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FILE - This Wednesday, Oct. 10, 2012 file photo shows the New York Times logo on the company's building in New York. On Friday, July 3, 2020, The Associated Press reported on a manipulated video image circulating online incorrectly asserting it shows a news story that The New York Times posted on June 27, then quickly pulled down, which claimed U.S. President Donald Trump died of a hydroxychloroquine overdose. The TikTok user who spread the rumor about the fake article posted an explanation confirming she shared it as a joke.

Die «New York Times» wird beschuldigt, ihr nicht genehme Meinungen zu unterdrücken. Bild: keystone

Analyse

Bedroht die «Cancel Culture» unsere Meinungsfreiheit?

Aus den USA kommt ein neuer Trend: Missliebige Meinungen werden in den sozialen Medien boykottiert.



Michael Lind ist ein prominenter Politologe mit tendenziell konservativen Ansichten. Sein jüngstes Buch trägt jedoch einen Titel, der einem Jung-Marxisten bestens anstehen würde: «The New Class War» (Der neue Klassenkrieg). Die Thesen, die Lind darin vertritt, sind ebenfalls unorthodox. Er schreibt:

«Der Neoliberalismus ist eine Synthese aus Freiem-Markt-Liberalismus der libertären Rechten und der Bohème-Kultur der Linken. Sein wirtschaftliches Modell, basierend auf globaler Senkung von Steuern, Gesetzen und Arbeiterlöhnen, schwächt demokratische Nationalstaaten und nationale Mehrheiten der Arbeiterklasse. Sein bevorzugtes Regierungsmodell ist apolitisch, gegen die Mehrheit gerichtet, elitär und technokratisch.»

Kurz: Gemäss Lind haben sich im Neoliberalismus raffgierige Manager und elitäre Kulturschaffende zu einer fatalen Partnerschaft auf Kosten eines ausgebeuteten Mittelstandes gefunden.

Diese These wird von der populistischen Rechten eifrig und gerne aufgenommen. Kein Abend, an dem Fox-News-Moderatoren wie Sean Hannity, Tucker Carlson und Laura Ingraham nicht gegen den angeblichen Meinungsterror einer elitären Linken wettern.

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Hetzen gegen linke Eliten: Die Fox-News-Moderatoren Tucker Carlson, Laura Ingraham und Sean Hannity (von links). Bild: AP

Selbst in klassisch liberalen Medien findet diese These ihren Widerhall. So beklagt sich Kathleen Parker, Kolumnistin bei der «Washington Post», darüber, dass sich amerikanische Unternehmen und Universitäten der linken Meinungspolizei unterwerfen. Sie schreibt:

«Die meisten von ihnen haben beschlossen, dass es sich nicht lohnt, die Bestrafung zu riskieren, wenn man es wagt, sich gegen die Orthodoxie der Linken zu wehren.»

Im Zentrum dieser Diskussion stehen die beiden Begriffe «woke» und «Cancel Culture». Zunächst müssen wir daher klären, was sie bedeuten.

«Woke» kann man etwa übersetzen mit: Sensibilisiert sein für soziale Gerechtigkeit im Allgemeinen und Rassismus im Besonderen. Von einer «Cancel Culture» spricht man, wenn jemandem die emotionale und finanzielle Unterstützung öffentlich – primär in den sozialen Medien – entzogen wird.

Die Cancel-Culture-Diskussion tobt schon eine Weile. Diese Woche hat sie einen neuen Höhepunkt erreicht. Verantwortlich dafür ist der Rücktritt der Kolumnistin Bari Weiss bei der «New York Times». Auch hier gibt es eine kurze Vorgeschichte.

Die teils gewalttätigen Unruhen nach dem Tod von George Floyd haben den republikanischen Senator Tom Cotton dazu bewogen, in einem Kommentar in der «New York Times» den Einsatz von Soldaten zu fordern. Das hatte einen Mini-Aufstand auf der Redaktion zu Folge. Die empörten Journalisten hatten Erfolg: Der Verlag entschuldigte sich zumindest teilweise für die Veröffentlichung des Kommentars, der zuständige Ressortleiter James Bennet wurde gefeuert.

Bari Weiss

Umstrittene Kolumnistin: Bari Weiss. bild: screenshot youtube.

Auftritt der Kolumnistin Weiss. Sie arbeitet seit 2017 bei der «New York Times» und bezeichnet sich selbst als Vertreterin von Mitte-Links. Im Internet hatte sie sich zuvor schon über die Entlassung von Bennet beklagt. Nun zog sie selbst die Konsequenzen und kündigte.

Mehr noch. In einem langen und öffentlich gemachten Brief an den Verleger A.G. Sulzberger rechtfertigte sie ihre Kündigung und prangerte dabei die vermeintliche Cancel-Culture-Mentalität der «New York Times» an.

Ebenfalls beklagte sie sich, ein Opfer von hauptsächlich jüngeren Woke-Vertretern zu sein. Der «New York Times» wirft sie vor, den Bezug zu den gewöhnlichen Menschen verloren zu haben.

Hier Auszüge aus dem Kündigungsschreiben:

«Mehr und mehr wird die Zeitung zum Medium denjeniger, die in einer anderen Galaxie leben. Derjeniger, deren Leben weit entfernt ist vom Leben der meisten Menschen. Wer heute für Prinzipien einsteht, erhält dafür kein Lob. Er wird zu einer Zielscheibe.»

Und:

«Twitter hat zwar keine Flagge auf dem Hauptquartier der New York Times. Aber Twitter ist der Redaktor in letzter Instanz geworden. Ethik und Moral dieser Plattform sind Ethik und Moral der Zeitung geworden. Die Zeitung selbst wird zunehmend zu einer Performance-Bühne. Artikel werden ausgewählt und erzählt, um einer kleinen Schar von Lesern zu gefallen, und nicht, um einem neugierigen Publikum zu ermöglichen, sich über die Welt zu informieren und eigene Schlüsse zu ziehen.»

