Gesellschaft & Politik
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New York zeigt Amazon den Finger – und alle finden es toll

Mit Erfolg haben die New Yorker gegen die Steuergeschenke an die Adresse von Amazon protestiert. Jeff Bezos, der reichste Mann der Welt, zieht sich zurück und will sein zweites Headquarter nicht in Queens bauen.



25’000 neue Jobs versprach Jeff Bezos den New Yorkern. Im Stadtteil Queens wollte er ein zweites Hauptquartier seines Megakonzerns Amazon errichten lassen. Im Gegenzug dafür erhielt er einen Steuererlass von drei Milliarden Dollar.

epa06689621 Amazon CEO Jeff Bezos attends the Axel Springer Award 2018, in Berlin, Germany, 24 April 2018. Amazon CEO Bezos, who also owns US newspaper 'Washington Post', is awarded with the Axel Springer Award. Axel Springer SE is one of the largest digital publishing houses in Europe and owner of numerous multimedia news brands.  EPA/CLEMENS BILAN

Hat derzeit wenig zu lachen: Jeff Bezos. Bild: EPA/EPA

Steuergeschenke gegen Jobs – diesen Deal haben multinationale Konzerne mittlerweile perfektioniert. Apple, Google & Co. haben deshalb hunderte von Milliarden Dollar auf der hohen Kante. Trotzdem bezahlen sie weniger Steuern als ein KMU. Steuerschlupflöcher, hoch bezahlte Anwälte und nackte Erpressung im Sinne von: «Seid ihr nicht willig, ziehen wir weiter» machen es möglich.

In der Regel können sich die Multis durchsetzen. Zu gross ist der Druck auf die Politiker, den dubiosen Steuerdeals zuzustimmen. Mit einem immer intensiver werdenden Steuerwettbewerb werden stattdessen heiss begehrte Jobs in die Stadt, den Kanton oder das Land gelockt. Denn Geld spricht bekanntlich lauter als Worte, wie Friedrich Dürrenmatt in seinem Theaterstück «Der Besuch der alten Dame» so treffend schildert.

New York jedoch will diese Erpressung nicht mehr mitmachen. Gegen den Deal mit Amazon hat sich ein breiter Bürgerprotest gebildet. Die Menschen gingen auf die Strasse und protestierten nicht nur gegen das Drei-Milliarden-Steuergeschenk. Sie fürchteten auch eine Gentrifizierung im grossen Stil mit explodierenden Mieten und Immobilienpreisen. Zudem hätte der öffentliche Verkehr wegen des miserablen Zustands der New Yorker Untergrundbahn den Transport kaum bewältigen können.

epa07371931 (FILE) - A woman holds a sign during a protest against Amazon's plans to open new company headquarters in New York, New York, USA, 30 November 2018 (reissued 15 February 2019). According to news reports, the online retailing giant has scrapped plans to build new company headquarters in New York after facing political backlash over initially agreed incentives worth some 3 billion US dollars (about 2.66 billion Euros).  EPA/JUSTIN LANE

«Der Weg zur Hölle ist mit Milliardären gepflastert», verkündet das Plakat dieser Demonstrantin. Bild: EPA/EPA

Der Bürgerprotest hat Erfolg. Amazon hat den Schwanz eingezogen und will sich woanders umschauen. Punktesieger in diesem Duell sind jedoch derzeit die New Yorker. «Die Stadt verdient unsere Dankbarkeit», kommentiert David Leonhardt in der «New York Times». «Sich weigern, ein unfaires Spiel zu spielen ist manchmal besser als gewinnen.»

Gut möglich, dass das Beispiel von New York Schule machen wird. Gegen die Steuergeschenke an die Multis regt sich landesweit Widerstand, zumal die Konzerne schon von den massiven Erleichterungen der Trump’schen Steuerreform profitieren. Einzelne Bundesstaaten – Missouri und Kansas – haben begonnen, sich abzusprechen, um den ruinösen Steuerwettbewerb zu unterbinden.

