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Barrack Obama, 44. US-Präsident, beim Twittern, 2015.

Ihm haben wir Twitter als offiziellen Kommunikationskanal der US-Regierung zu verdanken. Jetzt übernimmt Joe Biden das präsidiale Twittern. Bild: White House

Das Internet erhält einen neuen @POTUS und erstmals einen @SecondGentleman

Der neue US-Präsident startet mit einer bescheidenen Follower-Zahl. Aus Gründen. Hier sind die wichtigsten Fakten zum digitalen Transfer.



Barrack Obama war der erste US-Präsident mit einem eigenen Twitter-Account. Auf seine Initiative wurde @POTUS geschaffen, er musste sich allerdings ziemlich gedulden.

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Nachdem Barack Obama sein Amt als 44. US-Präsident abgab, wurden seine Tweets archiviert und er erhielt von Twitter den neuen Account @POTUS44.

2017 gab Obama die offiziellen Twitter-Konten @POTUS und @WhiteHouse und die damit verbundenen Millionen von Followern an den neuen Präsidenten Donald Trump weiter. Eine solche Übergabe wird es 2021 nicht geben.

Ende 2020 gab Twitter bekannt, dass Biden bei seinem Amtsantritt an diesem Mittwoch nicht die Follower der scheidenden Trump-Regierung übernehmen kann. Stattdessen werden die offiziellen Konten auf Null gesetzt, darunter auch der @Potus-Account mit 33 Millionen Followern.

Das sei unfair, hatte Bidens Digitalstratege Rob Flaherty verlauten lassen. Donald Trump habe bei seinem Amstantritt 12 Millionen Follower von Obama übernommen.

Was passiert mit Trumps Tweets?

Gemäss Twitter erfolgt der digitale Machttransfer in mehreren Schritten. Die von Trumps Team betriebenen Twitter-Konten werden als Erstes zur Archivierung an das Nationalarchiv der Vereinigten Staaten von Amerika geschickt. Es sollen alle innerhalb der letzten vier Jahre abgesetzten Tweets auch weiterhin öffentlich zugänglich sein, so wie es auch schon mit den Tweets von Obama passierte. Anschliessend erhalte Bidens Team Zugriff auf die folgenden Twitter-Konten:

Am Tag des Amtsantritts sollen alle Twitter-User, die einem der fünf offiziellen Twitter-Accounts folgen, eine Benachrichtigung über die Archivierung erhalten. Gleichzeitig will Twitter auch während des Prozesses der Amtsübergabe gegen Falschinformationen und Gewaltaufrufe vorgehen.

Präsident Trumps Account und seine «präsidialen» Tweets sind Geschichte:

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Die Tweets des 45. US-Präsidenten werden unter @POTUS45 weiter abrufbar sein. Noch ist dieser Account allerdings «gesperrt». screenshot: twitter.com/POTUS

Was passiert heute mit den Twitter-Konten?

Bereits bestehende Twitter-Konten des Biden-Teams werden in die offiziellen Regierungsaccounts überführt.

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screenshot: twitter

Das war der Abschieds-Tweet der Second Lady

Abschieds-Tweet der Second Lady. 2021

Bild: watson

PS: Trump bleibt gesperrt

Trumps persönliches Twitter-Profil @realDonaldTrump wurde bekanntlich von Twitter dauerhaft gesperrt.

Das Nationalarchiv wird alle Social-Media-Aktivitäten Trumps speichern, einschliesslich gelöschter Tweets von @POTUS und seinem persönlichen Account, @realDonaldTrump.

Google hat am Dienstag über die Verlängerung der YouTube-Sperre Trumps informiert. Ihm bleibe das Hochladen von Videos und Starten von Live-Streams auf seinem YouTube-Kanal für mindestens weitere sieben Tage verwehrt.

Wie Twitter hatte auch YouTube Trump nach dem Sturm aufs Kapitol (am 6. Januar) gesperrt. Wegen «Bedenken ob des anhaltenden Gewaltpotenzials» werde Trump daran gehindert, neue Inhalte auf seinen Kanal hochzuladen. Auch die Kommentarfunktion sei deaktiviert worden.

Interessante Beobachtung: Seit Trumps Social-Media-Sperren seien die Falschmeldungen über die US-Präsidentschaftswahl auf den Plattformen drastisch zurückgegangen.

Was ist mit den offiziellen Regierungs-Accounts bei Facebook und Co.?

Die Facebook-Nutzer, die dem Profil des Weissen Hauses folgen, werden an Präsident Biden übergeben, wie ein Facebook-Sprecher gegenüber der «New York Times» erklärte. Die sieben Millionen Follower des Joe-Biden-Kontos werden auf die POTUS-Seite dupliziert. Diese Seite hat 6,5 Millionen Follower und wurde seit Mai 2018 nicht mehr genutzt.

Der Facebook-Account des Weissen Hauses (unter Trump) werde umbenannt, damit er archiviert werden könne. Die gleichen Vorgänge sollen auf Instagram stattfinden, wo das Konto des Weissen Hauses 6,8 Millionen Follower hat. Das Konto Joe Bidens hat 15,4 Millionen Follower auf Instagram.

Eine YouTube-Sprecherin sagte, dass die knapp 1,9 Millionen Abonnenten des Kanals des Weissen Hauses an die Biden-Administration weitergegeben werden.

Schliesslich überträgt auch Snapchat den «Whitehouse»-Account mit 803'000 Abonnenten ans Biden-Team.

Quellen

(dsc)

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