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Blick auf die Berner Innenstadt und die Aareschlaufe: Aber wie reden die Menschen da eigentlich? Bild: wikimediacommons/de:Benutzer:Reaast

Wer diese 7 bärndütschen Ausdrücke nicht kennt, muss in den Aargau auswandern

Tatsächlich gibt es entgegen weitverbreiteten Meinungen im Wortschatz des Berners mehr als «au-wä». Stell dich unserem Bärndütsch-Quiz und zeige, dass du ein waschechter Berner bist – oder doch nur ein «frömde Fötzu». 

05.05.17, 15:20


1.Ok, was Einfaches zum Anfang: Was ist ein oder eine «Ätti»?
Pah, das ist wirklich einfach. Vieeel zu einfach. Das ist so einfach, ich will es gar nicht sagen.
Der Ätti ist der Vater. Aus dem mittelhochdeutschen Atte, was wiederum eine Ableitung aus dem althochdeutschen Atto ist. Atto stammt aus dem Protogermanischen attô und hat seine Wurzeln im Indogermanischen Begriff átta. Weiter weiss Wiktionary ich nicht.
Hm, Ätti, das ist sehr ziemlich sicher ein Ausdruck für etwas unerhört Ekelerregendes. Schimmel zum Beispiel. Ja, Schimmel!
Ättis sind diese kleinen Hautfetzen, die sich manchmal an den Ausläufern des Fingernagels bilden. Ich glaube, im Hochdeutschen gibt es keine Entsprechung dafür.
2.Gut, kommen wir zu den Verben. Was versteht der Berner unter «gramüsele»?
Das ist Berndeutsch für: sich fortpflanzen. Was wiederum wissenschaftlich-verklemmt für den Geschlechtsverkehr steht.
Ah, eine Fangfrage, oder? Oder nicht? Jetzt bin ich verwirrt. Ich glaube, es hat mit Gemüse zu tun. Vielleicht Gemüse rüsten?
Wenn der Bärner «gramüselet», dann fliegen die Fetzen. «Gramüsele» steht für Streiten.
«Gramüsele» heisst kribbeln.
3.Weiter im Text: Was passiert mit dir, wenn du dir ein «Anetzerli» gönnst?
Dann wache ich um 5 Uhr in der Früh vor einer traurigen Kaschemme auf. «Anetzerli» steht nämlich für Apéritif und beim Apéritif kann ich mich schlecht zurückhalten.
Dann ist mein Mund «voll mit Schoggi», wie Uter aus «Simpsons» sagen würde. Das «Anetzerli» ist eine Berner Spezialität: Schokobombe mit Puderzucker überzogen.
Dann kitzelt es mich an den Zehen. Das «Anetzerli» ist im Bärndütsch synonym für Fussmassage. Wieso? Das wissen nur die Berner.
Dann hab ich die Haare schön. Das «Anetzerli» ist eine besondere Form der Haarpracht und verdankt seinen Namen keinem Geringeren als Günter Netzer, der bei seinem Gastspiel bei GC einmal im Wankdorf ... (Ach komm, wem mach ich da was vor. du weisst dass das alles schlecht erfunden ist. Die richtige Antwort ist A. Nein B. Oder C. Aber sicher nicht D!)
4.Gut so, die Hälfte hast du geschafft. Jetzt geht's ans Eingemachte, oder an die Gomfi, wie die Berner vielleicht sagen würden. Was heisst denn «chüderle»?
Schmusen
Gut zureden
Schlemmen
Schabernack treiben
5.Jetzt wird's schwieriger: Was bedeutet «Ässmäntu»?
Swimmingpool. Dänk.
«Ässmäntu» gibt es nicht. Sorry, echt jetzt, ich glaube langsam, alle Ausdrücke hier sind komplett erfunden.
Lärm. Schöner lauter Lärm.
«Ässmäntu» heisst Esslatz.
6.Item, bald sind wir durch. Was bedeutet «muderig»?
Neugierig
Ignorant
Vollgefressen
Kränklich
7.Ohalätz, du hast noch nicht allzu viel Treffer? Egal, neue Frage, neues Gfel, äh Glück. Was wollen uns Berner sagen, wenn sie sagen: «Nume no äs Rüngli.»?
«Rüngli» ist das, was der Rest der Welt als Stange kennt. Der Satz bedeutet also: Ein Kleines noch, dann geht's ab nach Hause. In der Theorie bestechend, klappt es in der Realität selten.
«Rüngli», Diminutiv für Runde. Das also, was sich Jogger auf der Tartanbahn zurufen. Auch das klappt selten. Die «kleine Runde» ist nämlich verdammt lang. 400 Meter.
«Rüngli» bedeutet Weilchen. Ein Weilchen kann in Bern allerdings auch mal länger dauern.
«Rüngli» bedeutet Ring. Der obige Satz macht deshalb nicht viel Sinn. Nüt für unguet!

