Natur
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Hurrikan «Matthew» richtete auf Haiti Schäden von fast 2 Milliarden Dollar an



Two children play with a wheelchair in a street after Hurricane Matthew in Damassins, Haiti, October 22, 2016. REUTERS/Andres Martinez Casares

Mehr als 175'000 Menschen verloren durch «Matthew» ihr Dach über dem Kopf – Kinder spielen mit einem Rollstuhl in einem Slum in Damassins. Bild: ANDRES MARTINEZ CASARES/REUTERS

Der Hurrikan «Matthew» hat auf der Karibikinsel Haiti Schäden in Höhe von fast zwei Milliarden Dollar angerichtet. Die Schäden machen demnach etwa ein Fünftel des Bruttoinlandprodukts aus.

Untersuchungen der Weltbank und der Interamerikanischen Entwicklungsbank bezifferten die Schäden und wirtschaftlichen Verluste auf 124 Milliarden haitianische Gourde (1.89 Milliarden Dollar), teilte das Ministerium für Wirtschaft und Finanzen am Freitag in Port-au-Prince mit.

Der verheerende Sturm, bei dem Anfang Oktober nach offiziellen Angaben 546 Menschen starben, traf ein Land, das als eines der ärmsten der Welt gilt. Besonders stark wurde der Süden Haitis getroffen, der als Kornkammer des Landes gilt. Dort wüteten Stürme mit 250 Stundenkilometern und sintflutartige Regenfälle.

Allein die Verluste in der Landwirtschaft belaufen sich den Schätzungen zufolge auf fast 600 Millionen Dollar. Mehr als 175'000 Menschen verloren ihr Dach über dem Kopf, womit sich die Schäden den Ökonomen zufolge um weitere 600 Millionen Dollar erhöhen.

Der bitterarme Karibikstaat hat sich noch immer nicht von den Folgen des verheerenden Erdbebens des Jahres 2010 erholt, weshalb die erneute Naturkatastrophe die Menschen dort besonders hart trifft. (wst/sda/afp)

Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Interview

Straubhaar: «Wir müssen wohl eine Weile von der Hand in den Mund leben»

Der Berner Thomas Straubhaar ist einer der angesehensten Wirtschaftsprofessoren Deutschlands. Im Interview sagt er, warum 9/11 im Vergleich zur Corona-Krise ein «bescheidenes Ereignis» war, ob der Corona-Crash das Ende des Kapitalismus bedeutet und wer die Gewinner der Pandemie sind.

Ob der 11. September, der Ölschock in den 70er-Jahren oder der Banken-Crash: Der renommierte Berner Wirtschaftsprofessor Thomas Straubhaar (62) hat in seiner Karriere schon viele wirtschaftliche Beben erlebt.

Die Corona-Krise aber hat eine Dimension, die auch er nur erahnen kann. Im watson-Interview beantwortet er die drängendsten Fragen.

Herr Straubhaar, löst das Coronavirus die schlimmste Wirtschaftskrise aller Zeiten aus?Ja, für die Nachkriegszeit auf jeden Fall. Im Vergleich zur …

Artikel lesen
Link zum Artikel