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35 Autorinnen und Autoren in Leukerbad, davon 20 aus dem Ausland

12.04.18, 13:04


Das bevorstehende Literaturfestival Leukerbad ist ausserordentlich international: Von den 35 Autoren und Autorinnen, die vom 29. Juni bis zum 1. Juli lesen und diskutieren, stammen 20 aus dem Ausland. Besonders gespannt sein darf man auf die Türkin Asli Erdogan.

Aus der Schweiz präsentiert sich vor allem die Crème der mittleren Autorengeneration: Lukas Bärfuss, Melinda Nadj Abonji, Arno Camenisch, Nora Gomringer, Jürg Halter, Monique Schwitter und Raphael Urweider beispielsweise.

Aus Deutschland reisen elf Schreibende an, darunter Felicitas Hoppe und Judith Schalansky. Weitere Teilnehmer kommen aus Frankreich, Österreich, Rumänien und Ungarn.

Fokus Türkei

Mit drei Teilnehmern ist die Türkei heuer stark vertreten am Literaturfestival Leukerbad. Neben dem kurdischen Autor Murathan Mungan und der Schriftstellerin und Journalistin Ece Temelkuran dürfte der Fokus vor allem auf Asli Erdogan liegen.

Als Fürsprecherin der kurdischen Minderheit in der Türkei wurde sie im Rahmen der sogenannten «Säuberungen» nach dem gescheiterten Militärputsch vom 15. Juli 2016 verhaftet und mehrfach vor Gericht gestellt. Letzten Herbst hat sie ihren Reisepass zurückerhalten.

Die Schweiz ist der Wissenschaftlerin, Journalistin und Autorin nicht unbekannt: Als 24-Jährige forschte sie am CERN in Genf über das Higgs-Boson, machte dort ihren Master in Physik und verfasste daneben ihren ersten Roman «Mucizevi Mandarin» (Der wundersame Mandarin).

Wieder an den bewährt schrägen Tatorten

Die Details der diesjährigen Ausgabe gibt das Festival zu einem späteren Zeitpunkt bekannt. So weiss man beispielsweise noch nicht, welche beiden Autoren die traditionelle literarische Wanderung begleiten, welche das Festival am Vortag der Eröffnung einleitet.

Sicher sind die bewährten Schauplätze: Hotelterrassen und -gärten, das extra trockengelegten Bad der Walliser Alpentherme und das Bergrestaurant auf der Gemmi, wo am Freitag traditionell eine Mitternachtslesung stattfindet. Auch zwei literarische Spaziergänge durch die Dalaschlucht stehen wie jedes Jahr auf dem Programm.

Versprochen werden ausserdem wieder sogenannte «Perspektiven»-Gespräche. Themen sind unter anderen die neue Bekenntniskultur, «50 Jahre 68» und die Schwierigkeiten beim Übersetzen von Lyrik. (sda)

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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!

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