Andere US-Bundesstaaten sind mit solchen Deals bös auf die Nase gefallen. In Wisconsin etwa hat der chinesische IT-Konzern Foxconn versprochen, im Gegenzug zu einem Milliarden-Dollar-Steuergeschenk zehntausende von gut bezahlten Fabrikjobs zu schaffen.

epa06848696 US President Donald J. Trump, left, Terry Gou, Chairman of Foxconn, and House speaker Paul Ryan during the official groundbreaking for the Foxconn factory in Mount Pleasant, Wisconsin, USA, 28 June 2018. Taiwan based Foxconn producers LCD screens used in computers, televisions and smart phones. The plant reportedly is to open in 2020.  EPA/JEFFREY PHELPS

Damals schien alles in Ordnung: Trump, Foxconn-Chairman Terry Gou und Paul Ryan beim ersten Spatenstich. Bild: EPA/EPA

Zum ersten Spatenstich für die Fabriken erschien gar Präsident Trump persönlich. Der regierende Gouverneur Scott Walker versprach sich eine Wiederwahl. Walker wurde abgewählt und Foxconn erwog zeitweise gar den Abbruch der Übung. Auf Druck des Weissen Hauses wird die Fabrik nun gebaut, allerdings in stark abgespeckter Version.

Nicht nur die Einwohner von New York bejubeln den abgeblasenen Amazon-Deal. Auch der progressive Bürgermeister Bill de Blasio. «Die Lehre, die wir ziehen lautet: Die Konzerne können die steigende Wut auf die wirtschaftliche Ungleichheit nicht mehr länger ignorieren», stellt er in einem Gastkommentar in der «New York Times» fest. «Wir sehen, dass diese Wut auch das Silicon Valley durchschüttelt und Steine auf die Busse geworfen werden, welche die Angestellten von San Francisco und Oakland in die Büroparks der Vorstädte transportieren.»

FILE - In this March 22, 2017 file photo, Starbucks CEO Howard Schultz speaks at the Starbucks annual shareholders meeting in Seattle. Schultz spent more than 30 years at Starbucks, growing a handful of coffee shops into a much-admired global brand. But now, as the billionaire mulls running for president as an independent, Starbucks will have to tread carefully. (AP Photo/Elaine Thompson, File)

Nicht gewünscht: Milliardär und Starbucks-Gründer Howard Schultz. Bild: AP/AP

Der Protest gegen Amazon ist ein weiteres Indiz, dass die Stimmung in den USA gekippt ist. Milliardäre werden nicht mehr bewundert, sondern misstrauisch betrachtet. Den Präsidentschafts-Ambitionen von Howard Schultz, ehemaliger Chairman von Starbucks, und Michael Bloomberg, ehemaliger Bürgermeister von New York, schlägt offener Hass entgegen. Neue Kultfigur ist die frisch gewählte demokratische Abgeordnete Alexandria Ocasio-Cortez. Sie ist eine bekennende Sozialistin, fordert einen radikalen Green New Deal – und ist damit zu einer wichtigen Stimme in der amerikanischen Politik geworden.

Jeff Bezos hingegen steht im Gegenwind, nicht nur wegen seiner skandalträchtigen Scheidung. Der Rückzug aus New York hat sein Image eines kalten, geldgierigen Tycoons bestätigt. Kein Wunder: Am gleichen Tag, als dieser Rückzug vermeldet wurde, wurde auch bekannt, dass Amazon trotz Milliarden-Gewinnen im letzten Jahr keinen Cent Steuern bezahlen wird.

Ocasio-Cortez tanzt an der Highschool

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    Alle Leser-Kommentare
  • Therealmonti 20.02.2019 10:50
    Highlight Highlight Viva la revoluçion!
  • Tobsol 20.02.2019 09:47
    Highlight Highlight +++ Nicht nur die Einwohner von New York bejubeln den abgeblasenen Amazon-Deal. Auch der progressive Bürgermeister Bill de Blasio. «Die Lehre, die wir ziehen lautet: Die Konzerne können die steigende Wut auf die wirtschaftliche Ungleichheit nicht mehr länger ignorieren» +++

    Fakenews

    Damit zieht de Blasio sein trauriges Fazit, und bejubelt den geplatzten Deal nicht, im Gegenteil: Er ist deswegen auf Kriegsfuss mit AOC.

