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US-Präsident Obama fordert gemeinsames Vorgehen in Flüchtlingskrise



Bei seinem Flüchtlingsgipfel am Rande der UNO-Generalversammlung hat US-Präsident Barack Obama die Weltgemeinschaft dazu aufgerufen, die Flüchtlingskrise gemeinsam anzupacken. «Die Geschichte wird uns streng beurteilen, wenn wir diesen Moment nicht wahrnehmen.»

Obama zog am Dienstagabend einen Vergleich zum Kampf gegen Nazi-Deutschland. Es werde schwere Konsequenzen haben, wenn die Weltgemeinschaft die Flüchtlingskrise nicht gemeinsam anpacke, sagte er. Flüchtlinge sollten nicht als Last angesehen werden, sondern könnten ihre jeweiligen Aufnahmeländer bereichern und stärker machen.

Auch die USA seien einst von Flüchtlingen und Migranten aufgebaut worden, sagte der scheidende US-Präsident. «Dieser Gipfel muss der Beginn einer neuen, weltweiten Bewegung sein», sagte Obama.

Explizit lobte Obama die Flüchtlingspolitik Deutschlands unter Kanzlerin Angela Merkel und Kanadas. Beide Länder hätten ihr Äusserstes gegeben, um Flüchtlingen zu helfen und sie zu unterstützen. Auch Schweden, Jordanien sowie Mexiko, wo nach UNO-Angaben dieses Jahr bis zu 400'000 Flüchtlinge vor allem aus Zentral- und Südamerika erwartet werden, hätten viel geleistet.

Die teilnehmenden Länder verpflichteten sich bei dem Gipfel, sich mehr für Flüchtlinge zu engagieren - mit Geld, Aufnahmen sowie Zugang zu Arbeits- und Bildungsmöglichkeiten. Insgesamt haben die teilnehmenden Länder nach Angaben des Weissen Hauses damit in diesem Jahr schon mehr als 4.5 Milliarden Dollar mehr als im vergangenen Jahr zur Verfügung gestellt.

Der Flüchtlingsgipfel war von den USA organisiert worden, UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon, Kanada, Äthiopien, Deutschland, Jordanien, Mexiko und Schweden fungierten als Co-Gastgeber. (sda/dpa)

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