Rücktritt und Kündigungsbrief haben hohe Wellen geworfen, auch in linksliberalen Kreisen. Andrew Sullivan, ein bekannter Journalist beim «New York Magazine», trat aus Solidarität zurück. Bill Maher, ein landesweit bekannter Comedian, machte sich ebenfalls für Weiss stark.

In der «Washington Post» beklagt der Kolumnist Henry Olsen gar, der McCarthyismus sei zurück. (In den 50er Jahren war Senator Joseph McCarthy ein legendärer Kommunistenjäger, der einen unglaublichen Meinungsterror veranstaltet hatte.) Konkret hält Olsen fest:

«Die Cancel Culture von heute ist nichts anderes als McCarthyismus in einem Woke-Kostüm. Sie hat noble Wurzeln, wendet sie sich doch gegen Rassendiskriminierung. Wie ein diskreditierter Cousin hat sie sich jedoch in etwas Bösartiges verwandelt, das sich nicht mehr mit der Freiheit verträgt. Rassismus zu bekämpfen ist wichtig und nötig; zu versuchen, andere Meinungen zu unterdrücken, ist es nicht.»

Im «Harper’s Magazine» haben derweil 153 teils sehr bekannte Persönlichkeiten wie J.K. Rowling und Noam Chomsky einen Brief unterschrieben. Darin wird vor einer Bedrohung des intellektuellen Lebens in den USA gewarnt. «Der freie Austausch von Informationen und Meinungen, die Lebensader eine liberalen Gesellschaft, wird täglich eingeschränkt» heisst es unter anderem.

FILE - In this Nov. 13, 2018 file photo, author J.K. Rowling poses for photographers upon her arrival at the premiere of the film 'Fantastic Beasts: The Crimes of Grindelwald', in London. JK Rowling is publishing a new story called â??The Ickabog,â? which will be free to read online to help entertain children and families stuck at home during the coronavirus pandemic..The â??Harry Potterâ? author said Tuesday May 26, 2020, that she wrote the fairy tale for her children as a bedtime story over a decade ago. (Photo by Joel C Ryan/Invision/AP, File)
J.K. Rowling

Wurde ebenfalls ein Opfer der Cancel Culture: JK Rowling. Bild: AP

Die Meinungsterror-These ist jedoch umstritten, wie auch die Person von Bari Weiss. Sie sei nicht wirklich ein Opfer einer Cancel-Culture-Kampagne, heisst es aus Kreisen der Redaktion der «New York Times». Sie habe vielmehr die Gelegenheit am Schopf gepackt und für Werbung in eigener Sache missbraucht.

Der bekannte Publizist Pankaj Mishra bestreitet derweil die These eines Meinungs-Einheitsbreis. Das Gegenteil sei der Fall, so Mishra. Es herrsche eine Meinungsvielfalt wie noch nie, eine eigentliche «Kakophonie von neuen Stimmen».

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483Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Bruno Meier (1) 20.07.2020 08:02
    Highlight Highlight Dazu passt perfekt das Interview mit dem bekannten britischen Historiker Niall Ferguson in der NZZ vom März 2019. Warnung: ist keine leichte Kost, vor allem für Einige hier im Forum. Würde aber den Horizont erweitern, wenn man auch nur einige Aussagen ernsthaft (auch an sich selbst über)prüft.
    Ein weiterer Vorteil wäre, dass es weniger Blitze im Forum gäbe, so wegen Toleranz gegenüber Andersdenkenden etc.
  • louie louie 19.07.2020 14:34
    Highlight Highlight Einer der besten Artikel hier auf Watson der letzten Monate. Danke@Löpfe, dass sie das Thema sachlich und nicht verklärend angehen. Ich bin immer noch der Meinung, dass uns nicht jeder Hype von drüben beschäftigen muss. Dieses Thema ist aber wichtig und gehört öffentlich diskutiert.
  • Unicron 19.07.2020 11:54
    Highlight Highlight Es gibt es tatsächlich dass zu schnell geshitstormed wird. Ich finde es auch übertrieben wenn jemand gecancelt wird, nur weil er in den 80ern etwas homophobes gesagt hat.