  • Friedhofsgärtner 20.02.2019 08:18
    Highlight Highlight Die momentan international angewendeten Steuerpraktiken sind nichts anderes als Diebstahl am grössten Teil der Weltbevölkerung. Entschuldigt die Polenik aber mir fällt schlichtweg kein Grund eisb was aus menschlicher Sicht erstrebenswert daran sein soll alles für sich zu behalten.
  • Tobsol 20.02.2019 07:28
    Highlight Highlight +++ Nicht nur die Einwohner von New York bejubeln den abgeblasenen Amazon-Deal. Auch der progressive Bürgermeister Bill de Blasio. +++


    Seltsam, denn hier steht, er sei deswegen ziemlich sauer auf AOC:

    https://www.dailymail.co.uk/news/article-6715559/Bill-Blasio-says-Alexandria-Ocasio-Cortez-wrong-tax-incentives-Amazon-deal.html

    Was davon ist jetzt Fake News?
  • Ichsagstrotzdem 20.02.2019 06:29
    Highlight Highlight Der Steuerwettbewerb wird mit der hohen Mobilität der Unternehmen zunehmends zum Problem. Gewinner sind jedoch nie die Bürger. Vielleicht sollte man über Alternativen nachdenken wie hatmonisierte Steuersätze, Besteuerung des Kapitals oder höhere Erbschaftsteuern. Die höhere Besteuerung der Personalressourcen Ist jedoch kaum eine gute Lösung.
    • G. Schmidt 20.02.2019 09:11
      Highlight Highlight Warum die Erbschaftssteuer wenn es im Artikel um die Unternehmenssteuer geht?
  • Freethinker 20.02.2019 00:10
    Highlight Highlight Hut ab... da könnten wir uns mal eine Scheibe abschneiden. Ein bisschen bescheidenet leben, dafür solchen Konzernen vor die Füsse k.... :)
  • Hans der Dampfer 19.02.2019 23:36
    Highlight Highlight Hier aber wieder die Ocasio-Cortez als Siegerin darzustellen ist aber auch falsch. Gewonnen haben die New Yorker und nicht irgend eine Politikerin die zufälligerweise gerade linke Parolen schmettert.
  • Beat-Galli 19.02.2019 23:28
    Highlight Highlight Mann muss nicht weit suchen.
    Lego versprach viel in Wilisau.
    Ein Bahnanschluss wurde hin geklotzt. Verkehr fast gratis angeschlossen.... kaum da schon weg!
  • Tobsol 19.02.2019 21:34
    Highlight Highlight ++Punktesieger in diesem Duell sind jedoch derzeit die New Yorker. ++

    Ein Pyrrhussieg. 25k+ jobs werden nicht geschaffen. 27.7 mrd.$ steuereinnahmen gehen verloren
    • In vino veritas 19.02.2019 22:28
      Highlight Highlight Dieses Geld ist nicht verloren. Die Einnahmen erhöhen sich einfach nicht. Ich verliere schliesslich auch keine 100 mio, weil ich im Lotto nicht gewinne...
    • Tobsol 19.02.2019 23:21
      Highlight Highlight Lottogewinn?

      Die 27.7 mrd waren prognostiziert, und keine Glückssache mit einer 1:30 Mio Chance.

      Use ur brain
    • Matti_St 20.02.2019 01:27
      Highlight Highlight Und wie viele der 25k müssen noch einen Zweit.- und oder Drittjob machen, Weill die Bezahlung so miserabel ist? Solche Jobs sind massiv wirtschaftsschädigend. Leider ist das bei den neoliberalen Kreisen noch nicht angekommen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Tobsol 19.02.2019 21:32
    Highlight Highlight ++Zudem hätte der öffentliche Verkehr wegen des miserablen Zustands der New Yorker Untergrundbahn den Transport kaum bewältigen können++

    Die Steuereinnahmen von 27.7 Mrd (nach 3 Mrd. Nachlass) wären genau dafür gebraucht worden.

    Jetzt bleibt der Subway eine Katastrophe, weil kein Geld da ist
    • Hierundjetzt 20.02.2019 00:34
      Highlight Highlight Die Subway ist seit den 1970gern eine Katastrophe, die Infrastruktrbauten ein Witz. In Europa dürfte seit den 70gern kein Zug mehr fahren😏


      Aber Du hast es versucht 👏🏼
    • one0one 20.02.2019 07:36
      Highlight Highlight Notstand wurde ausgerufen. Neues Rollmaterial fuer die R68 bestellt. Geht schon was. Nur halt ein bisschen spaet.
    • Tobsol 20.02.2019 07:43
      Highlight Highlight Soweit ich weiss muss Williamsburg <> Manhatten dicht gemacht werden. Obwohl das Geld für die Sanierung noch nicht da ist.

