: Alles ok, aber sie hätte so viel getrunken und könne nicht mehr fahren, sie würde bei mir auf der Couch schlafen. Schliesslich habe ich ungern eingewilligt. Beim Aufwachen lag sie splitternackt auf mir. Umgekehrt wäre es eine Vergewaltigung gewesen. So kam es nicht mal zu einer Anzeige, und ich denke, dass ist kein Einzelfall. Ich hab auch noch nie eine Frau angefasst, ohne dass sie es wollte (auch nicht im Vollsuff). Umgekehrt schon tausend Mal passiert. Aber klar, Männer sind Trash.
    • maude 22.06.2019 13:00
      Highlight Highlight Draufliegen ist noch keine Vergewaltigung.
      Du schreibst, als würde es nach einer Grenzüberschreitung automatisch zu einer Anzeige kommen.
      Hast Du denn eine Anzeige wegen Belästigung gemacht?
      Ich finde auch ein Mann darf und soll Anzeige erstatten, wenn seine Grenzen überschritten werden. Männer sind eben kein Trash und haben genauso das Recht auf Grenzen und dass Diese eingehalten werden. Das ist ein Thema, was noch viel zu sehr tabuisiert wird, das liegt aber nicht nur am System sondern auch an einem tiefverankerten gesellschaftlichen Denken m.M.
    • Garp 22.06.2019 13:00
      Highlight Highlight Warst du denn bei der Polizei?
    • Knety 22.06.2019 13:14
      Highlight Highlight Es kam nicht zu einer Anzeige, weil du keine gemacht hast.
    Weitere Antworten anzeigen
  • salamandre 22.06.2019 12:25
    Highlight Highlight Ich kann dieses Thema nicht mehr hören.
    Das Fräulein ist tot es lebe die Frau, hiess es in den 70igern. Das Wort Dämlich war faktisch verboten. Der Respekt der Frau gegenüber grenzte an Angst und zum Dank wurden viele Männer ausgenommen wie Weihnachtsgänse.
    Das Thema wird wohl noch ein paar Generationen überdauern, es Menschelt zu sehr.
  • dommen 22.06.2019 12:13
    Highlight Highlight Uuuund die SVP ist nicht dabei...
  • N. Y. P. 22.06.2019 12:06
    Highlight Highlight Das sind unfassbare Zahlen. Jede 8. Frau wurde schon einmal zu Sex gezwungen. Das wären so um die 400 '000 Frauen. Da läuft gewaltig was schief.

    Wer jetzt gegen diese Interpellationen dieser 6 Frauen stimmt im Oarlament, soll bitteschön dazu Stellung beziehen.

    Frauen von fast allen Parteien machen mit. Das ist ein tolles Zeichen. Eine Partei macht aber nicht mit. Ist vermutlich kein Kernthema.
  • TingelTangel 22.06.2019 11:34
    Highlight Highlight Und was ist mit Männern die Sexuelle Gewalt Erleiden ? die werden ja noch weniger gehört …… Ach stimmt der Mann hat ja das Macho Gen und kann sich Verteidigen - der Rest sind ja Loser und müssen nicht beachtet werden.
    • Lu-Tze 22.06.2019 13:17
      Highlight Highlight Mach halt was! Verbietet ja keiner.
    • M.aya 22.06.2019 15:07
      Highlight Highlight In der Petition der 20 StrafrechtsprofessorInnen wird gefordert, dass die Definition von Vergewaltigung geändert wird. Bisher gilt nur die vaginale Penetration als Vergewaltigung. Also können auch nur Frauen Opfer von Vergewaltigung werden. Neu wird gefordert, dass auch anale und orale Penetration, bzw. jegliches Eindringen juristisch als Vergewaltigung definiert wird und dass jeder Mensch, unabhängig vom Geschlecht, als Vergewaltigungs-Opfer anerkannt werden soll.

      Nicht vergessen: Die bisherigen Sexualstrafgesetze wurden vorwiegend von Männern gemacht.
  • Grohenloh 22.06.2019 11:34
    Highlight Highlight Ich bin absolut dafür, das Mitverschulden der Frauen bei sexueller Gewalt zu streichen. Sexuelle Gewalt ist in keinster Weise zu tolerieren und die Frau trägt nie Mitschuld bei erzwungenem Sex!

    Aber ich finde, man kann verlangen, dass die Frau deutlich NEIN sagt.