    Aber dieser Artikel ist du pauschal geschrieben und bestärkt vermutlich all die Leute, welche denken dass Rassismus oder Homophobie eine legitime "Meinung" sind. Denn die sind es auch welche sich immer besonders laut auf die Meinungsfreiheit berufen.
    Aber das sind keine Meinungen. Und diese Leute dürfen getrost kritisiert werden.
    • DemonCore 19.07.2020 18:37
      Highlight Highlight Oh doch... es sind Meinungen. Vgl mit einem x-beliebigen Wörterbuch.
    • SeboZh 19.07.2020 19:11
      Highlight Highlight Wenn es keine Meinung ist, was ist es dann? Und ich vertrete weder Rassismus oder Homophobie... Aber leider ist es eine Meinung, und wenn man diese Personen nun aus der Öffentlichkeit und aus Diskussionen verstösst, nährt das nur deren Ansichten und sie verbreiten ihre Meinungen im Untergrund etc
    • Dirk Leinher 19.07.2020 23:00
      Highlight Highlight @unicorn
      Damit fängt es ja an, dass nur diejenigen Meinungen toleriert werden, welche aus einer bestimmten Sicht "legitim" sind. Sie haben gerade offenbart dass Sie ein Gegner der Meinungsfreiheit sind. Offensichtlicher geht es kaum noch.
  • soulpower 19.07.2020 11:53
    Highlight Highlight Als politisch unabhängig habe ich das Gefühl, dass die "cancel Culture" zur Zeit wohl eher aus links-liberalen bis neo-liberalen Kreisen gepusht wird, obschon der neo-liberalen Kreis irgendwo auch wieder auf den rechtskonservativ-kapitalistischen Kreis trifft. Aber eins geht bei der Diskussion ein wenig verloren: Es gab schon immer links- oder rechtslastige Medien, und wer für diese arbeiten wollte wusste auch immer klar, auf welches Gesinnungstum er sich einlässt. Von dem her ist diese "cancel culture" nicht unbedingt neu. Und ausgewogene Medien gibt es kaum noch, davon gibt es immer weniger.
  • Booker 19.07.2020 08:17
    Highlight Highlight Das ist aber in der Schweiz genauso. Bei den meisten Medien werden Leserbriefe resp. nicht dem linken Mainstream Journalismus entsprechende Leserbriefe und Meinungen nicht prubliziert. Watson ist da eher eine löbliche Ausnahme.
    • bbelser 19.07.2020 09:32
      Highlight Highlight Das Märchen musst du dir immer wieder laut selbst erzählen. Irgendwann glaubst du es.
    • Booker 19.07.2020 12:00
      Highlight Highlight Ja man kann auch einfach nur die rosarote Brille aufbehalten und an das Gute im Menschen glauben ... oder mindestens an das was man sehen und hören will ...
    • Juliet Bravo 19.07.2020 12:47
      Highlight Highlight Was für Medien konsumierst du denn, Booker? Schau doch mal in die NZZ.
  • Levi Vodica 19.07.2020 01:04
    Highlight Highlight Manche folgen einem bärtigen Mann, der Krieg führte und mordete um seine Macht auszudehnen und dabei mehrere Frauen gleichzeitig hatte, die jüngste davon 9 Jahre alt. Andere folgen einem Typen mit superhässlicher Frise, der ebenfalls Krieg in verschiedensten Formen führt, um seine Macht auszudehnen, wohl auch mehrere Frauen gleichzeitig hatte und laut eigener Aussage auch eher auf die jüngere (wenn auch nicht die ganz junge) Sorte Frau steht. Kritisiere ich den Islam, bin ich Nazi, islamophob und ein Spalter. Kritisiere ich Trumpfans, jubelt der Mainstream. Ist das auch Cancle Culture?
    • bbelser 19.07.2020 09:29
      Highlight Highlight Was ist "der Mainstream"?
      Ist der schiffbar?
      Wie genau kritisierst du den Islam, dass du so harsche Reaktionen erntest?
      Witterst du evt. schon dann Unterdrückung und "cancel culture", wenn du mal auf Widerspruch stösst?

      Sorry, dass ich dir nun auch noch meinen "Gesinnungsterror" und meine" Meinungsdiktatur" aufgezwungen habe.
    • Dirk Leinher 19.07.2020 11:33
      Highlight Highlight ja! Passend dazu finde ich zum Beispiel Thiel bei Schawinski, ein Paradebeispiel wie die MSM andere Meinungen versuchen zu diskreditieren - und wie der Schuss nach hinten losgehen kann.
      Play Icon
    • Levi Vodica 19.07.2020 12:04
      Highlight Highlight Dirk Leinher dachte bei meinem Kommentar genau an dieses Interview.

      Bbelser kein Problem, es sei dir verziehen :-D
    Weitere Antworten anzeigen
  • Dr no 18.07.2020 21:13
    Highlight Highlight Interessiert irgendeinen twitter? Ich verstehe nicht warum so ein Theater um shitstorms gemacht wird. Jemandem passt mrine meinung nicht. Und er kritisiert sie auf social media. So what? Warum leben die leute nicht im realen
    Leben, statt auf „Twitter“?
    • The Destiny // Team Telegram 19.07.2020 10:35
      Highlight Highlight Das Problem ist, dass Twitter die Leute im realen Leben einholt, wenn deine Persönlichen Informationen beim Mob im Internet herumgereicht werden gibt es kein stop mehr.
      Wenn du Glück hast, verlierst du deinen Job und Freunde nicht.
      Wenn du Pech hast wirst du komplett ruiniert.
    • derWolf 19.07.2020 10:59
      Highlight Highlight Die Meinungsfreiheit ist mehr als nur in Gefahr. Und steter Tropfen höhlt den Stein trifft hier voll zu, dass Resultat sieht man dann hier;

      Play Icon

    • M.ax 19.07.2020 19:18
      Highlight Highlight Man oh Man, etwa wie die Kinder von der Juso. Was Sie einfordern, verweigern Sie allen Anderen. "Schöne saubere Welt".
    Weitere Antworten anzeigen
  • yoh 18.07.2020 19:05
    Highlight Highlight *seufz* wo soll man hier anfangen ?

    - Die NYT ist nicht links, hat wesentlich dazu beigetragen Stimmung für den Krieg lm Irak zu machen und lässt immer wider rechts(radikale) in der Meinungsspalte Propaganda verzapfen.

    -Wie im Artikel erwähnt wurde Weiss nicht gecancelld sonder hat gekündet und steht nun umso mehr im Rampenlicht. (ironisch oder?)

    -Ein paar sehr laute linke auf Twitter machen noch keinen „Linken-Meinungsterror“ in den USA...

    Wie kann mann so ein Wort schon nur ernsthaft brauchen wenn man einen Tag später (zurecht) aufzeigt wie faschistisch Trump unterwegs ist ?
    • Quo Vadis 18.07.2020 21:41
      Highlight Highlight *seufzer zurück*

      Aber klar ist die NYT links. https://mediabiasfactcheck.com/new-york-times/
    • SeboZh 19.07.2020 19:21
      Highlight Highlight Genau so wie der Sozialismus nie schlecht war. Überall wo dieser bisher gelebt wurde, wurde er falsch gelebt. Liegt aber nicht an der Ideologie sondern an den Leuten....


      Ist ja wie bei Pipi Langstrumf, jeder macht sich die Welt, wie sie ihm/ihr gefällt
  • Stefan Sowieso 18.07.2020 17:27
    Highlight Highlight Erlebe ich auch. Früher sprach man landläufig von Zensur. Heute ist es political uncorrectness oder Genderoolitisches Verbrechen.
  • The Destiny // Team Telegram 18.07.2020 16:43
    Highlight Highlight Ein weiteres Beispiel fur Cancel Culture.
    Leute haben Meinungsverschiedenheiten, das bedeutet aber nicht, dass man die Meinung der anderen Person auslöschen darf weil man ihr nicht zustimmt.

