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Clinton gibt bei US-Präsidentenwahl ihre Stimme ab



Die Kandidatin der Demokraten, Hillary Clinton, hat am Dienstag bei der Präsidentschaftswahl in den USA ihre Stimme abgegeben. Die ehemalige Aussenministerin besuchte in der Nähe ihres Wohnortes in Chappaqua im US-Bundesstaat New York das Wahllokal in einer Schule.

«Ich werde mein Bestes geben, wenn ich heute die Chance bekomme zu gewinnen», rief sie im Beisein ihres Mannes Bill Clinton etwa 150 begeisterten Anhängern zu.

In New York und in mehreren weiteren Bundesstaaten an der Ostküste der Vereinigten Staaten hatten am Morgen (Ortszeit) die ersten Wahllokale geöffnet. Die letzten Umfragen deuteten auf ein enges Rennen zwischen Clinton und dem rechtspopulistischen Immobilienmilliardär Donald Trump hin, der für die republikanische Partei ins Rennen ging.

An der Ostküste und in einigen anderen Staaten schliessen die Wahllokale ab 01.00 Uhr in der Nacht am Mittwoch (MEZ), danach sind die ersten Prognosen und Auszählungsergebnisse zu erwarten.

Da sich die Abstimmung wegen der Zeitunterschiede innerhalb der USA bis in die frühen europäischen Morgenstunden hinzieht, kann es bei einem knappen Rennen entsprechend lange dauern, bis der Nachfolger von Präsident Barack Obama feststeht.

Schlussspurts der Kandidaten

Clinton und Trump kämpften bis zur letzten Minute um Wählerstimmen. Vor einer jubelnden Menge in Raleigh im Bundesstaat North Carolina rief die Demokratin dazu auf, für ein «hoffnungsvolles, integratives und grossherziges Amerika» zu stimmen.

In Philadelphia jubelten ihr 40'000 Menschen zu. Unterstützung erhielt die 69-Jährige von den Musikstars Bruce Springsteen, Jon Bon Jovi und Lady Gaga sowie US-Präsident Barack Obama.

Trump mobilisierte noch einmal in mehreren sogenannten Swing States seine Anhänger und versprach bei einem Auftritt in Grand Rapids in Michigan, die USA zu einen. «Stellt euch nur einmal vor, was unser Land erreichen könnte, wenn wir damit beginnen, als ein Volk unter einem Gott zusammenzuarbeiten und eine amerikanische Flagge zu schwenken», sagte der 70-Jährige. Er kündigte eine grosse Überraschung wie beim Brexit-Referendum in Grossbritannien vom Sommer an, dessen Ausgang nicht erwartet worden war.

Der Wahlkampf der vergangenen Monate hatte Züge einer wahren Schlammschlacht. Die Rivalen sprachen sich gegenseitig die Qualifikation für das Präsidentenamt ab.

Trumps Kampagne wurde unter anderem durch den Skandal um seine frauenverachtenden Sprüche und Berichte über sexuelle Übergriffe belastet. Clinton machte die Affäre um die regelwidrige Handhabung ihres E-Mail-Verkehrs in ihrer Zeit als Aussenministerin zu schaffen. (sda/afp)

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