    Sonst kommen wir in eine juristische und gesellschaftliche Sackgasse.
    • Grohenloh 22.06.2019 13:09
      Highlight Highlight Der Blitzer/die Blitzerin findet nicht, dass eine Frau deutlich NEIN sagen soll, wenn sie keinen Sex will?

      Hää?
    • AndersDenkend 3.0 22.06.2019 13:10
      Highlight Highlight Ehm,ich bin eine taffe Frau und glaubte, mir würde sowas nicht passieren. Ein NEIN sollte in jedem falle möglich sein. Bis ich in der Situation war. Da verstand ich, wieso es manchmal nicht möglich ist,klar Nein zu sagen. Es ist eine Extremsituation und zum Eigenschutz vor dem Trauma (massiver Eingriff in die Integrität) Emotional spaltet sich der Geist vom Körper und man ist nicht in der Lage,sich zu wehren. Die Grenze, ab wann es zu einer solchen Abspaltung kommt, liegt bei jedem Menschen woanders und ist geprägt von der persönlichen Entwicklung. Da liegt die komplexität.
    • PlusUltra 22.06.2019 15:05
      Highlight Highlight @AndersDenkend:

      Danke für Deinen Beitrag!

      Ich halte mich ebenfalls für eine taffe Frau und bin glücklicherweise noch nie in einer derartigen Situation gewesen.
      Es stimmt mich sehr nachdenklich, dass sogar jemandem wie Dir, der sich als taff bezeichnet, ein "Nein" unmöglich scheint.

      Kannst Du mir erklären, woran das liegt? Wehrt man sich nicht instinktiv mit allem, was man hat? Kreischen, kratzen, beissen, schlagen? Was hemmt Menschen in solch einer Situation?
    Weitere Antworten anzeigen
  • wolge 22.06.2019 11:30
    Highlight Highlight Und wie viele Männer erleben psychische Gewalt? Interessiert dies überhaupt irgendjemanden?
    • M.aya 22.06.2019 15:25
      Highlight Highlight Doch, das interessiert schon. Ist hier aber gerade nicht das Thema.
      Wobei psychische Gewalt ja durchaus auch Frauen betrifft. Jeder Mensch kann psychische Gewalt ausüben. Nicht nur Frauen.

      Das eine gegen das andere Thema auszuspielen, kann aber auch nicht die Lösung sein. Ich bin mir dennoch sicher, dass sich auch Frauen finden lassen, die Männer als Opfer von psychischer Gewalt bereit sind zu unterstützen. Wahrscheinlichgeht es GEMEINSAM am effektivsten.
  • Armend Shala 22.06.2019 11:26
    Highlight Highlight Ein Mann kann in der Schweiz immer noch nicht als vergewaltigt gelten. Sexuelle Gewalt findet and Frauen und Männern statt. Hat man gelesen, dass im Aargau die Lehrerin ihren Schüler vergewaltigte? Nein sie ist eine Frau, deshalb „verführte“ sie ihn.
    • I don't give a fuck 22.06.2019 12:37
      Highlight Highlight Aber nur die Frauen müssen wegen Gleichberechtigung Streiken, willkommen im Jahrzehnt der Irren.
    • who cares? 22.06.2019 13:51
      Highlight Highlight Bei Männern ist es sexueller Missbrauch mit gleichem Strafmass wie beim Tatbestand Vergewaltigung, der Unterschied liegt also nur in der Bezeichnung. So auch wenn Frauen anal vergewaltigt werde. Nichts mit "verführt" und auch keine normale Feministin denkt so. Hübscher Strohmann
    • M.aya 22.06.2019 15:31
      Highlight Highlight Stimmt leider nicht ganz. Bisher gilt tatsächlich nur die gewalttätige Penetration durch einen Penis in die Vagina juristisch als Vergewaltigung. Also kann ein Mann juristisch nicht als Vergewaltigungsopfer anerkannt werden. Anale und Orale Penetration oder mit einem Finger, Gegenstand etc. gilt vermutlich als sexuelle Nötigung, aber nicht als Vergewaltigung Mit der Petition der 20 Strafrechtsproffs soll sich das nun aber endlich ändern. Es ist höchste Zeit!
  • DerMeiner 22.06.2019 11:00
    Highlight Highlight Ich habe nie sexuelle Gewalt erfahren, aber kenne mich etwas mit psychischen Krankheiten aus, da selbst betroffen. Ich finde es etwas schade, dass einer der grössten Diskussionspunkte immer Geld ist. Gerade was die Psyche angeht, tröstet Geld in keinster Art und Weise, wenn man sich nicht mehr wohl in seiner Haut fühlt.
    • Neunauge 22.06.2019 11:32
      Highlight Highlight Trost ist vielleicht auch nicht das Ziel. Aber auf die eine oder andere Art kann das Geld vielleicht dennoch von Nutzen sein. Allfällige Therapieansätze, die nicht gedeckt sind oder wenn man in der Nähe des Ortes der Gewalttat wohnt und umziehen will, weil man es nicht mehr aushält. Vielleicht auch als Zustupf, wenn man traumabedingt länger ausfällt.