    Hier ein gutes Beispiel
    https://www.thestranger.com/slog/2019/10/14/41683654/jordan-peterson-documentary-faces-cancelation-and-threats
    Weitere Antworten anzeigen
  • The Destiny // Team Telegram 18.07.2020 16:09
    Highlight Highlight 3
    Aktuell sorgt Cancel Culture allerdings für Ängste bei allen welche Socialmedia haben, ob sie nicht vor Jahren doch einmal etwas Grenzwertiges geschrieben haben, dass Jahre später ohne Kontext falsch erscheinen könnte.
    https://reclaimthenet.org/tulsi-gabbard-says-cancel-culture-creates-a-culture-of-fear/

    https://reclaimthenet.org/drift0r-n-word/

    https://reclaimthenet.org/swimsuit-contest-winner-loses-title-after-all-lives-matter-post/

    https://reclaimthenet.org/stephen-hsu-cancel-culture/

    https://reclaimthenet.org/jennifer-scheurle-false-accusations/
    • Rabbi Jussuf 18.07.2020 17:51
      Highlight Highlight So wie Trudeau, der wegen einem schwarz angemalten Gesicht in seiner Jugendzeit sich weiss wie entschuldigen musste um nicht unter die Räder des Shitstorms zu kommen.
      Oder Hamilton, der irgend was unwichtiges sagte für das er sich nachher wochenlang entschuldigen musste.
      Oder neulich: Lesben, die als rassistisch und sexistisch verschrien wurden, weil sie keine Dates mit Transfrauen wollten.
      Es wird immer absurder.
      Dass jemand erschossen wurde, weil sie sagte: all lives matter, ist den Journalien keine Zeile wert.
    • Maracuja 18.07.2020 20:31
      Highlight Highlight @Rabbi Jussuf: Es wird immer absurder.
      Dass jemand erschossen wurde, weil sie sagte: all lives matter, ist den Journalien keine Zeile wert.

      Primitiven Boulevard Blätter ist die Story durchaus eine Schlagzeile wert. Liest man diese dubiose Story, wird schnell klar, dass sich alles auf die Aussage des Verlobten stützt, der selbst zugibt, ebenfalls geschossen zu haben. Ob sich die Schiesserei tatsächlich so abgespielt hat, scheint mehr als fraglich.
    • Ueli der Knecht 18.07.2020 21:00
      Highlight Highlight "Dass jemand erschossen wurde, weil sie sagte: all lives matter, ist den Journalien keine Zeile wert."

      Aber zum Glück war Jussuf live dabei, und kann uns nun davon berichten, um seine Empörung zu kultivieren. Oder hat Jussuf diese Hetzgeschichte evtl. doch von einem schmierigen Käseblatt aus dritter Hand?
    Weitere Antworten anzeigen
  • The Destiny // Team Telegram 18.07.2020 16:07
    Highlight Highlight 2
    Es war gedacht für eine gute Sache damit Leute mit Einfluss nicht einfach mit allem wegkommen, aber leider wird es anders angewandt. Es wird versucht das Leben von Leuten zu zerstören weil sie einmal vor 5 Jahren das N Wort getweetet haben oder, weil sie in ihrer Jugend konservative Ansichten gehabt haben.
  • blueberry muffin 18.07.2020 15:53
    Highlight Highlight Auch hat John Oliver eigentlich in den ersten 5 Minuten bereits gesagt, was von der NYT zu halten ist.

    Für eine Analyse fehlt im übrigen komplett die Gegenseite und es wird quasi nur die Position von der reichen, konservativen oder faschistischen Elite in diesem Artikel wiedergegeben. Auch fehlt eine Synthese am Ende und der Standpunkt des Authors.
    Play Icon
    • The Destiny // Team Telegram 18.07.2020 16:15
      Highlight Highlight "faschistischen Elite"
      Wen meinst du damit?
    • blueberry muffin 18.07.2020 19:12
      Highlight Highlight @ TheDestiny Bannon zB.
    • blueberry muffin 18.07.2020 20:34
      Highlight Highlight Bannon zB?

      Siehe das Video falls unbekannt. Er ist aber bei weitem nicht der einzige. Trumps Staff hat einige, Trump selbst ist vermutlich zu dumm um Faschismus zu verstehen oder als Elite bezeichnet zu werden, aber wäre sonst ein weiteres Beispiel.
      Play Icon
  • blueberry muffin 18.07.2020 15:31
    Highlight Highlight Ist schon lustig. Einmal ist es der "Free Marketplace of ideas" - akzeptiert man das und kauft nur noch was man selbst für gute Ideen hält ist das dann "Cancel Culture" oder gar "Diktatur".

    Verstehe das wer will, sind ja komischerweise vorallem Millionäre die gerade bitterböse weinen.
  • S. L. 18.07.2020 15:05
    Highlight Highlight Das Problem am jetztigen Kapitalismus: Es wird so enden wie bei Monopoly. Einer hat alles, dafür keine zahlenden Kunden mehr. Aus dieser Form auszubrechen und etwas neues zu schaffen ist auf friedlichem Weg nicht möglich, zu gross die Macht derer die vom Status Quo profitieren. Es ist schön zu hören, dass die ersten beginnen zu merken, dass es so nicht für ewig weitergeht.
    • Peter Vogel 18.07.2020 17:24
      Highlight Highlight Was hat das mit dem Artikel zu tun?
    • Rabbi Jussuf 18.07.2020 18:00
      Highlight Highlight Sehr viel hat das mit dem Artikel zu tun. Es zeigt offen, worum es eigentlich geht: Um die Verbreitung einer marxistischen Ideologie, die aber erst einmal alles (Kapital) zerstören muss (Canceln, auf Null stellen). Rassismus, Antirassismus, BLM, Klima, Gleichstellung, etc sind nur die Vehikel, inhaltlich im Prinzip vollkommen belanglos. Das sieht man an den löcherigen, oder gar nicht vorhandenen Argumentationen, oder auch daran, dass man einen so dubiosen Fall wie Lloyd als Ikone stilisiert.
    • S. L. 18.07.2020 18:25
      Highlight Highlight @ P. V. Lesen sie den letzten Satz nochmal.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Black Cat in a Sink 18.07.2020 15:04
    Highlight Highlight Das alles erinnert mich irgendwie an „1984“, nicht das Jahr, das Buch
  • Relativist 18.07.2020 14:53
    Highlight Highlight Sorry, diese Diskussion ist sowas von banal. Beide politischen Spektren machen genau das selbst und bezichtigen einander gegenseitig die Meinung zu unterdrücken. "Go woke, go broke" oder "Boycott the NFL" noch ein Begriff? Niemandem wird die Meinung verboten. Als Manager müssen nun Mal ökonomische Faktoren über persönlichen Meinungen stehen. Wenn die persönliche Meinung von einem meiner Angestellten (m.E.) die ökonomische Zukunft meines Unternehmens beeinträchtigt, dann muss sie gehen. Sie darf immer noch die eigene Meinung haben. Einfach nicht auf Kosten meiner Unternehmung.
  • eddie_c 18.07.2020 14:39
    Highlight Highlight "Der Neoliberalismus ist eine Synthese aus Freiem-Markt-Liberalismus der libertären Rechten und der Bohème-Kultur der Linken."