      We'll see
    Weitere Antworten anzeigen
  • Tobsol 19.02.2019 21:30
    Highlight Highlight ++Amazon hat den Schwanz eingezogen++

    Nein. Sie haben sich einfach umgedreht und sich den Alternativen gewidmet, denn die stehen Schlange
  • Stefan J. Schmid 19.02.2019 21:25
    Highlight Highlight Apple ist der grösste Steuerzahler der Welt (und der drittgrösste der USA). Steuern wie ein KMU? Fake news!
    Amazon zahlt keine Steuern weil der Gewinn mit den masiven Verlusten aus den Vorjahren verrechnet werden kann. Dies ist Bestandteil jedes Stuersystems.
    • Matti_St 19.02.2019 23:11
      Highlight Highlight Interessant das der Eigentümer zum reichsten Mann der Welt werden kann, wenn sein Unternehmen massive Verluste macht.
    • Admir Stöckli 19.02.2019 23:16
      Highlight Highlight Grösste der Welt / Drittgrösste der USA..? 🤔 Fake News.
    • Tschodock 19.02.2019 23:38
      Highlight Highlight Apple der grösste Steuerzahler der Welt aber drittgrösster Steuerzahler der USA?

      Hmm... liegt dieses "USA" nicht auch auf der Welt?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Tobsol 19.02.2019 21:20
    Highlight Highlight Sry aber was Sie hier verbreiten, Herr Löpfe, ist PURER Aktivismus. Was hat das noch mit Journalismus zu tun? Derart den Narrativ zu verdrehen ist eine Beleidigung für watson, hoffentlich merken die das bald.

    ++Trotzdem bezahlen sie weniger Steuern als ein KMU++

    Amazon hätte 27,7 Mrd$ Steuern in NY in 10 jahren eingebracht.

    ++Gegen den Deal mit Amazon hat sich ein breiter Bürgerprotest gebildet++

    Es war eine Minderheit von Aktivisten, angeführt von AOC und Gianaris, während Bürgermeister de Blasio wütend ist (quelle: NYT) wegen 25k+ Jobs, die nicht geschaffen wurden.

    ..Fortsetzung folgt

    • Diagnose: Aluhut 19.02.2019 21:51
      Highlight Highlight Demfall gut zu wissen, dass eine angebliche Minderheit von Aktivisten die Macht hat, einen Giganten wie Amazon zu vertreiben ;)
    • Tobsol 19.02.2019 23:24
      Highlight Highlight Wenn das das Ziel ist, ist es rein destruktiv.

      Und wenn das auch das Ergebnis ist, gibts nur Verlierer in dieser Konfrontation.
    • murrayB 19.02.2019 23:51
      Highlight Highlight @ diagnose: stimmt, es bräuchte wohl wieder einmal einen Weltkrieg, damit die Menschen wieder vernünftig werden :-/
    Weitere Antworten anzeigen
  • TanookiStormtrooper 19.02.2019 21:09
    Highlight Highlight Ein 3 Milliarden Steuergeschenk wären für Bezos nicht mal 3% seines Vermögens. Das muss man sich mal vorstellen, 3 mickrige Prozentlein! Kann doch nicht sein, dass man wegen, aus seiner Sicht, solch einem lächerlich kleinen Betrag ein solches Fass aufmacht. Aber Bezos will dann wohl dereinst auch mit seiner Kohle beerdigt werden.
  • Snowy 19.02.2019 20:58
    Highlight Highlight Steter Tropfen höhlt den Stein...

    Langsam merken die Leute überall auf der Welt, dass sie von den Grossfirmen und den neoliberalen Regierungen ("Arbeitsplätze!!!") verarscht wurden.

    Am Schluss geht die Rechnung nur für Menschen/Firmen mit (viel) Kapital auf. Alle anderen zahlen die Rechnung.

    "Trickle down" funktioniert nicht - hoffe, das haben nun endlich alle unterhalb des "1%" bemerkt.