      Es kann das Geschehene nicht ungeschehen machen, aber ich kann mir vorstellen, dass es helfen könnte, in der einen oder anderen Weise. Und zwar individuell und von der überlebenden Person bestimmt, in welcher Form.
    • M.aya 22.06.2019 15:34
      Highlight Highlight Aber Geld kann Therapien, Arztrechnungen, Klinikaufenthalte undMedikamente finanzieren. Darum geht es beim Thema"Entschädigungen".
      Wobei das schon ein doofes Wort ist. Der Schaden bleibt nämlich ein Leben lang.
  • Nevermind 22.06.2019 10:55
    Highlight Highlight "Vergewaltigung
    1 Wer eine Person weiblichen Geschlechts zur Duldung des Beischlafs nötigt, namentlich indem er sie bedroht, Gewalt anwendet, sie unter psychischen Druck setzt oder zum Widerstand unfähig macht, wird mit Freiheitsstrafe von einem Jahr bis zu zehn Jahren bestraft.
    2 …8
    3 Handelt der Täter grausam, verwendet er namentlich eine gefährliche Waffe oder einen anderen gefährlichen Gegenstand, so ist die Strafe Freiheitsstrafe nicht unter drei Jahren.9"

    Das liest sich für mich wie Geschlechtsverkehr ohne Einwilligung. Wie soll den der neue Artikel lauten?
    • Mi Mi (1) 22.06.2019 11:41
      Highlight Highlight Bisher muss das Opfer beweisen, dass es sich gewehrt hat. Gewünscht ist, dass es umgekehrt läuft: Bewiesen werden muss, dass die Handlungen einvernehmlich waren.
    • balzercomp 22.06.2019 11:56
      Highlight Highlight Wie soll das funktionieren? Wie wollen Sie beweisen, dass Sie etwas nicht gemacht haben? In aller Regel sind bei sexuellen Handlungen nur 2 Personen anwesend. Da steht im Zweifelsfall immer Aussage gegen Aussage. Sie können höchsten immer eine Kamera mitlaufen lassen oder einen Aufpasser dabei haben. Anders kann es nicht funktionieren. Mir ist das Problem durchaus bewusst, nur ist eine Beweislastumkehr keine Lösung. Ganz abgesehen davon, dass sie unserem Verständnis eines Rechtsstaats widerspricht.
    • who cares? 22.06.2019 13:53
      Highlight Highlight @Mi Mi. Nein. Erzähl nicht Sachen, die nicht stimmen, das ist gegen das Anliegen. Ausser du willst es diskreditieren.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Jerry Cad 22.06.2019 10:53
    Highlight Highlight WennSie gerade das Sexualstrafrecht erneuern, können sie ja auch gleich anpassen, dass erzwungene sexuelle Handlungen bei einem Mann auch als Vergewaltigung gilt...
    • FrancoL 22.06.2019 11:40
      Highlight Highlight Ich glaube kaum dass das Strafrecht bei Gewalt einen unterschied zwischen Mann und Frau macht, da musst Du wohl nicht sehr viel vom Strafrecht verstehen. Informiere Dich über die Geschlechter neutrale Ausfertigung von Rechtstexten.
      Wenn es Dir wichtig ist, gehe ins Netz und lies einmal die Texte des Strafrechts, es hilft!
    • Jerry Cad 22.06.2019 12:18
      Highlight Highlight Als Beleg meiner Aussage ein kleiner Auszug aus dem StGB.

