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Bahnhof Salez, nahe der Grenze zu Liechtenstein: Hier ereignete sich die Tat.
Bahnhof Salez, nahe der Grenze zu Liechtenstein: Hier ereignete sich die Tat.
Bild: ARND WIEGMANN/REUTERS
Interview

Messerattacke in Salez SG: «Der Täter brannte, als wir ihn überwältigten»

13.08.2016, 20:58

Herr Krüsi, können Sie schon etwas zum Motiv der Tat im St.Gallischen Salez sagen?
Hanspeter Krüsi: Nein, unmöglich. Alle sind verletzt. Der Täter selber schwer, ein Opfer ebenfalls schwer. Wir haben momentan gar nichts. Nichts deutet in irgendeine Richtung.

«Ein Passagier riss den Beschuldigten aus dem Zug. Der Beschuldigte stand in Brand.»

Können Sie einen terroristischen Hintergrund ausschliessen?
Wie gesagt, wir haben noch nichts. Es gibt kein Bekennerschreiben, nichts. Dieses Ereignis ist aus dem Nichts entstanden.

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Messerattacke in Zug bei Salez SG
quelle: x90184 / arnd wiegmann
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Handelt es sich beim schwerverletzten Opfer um das Kind? Nein.

Hanspeter Krüsi, Medienchef der Kapo St.Gallen.
Hanspeter Krüsi, Medienchef der Kapo St.Gallen.
bild: kapostgallen
«Der Lokführer hat sehr gut reagiert. Er konnte den Zug noch in den Bahnhof lenken.»

Weiss die Polizei schon mehr über den Täter?
Auch hier stehen wir ganz am Anfang. Es handelt sich um einen 27-jährigen Schweizer mit einem typisch schweizerischen Namen. Wir müssen jetzt alles zurückverfolgen. Das kann mehrere Tage dauern. Nur ein Beispiel: Finden wir heraus, dass unter den Opfern seine Ex-Freundin war, sieht die Tat ganz anders aus, als viele jetzt denken.

Wie hat die Polizei den Mann überwältigt?
Der Lokführer hat sehr gut reagiert. Er konnte den Zug noch in den Bahnhof lenken, was die Arbeit für die Feuerwehr und uns einfacher machte. Ein Passagier riss den den Beschuldigten aus dem Zug. Der Beschuldigte stand in Brand. Als wir ihn verhafteten, konnte er sich nicht mehr wehren. Er brannte stark.

Zugwaggon der Südostbahn: Sieben Menschen wurden bei dem Vorfall am Samstagnachmittag verletzt. Zwei Personen schweben noch in Lebensgefahr.
Zugwaggon der Südostbahn: Sieben Menschen wurden bei dem Vorfall am Samstagnachmittag verletzt. Zwei Personen schweben noch in Lebensgefahr.
bild: newspictures

Hat er sich selber mit der Flüssigkeit übergossen?
Das wissen wir noch nicht.

Die Polizei war am Samstagnachmittag mit einem Grossaufgebot vor Ort. Auch Sanität und Feuerwehr eilten zum Tatort.
Die Polizei war am Samstagnachmittag mit einem Grossaufgebot vor Ort. Auch Sanität und Feuerwehr eilten zum Tatort.
Bild: KEYSTONE

Um was für eine Flüssigkeit handelte es sich?
Wir sind daran, das herauszufinden.

Brannte der Zug auch?
Es hat überall schwarze Spuren, in Vollbrand stand er nicht.

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