Bonus: Ein User-Input

D’Gschicht vom Chorepoozi.

Bim Schpaziere bin ig einisch uf eme Schpiuplatz emeModi u neme Giel ebcho. Äs isch de Pfyfoutere, deHimugüegeli und eme Schpidu nachegsprunge u hetBachbumele gsammlet u si Brüetsch het ufem Rytiplampiportset. Plötzlech het das gländutet, dass es isaune e Chlupf het taa. «My Gottstüüri», het s’Modigseit, «das chunt vu dere Chorepoozi dert hinger».U tatsächlich het hinger eme Chlüfä e lützu aagleiteManöggu mit eme Gring wie n’eme Carfiol gmööggetu grännet, dass d’Biecht touet het. Do het s’Modigseit: «Chum ume, mir müesse n’ihm häufe». U drGiel het töipelet: «Bisch bbisse? U we n’is dä Choutria ds Läbige wott?» «Du bisch e Höseler. Das isch dochume kei Hörndligödu. Chum itz, du Sürmu, mueschnid floone! Süsch gani eleinzig!» U so si si naadisnaads gääi Mätteli ueche, sie isch figulant tüüselet, ärisch hingernache trötschgelet u het geng glüüssletu gschpanyflet. Wo sie si aacho, het ds Modi gseit:«Grüessech, dr Herr. Heit dir es Problem?» «Mi Perüggeisch mer z’Bode gheit» seit da dr Chorepoozi umacht e Trümu «u itze chan ig d’Chreie nümmi verschrecke.» Da pyschtet dr Giel: «Isch doch ke Sach,da häufed mer doch!» «Bisch e Plaagarschti» chüscheletsi Schwoscht «wie wosch de das agattige?Mer hei doch nüt, um se fescht z’mache?» Da recktdr Giel i si Hosesack u nimmt useme Chräschelisecklie Ligu Lehm, schigget ne u schmiert ne uf em Poozisi Gledu. «Das het chäch u füeut sech souft aa, gälletHerr Chorepoozi.» «Wäutsguet, itz bin ig ömelwieder dr schrecklichscht zäntume!» juzet är u wuuschedsech. «Danke u ne hiube Hinecht!»So isch es gsii, ig has mit eigete Ouge gseh u ha niemeso öppis erläbt sider.

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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!

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3Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Tom Joad 08.05.2017 16:44
    Highlight Franz Hohler der ja bekanntermassen das Berndeutsche erfunden hat ist Aargauer!
    2 1 Melden
  • DoMeBE19 07.05.2017 11:44
    Highlight Guet auso ds Muderig stimmt nid ganz, muderig isch meh so hässig/stinkig
    0 0 Melden
  • fischolg 06.05.2017 21:08
    Highlight Gut habe ich mir das Zügeln schon vorweg genommen und lebe bereits im Aargau...
    1 0 Melden