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Das «Bewahrerli» in Swissminiatur erinnert an einen sehr bekannten und umstrittenen Politiker.
Bild: Operation Libero

Beifang aus dem Wahlkampf: Was macht die Blocher-Figur in Swissminiatur?

05.10.2015, 17:4406.10.2015, 07:44

Endspurt im Wahlkampf 2015: In knapp zwei Wochen steht fest, wie sich das Parlament in der nächsten Legislaturperiode zusammensetzt. Die rund 3800 Kandidatinnen und Kandidaten sowie Interessenverbände aller Art versuchen, unentschlossene Wähler zu überzeugen. Wir zeigen bis zum 18. Oktober Denkwürdiges, Kurioses und sonstige Episoden aus der Schlussphase des Wahlkampfs:

Für eine «Suisse Maximature»

Der Wahlkampf verläuft ausgesprochen inhaltsarm. Auch und gerade um das Verhältnis der Schweiz zur Europäischen Union machen die Parteien einen grossen Bogen, obwohl es in den nächsten vier Jahren eine zentrale Rolle in der Schweizer Politik spielen wird. Die junge politische Bewegung Operation Libero setzt einen Kontrapunkt zur allgemeinen Funkstille und lanciert die Kampagne «Suisse Maximature» für eine «weltoffene, erfolgreiche Schweiz».

Das «Bewahrerli» wird platziert.
YouTube/Operation Libero

Operation Libero hat in «Swissminiatur» in Melide (TI) ein 30 Zentimeter grosses «Bewahrerli» aufgestellt, das nicht zufällig an einen sehr bekannten und umstrittenen Politiker erinnert. Die Figur stelle sich sinnbildlich und schützend vor die Idee einer «Suisse Miniature», die sich als kleine Insel von ihrem Umfeld abschotte, teilt Operation Libero mit. Die Schweiz sei aber nicht klein, sondern gehöre «zu den grössten Wirtschaftsnationen der Welt», hält Co-Präsidentin Flavia Kleiner fest.

Die Operation Libero wurde als Antwort auf die Masseneinwanderungs-Initiative gegründet und setzt sich für eine gesellschafts- und wirtschaftsliberale Schweiz ein. Ihre Vorstellung einer Suisse Maximature ist «eine weltoffene Schweiz, die in einer verändernden Welt Chancen erkennt und für sich nutzt», heisst es in der Mitteilung weiter.

«Mir langet's!» knackt 100'000er Marke

Das Statement von Donat Kaufmann.
YouTube/Mir langets

Der Badener Student Donat Kaufmann kommt seinem Ziel näher, die Titelseite von «20 Minuten» per Crowdfunding zu kaufen. Am Montag knackte er die psychologisch wichtige Marke von 100'000 Franken. Bis zum kommenden Sonntag will Kaufmann 138’815 Franken zusammenbringen, um am 14. Oktober ein Gegen-Statement zur SVP zu setzen, die am 15. September ihrerseits die «20 Minuten»-Frontseite gekauft hatte. 

So wählst du richtig

Nationalrat

Ständerat

Der Verein Politools lässt dich deine politischen Einstellungen auf der Wahlplattform Smartvote mit denjenigen der kandidierenden Politiker vergleichen. Es empfiehlt sich, nicht Kandidaten mit der grössten Übereinstimmung zu wählen, sondern solche mit grosser Übereinstimmung und intakten Wahlchancen.

Gefährliches Plakat

Wahlplakate sind meistens langweilig und nichtssagend. Die SVP Graubünden versucht es mit einem originellen Ansatz, sie fordert die Leute auf, ihre Erwartungen an die Kandidatinnen und Kandidaten direkt auf das Plakat zu schreiben. So wie hier im Bahnhof Chur aber war es bestimmt nicht gedacht.

Es si alli so nätt

Politisch liegen Welten zwischen SVP-Hardlinerin Natalie Rickli und den grünen Nationalräten Bastien Girod und Balthasar Glättli. Als sich diese am letzten Freitag ins «Rickli-Land» Winterthur wagten und Wahlwerbung machten, wurden sie von der Nationalrätin in flagranti ertappt. Ihr Selfie lässt darauf schliessen, dass das ungleiche Trio die Sache sehr locker nahm. Eigentlich ein gutes Zeichen für den Zustand der Schweizer Demokratie. 

Warum so viele Listen?

Noch nie gab es so viele Listen für die Nationalratswahlen wie in diesem Jahr. In den 20 Kantonen mit Proporzwahlen sind es gesamthaft 422 mit 3788 Kandidierenden. Das sind 57 Listen und 330 Kandidierende mehr als noch 2011. Der Grund für diese Inflation trägt einen Namen: Listenverbindung.

Viele Parteien treten mit mehreren Listen pro Kanton an, erklärt der Lausanner Politologe Georg Lutz. Neben der Mutterpartei gibt es Nachwuchs-, Senioren und Auslandschweizerlisten und andere Ableger. «Stimmen für erfolglose Listen sind verschenkte Stimmen», schreibt Lutz. Als Teil einer Listenverbindung aber könnten die verschenkten Stimmen indirekt trotzdem zu einem Mandat beitragen.

Und zum Schluss noch dies

#GoVoteCH ist eine Compilation mit 3 x 26 Tracks aus der Schweiz. Und #GoVoteCH will die Wahlbeteiligung erhöhen: Die 78 Artists rufen deshalb für den 18. Oktober 2015 zur Wahl auf. Denn: «Im Bundeshaus wird vieles entschieden, das im Alltag Auswirkungen hat. Wählen ist ein Privileg. Wer kann, soll.» #GoVoteCH ist ein Projekt der Zeitschrift «Helvezin».
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