      Artikel 189, sexuelle Nötigung, kein Unterschied
      Artikel 190, Vergewaltigung, ausdrücklich "Person weiblichen Geschlechts"

      Ja, das Strafrecht sollte keinen Unterschied machen zwiscjen Mann und Frau, macht es aber leider...
      Benutzer Bild
    • Roterriese #DefendEurope 22.06.2019 12:21
      Highlight Highlight @Francol scheinbar kennst du den Text nicht "Wer eine Person weiblichen Geschlechts zur Duldung des Beischlafs nötigt"
    Weitere Antworten anzeigen
  • Toerpe Zwerg 22.06.2019 10:48
    Highlight Highlight Kann man diesen Fragebogen irgendwo einsehen und erfahren, wie sexuelle Gewalt definiert wird?
    • Garp 22.06.2019 12:02
      Highlight Highlight Man kann die ganze Studie einsehen, ja.
  • FrancoL 22.06.2019 10:23
    Highlight Highlight «Uns hat erschreckt, wie viele Frauen in der Schweiz von sexueller Gewalt betroffen sind»

    Mich erschreckt, dass diese Zahlen elegant überspielt werden und ich würde einmal schätzen, dass ein rechter Teil der Kommentare hier im Netz viele Vorbehalte gegenüber diesen Zahlen haben werden.

    Eigentlich hätte sich da auch eine Männer dazugesellen müssen, das wäre zumindest ein Handanbieten gewesen, ein Handanbieten für ein Problem, das gerne unter den Tisch gewischt wird.

    Es kann nicht sein dass die Frauen da alleine gelassen werden.
    • Frances Ryder 22.06.2019 10:57
      Highlight Highlight Was soll bitteschön falsch daran sein, kritisch zu hinterfragen? Bei Erhebung des Dunkelfeldes in der Kriminologie, insb. bei Opferbefragungen gibt es so viele Apekte die auf das Ergebnis Einfluss nehmen. Es ist nicht ungewöhnlich, dass 2 Befragungen zum gleichen Thema, gegensätzliche Ergebnisse liefern, je nach Vorgehensweise. Ist zB sexuelle Handlung gegen den Wille bereits gegeben, wenn man innerlich nicht wollte, aber das nicht äusserlich kundgetan hat oder erst wenn man ausdrücklich nein gesagt hat, dass sind massive Unterschiede und das ist nur einer von unzähligen Faktoren
    • FrancoL 22.06.2019 11:28
      Highlight Highlight Welches ist denn die Umfrage die das Gegenteil darstellt?
      Nun bei einem Resultat das derart klar ist, lässt auch eine gewisse Relativierung nicht den Schluss zu dass es nicht so ist!
      Da kannst Du viele Fragen aufwerfen, das Resultat ist aber ben kaum zu negieren. Und wenn Du etwas in der Realität unterwegs bist, gleich in welcher Gesellschaftsschicht, dann wirst Du kaum einer anderen Realität begegnen.
      ich darf mich mehrmals im Jahr um solche Fälle bei unseren Mitarbeiterinnen kümmern, denen nachgehen und dann auch handeln um zu verhindern das diese nicht wieder vorkommen und das ist lästig
    • Politikinteressierter 22.06.2019 12:41
      Highlight Highlight @FrancoL: Wie kannst du diese Vorfälle in der Firma denn untersuchen? Das Problem bei sexueller Belästigung oder Vergewaltigung ist ja meistens, dass nur diese 2 Personen im Raum waren?

      Bin absolut dafür, dass mann alle Täter/innen hart bestraft, aber herauszufinden, wer schuldig ist und wer nicht ist halt sehr schwierig.
    Weitere Antworten anzeigen
  • weissaunöd 22.06.2019 10:18
    Highlight Highlight Ich bin absolut für Aufklärungskampagnen, Entstigmatisierung von Frauen, die sexuelle Gewalt erfahren und härtere Strafen.

    Die Revision des Sexualstrafrechts, wie es sich gewisse Aktivistinnen vorstellen, ist allerdings etwas, was jeden Mann nervös machen sollte.

    Falls die Version angenommen wird, in welcher die Beweislast der Unschuld auf den angeklaten Mann fällt, würd ich jedem Mann raten, sich nicht mit einer Frau sexuell einzulassen, bis er ihr 100% vertrauen kann.

    Da Unschuldsbeweise in diesen Fällen fast unmöglich sind, wäre das Schicksal des Mannes komplett in der Hand der Frau.
    • Garp 22.06.2019 11:46
      Highlight Highlight Was Du im Kopf hast, da ging es sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz.

      Zudem können auch Männer Opfer werden, sie haben die gleichen Rechte, das Gesetz würde ja nicht nur für weibliche Opfer gelten.

