Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Bild

Blick auf die Berner Innenstadt und die Aareschlaufe: Aber wie reden die Menschen da eigentlich? Bild: wikimediacommons/de:Benutzer:Reaast

Wer diese 7 bärndütschen Ausdrücke nicht kennt, muss in den Aargau auswandern

Tatsächlich gibt es entgegen weitverbreiteten Meinungen im Wortschatz des Berners mehr als «au-wä». Stell dich unserem Bärndütsch-Quiz und zeige, dass du ein waschechter Berner bist – oder doch nur ein «frömde Fötzu». 



Quiz
1.Ok, was Einfaches zum Anfang: Was ist ein oder eine «Ätti»?
Pah, das ist wirklich einfach. Vieeel zu einfach. Das ist so einfach, ich will es gar nicht sagen.
Der Ätti ist der Vater. Aus dem mittelhochdeutschen Atte, was wiederum eine Ableitung aus dem althochdeutschen Atto ist. Atto stammt aus dem Protogermanischen attô und hat seine Wurzeln im Indogermanischen Begriff átta. Weiter weiss Wiktionary ich nicht.
Hm, Ätti, das ist sehr ziemlich sicher ein Ausdruck für etwas unerhört Ekelerregendes. Schimmel zum Beispiel. Ja, Schimmel!
Ättis sind diese kleinen Hautfetzen, die sich manchmal an den Ausläufern des Fingernagels bilden. Ich glaube, im Hochdeutschen gibt es keine Entsprechung dafür.
2.Gut, kommen wir zu den Verben. Was versteht der Berner unter «gramüsele»?
Das ist Berndeutsch für: sich fortpflanzen. Was wiederum wissenschaftlich-verklemmt für den Geschlechtsverkehr steht.
Ah, eine Fangfrage, oder? Oder nicht? Jetzt bin ich verwirrt. Ich glaube, es hat mit Gemüse zu tun. Vielleicht Gemüse rüsten?
Wenn der Bärner «gramüselet», dann fliegen die Fetzen. «Gramüsele» steht für Streiten.
«Gramüsele» heisst kribbeln.
3.Weiter im Text: Was passiert mit dir, wenn du dir ein «Anetzerli» gönnst?
Dann wache ich um 5 Uhr in der Früh vor einer traurigen Kaschemme auf. «Anetzerli» steht nämlich für Apéritif und beim Apéritif kann ich mich schlecht zurückhalten.
Dann ist mein Mund «voll mit Schoggi», wie Uter aus «Simpsons» sagen würde. Das «Anetzerli» ist eine Berner Spezialität: Schokobombe mit Puderzucker überzogen.
Dann kitzelt es mich an den Zehen. Das «Anetzerli» ist im Bärndütsch synonym für Fussmassage. Wieso? Das wissen nur die Berner.
Dann hab ich die Haare schön. Das «Anetzerli» ist eine besondere Form der Haarpracht und verdankt seinen Namen keinem Geringeren als Günter Netzer, der bei seinem Gastspiel bei GC einmal im Wankdorf ... (Ach komm, wem mach ich da was vor. du weisst dass das alles schlecht erfunden ist. Die richtige Antwort ist A. Nein B. Oder C. Aber sicher nicht D!)
4.Gut so, die Hälfte hast du geschafft. Jetzt geht's ans Eingemachte, oder an die Gomfi, wie die Berner vielleicht sagen würden. Was heisst denn «chüderle»?
Schmusen
Gut zureden
Schlemmen
Schabernack treiben
5.Jetzt wird's schwieriger: Was bedeutet «Ässmäntu»?
Swimmingpool. Dänk.
«Ässmäntu» gibt es nicht. Sorry, echt jetzt, ich glaube langsam, alle Ausdrücke hier sind komplett erfunden.
Lärm. Schöner lauter Lärm.
«Ässmäntu» heisst Esslatz.
6.Item, bald sind wir durch. Was bedeutet «muderig»?
Neugierig
Ignorant
Vollgefressen
Kränklich
7.Ohalätz, du hast noch nicht allzu viel Treffer? Egal, neue Frage, neues Gfel, äh Glück. Was wollen uns Berner sagen, wenn sie sagen: «Nume no äs Rüngli.»?
«Rüngli» ist das, was der Rest der Welt als Stange kennt. Der Satz bedeutet also: Ein Kleines noch, dann geht's ab nach Hause. In der Theorie bestechend, klappt es in der Realität selten.
«Rüngli», Diminutiv für Runde. Das also, was sich Jogger auf der Tartanbahn zurufen. Auch das klappt selten. Die «kleine Runde» ist nämlich verdammt lang. 400 Meter.
«Rüngli» bedeutet Weilchen. Ein Weilchen kann in Bern allerdings auch mal länger dauern.
«Rüngli» bedeutet Ring. Der obige Satz macht deshalb nicht viel Sinn. Nüt für unguet!

