Tennis
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Australian Open, Halbfinal

Nadal (ESP) – Dimitrov (BUL) 6:3 5:7 7:6 6:7 6:4

Spain's Rafael Nadal celebrates after defeating Bulgaria's Grigor Dimitrov during their semifinal at the Australian Open tennis championships in Melbourne, Australia, early Saturday, Jan. 28, 2017. (AP Photo/Andy Brownbill)

Nach 4:56 Minuten liegt Rafael Nadal völlig ausgepumpt, aber überglücklich am Boden. Bild: Andy Brownbill/AP/KEYSTONE

Nadal über den Traumfinal: «Ich kann nicht lügen, gegen Roger ist es schon speziell»

Der Traumfinal am Australian Open ist perfekt: Roger Federer spielt am Sonntag gegen Rafael Nadal um seinen 18. Grand-Slam-Titel. Der Spanier gewann eine dramatische und hochstehende Partie gegen Grigor Dimitrov.



» Hier gibt's den Liveticker der Partie zum Nachlesen.

24 Stunden, nachdem Federer das Schweizer Duell gegen Stan Wawrinka in fünf Sätzen gewonnen hatte, zog Nadal gegen Dimitrov ebenfalls über die Maximaldistanz nach. Der Spanier gewann gegen den Bulgaren in 4:56 Stunden 6:3, 5:7, 7:6 (7:5), 6:7 (4:7), 6:4. Damit gingen erstmals seit 2002 beide Männer-Halbfinals über fünf Sätze – mit Happy End: Am Sonntag kommt es um 9.30 Uhr Schweizer Zeit zum Traumfinal Federer gegen Nadal.

«Es ist schwierig, meine Emotionen zu beschreiben», sagt Nadal nach getaner Arbeit. «Momentan bin ich einfach nur müde.» Etwas später fand der 14-fache Grand-Slam-Sieger doch noch Worte zum Duell mit Federer. «Ich kann nicht lügen, gegen Roger nochmals in einem Grand-Slam-Final zu stehen, ist schon speziell. Ich freue mich für ihn und für mich. Dass wir so unterschiedlich spielen, macht die Affiche wohl besonders reizvoll. Aber erstmal muss ich jetzt dringend ins Bett», so der Spanier.

Das Platzinterview mit Jim Courier

Nadal hatte gegen Dimitrov bärenstark begonnen und im ersten Satz so gut gespielt wie noch nie an diesem Turnier, doch der Bulgare liess sich nie abschütteln. Die ehemalige Weltnummer 1 dominierte zunächst mit druckvollen Grundschlägen und einem effizienten Aufschlag. Der 30-jährige Mallorquiner, der seinen zweiten Australian-Open-Titel nach 2009 anstrebt, konnte das hohe Niveau jedoch nicht ganz halten. Dimitrov kam ab dem zweiten Satz besser ins Spiel. Die ersten beiden Breaks konnte er noch nicht bestätigen, nachdem er die ersten vier Satzbälle vergeben hatte, nutzte er aber seine Chance zum Satzausgleich.

In dieser Phase war Nadal wie bereits zuvor im Turnier oft zu kurz mit der Vorhand und beging auch einige Fehler zu viel. Dafür funktionierte die Rückhand über weite Strecken hervorragend. Allerdings machte es ihm Dimitrov auch ungemein schwer. Der 25-jährige Bulgare agierte druckvoll und punktete je länger je mehr mit seiner einhändigen Rückhand entlang der Linie.

epa05753936 Spectators hold a placard reading 'We love Rafa' during the Men's Singles semi-final match between Rafael Nadal of Spain and Grigor Dimitrov of Bulgaria at the Australian Open Grand Slam tennis tournament in Melbourne, Victoria, Australia, 27 January 2017.  EPA/LYNN BO BO

Die Rafa-Fans mussten bis ganz zum Schluss zittern. Bild: LYNN BO BO/EPA/KEYSTONE

In den Sätzen 3 und 4 hatten beide Spieler ihre Chancen, folgerichtig teilten sie sich auch die beiden Tiebreaks. Im fünften Durchgang – inzwischen weit nach Mitternacht Lokalzeit – konnten Nadal und Dimitrov ihr Niveau noch einmal erhöhen. Beide hatten Breakmöglichkeiten, doch der Spanier nutzte seine dritte zum 5:4 mit einem Rückhand-Winner.