    Bohème-Kultur im Neoliberalismus? Die linke Intellektuellen sind mehrheitlich der Democratic Party zuzuordnen, aber das heisst nicht, dass sie im wahrsten Sinne des Wortes "neoliberalen" sind. Sie verabscheuen den ungebändigten Kapitalismus.
  • Asmodeus 18.07.2020 14:18
    Highlight Highlight Viele der Kommentatoren hier haben das Gefühl man müsste jeden Dreck einfach Schlucken solange die Person die ihn rauslässt dabei höflich bleibt.

    Warum das Blödsinn ist, im Anhang gut erklärt.
    Benutzer Bild
    • The Destiny // Team Telegram 18.07.2020 17:02
      Highlight Highlight Hört sich nach der Unkrauttheroie an, oder wehret den Anfängen.

      Du merkst aber schon, dass durch das eliminieren von diversität ein Lokal zwar nicht zu einer "Nazi-bar" wird, aber der politische Diskurs wird dort genau so beschränkt sein wie in einer Nazi-bar wo keine "Marxisten" etc. erlaubt sind.
    • Juliet Bravo 18.07.2020 17:19
      Highlight Highlight Mit Nazis gibts keinen politischen Diskurs. Diskurs geht nur mit Leuten, die zumindest für Demokratie und Rechtsstaat sind.
    • Rabbi Jussuf 18.07.2020 18:03
      Highlight Highlight Juliet
      Genauso gibt es keinen Diskurs mit Linksradikalen.
      Die sind auch gegen Demokratie und Rechtsstaat.
      Nur hat es von denen viel mehr, als irgendwelche Nazis, die in Bars gehen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Turi 18.07.2020 14:04
    Highlight Highlight Viel spannender als die ganze peinliche woke-Diskussion finde ich das Zitat von Michael Lind zum Neoliberalismus. Die These, dass Neoliberalismus, also die herrschende Regierungsform rund um den Globus, eine Synthese von links- und rechtselitärer Ideologie sei, mit der der Mittelstand ausgebeutet werden kann.
    • eddie_c 18.07.2020 15:24
      Highlight Highlight Es gibt keine funktionierende Alternative zur demokratisch parlamentarischen Regierungsform und kapitalistischen Wirtschaftsordnung. Nicht Ideologien beuten Menschen aus, sonder Menschen tun es.
    • Firefly 18.07.2020 18:05
      Highlight Highlight "Nicht Ideologien beuten Menschen aus, sonder Menschen tun es. "

      Genau und darum sollten auch Menschen für ihre Meinungen Verantwortung übernehmen müssen und nicht irgendwelche Bezeichnungen oder Begriffe wie "Cancel Culture".

    • eddie_c 18.07.2020 19:35
      Highlight Highlight Nun, welche Meinung darf denn ausgeprochen werden? Welche Strafe wird dem "wrongthink" ausgesprochen? Wie wird ein nichtgewalttätiger Rassist bestraft?

      Die Woke Aktivisten empfinden kontroverse Rede als etwas gewalttätiges gleichzusetzen mit Körperverletzung.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Toni.Stark 18.07.2020 13:45
    Highlight Highlight In den USA hat sich der Ton sehr verschärft, aber auch hierzulande beobachte ich eine vermehrte Neigung unliebsame Meinungen zu diskreditieren. Linke Gruppierungen sind da sehr aggressiv und akzeptieren keine andere Sichtweise, wenn sie auch nur ein Jota von ihrer Ideologie abweicht. Besonders unglücklich erachte ich die Erweiterung des Antidiskriminierungs-Gesetzes, welches die Debatte um die Ehe für Alle erschwert, da viele Angst haben nun etwas zu sagen.
    • Liselote Meier 18.07.2020 16:45
      Highlight Highlight Geht ja auch nicht, entweder ist man für den Kapitalismus oder nicht.

      Ist genau gleich bei der Frage Krieg oder Frieden. Oder ob man Tiere töten darf oder nich. Das eine kann nicht neben dem anderen bestehen.

      Es existieren nun mal Gegensätze in dieser Welt.

      Man kann nur den Ring bestimmt wo der Kampf ausgetragen wird, der Vernunft nach nur mit demokratischen friedlichen Mitteln.





    • Firefly 18.07.2020 18:00
      Highlight Highlight @Toni.Stark hierzulande habe ich das anders erlebt. Die Aggression in der politischen Depatte wurde vor allem ab der 90er Jahre von rechter Seite verschärft. Da wurde Stimmung gegen Minderheiten gemacht und Parolen geführt. "Gutmenschen", "Scheininvalide", "Sozialschmarozer", um nur einige zu nennen.

