Bundesrat
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ZUM 70. GEBURTSTAG VON MORITZ LEUENBERGER AM 21. SEPTEMBER 2016 STELLEN WIR IHNEN HEUTE, DIENSTAG, 13. SEPTEMBER 2016, FOLGENDES NEUES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG -- Portrait of Moritz Leuenberger at Bellevueplatz square in Zurich, Switzerland, on August 22, 2016. Leuengber is a Swiss politician and lawyer; from 1995 to 2010 he was a member of the Swiss Federal Council and in 2001 and 2006 President of the Confederation. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Moritz Leuenberger portraitiert am 22. August 2016 am Bellevueplatz in Zuerich. Leuenberger ist ein Politiker (SP) Rechtsanwalt und von 1995 bis 2010 Mitglied der Schweizer Regierung, des Bundesrates, und stand dem Eidgenoessischen Departement fuer Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) vor. 2001 und 2006 amtierte als Bundespraesident. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Ärger wegen Bundesratslexikon: Alt-Bundesrat Moritz Leuenberger. Bild: KEYSTONE

«Kreuzfalsch»: Moritz Leuenberger ärgert sich über neues Bundesratslexikon

Alt Bundesrat Moritz Leuenberger (SP) ortete mehrere Fehler über sich im neuen Bundesratslexikon. Verlangt er eine Korrektur oder sogar die Einstampfung des Buches?

Henry Habegger / ch media



Es ist das unbestrittene Standardwerk über Schweizer Bundesrätinnen und Bundesräte: Das Bundesratslexikon, erfunden und herausgegeben von Historiker Urs Altermatt, emeritierter Professor an der Uni Freiburg. Auf die Biografien der Regierungsmitglieder seit 1848 greift zurück, wer zuverlässige und gesicherte Informationen über ihr Leben und Wirken haben will.

Die erste Ausgabe des Bundesratslexikons erschien 1991. Später war es lange vergriffen, und auf Ende 2018 gab der Historiker eine neue Auflage heraus. 93 Autorinnen und Autoren wirkten an dieser überarbeiteten und erweiterten Ausgabe mit, sämtliche bis Ende 2018 gewählten Bundesratsmitglieder werden im neuen Werk gewürdigt.

Nummer 1 im Buch ist Jonas Furrer, am 16. November 1848 gewählter Bundesrat der Liberalen. Am Schluss des Werkes kommt mit Nummer 119 Karin Keller-Sutter, FDP, gewählt am 5. Dezember 2018.

Probleme bei Nummer 101

Doch bei der Neuauflage lief offensichtlich etwas schief. Genauer gesagt bei Bundesrat Nummer 101 im Buch: Bei Moritz Leuenberger (72), SP, langjähriger Infrastrukturminister, gewählt am 27. September 1995, zurückgetreten 15 Jahre später.

Er habe nicht schlecht gestaunt, führt der alt Bundesrat auf Anfrage aus, als ihm das Bundesrats-Buch freundlicherweise im Mai zugestellt worden sei und er den Artikel gelesen habe, der ihm gewidmet ist. «Der Beitrag über mich enthält eine Reihe von falschen Angaben.»

Er sei vor dem Erscheinen des Artikels nie kontaktiert worden, staunt Leuenberger. «Der Verfasser hat nie mit mir gesprochen.»

Den Beitrag hat nicht Urs Altermatt verfasst, sondern ein von ihm beauftragter Journalist, Felix E. Müller, ehemaliger Chefredaktor der «NZZ am Sonntag».

Felix E. Mueller, chief editor of the NZZ am Sonntag, in the committee room at the Falkenstrasse in Zurich, Switzerland, on May 22, 2015. (KEYSTONE/Christian Beutler)

Felix E. Mueller, Chefredaktor der NZZ am Sonntag, am 22. Mai 2015, im Komitee Zimmer an der Falkenstrasse in Zuerich. (KEYSTONE/Christian Beutler)

Der Autor des Eintrags: Felix E. Müller. Bild: KEYSTONE

«Kreuzfalsch», sagt Moritz Leuenberger

Laut Leuenberger wurde beispielsweise seine «Familiengeschichte kreuzfalsch» wiedergegeben. Es stimme nicht, dass seine zweite Frau Gret Loewensberg SP-Gemeinderätin war und er sie im Stadtzürcher Parlament kennenlernte. «Sie war nie Gemeinderätin», sagt Leuenberger.

Auch nicht richtig sei, dass seine erste Ehefrau Dolores Brückner hiess. «Sie hiess Dolores Ackermann. Sie war meine erste Frau und ich lernte sie vor meiner heutigen kennen, nicht umgekehrt, wie im Buch steht.»