    Und selbst die Egoisten müssen enttäuscht werden. Denn ihnen muss gesagt werden: Nein. Du wirst es niemals schaffen zu diesem 1% dazuzugehören - ganz egal wie clever Du bist und wie hart Du arbeitest.
  • P. Silie 19.02.2019 20:55
    Highlight Highlight Aaach Leute.. der 'Noch-Bürgermeister' vom Linken Chicago hat bereits bei Amazon angeklopft und will die unbedingt bei sich einquartieren! ..ab 08:45..
    Play Icon
    • P. Silie 19.02.2019 23:25
      Highlight Highlight ...die paar wenigen Daumenrunter.. seid ihr Realitätsverweigerer? Oder habe ich gerade eure kleine Traumblase zum Platzen gebracht? Ernsthaft.. es war ja nicht mal meine konservative Meinung hier, sondern ein Fact.. :)
  • rburri68 19.02.2019 20:53
    Highlight Highlight Toll, hat der Kanton Bern ebenfalls die Steuersenkungen abgelehnt. Weiter so!
    • murrayB 19.02.2019 23:55
      Highlight Highlight Weiter so, damit der Rest der Schweiz weiterhin 1 Milliarde Bern subventionieren kann - nebst den tausenden Bundesangestellte, welche man auch als gigantischer Subventionstopf für Bern ansehen kann!
    • Black hat (minus hat) 20.02.2019 07:19
      Highlight Highlight ... noch toller wäre es, wenn der Kanton Bern dann nicht einfach in Zürich und Zug anklopfen und die hohle Hand machen würde.
    • Vedder (aka der Dude) 20.02.2019 11:18
      Highlight Highlight Ach Freunde... wisst ihr warum wir die Steuersenkungen für Firmen abgelehnt haben?

      Weil natürliche Personen in diesem Kanton massiv an die Kasse gebeten werden. ( Bei unseren Steuerrechnung würden Zürcher und Zuger, also eigentlich fast die ganze Schweiz, Bauklötze staunen).

      Das war ein Denkzettel an unsere inkompetente Berner Regierung. Und das ist gut so :-)



  • Nicolas D 19.02.2019 20:42
    Highlight Highlight Alle? ja klar. ....
  • jinglejanglee 19.02.2019 20:35
    Highlight Highlight amazon trifft man richtig empfindlich wenn man nicht mehr bei ihnen einkauft!

    ich verstehe dieses per-post-einkaufen nicht: von wegen zeit sparen, da liefert man sich 3 grössen eines kleides, keines passt richtig und muss alles wieder zurückschicken! da hält sich mein mitgefühl stark in grenzen! XD
    lieber mal in die stadt gehen, anständige, wenn möglich faire, kleider kaufen, die passen und halt was mehr kosten als die rabatt-stücke im internet, und dafür zufrieden sein!
    • P. Silie 19.02.2019 22:25
      Highlight Highlight Bei allem Respekt, aber Ihr Kommentar geht weit an der Realität vorbei.. Amazon macht sein Geld seit längerem in anderen Bereichen und nicht mehr auf der Buy/Sale Platform.. Es geht schon seit längerem um grössere Dinge als nur unsere Kauflust..
    • hakuna matata aka Closchli 19.02.2019 23:30
      Highlight Highlight @p.silie:
      bitte auflisten welche andere Bereiche oder welche andere grössere Dinge es dann geht. Ich muss meine Kauflust schon längst an die Dicke meines Geldbeutels richten.
    • G. Schmidt 20.02.2019 09:22
      Highlight Highlight @j.inglejangle

      Schon mal versucht in Nordamerika „kurz“ einzukaufen? Distanzen sind massiv grösser + Verkehr noch viel schlimmer

      @hakunamatata
      Amazon ist der grösste Cloudservice-Anbieter weltweit… Ohne AWS könnte das Internet von heute gar nicht existieren (Netflix ist nur einer von vielen Kunden!)
    Weitere Antworten anzeigen
  • eBart! 19.02.2019 20:34
    Highlight Highlight Sehr schön. Ich hoffe NYC dient der ganzen Welt als Vorbild. Vor allem aber Steueroasen. Diese sollten per Gesetz verboten werden. Weltweit. Genauso wie Briefkastenfirmen.
    • G. Schmidt 20.02.2019 09:23
      Highlight Highlight Die USA sind selber ein Steuerschlupfloch (besonders Delaware, dort muss nicht mal der beneficial owner bekannt sein -> Einladung für Schwarzgelder)
  • Don Alejandro 19.02.2019 20:30
    Highlight Highlight Bravo. Nun liegt es aber auch an den Konsumenten, optimal direkt beim Hersteller zu bestellen.
  • salamandre 19.02.2019 20:10
    Highlight Highlight Amazon? brauch ich nicht!
    • P. Silie 20.02.2019 09:51
      Highlight Highlight Salamandre: "Amazon? Brauch ich nicht!"
      Amazon: "Salamandre? Brauch ich nicht!"
    • just sayin' 20.02.2019 12:36
      Highlight Highlight sei dir da nicht so sicher, dass du amazon nicht brauchst.
      aws ist ziemlich weiter verbreitet
  • Mietzekatze 19.02.2019 19:51
    Highlight Highlight Wäre viel gescheiter gegen diese Praktiken eine Antipathie zu entwickeln, anstatt gegen die Ärmsten die eine bessere Zukunft für ihre Kinder suchen!
  • N. Y. P. 19.02.2019 19:50
    Highlight Highlight Endlich, endlich läuft mal was. Die Menschen wachen langsam auf.

