Italien
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80 Prozent weniger Migranten und Flüchtlinge neu in Italien – nur 4 Ertrunkene geborgen



Private Seenotretter im Mittelmeer

In Italien sind seit Anfang 2019 rund 80 Prozent weniger Migranten und Flüchtlinge angekommen. Ihre Zahl fiel von 42'700 auf 8691. Das berichtete das Innenministerium bei der Veröffentlichung seiner Jahresbilanz.

Die Zahl der geborgenen ertrunkenen Menschen sank gegenüber dem Vergleichszeitraum 2018 von 83 auf vier. Die Zahl der freiwilligen Heimführungen fiel von 1201 auf 555, was einem Rückgang von 53.8 Prozent entspricht.

36.8 Prozent der Migranten und Flüchtlinge, die 2019 in Italien gelandet sind, starteten von Tunesien und 22.3 Prozent aus Libyen. Mehr als die Hälfte aller Angekommenen stammte aus Tunesien, Pakistan und dem Irak.

epa04186170 An image made available on 30 April 2014 shows migrants being rescued during operation 'Mare Nostrum' in southern Mediterranean sea off the Italian coast, 29 April 2014. The Mare Nostrum (Our Sea) mission started in October following two fatal shipwrecks - one near Lampedusa, Italy's southernmost point, and the other in Maltese waters - in which more than 400 people died.  The Mediterranean boat patrols credited for saving tens of thousands of migrants' lives may have to be stopped, an Italian government official suggested, because they were encouraging more people to embark on dangerous sea crossings.  EPA/GIUSEPPE LAMI

Bild: EPA/ANSA

Die Zahl der eingereichten Asylanträge halbierte sich um 56 Prozent von 82'382 auf 36'250. 97'410 Asylgesuche wurden 2019 geprüft. Davon wurden 70 Prozent abgelehnt, wie das Innenministerium berichtete.

Wegen der niedrigeren Zahl von Ankünften sanken die Ausgaben für die Versorgung der Menschen. Wurden von 1. August 2017 bis Ende Juli 2018 noch 2.2 Milliarden Euro aufgewendet, waren es im vergangenen Jahr nur noch 501 Millionen Euro. Derzeit versorgt Italien 105'142 Migranten und Flüchtlinge, ein Drittel weniger als im Vorjahr. (aeg/sda/apa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • WID 15.08.2019 15:33
    Highlight Highlight Das ist der restriktiven Politik von Italien zu verdanken. Dafür wäre es nun höchste Zeit sich um die getrandeten in den unmenschlichen Lagern in Nordafdrika zu kümmern.
    • Die_andere_Perspektive 16.08.2019 06:17
      Highlight Highlight Vergiss die unmenschlichen Lager in Italien nicht...

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