Im folgenden Game wehrte der grandios kämpfende Bulgare noch zwei Matchbälle ab, ehe ihm beim dritten eine Rückhand zu lang geriet. Nadal liess sich bäuchlings auf den Boden fallen und genoss seine erste Finalqualifikation an einem Grand-Slam-Turnier seit dem French Open 2014.

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Der Matchball. Video: streamable

Nadal bleibt Federers Angstgegner

Federer und Nadal sind nach Verletzungspausen zwar nur noch die Nummern 17 respektive 9 der Welt, sie sind sich aber schon in acht Grand-Slam-Finals gegenübergestanden. Federer gewann zwei davon (Wimbledon 2006 und 2007), Nadal sechs (French Open 2006, 2007, 2008 und 2011, Wimbledon 2008 und Australian Open 2009). Nur einer der acht Finals wurde in drei Sätzen entschieden, drei gingen sogar über die Maximaldistanz von fünf Sätzen.

Bild

Das Head-to-Head gegen Nadal ist für Federer nicht gerade erfreulich. bild: atpworldtour

Beim Turnier der Oldies ist Nadal mit seinen 30 Jahren hinter Venus (36) und Serena Williams (35) sowie Federer (35) mit Abstand der Benjamin der vier Finalisten. (pre/sda)

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33
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33Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • sentir 27.01.2017 17:48
    Highlight Highlight Weiss jemand, was RF mit seinen Schweissbänder macht, die er nach dem Spiel gegen Stan erstmals nicht ins Publikum geworfen hat?
    Habe nirgends was gefunden, oder ist wohl niemandem aufgefallen...
    Danke
    Das wird ein spannender Sonntag.
    GO ROGER
    • w'ever 27.01.2017 19:02
      Highlight Highlight evt will er es als glücksbringer am sonntag nochmals anziehen?
    • JonathanFrakes 27.01.2017 19:07
      Highlight Highlight Werden meistens für seine Foundation versteigert.
  • N. Y. P. D. 27.01.2017 16:40
    Highlight Highlight Roger, so präzise muss Dein Spiel am Sonntag sein !
    Benutzer Bild
    • w'ever 27.01.2017 19:02
      Highlight Highlight aber nicht auf die linien stehen, denn die linien sind lava.
  • EMkaEL 27.01.2017 14:49
    Highlight Highlight Wohl eher Albtraum!
  • Entenmann 27.01.2017 14:48
    Highlight Highlight Wieso Traumfinal? Unsäglich, da scheiden Djokovic und Murray aus und dann muss ausgerechnet Nadal den Final erreichen. Ist ja nicht zum Aushalten...
    • Thecaptainsolo 27.01.2017 16:44
      Highlight Highlight Ach hör mir doch auf mit guru novak und muttersöhnchen andy. Das finale ist nostalgie pur! Die beiden besten die das tennis gesehen hat bekommen noch einmal ein letztes episches duell - besser hätte es doch nicht kommen können ;)
    • Merida 27.01.2017 18:50
      Highlight Highlight Das Problem sind nur meine Nerven! 🙈
    • Mia_san_mia 27.01.2017 22:01
      Highlight Highlight Also ich finde es geil, auch wenns natürlich wieder schwierig für Roger wird...
  • Thinktank 27.01.2017 14:28
    Highlight Highlight Wo ist eigentlich das Schweizer Fernsehen?
    • forest high 27.01.2017 16:10
      Highlight Highlight In Zürich Leutschenbach
    • Kloddz 27.01.2017 17:00
      Highlight Highlight Schweizer Radio und Fernsehen
      Fernsehstrasse 1-4
      8052 Zürich
  • TobiWanKenobi 27.01.2017 14:08
    Highlight Highlight Ein Traumfinal ist nicht von Rogers Gegner abhängig, sondern von seinem Sieg.
    • Hiroto Inugami 27.01.2017 14:13
      Highlight Highlight Aha, danke für die Info;-)
    • Hiroto Inugami 27.01.2017 14:51
      Highlight Highlight Der der Gewinn des AO hängt übrigens auch von einem Finalsieg ab, bitteschön:-))))
    • supremewash 27.01.2017 15:02
      Highlight Highlight Wie sagt Präsident Trump so schön: "Wrong!"
  • Toerpe Zwerg 27.01.2017 13:44
    Highlight Highlight Ganz grosses Match.