Flugdossier nie entzogen

Auch betreffend seiner politischen Tätigkeit ortet der ehemalige Verkehrsminister Fehler im sieben Seiten langen Beitrag. «Es steht im Bericht, der Bundesrat habe mir das Flugdossier entzogen. Das stimmt nicht. Alle meine Schritte in diesem Dossier wurden vom Bundesrat unterstützt. Es wurde meines Wissens noch keinem Bundesrat ein Dossier entzogen. Ich werde damit aber in die Nähe von gescheiterten Regierungsräten wie Pierre Maudet oder Franziska Roth gerückt», sagt der ehemalige Vorsteher des Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek).

Rote Köpfe in der SP

Ebenfalls falsch sei eine andere Angabe. «Es heisst im Buch, es gebe wegen mir ein Gesetz, das eine Karenzfrist für die Übernahme von Mandaten vorschreibe. Das stimmt nicht, ein solches Gesetz gibt es nicht.»

Tatsächlich gab es rote Köpfe sogar in der SP, als Leuenberger kurz nach seinem Rücktritt Verwaltungsrat beim Bauriesen Implenia wurde. Eine «Lex Leuenberger», die ein zweijähriges Mandatsverbot für ehemalige Bundesräte vorsah, wurde auf den Weg gebracht. Aber sie scheiterte 2014 am Widerstand des Ständerats, der keine derartige Regelung wollte.

«Ich bin über die Angelegenheit im Bild, und wir klären die Sache zur Zeit ab.»

Urs Altermatt, Herausgeber des Lexikons

Eine Option: Einstampfen

Leuenberger möchte die Sache nicht unnötig hoch hängen. Er weiss auch noch nicht genau, was er jetzt zur Behebung der Unstimmigkeiten fordern soll. Es gebe Leute, die sagten ihm, er solle das Einstampfen des Buches fordern. Das werde er sich jetzt überlegen, sagt Leuenberger. Aber eine Entschuldigung sei ihm wichtiger oder eine Berichtigung in Form eines Einlageblattes.

Denn: «Wenn so etwas in der ‹NZZ am Sonntag› oder im ‹20 Minuten› steht, dann geht es wieder vergessen. Aber es steht in einem Lexikon, einem Nachschlagewerk, das sich an Historiker und Journalisten richtet. Diese gehen dann davon aus, dass die Angaben stimmen.»

Altermatt: «Genau abklären»

Wie geht es jetzt weiter mit dem Bundesratsbuch: Gibt es eine Korrektur, droht dem Werk gar die Einstampfung? Professor Urs Altermatt sagt auf Anfrage: «Ich bin über die Angelegenheit im Bild, und wir klären die Sache zur Zeit ab. Leider ist zurzeit Felix Müller, der Autor des Porträts, unerreichbar im Ausland. Die Sache muss genau abgeklärt werden, was die Anwesenheit des Autors voraussetzt.»

Auch für diese Zeitung war der Autor des Porträts bisher nicht für eine Stellungnahme erreichbar.

Auf die Frage, ob auch andere Bundesrätinnen und Bundesräte nicht zufrieden sind mit Beiträgen, hält Urs Altermatt fest: «Es liegt wohl in der Natur eines solchen Buches wie des Bundesratslexikons mit 760 Seiten und rund 90 Autorinnen und Autoren, dass die betroffenen Bundesrätinnen und Bundesräte mit ihren Porträts nicht in allen Teilen einverstanden sind. Es ist deshalb selbstverständlich, dass es Reaktionen gibt. So habe ich verschiedene Rückmeldungen erhalten, in der Regel positive, vereinzelt auch kritische.»

Leuenberger insistiert

Das wiederum lässt Moritz Leuenberger so nicht gelten. Es gehe nicht bloss darum, dass er mit etwas «nicht einverstanden» sei im Buch: «Hier geht es um mehrere verletzende falsche Sachverhaltsbehauptungen, die nichts mit Wertungen zu tun haben …», sagt der alt Bundesrat.

Wenn Politiker vergessen, dass sie Mikrofone tragen ...

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31Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Joe Smith 27.06.2019 12:05
    Highlight Highlight Leuenberger sieht das falsch: Das sind keine falschen Fakten, das ist bloss eine alternative Biografie.
  • Joe Smith 27.06.2019 12:04
    Highlight Highlight Aus irgendeinem unerfindlichen Grund wurde und wird die NZZ immer als seriöse Zeitung gehandelt. Die NZZ war schon immer ein rechtsfreisinniges Kalte-Krieger-Kampfblatt.
    • Herr J. 27.06.2019 16:15
      Highlight Highlight Herr Smith, das ist eine etwas böswillige Unterstellung.
      Ausserdem war Herr Müller für die NZZ am Sonntag tätig, die einen deutlich linksliberaleren Kurs eingeschlagen hat als das Mutterblatt.

