Luzern
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Rolle rückwärts: Kanton Luzern muss die Steuern wieder erhöhen



Taegliche Verkehrsueberlastung rund um das Seebecken in der Stadt Luzern, fotografiert am Dienstag, 29. Mai 2018. Die Projekte

Luzern muss wieder mehr Steuern einnehmen. Bild: KEYSTONE

Der Luzerner Regierungsrat will mit der kantonalen Steuervorlage 2020 das strukturelle Defizit bekämpfen und jährliche Mehreinnahmen von 40 Millionen Franken erzeugen. Bei der Unternehmensbesteuerung gibt er den Spitzenplatz, den Luzern seit der Halbierung des Steuersatzes 2012 hatte, auf, bei der Vermögenssteuer müssen Reiche mehr zahlen.

Der Luzerner Regierungsrat hat am Montag seinen Entwurf für die Steuergesetzrevision 2020 veröffentlicht. Diese setzt vor allem das Bundesgesetz über die Steuerreform und die AHV-Finanzierung (STAF) um, das aber noch nicht rechtskräftig ist und gegen das das Referendum läuft.

Mit Mehreinnahmen soll die kantonale Steuerrevision aber auch helfen, das strukturelle Defizit des Kantons zu beseitigen. In den ersten fünf Jahren ab Inkraftsetzung erwartet der Regierungsrat zusätzliche 39 Millionen Franken, danach gegen 42 Millionen Franken.

Luzern soll Spitzenplatz preisgeben

Mehreinnahmen bringen sollen die Erhöhung des Gewinnsteuersatzes von 1,5 Prozent auf 1,6 Prozent und die Erhöhung des Vermögenssteuersatzes von 0,75 Promille auf 1,0 Promille. Mit beiden Massnahmen wird die Tiefsteuerstrategie des Kantons ein Stück weit korrigiert.

2012 hatte Luzern den Gewinnsteuersatz halbiert und damit eine schweizweite Tiefstmarke gesetzt. Diese Spitzenposition wird Luzern zwar verlieren. Der Kanton könne sich aber in der Gruppe der fiskalisch attraktivsten Wirtschaftsstandorte halten, teilte der Regierungsrat mit. Die Unternehmen hätten auch einen angemessenen Beitrag an die steigenden Aufgaben der öffentlichen Hand zu leisten.

Auf 2009 hat der Kanton Luzern den Vermögenssteuersatz halbiert. Für kleinere und mittlere Vermögen ist die steuerliche Belastung aber schweizweit gesehen überdurchschnittlich geblieben. Der Regierungsrat will, um Mehreinnahmen zu erzielen, deswegen zwar den Steuersatz erhöhen, gleichzeitig aber die Freibeträge verdoppeln.

Personen mit kleinen und mittleren Reinvermögen werden damit trotz des höheren Steuersatzes entlastet. Mehr zahlen müssen dagegen Steuerpflichtige mit hohem Reinvermögen. Hier büsse Luzern leicht an Wettbewerbsfähigkeit ein, schreibt der Regierungsrat. Luzern werde aber neu auch bei den mittleren Vermögen konkurrenzfähig. (aeg/sda)

Steuererklärung ausfüllen: Ein Leidensweg in 10 Stufen

abspielen

Video: watson/Knackeboul, Lya Saxer

Wir und die Steuern

Der Streit um die Unternehmenssteuerreform III zeigt: Die Schweiz ist schizophren

Link zum Artikel

Die Schweiz ist der Kanton Zug der Welt

Link zum Artikel

Vom Neoliberalismus zum wirtschaftlichen Nationalismus

Link zum Artikel

Wir werden bald höhere Steuern bezahlen müssen – unseren Kindern zuliebe

Link zum Artikel

Das könnte dich auch interessieren:

«Es ist absurd» – der Chef erklärt, was er vom Feminismus hält

Link zum Artikel

Vorsicht, jetzt kommt die Wohnmobil-Rezession!

Link zum Artikel

Du bist ein Schwing-Banause? Wir klären dich rechtzeitig fürs Eidgenössische auf

Link zum Artikel

Zug steckt während 3 Stunden zwischen Grenchen und Biel fest – Passagiere wurden evakuiert

Link zum Artikel

Apples Update-Schlamassel – gefährliche iOS-Lücke steht zurzeit wieder offen

Link zum Artikel

So viel verdient dein Lehrer – der grosse Schweizer Lohnreport 2019

Link zum Artikel

Prügelt Trump die amerikanische Wirtschaft in eine Rezession?

Link zum Artikel

Schweizer Firmen wollen keine Raucher einstellen – weil sie (angeblich) stinken

Link zum Artikel

Liam und Emma sind die beliebtesten Namen der Schweiz – wie sieht es in deinem Kanton aus?