      Daraufhin hat sich die "Gegenseite" nun radikalisiert und aggiert auch aggresiver, was ich persönlich nicht gut finde jedoch als Reaktion verstehe, vor allem im Hinblick darauf, dass die Rechte damit Efolg hatte.

      Nun über Aggression zu klagen und auf die Linke zu zeigen ist zu einfach.
    • Toni.Stark 18.07.2020 20:37
      Highlight Highlight @Firefly: Hier geht es um die Meinungsfreiheit. Die Recht hat zwar sehr geschmacklos solche Begriffe verwendent, aber nie gesagt, man dürfe dies und jenes nicht sagen. Dies kommt von der linken Seite. Fazit: Die Rechte ist geschmacklos, die Linke will vokabulartechnisch einiges verbieten.
    Weitere Antworten anzeigen
  • davej 18.07.2020 13:27
    Highlight Highlight Selber Schuld. Hätte man 1987 das "Fairness-Doktrin" Gesetz nicht abgeschafft, würde es heute solche Propaganda-Sender wie FOX-News nicht geben.
  • geissenpetrov 18.07.2020 13:08
    Highlight Highlight Soll eine Äusserung als Meinung gelten, muss sie begründet sein. Geschieht dies nicht, handelt es sich um eine Geschmacksbekundung.
    Der kognitiv flache Erzählrahmen rechter Ideologie beisst sich daran die Zähne aus. Sobald begründet werden soll, wieso dieses und jenes abzulehnen ist, würde man sich tatsächlich als Rassisten, Xenophoben oder schlicht als Verblendet outen müssen.
    So ist es nicht verwunderlich, dass es im Faschismus (als Gegenentwurf zur demokratischen Ordnung) genügt, die Zugehörigkeit zur richtigen Sache zu äussern - freilich ohne diese begründen zu müssen.
  • insert_brain_here 18.07.2020 12:52
    Highlight Highlight Ist es nicht unlogisch, dass sich Massenmedien einer schmalen angeblich linken Minderheit anpassen? Da lässt sich doch gar kein Geld verdienen?
    Wenn man allerdings in Betracht zieht, dass Zeitungen heute nicht mehr von Aboverkäufen sondern von Werbung leben nähert man sich der Wahrheit langsam an. Coca-Cola und Co. wollen ihren Namen nicht neben Meinungen sehen die sie für kontrovers halten.
    • geissenpetrov 18.07.2020 13:27
      Highlight Highlight Du schlussfolgerst, dass Medien sich nicht dem linken Gedankengut beugen, da diese nur einen kleiner Teil repräsentiert, hingegen multinationale Konzerne schon?
      Das ist komplett absurd, wenn man sieht, aus welcher politischen Ecke die Erfüllungsgehilfen der Konzerne entstammen.
    • Asmodeus 18.07.2020 14:19
      Highlight Highlight Schon seltsam, dass Coca Cola, die ihre Ware auch an Minderheiten verkaufen, nicht mit jemandem zusammen arbeiten wollen der gegen Minderheiten hetzt.
    • Swen Goldpreis 18.07.2020 15:20
      Highlight Highlight Das ist eine einleuchtende Erklärung, die aber leider falsch ist.

      Grosse Unternehmen wollen natürlich nicht mit Rassismus, Gewaltverherrlichung und so weiter in Verbindung gebracht werden. (Ich persönlich übrigens auch nicht...)

      Das macht aus den Grossfirmen aber kleine linken Akteure. Die meisten grossen Unternehmen sind eher rechts, weil das grössere Profite verspricht. In den USA sogar noch mehr als bei uns.

      Das Journalisten oft eher links sind, hängt eher damit zusammen, dass sie gut gebildet sind und oft auch aus den Sozialwissenschaften kommen.
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  • SeboZh 18.07.2020 12:38
    Highlight Highlight Das Problem wird hier ja nur zur Hälte beschrieben... Es gaht ja primär nicht nur um die Zensur im Internet, sondern darum dass Reporter, Schauspieler, Comedians etc nicht mehr gebucht werden oder nicht mehr gebucht werden sollen wenn deren Meinung nicht konform ist. Siehe Aquaman 2, johny depp, oder eben new york times etc
    • SeboZh 19.07.2020 19:53
      Highlight Highlight Zwar ein wenig zynisch wenn man sieht wer das Video erstellt hat 😉 aber dennoch, gutes Beispiel was cancel culture im Mittelalter war... Und wohin es evtl erneut führen kann
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  • Garp 18.07.2020 12:28
    Highlight Highlight Was mir auffällt, dass es immer mehr Schlagworte gibt um irgendwelche Leute abzuwerten undPropaganda zu betreiben. Die Schlagworte haben keinen Inhalt und über deren Inhalt und Definition sollte man zuerst einmal diskutieren.
    • geissenpetrov 18.07.2020 13:52
      Highlight Highlight Schlagworte sind die Werkzeuge des Faschismus. Liesst man "Genderwahn", "Meinungsdiktatur", "Gesinnungsterror", "linksgrün versifft" etc. handelt es sich nicht um Meinungen, sondern um den Versuch, der Zugehörigkeit zu einer bestimmten Sache Ausdruck zu verleihen. Zu einer anderen Zeit, an einem anderen Ort genügte hierfür ein "Sieg Heil". In beiden Fällen muss auf das geäusserte kein Argument dafür oder dagegen folgen, denn die Idee, dass bessere Argument würde sich durchsetzen, ist im Faschismus bekanntlich obsolet.
    • Turi 18.07.2020 15:27
      Highlight Highlight @geissenpetrov, im sinne einer gesamtheitlichen sicht müsste man anfügen, dass es dieselben schlagwörter auch auf der anderen politischen seite gibt. "Rechtspopulist", "Nazi", "Antifeminist", "Weisser alter Mann", "Rassist" etc.

      Es braucht dann auch keine Argumente mehr. Persönlicher Angriff und die Schlagworte reichen.
    • Juliet Bravo 18.07.2020 17:30
      Highlight Highlight Jemand, der dem „Nationalsozialismus“ anhängt, ist nun ganz einfach ein Nazi. Wie die damals.
      Jemand, der die Überlegenheit einer „Rasse“ über eine andere befürwortet, ein Rassist.
      Und so weiter. Da gibts keinen grossen Interpretationsspielraum.