      Zudem ist für die Fehlleistung eines Autors sicher nicht der frühere Arbeitgeber verantwortlich zu machen.
    • Joe Smith 27.06.2019 18:17
      Highlight Highlight @J: Ich gebe zu, dass mein direkter Link vom Autor des Artikels zur NZZ im allgemeinen leicht demagogisch war. Er war auch eher als Antwort auf die Kommentare gedacht, die meinten, die NZZ sei «nicht mehr» ein gutes, objektives Blatt. Meine Kernaussage, zu der ich stehe, war, dass die NZZ «schon immer» («schon immer» meint hier seit den 1960er Jahren, über die Zeit davor weiss ich zu wenig) stramm wirtschaftsliberal, kritiklos pro-amerikanisch und fest im Kalten Krieg verwurzelt war. Dass die Zeitung unter Herrn Gujer noch schlimmer geworden ist heisst eben nicht, dass sie früher objektiv war.
  • karl_e 27.06.2019 11:32
    Highlight Highlight Wenn Herr Altermatt schon den Abschnitt über Herrn Leuenberger ausgerechnet an einen Felix E. Müller vergibt, so sollte er ihn besonders sorgfältig redigieren. Bei einem in der Wolle gewaschenen Freisinnigen ist die Gefahr gross, dass Genosse Leuenberger schlecht wegkommt.
  • Eggi 27.06.2019 10:55
    Highlight Highlight Alternative facts in einem Nachschlagewerk der Eidgenossenschaft, welches das Gütesiegel eines bekannten Historikers trägt?

    Eines weiss Urs Altermatt bestimmt: Ob Moritz Leuenberger ein Dossier entzogen wurde. Das ist ein so ausserordentlicher und seltener Vorgang, dass er über diese Stelle gestolpert sein muss, als er den Text als Herausgeber gegengelesen hat. – Jetzt wedelt er ab, als wäre ein Politiker. Dabei ist er Historiker, Fachgebiet Zeitgeschichte.

    Was Fakt ist, muss man nicht den ehemaligen NZZ Chefredaktor auf Tauchstation fragen. Das findet jeder Volontär bei Watson heraus.
    • Wat Sohn 27.06.2019 11:25
      Highlight Highlight Kannst du dir vorstellen, wieviel Zeit es kosten würde, als Herausgeber jedes einzelne Faktum in einem 760-seitigen Buch zu prüfen? Da muss er sich schon auf die Seriosität der einzelnen Autoren verlassen können. - Wenn er die Autoren falsch ausgewählt hat, dann ist das aber natürlich schon sein Problem... An einem ehemaligen NZZ Chefredaktor gibt es alledings a priori kaum etwas zu zweifeln.
    • Eggi 27.06.2019 11:37
      Highlight Highlight Ich rede von einem bestimmten Fakt! - Siehe oben.
      Und diesen Fakt muss Herr Altermatt nicht nachprüfen. Das weiss er. Ist sein Fachgebiet.
      Ein Herausgeber garantiert die Qualität einer Publikation. Einverstanden? So habe ich wenigstens diese Aufgabe wahrgenommen.
    • Wat Sohn 27.06.2019 14:19
      Highlight Highlight Einverstanden, er muss die Qualität des Endprodukts garantieren und dafür gerade stehen.
      Aber jeden Fakt in diesem Buch kann er persönlich nicht prüfen, dafür stehen die Autoren ein.
      Und dass er diesen einen spezifischen Fakt kennen muss, bestreite ich, auch wenn er als Kenner des Bundesrats gilt. Da können wir aber geteilter Meinung sein.
  • Fritz Zweifel 27.06.2019 10:21
    Highlight Highlight Schon etwas dumm gelaufen. Wenn er aber als BR nicht mehr Fehler gemacht hat, kann er sich glücklich schätzen.
  • Lowend 27.06.2019 10:18
    Highlight Highlight Passt doch zu der Lügenpropaganda über die Vertreter der progressiven Kräfte, die uns seit Jahrzehnten von reaktionärer Seite täglich um die Ohren gehauen wird.
    • Herr J. 27.06.2019 16:16
      Highlight Highlight Oh ja, natürlich! Die armen Progressiven haben ja in den Medien ausschliesslich fiese Gegner! *Ironie off*
  • Töfflifahrer 27.06.2019 09:22
    Highlight Highlight Spricht wohl nicht gerade für die Qualität von Journalisten bei der NZZ 🤔
  • Fernrohr 27.06.2019 08:55
    Highlight Highlight Upsi! Ein NZZ Chefredaktor verbreitet Fake News!?
    • Tjuck 27.06.2019 10:36
      Highlight Highlight Die Qualität der NZZ hat in letzter Zeit arg nachgelassen. Ob es am neuen Chefredaktor liegt? Gujers Strategie ab 2015: "Nach Deutschland, nach rechts".
    • Herr J. 27.06.2019 16:18
      Highlight Highlight Müller war Chefredaktor der NZZ am Sonntag, die ist publizistisch unabhängig vom dern Werktagsausgabe.
      Letztere ist übrigens hervorragend, besonders im Feuilleton und dank Gujer.
  • Tjuck 27.06.2019 08:44
    Highlight Highlight «Es liegt wohl in der Natur eines solchen Buches wie des Bundesratslexikons mit 760 Seiten und rund 90 Autorinnen und Autoren, dass die betroffenen Bundesrätinnen und Bundesräte mit ihren Porträts nicht in allen Teilen einverstanden sind.» Naja. Wenn die Fakten falsch wiedergegeben werden, dann ist das Buch schlicht und einfach für die Katz'.
  • amade.ch 27.06.2019 08:21
    Highlight Highlight Unerreichbar im Ausland. 2019? Yeah, right. 😉