    Nadals Spielweise vermag nich nach wie vor nicht zu begeistern, Dimitovs hingegen ist wunderbar anzuschauen.

    Nadal würde Federer m.E. besser liegen, so wie Federer hier spielt.
    • Hiroto Inugami 27.01.2017 14:16
      Highlight Highlight Du hast wohl noch nie grosses Tennis gesehen, was? Dieses Match ist sicher qualitativ kein grosses Tennis...
    • Toerpe Zwerg 27.01.2017 14:46
      Highlight Highlight Nochmals lesen ... dann kommentieren.
    • dwight_schrute 27.01.2017 15:03
      Highlight Highlight @Toerpe Zwerg
      Pass auf! Hiroto Inugami, der Tennisexperte hat gesprochen!
    Weitere Antworten anzeigen
  • rodolofo 27.01.2017 13:24
    Highlight Highlight Der Schreihals wieder!
    Mich würde sein ständiges Stöhnen ziemlich nerven und aus dem Spielkonzept bringen!
    Aber "Dr Rotschi" weiss sicher, wie er sich mental darauf einstellen kann.
    • Hiroto Inugami 27.01.2017 13:35
      Highlight Highlight Oropax
  • Hiroto Inugami 27.01.2017 12:46
    Highlight Highlight Etwas anderes als stundenlang Bälle zurückschlagen kann Nadal nicht, etwas Geduld wäre gefragt?!?!?
    • dwight_schrute 27.01.2017 15:29
      Highlight Highlight Grob beschrieben geht es beim Tennis doch darum, die Bälle besser zurückzuschlagen als sein Gegner... Von dem her muss der Nadal gar nicht mehr können als stundenlang Bälle zurückschlagen.
  • Hiroto Inugami 27.01.2017 11:50
    Highlight Highlight Dieser Fuentes Jünger geht mir mit seinem Gestöhne sowas von auf den Sack. Hau ihn raus Grigor, mach uns den Gefallen, danke!!
  • Max Dick 27.01.2017 10:39
    Highlight Highlight Für Federerfans leider mehr ein Albtraumfinale..
    • Nasi 27.01.2017 13:18
      Highlight Highlight Überhaupt nicht. Djokovic wäre Albtraum, aber Nadal ist was anderes :) Ist schon fast ein "OldStars" duell - nur das beide noch alt sind und auch sonst noch mitmischen können :D
    • Citation Needed 27.01.2017 15:03
      Highlight Highlight Ich glaubte gestern beim Siegerinterview subtil rauszuhören, dass Federer lieber gegen Dimitrov antreten würde. Nicht nur weil der attraktives Tennis spielt (das sagte er auch über ihn). Wollte mir heut davon ein Bild machen, konnte aber nicht schauen..
    • Pedro Salami 27.01.2017 15:22
      Highlight Highlight Ich glaube Dimitrov wäre Roger genehmer weil seine Bilanz (11:23) gegen Nadal doch eher vernichtend ist.
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