Locarno

Falsche Rechnungsstellung: Chefarzt unterschlägt 100'000 Franken

09.09.14, 14:52

Ein Chefarzt soll sich an der Locarneser Klinik La Carità durch falsche Rechnungsstellung um 100'000 Franken bereichert haben. Der Gefässchirurg hatte sich in den vergangenen drei Jahren offenbar für Operationen entlöhnen lassen, bei denen er nicht eingriff oder nicht im OP-Saal anwesend war.

Die Tessiner Staatsanwaltschaft hat am Montag Ermittlungen eingeleitet und den Klinikverband EOC dazu aufgefordert, ihr einen umfassenden Bericht über den Betrugsfall vorzulegen. Die Staatsanwaltschaft bestätigte am Dienstag auf Anfrage eine entsprechende Meldung des «Corriere del Ticino».

Den Fall des Chefarztes hatte am Wochenende die Tessiner Wochenzeitung «Il Caffè» publik gemacht. Sie vermeldete auch, dass die Ungereimtheiten bei der Rechnungsführung des Chefarztes schon zuvor bei internen Untersuchungen bekannt geworden waren.

Man habe den Fall bislang nicht der Staatsanwaltschaft übergeben, weil die «Sicherheit und Gesundheit der Patienten» zu keinem Zeitpunkt gefährdet gewesen seien, teilte der Klinikverband EOC am Dienstag mit. Der Vertrag mit dem Mitarbeiter sei jedoch per Ende des Jahres 2014 aufgelöst worden. Auch das Tessiner Departement für Gesundheits- und Sozialwesen (DSS) interessiert sich für den Fall. Es bestätigte auf Anfrage, dass es eine Untersuchung eingeleitet hat. (sda)

Hol dir die App!

Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen