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Protest der Fahrenden

«Wir wissen nicht, wohin wir gehen sollen»

25.04.14, 08:56 25.04.14, 12:55
Die Polizei umstellt das von Jenischen besetzte Gelaende am Donnerstag, 24. April 2014, in Bern. Jenische haben derzeit mit ueber 100 Wohnwagen die kleine Allmend besetzt, welche als Parkplatz fuer die am Freitag beginnende BEA benoetigt wird. Sie fordern mehr Akzeptanz sowie zusaetzliche Durchgangs- und Standplaetze in der Schweiz. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Bild: KEYSTONE

Auf der Suche nach einem Platz sind rund 40 Familien der Fahrenden in Nidau bei Biel angekommen. «Hier können wir nun auch wieder nicht bleiben», sagt Mike Gerzner, Präsident der Schweizer Fahrenden. «Wir wissen nicht, wohin wir gehen sollen.»

Die Fahrenden haben nach der Auflösung ihres Protestcamps in Bern die Nacht auf einem Sportplatz in Kirchberg verbracht. Nach Angaben der Jenischen waren rund 50 Wohnwagen dort.

Die Polizei sei ebenfalls vor Ort, war von Mike Gerzner, einem Vertreter der Fahrenden, zu vernehmen. Die Nacht sei ruhig verlaufen, sagte Daniela Siegrist, Sprecherin der Berner Kantonspolizei, am Freitagmorgen auf Anfrage.

Am Donnerstag hatte die Polizei ein Protestcamp von Fahrenden auf der Berner Allmend aufgelöst. Die Schweizer Jenischen protestierten seit Dienstag auf dem Gelände und forderten schweizweit mehr Stand- und Durchgangsplätze. Weil das Gelände für die beginnende Frühjahrsmesse BEA benötigt wurde, erteilte die Stadt Bern schliesslich den Räumungsbefehl.

Am Donnerstagnachmittag machte die Polizei ernst, umstellte das Camp und begann umfangreiche Personenkontrollen vorzunehmen. Daraufhin zogen die Fahrenden ab.

Gegen 8.30 Uhr abends hatte das letzte Fahrzeug den Platz verlassen. Die Jenischen hätten das Gelände sauber hinterlassen, betonte Siegrist. Am späteren Abend teilten die Fahrenden dann mit, sie hätten vorderhand in Kirchberg Platz gefunden. (aeg/sda)



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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!

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