    Und..

    dass Amazon trotz Milliarden-Gewinnen im letzten Jahr keinen Cent Steuern bezahlen wird

    ..rundet diesen Artikel perfekt ab.
  • Wander Kern 19.02.2019 19:41
    Highlight Highlight Man wird doch in NY nicht vom Nashgleichgewicht gehört haben? Könnten unsere Steuerwettbewerbler sich auch mal reinziehen...
  • {Besserwisser} 19.02.2019 19:35
    Highlight Highlight Grosskonzerne im B2C Handel werden nur so gross, wie sie von uns Kunden gemacht werden. Jeder hat die Wahl wem er für eine Dienstleistung, ein Produkt oder ein Lebensgefühl sein Geld in den Rachen wirft.
  • AdvocatusDiaboli 19.02.2019 19:25
    Highlight Highlight Nicht alle finden es toll, Herr Löpfe. Der Vergleich mit dem Foxconn Deal hinkt zudem gewaltig. Dort steckt noch so viel weitere Politik mit im Spiel (siehe Handelskrieg USA/China), welche bei einer Ausweitung eines Einheimischen Konzerns (wie Amazon) einfach nicht zutrifft.


    https://www.wsj.com/articles/majority-of-new-yorkers-support-amazon-project-in-queens-new-poll-shows-11549967400

    https://slate.com/news-and-politics/2019/02/losing-amazon-hq2-sucks-for-new-york.html

    https://www.syracuse.com/politics/2019/02/cuomo-blames-other-dems-for-amazon-exit-as-aoc-celebrates.html
    • äti 19.02.2019 20:22
      Highlight Highlight .. sag mal, Bünzli, erwartest du jetzt, dass alle Leser deinen Links nachgehen?
    • AdvocatusDiaboli 19.02.2019 20:44
      Highlight Highlight Sicher nicht @äti. Mein Kommentar war auch direkt an Herr Löpfe adressiert und nicht an "alle Leser".

      Wenn Herr Löpfe sagt "alle finden es toll" ist es doch Sinnvoll gleich mehrere Quellen zu bringen, welche das Gegenteil behaupten.
    • just sayin' 20.02.2019 12:38
      Highlight Highlight @äti

      ".. sag mal, Bünzli, erwartest du jetzt, dass alle Leser deinen Links nachgehen?"

      nein. nur diejenigen, welche sich ein wenig informieren wollen
  • Raphael Conca 19.02.2019 19:17
    Highlight Highlight Hoffentlich bestellen die NY jetzt bei KMU‘s.
    Auch wenn sie dafür mehrere eShops nutzen müssen.
    Auch wichtig, wenn man konsequent sein möchte, ist zu prüfen, wo die IT Server liegen.
    Ja ja, ist schwer konsequent zu sein.
    Auch für mich.
    Wenigstens habe ich nicht bei EBay, Amazone oder Alibaba bestellt und ich werde versuchen es so beizubehalten.
    • Wander Kern 19.02.2019 19:49
      Highlight Highlight Ja klar, die gehen jetzt zum Bäcker um die Ecke, um ihren Selfiestick dort zum vierfachen Preis zu kaufen...
    • John Henry Eden 19.02.2019 22:50
      Highlight Highlight Ebay, Alibaba und Amazon sind primär Handelsplattformen für Private und/oder KMUs.

