Interview
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A Swiss police officer stands near workers cleaning a platform after a 27-year-old Swiss man's attack on a Swiss train at the railway station in the town of Salez, Switzerland August 13, 2016. REUTERS/Arnd Wiegmann        TPX IMAGES OF THE DAY

Bahnhof Salez, nahe der Grenze zu Liechtenstein: Hier ereignete sich die Tat. Bild: ARND WIEGMANN/REUTERS

Messerattacke in Salez SG: «Der Täter brannte, als wir ihn überwältigten»

Ein 27-jähriger Schweizer verletzte am Samstagnachmittag in einem Zug in St.Gallen sieben Personen mit einer Stichwaffe und einer brennbaren Flüssigkeit. Der Medienchef der Kapo St.Gallen sagt, über welche Erkenntnisse die Polizei bislang verfügt.



Herr Krüsi, können Sie schon etwas zum Motiv der Tat im St.Gallischen Salez sagen?
Hanspeter Krüsi: Nein, unmöglich. Alle sind verletzt. Der Täter selber schwer, ein Opfer ebenfalls schwer. Wir haben momentan gar nichts. Nichts deutet in irgendeine Richtung.

«Ein Passagier riss den Beschuldigten aus dem Zug. Der Beschuldigte stand in Brand.»

Können Sie einen terroristischen Hintergrund ausschliessen?
Wie gesagt, wir haben noch nichts. Es gibt kein Bekennerschreiben, nichts. Dieses Ereignis ist aus dem Nichts entstanden.

Handelt es sich beim schwerverletzten Opfer um das Kind? Nein.

Bild

Hanspeter Krüsi, Medienchef der Kapo St.Gallen. bild: kapostgallen

«Der Lokführer hat sehr gut reagiert. Er konnte den Zug noch in den Bahnhof lenken.»

Weiss die Polizei schon mehr über den Täter?
Auch hier stehen wir ganz am Anfang. Es handelt sich um einen 27-jährigen Schweizer mit einem typisch schweizerischen Namen. Wir müssen jetzt alles zurückverfolgen. Das kann mehrere Tage dauern. Nur ein Beispiel: Finden wir heraus, dass unter den Opfern seine Ex-Freundin war, sieht die Tat ganz anders aus, als viele jetzt denken.

Wie hat die Polizei den Mann überwältigt?
Der Lokführer hat sehr gut reagiert. Er konnte den Zug noch in den Bahnhof lenken, was die Arbeit für die Feuerwehr und uns einfacher machte. Ein Passagier riss den den Beschuldigten aus dem Zug. Der Beschuldigte stand in Brand. Als wir ihn verhafteten, konnte er sich nicht mehr wehren. Er brannte stark.

Am Samstag (13.08.2016), um etwa 14:20 Uhr, ist es auf der Zugstrecke zwischen Buchs und Sennwald, kurz vor dem Bahnhof Salez zu einem Zwischenfall gekommen. Gemäss jetzigen Informationen hat ein 27-jähriger Schweizer eine brennbare Flüssigkeit ausgeschüttet. Er war zudem mit mindestens einem Messer bewaffnet. Die Flüssigkeit geriet in Brand. Sieben Personen mussten mit unbestimmten Brand- und Stichverletzungen in verschiedene Spitäler eingeliefert werden. Die Rettungskräfte sind mit einem Grossaufgebot vor Ort.  Gemäss jetzigen Erkenntnissen hat ein 27-jähriger Schweizer, welcher mit mindestens einem Messer bewaffnet war, im Zug eine brennbare Flüssigkeit ausgeschüttet. Diese Flüssigkeit geriet in Brand. Dadurch und durch Stiche wurden sieben Personen im Zug teils schwerst verletzt.  Nebst einem Grossaufgebot der Kantonspolizei St.Gallen standen die Feuerwehr, drei Rettungshelikopter, zwei Notärzte, drei Rettungswagen sowie Sachverständige der Bahnbetriebe im Einsatz.  Bei den Verletzten handelt es sich nebst dem 27-jährigen mutmasslichen Täter um einen 17- und einen 50- jährigen Mann, sowie um drei Frauen im Alter von 17, 34 und 43 Jahren und um ein 6-jähriges Kind.  Der Bahnhof Salez ist bis auf weiteres für den Bahnverkehr nur eingeschränkt befahrbar. Es sind Ersatzbusse organisiert. Der Sachschaden am Zug beträgt über 100ë000.- Franken. Der Zug war zum Zeitpunkt des Ereignisses mit mehreren dutzend Fahrgästen besetzt.  Die Staatsanwaltschaft des Kantons St.Gallen hat eine Strafuntersuchung eröffnet.