Bonus: Ein User-Input

D’Gschicht vom Chorepoozi.

Bim Schpaziere bin ig einisch uf eme Schpiuplatz emeModi u neme Giel ebcho. Äs isch de Pfyfoutere, deHimugüegeli und eme Schpidu nachegsprunge u hetBachbumele gsammlet u si Brüetsch het ufem Rytiplampiportset. Plötzlech het das gländutet, dass es isaune e Chlupf het taa. «My Gottstüüri», het s’Modigseit, «das chunt vu dere Chorepoozi dert hinger».U tatsächlich het hinger eme Chlüfä e lützu aagleiteManöggu mit eme Gring wie n’eme Carfiol gmööggetu grännet, dass d’Biecht touet het. Do het s’Modigseit: «Chum ume, mir müesse n’ihm häufe». U drGiel het töipelet: «Bisch bbisse? U we n’is dä Choutria ds Läbige wott?» «Du bisch e Höseler. Das isch dochume kei Hörndligödu. Chum itz, du Sürmu, mueschnid floone! Süsch gani eleinzig!» U so si si naadisnaads gääi Mätteli ueche, sie isch figulant tüüselet, ärisch hingernache trötschgelet u het geng glüüssletu gschpanyflet. Wo sie si aacho, het ds Modi gseit:«Grüessech, dr Herr. Heit dir es Problem?» «Mi Perüggeisch mer z’Bode gheit» seit da dr Chorepoozi umacht e Trümu «u itze chan ig d’Chreie nümmi verschrecke.» Da pyschtet dr Giel: «Isch doch ke Sach,da häufed mer doch!» «Bisch e Plaagarschti» chüscheletsi Schwoscht «wie wosch de das agattige?Mer hei doch nüt, um se fescht z’mache?» Da recktdr Giel i si Hosesack u nimmt useme Chräschelisecklie Ligu Lehm, schigget ne u schmiert ne uf em Poozisi Gledu. «Das het chäch u füeut sech souft aa, gälletHerr Chorepoozi.» «Wäutsguet, itz bin ig ömelwieder dr schrecklichscht zäntume!» juzet är u wuuschedsech. «Danke u ne hiube Hinecht!»So isch es gsii, ig has mit eigete Ouge gseh u ha niemeso öppis erläbt sider.

Das könnte dich auch interessieren:

«Es ist absurd» – der Chef erklärt, was er vom Feminismus hält

Link zum Artikel

Vorsicht, jetzt kommt die Wohnmobil-Rezession!

Link zum Artikel

Du bist ein Schwing-Banause? Wir klären dich rechtzeitig fürs Eidgenössische auf

Link zum Artikel

Zug steckt während 3 Stunden zwischen Grenchen und Biel fest – Passagiere wurden evakuiert

Link zum Artikel

Apples Update-Schlamassel – gefährliche iOS-Lücke steht zurzeit wieder offen

Link zum Artikel

So viel verdient dein Lehrer – der grosse Schweizer Lohnreport 2019

Link zum Artikel

Prügelt Trump die amerikanische Wirtschaft in eine Rezession?