Link zum Artikel

AfD-Politikerin Alice Weidel ist heimlich wieder in die Schweiz gezogen

Link zum Artikel

Mein Horror-Erlebnis im Militär – und was ich daraus lernte

Link zum Artikel

2 mal 3 macht 4! – Das wurde aus den Darstellern von «Pippi Langstrumpf»

Link zum Artikel

Greta Thunberg wollte Panik säen, erntet nun aber Wut

Link zum Artikel

Pasta mit Tomatensauce? OK, wir müssen kurz reden.

Link zum Artikel

«Es war die Hölle» – dieser Schweizer war am ersten Woodstock dabei

Link zum Artikel

Oppos Reno 5G ist ein spektakuläres Smartphone – das seiner Zeit voraus ist

Link zum Artikel

MEI, Minarett und Güsel: Das musst du zum Polit-Röstigraben wissen

Link zum Artikel

Ich hab die 3 neuen Huawei-Handys 2 Monate im Alltag getestet – es gab einen klaren Sieger

Link zum Artikel

Keine Hoffnung auf Überlebende nach Unwetter im Wallis ++ Gesperrte Pässe in Graubünden

Link zum Artikel

Immer wieder Djokovic – oder Federers Kampf gegen die Dämonen der Vergangenheit

Link zum Artikel

QDH: Huber ist in den Ferien. Wir haben ihn vorher noch ein bisschen gequält

Link zum Artikel

YB-Fan lehnt sich im Extrazug aus dem Fenster – und wird von Schild getroffen

Link zum Artikel

10 Tweets, die zeigen, dass in Grönland gerade etwas komplett schief läuft

Link zum Artikel

Wahlvorschau: Die Zentralschweiz ist diesmal nicht nur für Rot-Grün ein hartes Pflaster

Link zum Artikel

Sogar Taschenrechner verwirrt: Dieses Mathe-Rätsel macht gerade alle verrückt

Link zum Artikel

Die bizarre Geschichte der Skinwalker-Ranch, Teil 4: Die Zweifel des Insiders

Link zum Artikel

Uli, der Unsportliche – warum GC-Trainer Forte in Aarau unten durch ist

Link zum Artikel

Die Bloggerin, die 22 Holocaust-Opfer erfand, ist tot, ihre Fantasie war grenzenlos

Link zum Artikel

Google enthüllt sechs Sicherheitslücken in iOS – das solltest du wissen

Link zum Artikel

Der neue Tarantino? Ist Mist. Aber vielleicht seht ihr das ganz anders

Link zum Artikel

Wohin ist denn eigentlich die Hitzewelle verschwunden? Nun, die Antwort ist beunruhigend

Link zum Artikel

Gewalt und Krankheiten – die Bewohner der ersten Steinzeit-Stadt lebten gefährlich

Link zum Artikel

Ab heute lebt die Welt auf Ökopump – und diese Länder sind die grössten Umweltsünder

Link zum Artikel

ARD-Moderatorin lästert über «Fortnite»-Spieler und erntet Shitstorm – nun wehrt sie sich

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

29
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
29Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Midnight 12.11.2018 20:28
    Highlight Highlight Finally! Hat ja auch lange genug gedauert, bis die Politik endlich vernünftig geworden ist.
    Dass ich das noch erlebe... 🙈
  • Phiilofofi 12.11.2018 18:55
    Highlight Highlight Und in Bern wollen sie diesen Mummenschanz auch noch aufführen...

    Hoffentlich haben sie dank dem Fail von Luzern daraus gelernt.