    Wenn es politisch brisante Themen wären, die man je nach Pespektive anders deuten könnte, würde jeder gewisse Ungereimtheiten versehen. Hier geht es aber um eindeutig und (zumindest teilweise) nachprüfbar falsche Angaben.
    • Sgt.Pepper 27.06.2019 08:42
      Highlight Highlight vielleicht ist er am Fischen mit Ryan Hartman...
    • AfterEightUmViertelVorAchtEsser___________________ 27.06.2019 10:57
      Highlight Highlight amade.ch

      Digital Detox, kensch? Gibt sogar spezielle Ferienangebote dafür.

      Nichts desto trotz, ohne saubere Recherchen ein Buch herausgeben, ist ober peinlich.
    • Joe Smith 27.06.2019 13:33
      Highlight Highlight In den Ferien bin ich auch grundsätzlich unerreichbar. Das ist ein ganz zentraler Teil meiner Erholung.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Th. Dörnbach 27.06.2019 08:07
    Highlight Highlight Wenn schon bei "aktuelleren" Bundesräten falsche Angaben drin stehen, wie schlecht sind dann wohl die Artikel zu längst verstorbenen Bundesräten?
    • satyros 27.06.2019 10:38
      Highlight Highlight Im Gegensatz zu erst kürzlich zurückgetretenen Bundesräten gibt es bei den früheren jede Menge historische Forschung, auf die man sich stützen kann. Wenn ein Historiker einen Artikel über einen Bundesrat des 19. Jh. schreibt, stützt er sich dabei auf überprüfbare Quellen. Der Artikel über Leuenberger wurde offenbar zu gewissen Teilen "aus dem Gedächtnis" geschrieben. Bei älteren Bundesräten fehlt dann wahrscheinlich ein Verweis darauf, wo sie ihre Frauen kennen gelernt haben. Weil man das schlicht nicht weiss.
    • Joe Smith 27.06.2019 12:01
      Highlight Highlight @Satyr: Das Dumme ist eben, dass genau dieses Buch in Zukunft als «überprüfbre Quelle» gelten wird.
    • Wat Sohn 27.06.2019 14:25
      Highlight Highlight @Joe: Ich bin zwar weder Geistes- noch Sozialwissenschaftler, aber Informationen in einem Lexikon gelten per se als Sekundärliteratur und können deshalb nicht als Ursprungsquelle gelten.

      Aber du hast natürlich recht, dass die Informationen in der Praxis trotzdem als bare Münze genommen werden...
  • WID 27.06.2019 07:25
    Highlight Highlight Qualitätsjournalismus! Ein Ex Chefredaktor der NZZ!
  • wasps 27.06.2019 07:19
    Highlight Highlight Glücklich, wer solche Sorgen hat.
  • das Geflüster 27.06.2019 07:16
    Highlight Highlight Ohje... dr Moritz. Nimmt sich immer no soo wichtig.
    • Eggi 27.06.2019 11:15
      Highlight Highlight Fakten sind Fakten.
  • Elke Wolke 27.06.2019 07:14
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