Link zum Artikel

Schweizer Firmen wollen keine Raucher einstellen – weil sie (angeblich) stinken

Link zum Artikel

Liam und Emma sind die beliebtesten Namen der Schweiz – wie sieht es in deinem Kanton aus?

Link zum Artikel

AfD-Politikerin Alice Weidel ist heimlich wieder in die Schweiz gezogen

Link zum Artikel

Mein Horror-Erlebnis im Militär – und was ich daraus lernte

Link zum Artikel

2 mal 3 macht 4! – Das wurde aus den Darstellern von «Pippi Langstrumpf»

Link zum Artikel

Greta Thunberg wollte Panik säen, erntet nun aber Wut

Link zum Artikel

Pasta mit Tomatensauce? OK, wir müssen kurz reden.

Link zum Artikel

«Es war die Hölle» – dieser Schweizer war am ersten Woodstock dabei

Link zum Artikel

Oppos Reno 5G ist ein spektakuläres Smartphone – das seiner Zeit voraus ist

Link zum Artikel

MEI, Minarett und Güsel: Das musst du zum Polit-Röstigraben wissen

Link zum Artikel

Ich hab die 3 neuen Huawei-Handys 2 Monate im Alltag getestet – es gab einen klaren Sieger

Link zum Artikel

Keine Hoffnung auf Überlebende nach Unwetter im Wallis ++ Gesperrte Pässe in Graubünden

Link zum Artikel

Immer wieder Djokovic – oder Federers Kampf gegen die Dämonen der Vergangenheit

Link zum Artikel

QDH: Huber ist in den Ferien. Wir haben ihn vorher noch ein bisschen gequält

Link zum Artikel

YB-Fan lehnt sich im Extrazug aus dem Fenster – und wird von Schild getroffen

Link zum Artikel

10 Tweets, die zeigen, dass in Grönland gerade etwas komplett schief läuft

Link zum Artikel

Wahlvorschau: Die Zentralschweiz ist diesmal nicht nur für Rot-Grün ein hartes Pflaster

Link zum Artikel

Sogar Taschenrechner verwirrt: Dieses Mathe-Rätsel macht gerade alle verrückt

Link zum Artikel

Die bizarre Geschichte der Skinwalker-Ranch, Teil 4: Die Zweifel des Insiders

Link zum Artikel

Uli, der Unsportliche – warum GC-Trainer Forte in Aarau unten durch ist

Link zum Artikel

Die Bloggerin, die 22 Holocaust-Opfer erfand, ist tot, ihre Fantasie war grenzenlos

Link zum Artikel

Google enthüllt sechs Sicherheitslücken in iOS – das solltest du wissen

Link zum Artikel

Der neue Tarantino? Ist Mist. Aber vielleicht seht ihr das ganz anders

Link zum Artikel

Wohin ist denn eigentlich die Hitzewelle verschwunden? Nun, die Antwort ist beunruhigend

Link zum Artikel

Gewalt und Krankheiten – die Bewohner der ersten Steinzeit-Stadt lebten gefährlich

Link zum Artikel

Ab heute lebt die Welt auf Ökopump – und diese Länder sind die grössten Umweltsünder

Link zum Artikel

ARD-Moderatorin lästert über «Fortnite»-Spieler und erntet Shitstorm – nun wehrt sie sich

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

3
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
3Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Tom Joad 08.05.2017 16:44
    Highlight Highlight Franz Hohler der ja bekanntermassen das Berndeutsche erfunden hat ist Aargauer!
  • DoMeBE19 07.05.2017 11:44
    Highlight Highlight Guet auso ds Muderig stimmt nid ganz, muderig isch meh so hässig/stinkig
  • fischolg 06.05.2017 21:08
    Highlight Highlight Gut habe ich mir das Zügeln schon vorweg genommen und lebe bereits im Aargau...