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Gefechte nach «IS»-Angriff auf Gefängnis in Syrien dauern an

22.01.2022, 15:3222.01.2022, 17:51
Kämpfer der Syria Democratic Forces (SDF).
Kämpfer der Syria Democratic Forces (SDF).Bild: keystone

Nach dem heftigen «IS»-Angriff auf ein Gefängnis in der syrischen Stadt Al-Hassaka dauern die Gefechte weiter an. Zahlreiche geflohene Anhänger der Terrormiliz «Islamischer Staat» («IS») seien gefasst worden, sagte ein Sprecher der von Kurden angeführten Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) am Samstag. Die Zahl der Flüchtigen sei unbekannt. Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte erklärte, Dutzende seien auf der Flucht. Bisher sollen mehr als 130 Flüchtige wieder gefasst worden sein. US-Truppen unterstützten den Kampf gegen die Extremisten mit Luftschlägen.

Bei dem «IS»-Überfall auf das Gefängnis waren der Beobachtungsstelle zufolge 89 Menschen ums Leben gekommen, darunter 56 Dschihadisten. Es war einer der schwersten «IS»-Angriffe in Syrien in den vergangenen Jahren. Ziel war die Befreiung inhaftierter Anhänger. Al-Hassaka liegt im von syrischen Kurden kontrollierten Nordosten des Bürgerkriegslandes. Im dortigen Gefängnis sitzen nach Angaben kurdischer Medien rund 5000 «IS»-Anhänger. In einer in den sozialen Medien verbreiteten Erklärung bekannte sich der «IS» zu der Tat.

Die Terrormiliz hatte im Sommer 2014 grosse Gebiete im Norden und Westen des Iraks eingenommen und dort ein sogenanntes Kalifat ausgerufen. Zum Herrschaftsgebiet der Extremisten gehörten auch grosse Teile des benachbarten Syriens. Mit militärischer Unterstützung der USA und anderer Staaten konnten die irakischen Sicherheitskräfte die Terrormiliz zurückdrängen. In Syrien nahmen von Kurden angeführte Truppen im Frühjahr 2019 die letzte «IS»-Hochburg ein. Beobachter warnen vor einem Wiederaufstieg der Terrormiliz. (aeg/sda/dpa)

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