DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Vladimir Petkovic gibt die Taktik gegen Dänemark durch.
Vladimir Petkovic gibt die Taktik gegen Dänemark durch.
Bild: KEYSTONE

Petkovics Mittel gegen die späten Gegentore der Nati: «Wir müssen cool bleiben»

Die Schweiz trifft am Samstag in der EM-Qualifikation in Kopenhagen auf Dänemark. Erinnerungen an das 3:3 vom März sind präsent. Ein weiteres Mal wollen die Schweizer keine späten Gegentore mehr zulassen.
12.10.2019, 07:24

Die Pressekonferenz verlief unspektakulär, so, wie es vor wichtigen Spielen eben üblich ist. Die letzte Wortmeldung aber stiess Vladimir Petkovic doch leicht sauer auf. Sie kam von einem dänischen Journalisten, und sie lautete: «Habt ihr ein Konzentrationsproblem?»

Die Frage zielte darauf ab, dass die Schweiz zuletzt wiederholt Gegentore in den Schlussminuten kassierte. Viermal passierte ihr das in den letzten zwölf Monaten, und weil der Übersetzer fälschlicherweise von den «letzten vier Spielen» sprach, erwiderte Petkovic zunächst schnippisch, man habe im letzten Spiel kein Gegentor bekommen. Es war das 4:0 gegen Gibraltar.

«Es ist klar, dass der Gegner dieses Thema aufgreift und darauf hofft, dass wir nicht bis zur letzten Minute bereit sind», fuhr Petkovic fort und meinte: «Wir müssen cool bleiben und unser Spiel bis zum Schlusspfiff durchziehen.»

Die Schlussminuten entpuppten sich in den letzten Monaten als wunder Punkt im Spiel der Schweiz. In der Nations League kassierte die SFV-Auswahl gegen Belgien das späte 1:2, gegen Portugal zwei Tore zum 1:3. In der EM-Qualifikation liess sie gegen Dänemark ab der 84. Minute die Tore vom 3:0 zum 3:3 zu, gegen Irland in der 85. den Ausgleich zum 1:1. Oft gingen den Gegentoren gute Auftritte voran. Es hat also durchaus mit dem Kopf zu tun. Zum Spiel gegen die Dänen in Basel meinte Loris Benito, der in der zweiten Halbzeit auf dem Feld stand: «Das Mentale spielte eine Rolle.»

Ein Unentschieden hilft der Schweiz mehr

Im Wissen, Portugal und Belgien in Bedrängnis gebracht und die Gegner in der EM-Qualifikation eigentlich im Griff gehabt zu haben, ist das Schweizer Selbstvertrauen vor den Tagen der Wahrheit intakt. Am Dienstag wird klar sein, ob die Schweiz näher an Nationen wie Belgien und Portugal oder Dänemark und Irland ist. Innert 75 Stunden bestreitet sie zwei entscheidende Spiele im Kampf um die EM-Teilnahme im kommenden Jahr.

Drei Punkte trennen die Teams, die in den bisherigen Direktbegegnungen jeweils Unentschieden gespielt haben. Die Schweiz ist Dritte, hat aber ein Spiel weniger absolviert.

Trotz zwei Unentschieden in vier Spielen präsentiert sich die Situation für die Schweiz vor dem Auftritt im Parken-Stadion von Kopenhagen günstig. Weil die Dänen zuletzt in Georgien patzten (0:0), ist die Schweiz weniger auf einen Sieg angewiesen als das Heimteam. Holt sie einen Punkt, würde sie auch ein erneutes Remis am Dienstag in Genf gegen Irland nicht aus der Bahn werfen.

Die Iren und die Dänen treffen am letzten Spieltag am 18. November noch aufeinander. Fährt die Schweiz am 15. November zuhause gegen die Georgien und drei Tage später in Gibraltar die budgetierten Siege ein, läge entweder Irland oder Dänemark in der Endabrechnung hinter der Schweiz. «In Dänemark dürfen wir nicht verlieren», sagte Captain Stephan Lichtsteiner. Kevin Mbabu forderte vier Punkte aus den beiden nächsten Spielen. Mit sechs Punkten wäre die Qualifikation vorzeitig geschafft, mit vier wäre sie Formsache.

Am Tag vor dem Duell gegen Dänemark nahmen sämtliche 23 Akteure am Training teil. Fabian Schär trainierte mit getaptem Knie. Am wahrscheinlichsten scheint, dass die Schweiz am Samstag in dem gut 38‘000 Zuschauer fassenden und ausverkauften Parken mit einer Dreierkette spielen wird. Rechts hinten geht die Tendenz Richtung Stephan Lichtsteiner. Im Zweiersturm sind Breel Embolo und Admir Mehmedi die Anwärter für den Platz neben Haris Seferovic. Sollte Schär ausfallen, könnte Rodriguez in die Dreierkette rücken und Benito aussen einspringen. (sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Die Fussball-Rekordtorschützen der Top-Nationen

1 / 47
Die Fussball-Rekordtorschützen der Top-Nationen
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Von Paul Pogba kreiert – Adidas präsentiert den ersten veganen Fussballschuh

Adidas hat seinen ersten zu 100 Prozent aus veganen Materialien hergestellten Fussballschuh auf den Markt gebracht. Die Idee zu dem historischen Produkt kam einem Fussballstar und einer weltbekannten Designerin.

Der deutsche Sportartikelhersteller Adidas hat seinen ersten vollständig aus veganen Materialen gefertigten Fussballschuh präsentiert. Die Sonderedition des «Predator Freak» ist aus einer Zusammenarbeit zwischen dem französischen Fussballstar Paul Pogba und der renommierten Modedesignerin Stella McCartney entstanden. Auffällig sind neben einer besonderen Silhouette die «Demonskin» Gummispikes, die per Computer-Algorithmus für eine verbesserte Ballkontrolle kalibriert wurden.

Pogba und McCartney, …

Artikel lesen
Link zum Artikel