      Das sind keine Kampfbegriffe.
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  • Demetria 18.07.2020 12:18
    Highlight Highlight Weiss provoziert gezielt um mehr Likes zu erhalten. Wir reden hier über die gleiche NY Times welche zu Sylvester genüsslich Rassenideologie und Sozialdarwinismus verbreitet hat. Glücklicherweise waren es gerade die jüdischen Leser die sich empörten obwohl der Artikel sie auf Kosten der Schwarzen an die Spitze der Evolution stellte: sie erkannten, dass man sie nur als Feigenblatt missbraucht. Es war nicht der erste und wie es nun scheint nicht der letzte Ausrutscher der NYT. Wer offen Nazi Eugenik/Sozialdarwinismus propagandiert hat kein Recht Councel Culture zu schreien: Guardian 2019Dec28
  • petrolleis 18.07.2020 12:13
    Highlight Highlight Werden hier nicht Fakten und Meinungen vermischt? Das eine hat ja dem anderen nichts zu tun, oder?
    • Toni.Stark 18.07.2020 13:45
      Highlight Highlight Fakten, Meinungen, wo ist da heute der Unterschied?
    • rodolofo 18.07.2020 14:20
      Highlight Highlight Auch Fakten kannst Du so sammeln, dass sie Meinungen bestätigen.
      Das sind dann sie manipulativen "Halbwahrheiten".
      Beispiel:
      Halbwahrheit: "Überproportional viele Ausländer sind kriminell."
      Unterschlagene Hälfte der ganzen Wahrheit:
      "Überproportional viele Ausländer sind arm, erhielten wenig Bildung und sind diskriminiert und rechtlos."
      Naheliegende Schlussfolgerungen aus der Halbwahrheit:
      Abgrenzen, ausgrenzen und ausschaffen!
      Schlussfolgerungen aus ganzer Wahrheit:
      Entwicklungszusammenarbeit, Integrationsförderung, Legalisierung, Amnestie, Menschenrechte, Völkerrecht, UNO, WHO, usw.
  • stadtzuercher 18.07.2020 12:04
    Highlight Highlight Du denkst, etwas cancel culture und etwas Hatz gegen Andersdenkende ist gut für die eigene Ideologie und gegen Trump, also unterstützt du sie.

    Was gerne vergessen geht, und auch Löpfe ignoriert: Rechtsstaat und Rechtsstaatlichkeit ist kein Naturgesetz.

    Wenn du mal die Unschuldsvermutung geltend machst aber sich keiner drum schert, dann denkst du vielleicht nochmal (zu spät) dran.
    • Firefly 19.07.2020 08:05
      Highlight Highlight Naja Trump auf höchste Ebene macht täglich Hatz auf andersdenkende mit einer riesen Plattform gebildet aus Anhängern und viel Geld im Nacken.

      Zum einen hat er Vorbildfunktion und zum anderen erzeugt Gewalt Gegengewalt.

      Auch wenn ich das nicht gut finde und Gewalt nie als eine Lösung betrachte, sehe ich die Umstände in denen Gewalt ensteht und versuche sie in mein Urteil miteinzubeziehen.

      Dies macht übrigens auch ein Rechtsstaat welcher seinen Namen verdient.
  • Share 18.07.2020 12:02
    Highlight Highlight Ein Stellvertreterkonflikt der weissen Elite, auf dem Rücken von Menschen ausgetragen, die sich ihrer bescheidenen Rechte und Mittel bedienen.
    Die Kunstinstallation von Hirschmann zu Beginn des Milleniums hat dies visionär auf den Punkt gebracht. Also, warum Hirschmann canceln?
    An anderer Stelle lese ich: „Nobel geht die Welt zu Grunde“, ein Fragment eines eigenhändig zerstörten Werks, das nach dem Tod des Schriftstellers, der sich zu Tode hungerte, noch gewinnbringend verwertet wurde. Seine Anstellung an einer Universität wurde übrigens auch gecancelt, weil der akademische Hintergrund fehlte.
  • hänsel & grimsel 18.07.2020 12:00
    Highlight Highlight Eine gewisse Gesinnungsorthodoxie ist auch den Kommentarspalten von watson nicht abzusprechen.
    • geissenpetrov 18.07.2020 13:54
      Highlight Highlight Begründung?
    • rodolofo 18.07.2020 14:23
      Highlight Highlight Und inwiefern siehst Du Dich als Dissident, oder gar Jesus?
    • Turi 18.07.2020 15:54
      Highlight Highlight @rodolfo, ich denke viele menschen sehen sich weder bei den linken Schneeflocken noch bei den rechten Anhängern von simplen Lösungen.

      Dein Kommentar ist insofern unangenehm, dass du den Kommentierenden grad in eine Schublade stecken willst, weil er sich etwas kritische Distanz leistet.