    Hoffentlich...
  • w'ever 12.11.2018 18:41
    Highlight Highlight wenn ich die tabelle richtig lese, ist es eigentlich nur richtig, dass der kanton seine steuern erhöht, oder?
    Benutzer Bild
    • Troxi 12.11.2018 21:52
      Highlight Highlight Insgesamt 253 Millionen erhalten und seit 2015 78 Millionen weniger. Irgendwo fehlt dieses Geld halt auch.
  • Liselote Meier 12.11.2018 18:22
    Highlight Highlight Im Sommer war daran nichts zu rütteln und jetzt plötzlich diese Kehrtwende? Haben wohl im Kalender gesehen, dass im März 2019 Wahlen sind im Kanton.
  • Palpatine 12.11.2018 17:18
    Highlight Highlight Wow, die Tiefststeuerstrategie hat nicht funktioniert. Hätte ich nie gedacht! *IronieOFF*
  • Merlin.s17 12.11.2018 15:55
    Highlight Highlight Schön dass die endlich ein bisschen einlenken. Immernoch zu wenig, aber wenigstens etwas.
  • David Steger 12.11.2018 15:38
    Highlight Highlight Steuererleichterungen für den Mittelstand sind ein Schritt in die richtige Richtung.
    • Dominik Treier 12.11.2018 16:20
      Highlight Highlight Das sehe ich persönlich nicht ganz so... Ich finde, dass der Mittelstand unterstützt gehört, wobei aber Steuererleichterungen, wie immer das falsche Mittel sind, solange nicht die Progression verändert wird, denn sonst profitieren wieder die mit mehr Einkommen, überproportional... Langfristg müssen wir uns aber sowiso eine Umstellung des Steuersystems überlegen, weg von föderalistisch geregelten System hin zur Vereinheitlichung der Steuern und einer Kapitaltransaktionssteuer als Haupteinnahmequelle... Die Einkommenssteuer soll dann gesenkt und Steuerflucht vermieden werden...
    • David Steger 12.11.2018 16:33
      Highlight Highlight Klingt auch gut. In den letzten Jahren wurden die Steuern hauptsächlich für reiche und Unternehmen gesenkt und der Mittelstand musste das teilweise ausgleichen. So gesehen ist eine Steuererleichterung zumindest ein Schritt in die richtige Richtung. Man kann natürlich immer mehr tun...
    • Merlin.s17 12.11.2018 16:50
      Highlight Highlight @Dominik Treier
      Nennt sich doch Mehrwertsteuer. Oder liege ich hier falsch?
    Weitere Antworten anzeigen
  • neoliberaler Raubtierkapitalist 12.11.2018 15:02
    Highlight Highlight Die Unternehmen hätten auch einen angemessenen Beitrag an die steigenden Aufgaben der öffentlichen Hand zu leisten. --> Welche steigenden Ausgaben der öffentlichen Hand? Profitieren die Unternehmen davon oder versickert das Geld einfach wieder im Sozialstaat?
    • bebby 12.11.2018 16:46
      Highlight Highlight Ja, wäre ja noch schlimmer, wenn die Schulen in Luzern keine Zwangsferien mehr haben und die Prämienverbilligung wieder bezahlt würde, anstatt dass das Geld für den neusten Phantom oder das neuste Hermestäschchen ausgegeben würde:-)
    • Troxi 12.11.2018 16:46
      Highlight Highlight Nun, das Luzerner Volk goutiert nach den Unternehmenssteuerhalbierung keine Sparmassnahmen. Musikschule, Bildung, Kulturhäuser, Polizei, Benachteiligte etc. wurden vom Volk gestützt und die Sparhämmer verbrannt. Zusätzlich kommen noch kleiner werdende Beiträge aus dem NFA dazu, auch eine Steuererhöhung bei natürlichen Personen ging Bachab, aber das Defizit bleibt. Wird endlich Zeit, dass aus eigenregie mal was wieder korrigiert wird.
    • FrancoL 12.11.2018 18:47
      Highlight Highlight Am Sozialtropf hängen viele die von den Unternehmen zwecks Gewinnoptimierung ausgespuckt wurden.
    Weitere Antworten anzeigen
  • dä dingsbums 12.11.2018 14:50
    Highlight Highlight Sollten durch die niedrigen Steuern nicht unzählige Unternehmen nach Luzern gelockt werden, die dann insgesamt wieder mehr Steuern gezahlt hätten und alle wären besser dran gewesen und so weiter und so fort?

    Ist ja ziemlich in die Hose gegangen diese Strategie.
    • Tschounsy 12.11.2018 15:51
      Highlight Highlight Die Tiefsteuerstrategie von CVP, FDP und SVP ging dermassen in die Hosen, dass zumindest in der Stadt Luzern die Bürgerlichen abgestraft wurden. Leider aber nicht auf dem Lande, da wählen halt viele aus Prinzip nur bürgerlich und wählen somit ihre eigenen Henker.
    • Dominik Treier 12.11.2018 16:11
      Highlight Highlight Diese Strategie ist die egoistische Idee von bürgerlichen Politikern mit Scheuklappen... Es gibt ja desswegen Schweiz- oder Weltweit nicht mehr Firmen, man gräbt also andern nur die Einnahmen ab und verringert damit das Steuersubstrat, dass weltweit ja schon zu klein zu klein ist, maximal zu Gunsten des eigenen Vorteils und nimmt für das Bisschen Vorteil überproportionale Verluste der anderen in Kauf... Egoismus in seiner Reinstform... Dabei wird dann auch noch grflissentlich ignoriert, dass jede Firma auch kosten generiert (Infrastruktur, Bildung, Soziales für Mittarbeiter, Freizeit etc.)...
    • Troxi 12.11.2018 21:54
      Highlight Highlight Tschounsy ist auf dem Lande praktisch unmöglich die Bürgerlichen abzuwählen. Bei uns in der Gemeinde, überraschung, existiert nur die CVP, FDP und SVP!
    Weitere Antworten anzeigen

Schwerer Unfall im Gotthard ++ Tunnel wieder freigegeben ++ 5 Verletzte

Bei einem Unfall im Gotthardstrassentunnel sind am Montagnachmittag kurz nach 13:45 Uhr mehrere Personen verletzt worden.

Der Lenker eines Personenwagens mit niederländischen Kontrollschildern fuhr im Gotthard-Strassentunnel in Fahrtrichtung Nord. Aus derzeit unbekannten Gründen kam das Fahrzeug rund 1,5 Kilometer vor dem Tunnelportal in Göschenen über die doppelte Sicherheitslinie auf die Gegenfahrbahn und kollidierte mit einem korrekt entgegenkommenden Wohnmobil mit niederländischen …

Artikel lesen
Link zum Artikel