DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa04075514 Yemenis receive food aid at a food distribution center in Sana'a, Yemen, 13 February 2014. Reports state the United Nations World Food Programme (WFP) has approved a two-year plan to fight hunger and build self-sufficiency in Yemen. The relief to recovery operation is estimated to cost 491 million US dollars. According to WFP, half of the country's 24 million people are in need of food aid and one million children are severely malnourished.  EPA/YAHYA ARHAB

Ein Mann im Jemen mit Nahrung, welche das WFP verteilt hat. In Syrien missbraucht der IS das Logo.  Bild: YAHYA ARHAB/EPA/KEYSTONE

Propaganda in Syrien

Islamischer Staat klebt eigenes Logo auf UNO-Hilfspakete

Der Islamische Staat hat in Syrien Lebensmittellieferungen des UNO-Welternährungsprogramms offenbar als seine eigenen ausgegeben. Die Vereinten Nationen verurteilen die Manipulation aufs Schärfste.



Ein Artikel von

Spiegel Online

Das Welternährungsprogramm (WFP) der Vereinten Nationen zeigt sich «extrem alarmiert»: In Syrien sind angeblich Essenspakete des WFP mit dem Logo des «Islamischen Staat» (IS) versehen und an die Bevölkerung verteilt worden. Das Welternährungsprogramm teilte mit, es verurteile diese Art der Manipulation dringend benötigter Lebensmittel.

In sozialen Netzwerken kursieren Fotos mit schwarzen Etiketten auf Pappkartons, mit denen WFP-Zeichen überklebt worden sind. In arabischen Schriftzeichen tragen sie die Aufschrift «Islamischer Staat in Syrien». Die Bilder, deren Echtheit bisher weder das WFP noch andere offizielle Stellen bestätigten, sind auch als Fotostrecken in YouTube zu sehen.

Nach Informationen der BBC werden die Hilfslieferungen an der Grenze Syriens vom dortigen syrischen Ableger der Hilfsorganisation Roter Halbmond verteilt. Einige dieser Lager hatten IS-Kämpfer im September geplündert.

Die Essensausgabe als eigene Hilfsaktion zu tarnen, ist eine weitere Facette der IS-Propaganda, um die Bevölkerung in den eroberten Teilen Syriens und des Iraks hinter sich zu bringen.

Erst an diesem Dienstag veröffentlichten die Dschihadisten ein Video, auf dem zu sehen ist, wie der entführte jordanische Pilot Muaz al-Kasaesbeh von seinen Peinigern bei lebendigem Leibe verbrannt wurde.

Reuters (spiegel.de)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Polizei hindert Schweizerin daran, sich mit ihrem kleinen Sohn dem «IS» anzuschliessen

Eine Schweizerin hat versucht, mit ihrem erst vier Jahre alten Sohn nach Raqqa in Syrien einzureisen. Die griechische Polizei stoppte die 29-Jährige, bevor sie über die Türkei in die inoffizielle Hauptstadt des «Islamischen Staates» gelangen konnte – und übergab den Buben seinem Vater, wie «20 Minuten» unter Berufung auf griechische Medien berichtet.

Die Winterthurerin ist demnach vor einigen Jahren nach Kairo gezogen, wo sie den Ägypter Mahmoud kennenlernte, von dem sie einen Sohn bekam. In der …

Artikel lesen
Link zum Artikel