      Wenn ich's richtig im Kopf habe wurde es abgelehnt.
    • Mi Mi (1) 22.06.2019 11:53
      Highlight Highlight 1. Sexualität + Vertrauen = gute Kombination

      2. Aktuell liegt das Schicksal des Opfers in der Hand des Täters.

      3. Sexualisierte Gewalt gegen Männer kann bisher nur als sexuelle Nötigung geahndet werden, nicht als Vergewaltigung. Allerdings haben beide das gleiche Höchststrafmass (10 Jahre). Vergewaltigung sollte mE ausgeweitet werden.
    • w'ever 22.06.2019 11:54
      Highlight Highlight man kann niemanden zu 100% vertrauen
    Weitere Antworten anzeigen
  • Hier Name einfügen 22.06.2019 10:14
    Highlight Highlight Geschlechtsverkehr ohne Einwilligung soll als Vergewaltigung bestraft werden.
    Ich nehme an, damit ist eine explizite, verbale Einwilligung gemeint?
    Wie soll denn bitte das Fehlen dieser Einwilligung vor Gericht bewiesen werden?
    • M.aya 22.06.2019 15:41
      Highlight Highlight Wie wird denn bisher bewiesen, dass sie "Nein" gesagt hat?
  • ingmarbergman 22.06.2019 10:11
    Highlight Highlight Dass sich keine Frau aus der SVP gefunden hat, ist symptomatisch und traurig..
    • Hier Name einfügen 22.06.2019 10:18
      Highlight Highlight Vielleicht sehen sich SVP Frauen nicht als Opfer? Oder sie hatten keine lust suf Symbolpolitik und gesetzgeberischen Aktionismus?
    • FrancoL 22.06.2019 12:06
      Highlight Highlight Ja es ist immer Symbolpolitik wenn die SVP nichts einzubringen hat, das ist uns schon klar. Einen Namen muss da da wohl nicht einsetzen.
      Dass sich dann die SVP nicht als Opfer sehen, wo doch die SVP sich immer als Opfer wähnt ist dann schon zum lachen oder sind die Frauen anders als die SVP Männer?
    • ingmarbergman 22.06.2019 12:42
      Highlight Highlight Es geht um Gewalt an Frauen, die real und statisisch belegt ist. Und du bist der Meinung, Frauen sollen sich nicht als Opfer sehen?

      Also wieder mal den Frauen die Schuld geben, die Opfer von Gewalt werden? Das Opfer zum Täter machen?
      Genau das ist die Politik der SVP.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Asmodeus 22.06.2019 10:09
    Highlight Highlight 6 Parteien. Welche fehlt? Bingo.
    • Lucas29 22.06.2019 11:15
      Highlight Highlight Die, die ich im Herbst wählen werde!
    • Asmodeus 22.06.2019 12:16
      Highlight Highlight So viele Frauenhasser die diese Woche auf Watson aus ihren Löchern gekrochen kommen.
    • who cares? 22.06.2019 14:03
      Highlight Highlight @Asmodus gab schon früher die Tendenz, aber seit dem Frauenstreik ist es noch viel schlimmer geworden. Ob sie Angst haben, dass man ihnen etwas wegnimmt? Oder ob sie plötzlich an frühere Situationen denken, wo sie Dinge gemacht haben, von denen sie jetzt merken, dass sie nicht okay waren? Das eigene Denken und Handeln zu hinterfragen ist halt nicht schön, Verweigerung und Abwehrhaltung ist einfacher.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Cédric Wermutstropfen 22.06.2019 10:09
    Highlight Highlight „Sechs Frauen, aus sechs Parteien, mit sechs Interpellationen...“

    So etwas schreit geradezu nach Symbolpolitik. Hallo, Wahlkampf.
    • FrancoL 22.06.2019 10:19
      Highlight Highlight Nein es schreit nach der Lage wo ist die SVP? Aber klar bei den SVPlern sind keine ähnliche Vorkommnisse zu verzeichnen.
  • Tom T. 22.06.2019 10:05
    Highlight Highlight "Damit schliessen sie sich der Forderung von 22 Strafrechsprofessorinnen und -professoren aus der ganzen Schweiz an. "

    Ich auch.

Der Klimawandel macht dir Angst? Dann guck mal, wen du (nicht) wählen solltest

Der Ruf nach Umweltschutz und Massnahmen gegen den Klimawandel schallt in Hinblick auf die Nationalratswahlen im Oktober aus (fast) allen Schweizer Parteizentralen. Im Tenor unüberhörbar singt auch die FDP-Parteipräsidentin Petra Gössi mit. Sie betont in einem Interview mit Tamedia-Zeitungen, die FDP sei keine klimafeindliche Partei: «Der Umweltschutz gehört eigentlich zur DNA des Freisinns».

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