Kampfsport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa07316890 Fabienne Kocher of Switzerland celebrates  winning against Geffen Primo of Israel at the women's  under 52 kg weight competition at  the Tel Aviv Grand Prix Judo tournament in Tel Aviv, Israel, 24 January 2019.  EPA/ABIR SULTAN

Hoffnungsträgerin Fabienne Kocher im Januar in Israel. Bild: EPA/EPA

Judo-EM: Top-7-Klassierung wäre bereits ein Erfolg



Für das Schweizer Trio an den am Samstag beginnenden Judo-EM in Minsk wäre das Erreichen einer Top-7-Klassierung bereits als Erfolg zu werten.

Vor vier Jahren gewannen die Schweizer an den ersten Europa-Spielen in Baku, die für die Judokas damals ebenfalls als EM gewertet wurden, Bronze durch Ludovic Chammartin (60 kg). Ein Schweizer Medaillengewinn wäre diesmal als grosse Überraschung zu werten.

Dies in erster Linie wegen der verletzungsbedingten Absage von Evelyne Tschopp. Die Baselbieterin, die im laufenden Olympia-Zyklus als bislang einzige Schweizer Judoka überhaupt und gleich zweimal auf dem EM-Podest stand (2017 und 2018), musste wegen eines Wadenbeinbruchs Forfait geben. Mit Alina Lengweiler (70 kg) fehlt eine weitere Schweizerin wegen einer Knieverletzung.

In Tschopps Limit bis 52 kg ist die Schweiz am Samstag in Minsk mit Fabienne Kocher (Riedikon) dennoch vertreten. Sie wäre auch bei Tschopps Antreten dabei gewesen. Denn an EM und WM sind im Gegensatz zu Olympia zwei Athleten pro Land startberechtigt.

Kocher konnte in diesem Jahr bereits einen Podestplatz auf Grand-Prix-Stufe verbuchen. Der 22-jährige Ustermer Nils Stump (73 kg), der auf Junioren- und U23-Stufe schon EM-Dritter war, schaffte auf gleicher Stufe einen 5. Rang und verbuchte zudem Anfang Februar in Portugal seinen ersten Sieg an einem Continental Open (früher Weltcup).

Dieser wirft allerdings nur am sechstmeisten Punkte für die Weltrangliste ab. Die WM, das Masters sowie Grand Slam bilden die Top 3 der Wertigkeit. Danach folgen gleichauf Grand Prix und Kontinental-Meisterschaften. An diesen erhalten Sieger beispielsweise noch 700 Punkte, während ein Triumph an einem Continental Open mit nur 100 Punkten vergütet wird. Dies wiederum ist 20-Mal weniger als ein Judoka für den WM-Titelgewinn erhält.

Dritter Schweizer Judo-Teilnehmer in Minsk ist Ciril Grossklaus. Der im 90-kg-Limit kämpfende Aargauer ist nach der Absage von Tschopp der einzige Schweizer Judo-Teilnehmer an den Europa-Spielen mit Olympia-Erfahrung. In diesem Jahr war ein 5. Rang an einem Grand Prix sein bisheriges Bestresultat.

Der Weg nach Tokio

Die Judo-Konkurrenzen bei den Olympischen Spielen 2020 in Tokio, im Mutterland dieses Zweikampfsports, werden in die Geschichte eingehen. Sie stellen daher einen enormen Qualifikations-Anreiz für die Athleten dar. Als Olympia-«Vorspiel» werden heuer vom 25. bis 31. August denn auch die diesjährigen WM in Tokio ausgetragen.

Die zweijährige Olympia-Qualifikation für Tokio endet am 24. Mai 2020. Es qualifizieren sich die Top 18 bei beiden Geschlechtern, wobei nur ein Athlet pro Land in Tokio startberechtigt sein wird. Zusätzlich gibt es die Kontinentalquote (Athleten nach Top 18), über die sich maximal ein Athlet pro Land und maximal zwei Athleten pro Kontinent und Gewichtsklasse qualifizieren können. (kün/sda)

Die Tour de Suisse 2019 vorgestellt mit Postkarten von einst

So viel verdient Roger Federer mit Werbeverträgen

Play Icon

Das könnte dich auch interessieren:

Warum wir bald wieder über den Schweizer Pass reden werden

Link zum Artikel

«Ich hatte Sex mit dem Ex meiner besten Freundin…»

Link zum Artikel

Die amerikanische Agentin, die Frankreichs Résistance aufbaute

Link zum Artikel

Matheproblem um die Zahl 42 geknackt

Link zum Artikel

Wie gut kennst du dich in der Schweiz aus? Diese 11 Rätsel zeigen es dir

Link zum Artikel

«In der Schweiz gibt es zu viel Old Money und zu wenig Smart Money»

Link zum Artikel

So schneiden die Politiker im Franz-Test ab – wärst du besser?

Link zum Artikel

Röstigraben im Bundeshaus: «Sobald ich auf Deutsch wechsle, sinkt der Lärm um 10 Dezibel»

Link zum Artikel

So erklärt das OK der Hockey-WM in der Schweiz die Ähnlichkeit zum Tim-Hortons-Spot

Link zum Artikel

Die Geschichte von «Ausbrecherkönig» Walter Stürm und seinem traurigen Ende

Link zum Artikel

«Informiert euch!»: Greta liest den Amerikanern bei Trevor Noah die Leviten

Link zum Artikel

Keine Angst vor Freitag, dem 13.! Diese 13 Menschen haben bereits alles Pech aufgebraucht

Link zum Artikel

Der Kampf einer indonesischen Insel gegen den Plastik

Link zum Artikel

«Ich bin … wie soll ich es sagen … so ein bisschen ein Arschloch-Spieler»

Link zum Artikel

Alles, was du über die neuen iPhones und den «Netflix-Killer» von Apple wissen musst

Link zum Artikel

15 Bilder, die zeigen, wie wunderschön und gleichzeitig brutal die Natur ist

Link zum Artikel

Shaqiri? Xhaka? Von wegen! Zwei Torhüter sind die besten Schweizer bei «FIFA 20»

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

Themen
0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Lichtsteiner über Nati-Wirbel: «Das Team hätte Ruhe verdient»

Bei Augsburg arbeitet Stephan Lichtsteiner fieberhaft an seiner Rückkehr ins Nationalteam. Angesichts der diffusen SFV-Eindrücke in Dublin ist ein Comeback der Leaderfigur nicht mehr auszuschliessen.

Von den gegenwärtigen atmosphärischen Störungen rund um die SFV-Auswahl bekommt er einiges aus erster Hand mit. Lichtsteiner ist auf dieser Stufe nach wie vor sehr gut vernetzt. Er kennt die Strömungen, weiss im Detail, wie diese Mannschaft funktioniert. Ihr lange erspriessliches Betriebsklima hat er zusammen mit Valon Behrami während Jahren mitverantwortet.

Und die Equipe ist für den fünffachen EM- und WM-Endrundenteilnehmer weiterhin eine Herzensangelegenheit: «Die Mannschaft hat Qualität, …

Artikel lesen
Link zum Artikel