Zugwaggon der Südostbahn: Sieben Menschen wurden bei dem Vorfall am Samstagnachmittag verletzt. Zwei Personen schweben noch in Lebensgefahr. bild: newspictures

Hat er sich selber mit der Flüssigkeit übergossen?
Das wissen wir noch nicht.

Ein Polizeiauto steht vor dem Bahnhof, am Samstag, 13. August 2016, in Salez. Wie die Kantonspolizei St. Gallen mitteilt, hat nach jetzigen Erkenntnissen ein 27-jaehriger Mann im Zug zwischen Buchs und Sennwald eine brennbare Fluessigkeit ausgeschuettet. Er sei zudem mit mindestens einem Messer bewaffnet gewesen. Sieben Menschen wurden zum Teil schwer verletzt. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Die Polizei war am Samstagnachmittag mit einem Grossaufgebot vor Ort. Auch Sanität und Feuerwehr eilten zum Tatort. Bild: KEYSTONE

Um was für eine Flüssigkeit handelte es sich?
Wir sind daran, das herauszufinden.

Brannte der Zug auch?
Es hat überall schwarze Spuren, in Vollbrand stand er nicht.

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    Alle Leser-Kommentare
  • reputationscoach 14.08.2016 11:13
    Highlight Highlight Ich vermisse den Vermerk, das die Untersuchungen noch im Gange sind und man deshalb keine gefestigten Informationen über die Tathintergründe sagen kann. Ansonsten professionell reagiert Herr Krüsi, auch den Hinweis, dass der Lokführer richtig reagiert hat finde ich lobenswert. Allenfalls das nächste Mal ein Bild via Kripo liefern lassen, auf dem sie nicht lachen, es wirkt bei diesem Delikt etwas verstörend.
  • bitteschoen 13.08.2016 22:03
    Highlight Highlight was soll denn dass heissen, dass die Tat anderst aussehen würde wenn seinen Ex-Freundin darunter war???
    • bokl 13.08.2016 22:36
      Highlight Highlight Variante A
      Er ist von seiner Freundin verlassen worden, wollte sie erstechen und dann sich selbst verbrennen. -> Beziehungsdelikt

      Variante B
      Er willkürlich Leute erstechen und sich danach als Märthyrer verbrennen. -> Terror

    • Wehrpunkt 13.08.2016 22:41
      Highlight Highlight Ideologie vs Rachemotiv
    • Mafi 13.08.2016 22:56
      Highlight Highlight Dank ist es vermutlich ein Beziehungsdelikt und nicht einfach ein Amoklauf. Dies hat völlig andere Ursprünge...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Asmodeus 13.08.2016 21:15
    Highlight Highlight Toller Anfang eines Interviews.

    "Können Sie uns schon irgendwas sagen?"
    - "Nein wir haben noch keinerlei Anhaltspunkte."

    "War ein ein Terroranschlag?"
    - "Welchen Teil von KEINERLEI ANHALTSPUNKTE VERSTEHT IHR NICHT?"

    Ich weiss es ist Euer Job die Leute zu informieren, aber müsste Ihr auf diesen Drecksboulevardzug von Blick und Co. aufspringen?
    • Fairness_3 14.08.2016 01:05
      Highlight Highlight Das hat nichts mit Drecksboulvardzug zu tun.
    • toobitz 14.08.2016 09:39
      Highlight Highlight Kann man so sehen.

      Kann man aber auch anders sehen: es ist des Journis Job, Fragen zu stellen und nachzuhaken. Was er nämlich nicht will, ist, dass es nachher heisst: "Sie haben ja nicht gefragt, ob es ein Terroranschlag war". Gerade Pressesprecher sind Meister der Wortklauberei.

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