      Amazon produziert und vertreibt zwar immer mehr Sachen selbst. Aber das tun Migros und Coop auch. Gerade die Migros hat unzählige Tante Emma-Läden auf dem Gewissen.

      Müssten Raphael Conca und seine Liker nun die Migros boykottieren und elendig verhungern? Nein, denn die Migros sichert mehr Leuten ein Einkommen, als es Tante Emma-Läden jemals taten.

      Und für Ebay, Amazon und Alibaba gilt dasselbe. Allein Amazon hat fast 650‘000 Angestellte. Von Amazon leben tun zig Millionen Menschen.
    • one0one 20.02.2019 07:41
      Highlight Highlight Versuch mal was bei Amazon zu verkaufen. Ich sags mal so: Den Verkaufspreis bestimmst nicht du... Das ist moderne Erpressung.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Rhabarber 19.02.2019 19:06
    Highlight Highlight Hoffentlich ist das nicht nur ein regionales laues Lüftchen sondern bewegt sich bald als Sturm rund um die Welt. Und bitte schnell auch in die Schweiz.

    Stellt euch vor, die kantonalen Regierunge würden wieder für ihre Bürger regieren anstatt in Steuerwettbewerben immer weiteren Sozial- und Bildungsabbau zu betreiben!
    • WerWillSchonStringenzUndSachkenntnis 19.02.2019 19:38
      Highlight Highlight Um Fake News zu widersprechen: die Sozial- und Bildungsausgaben in der Schweiz werden nicht abgebaut, sondern steigen stetig.
      Das gilt beim Bund und. Kantonen.
    • FrancoL 19.02.2019 20:01
      Highlight Highlight @Redly; Wenn die Anforderungen steigen wird auch die Ausbildung mehr Geld bilden und dann spricht man nicht von stetigem Anstieg der Kosten sondern von den Anforderungen und in zweiter Linie von den Kosten. Kostensteigerungen sind dann zu mahnen, wenn die Anforderung stagniert und die Kosten steigen.
    • äti 19.02.2019 20:44
      Highlight Highlight Die Bildungskosten steigen schon. ABER:

      Benutzer Bild
    Weitere Antworten anzeigen
  • Grabeskaelte 19.02.2019 19:06
    Highlight Highlight Nice, wenn das mal weltweit Schule machen würde, hätten wir so viele Probleme gelöst. Dann müssten die geldgierigen Molochs, egal wo sie sind, faire Steuern zahlen. Ick freu mir drauf :-P
  • AquaeHelveticae 19.02.2019 19:04
    Highlight Highlight Könnte man bitte mal aufhören Alexandria Ocasio-Cortez als repräsentativ darzustellen? Selbst den meisten Demokraten ist sie viel zu extrem.
    Mit Aushängeschildern wie AOC wird man in den USA abseits der Grossstädte keine Stimmen holen.
    • Raphael Conca 19.02.2019 19:30
      Highlight Highlight Aber sie stellt jeweils schon die richtigen Fragen. Das muss ich ihr lassen.
      Z.B. Hier: bit.ly/2UJOuJK
    • Raphael Conca 19.02.2019 19:31
      Highlight Highlight Und wenn, würde ich Sanders wählen.
      AOC wird noch viele Jahre „üben“ müssen.
    • road¦runner 19.02.2019 23:20
      Highlight Highlight Da fehlt ein Teil vom Video, hier ist es komplett:
      Play Icon
  • Triple A 19.02.2019 19:01
    Highlight Highlight Ich liebe NY!
  • bebby 19.02.2019 19:00
    Highlight Highlight Foxconn hat einsehen müssen, dass man kein vollautomatisiertes Assembly hinbekommt - damit war die US Fabrik zu teuer.
    • Dominik Treier (1) 19.02.2019 19:30
      Highlight Highlight Ich denke man hätte das schon hinbekommen und es wäre auch sinnvoll weil Fliessbandarbeit weder stark wertschöpfend, noch für den Menschen gemacht ist, denn der Mensch braucht von Natur aus Abwechslung, sonst macht er Fehler, wird unkonzentriert und manche werden gar depressiv... Das Problem dürfte wohl eher sein, dass in anderen Ländern Arbeit viel zu billig ist und es damit Wettbewebstechnisch nur noch möglich ist dort mit Billigstarbeitskräften und ohne Automatisierung zu produzieren um konkurrenzfähig zu bleiben, egal wie es denen dort dann geht...

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