      Bleib doch sachlich, anstatt auf die Person zu spielen.
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  • AdiB 18.07.2020 12:00
    Highlight Highlight Ich habe das gefühl das hier viele nicht verstehen um was es geht. Die heute jungen priviligierten linken bewirtschaften nur noch drei themen, feminismus, rassismus und lgbt. Dabei geht eins vergessen, links bedeutet auch vielfalt. Ich bezeichne mich als links aber wurde auch schon als rechter bezeichnet. Weil lgbt und feminismus für mich keine priorität darstellen. Ich kämpfe für die arbeiterschicht. Was bringt es mir für gleiche löhne für mann und frau in chefetagen zu kämpfen wenn gewiesse hartarbeitende frauen wie eine krankenschwester zu wenig verdient. Links muss zurück zum fundament.
    • geissenpetrov 18.07.2020 14:05
      Highlight Highlight Die Parteien sind längst Teil dieses neoliberalen Irrsinns. Der Verdienst rechtsbürgerlicher Politik ist mitunter, dass Begriffe wie "Arbeiterschicht" nicht mal mehr die Juso in den Mund nimmt; zu marxistisch klingt es. Um trotzdem noch als progressiv wahrgenommen zu werden, fokusiert man sich vermehrt auf die von dir aufgezählten Dinge (die jedoch kompatibel mit dem Neoliberalismus sind, da ökonomisch verwertbar).
    • rodolofo 18.07.2020 14:31
      Highlight Highlight Einverstanden, bis zum Wort "muss".
      "Müssen" ist in der antiautoritären, linken Szene ein "No Go" und wird sofort gecancelled!
      Darum empfehle ich Dir, Deinen Vorschlag für die Abstimmung in der Vollversammlung abzuändern zu: "Ich finde, die Linken sollten sich wieder mehr um die Anliegen und Interessen der gesamten arbeitenden Bevölkerung (inklusive toxische Macho-Ärsche) kümmern. Was meint Ihr dazu?"
      ... ;)
    • d10 18.07.2020 15:04
      Highlight Highlight Du hast völlig recht @AdiB, aber die heutige Linke wird kaum mehr zurück zum Fundament gehen, dafür müsste schon eine neue Bewegung entstehen.

      @petrov dafür, dass die Linke nicht mehr die Arbeiterschicht vertritt kannst du nicht die rechtsbürgerliche Politik verantwortlich machen. Für fast alles andere aber nicht für das ;)
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  • Prolonomics 18.07.2020 11:43
    Highlight Highlight Schade gibt es hier nicht mehr "Cancel Culture" von "Cultural Marxists", sonst müssten hiesige Journalisten, die christ-konservative bis faschistische Verschwörungstheorien als aufgeklärte News servieren, hier vielleicht auch ihren Hut nehmen. Aber wenns in einer "linken Zeitung" steht... (kleiner Running Gag unter den Watson-Lesern, die von links und rechts keine Ahnung haben). Danke Pisti für deinen Beitrag, der öffnet hoffentlich ein paar Augen. Aber als professioneller Journalist hilft man sich, indem man am Schluss des Artikels noch darauf hinweist, dass es vielleicht nur Bullshit war.
  • Forest 18.07.2020 11:38
    Highlight Highlight Schon wieder diese first world problems? Ich hätte diese Diskussion nicht mal vor 20 Jahren verstanden. Heute mit FB, YT , Instagram oder Twitter ist einfach wie noch Nie zuvor eine "Meinung" in die Welt zu setzen.
  • Lucid_Interval 18.07.2020 11:36
    Highlight Highlight Spannender Input zum selben Thema. Wer gerade 30 Minuten Zeit hat, sollte sich das anschauen:
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  • Maracuja 18.07.2020 11:31
    Highlight Highlight < Bedroht die «Cancel Culture» unsere Meinungsfreiheit?>

    Wenn man die Kommentare hier liest definitiv nicht. Die Mehrheit ist explizit gegen diese Kultur und wird auch sofort sehr aktiv, wenn es auf Watson um Themen wie Rassismus geht. Da wird jede Meinung nieder geblitzt, die auch nur ein wenig links von der Mitte ist.
    • So oder so 18.07.2020 16:43
      Highlight Highlight Da wird jede Meinung nieder geblitzt, die auch nur ein wenig links von der Mitte ist...… so wie bei 20min ?
    • Maracuja 18.07.2020 20:18
      Highlight Highlight So oder so: … so wie bei 20min ?

      Bei gewissen Themen geht‘s tatsächlich zu wie bei 20min.
    • So oder so 19.07.2020 00:34
      Highlight Highlight Bei welchen Themen ? Aha, ich denke mir welche - ja nach dem so sind wir halt. Ich finde gerade bei diesem Artikel sieht man eine Gesunde Verteilung an Blitzen/Herzen.
  • iPlan 18.07.2020 11:29
    Highlight Highlight Wenn man seine nicht mehrheitsfähig Meinung öffentlich äussert gibt es halt auf Twitter ein wenig Gegenwind, was ist daran so schlimm. Beim Artikel im Harper's Magazine geht es mehr darum eine Elite will dem gemeinen Volk das Wort verbieten wie es in Diktaturen üblich ist.
    Leider geht es auch bei uns in diese Richtung wo Bundesrätinnen zu aussagen hinreissen lassen dass Hass keine Meinung ist, damit verbietet man eigentlich nur Andersdenkenden die Meinung. Als Liberaler darf jeder mein Statement blitzen, kein Problem damit.
    • The Destiny // Team Telegram 18.07.2020 17:20
      Highlight Highlight Schlimm ist daran nichts, ausser der "ein wenig Gegenwind" schreibt deinem Arbeitgeber und du bist ende Monat Arbeitslos.
  • ueberfluessig 18.07.2020 11:28
    Highlight Highlight vielleicht bin ich zu dumm, aber:
    was hier so vollmundig neudeutsch beschrieben wird, würde ich einfach darauf reduzieren:
    früher nannte man das die grenzen, die einem der anstand setzt.

    es wird diffarmiert, gelogen, beleidigt bis hin zu morddrohungen ...

    dass grenzen gefordert werden, ist die folge davon.

    eigentlich ist es grundsätzlich nonsens: wenn freie meinungsäusserung, dann sowieso für alle? dann darf auch kritisiert werden? dann darf ich auch der meinung sein, dass deine meinung nicht relevant ist?

    sorry, dass alles ist so afd-style ... die zelebrieren das schon länger.
  • De-Saint-Ex 18.07.2020 11:27
    Highlight Highlight Was hier wohl in den Kommentaren zu lesen wäre, hätten die „linken“ Medien die „cancel culture“ etwa bei Fox denunziert. Dass sich etwa Fox-Leute erlauben, diesen Ausdruck schon nur in den Mund zu nehmen, zeugt von Übermut, Grössenwahn und Arroganz. Alle Mitarbeiter, die Trump-kritisch waren, mussten den Hut nehmen. Das scheint sich dort etwas abzuschwächen, jetzt wo sie befürchten, dass mit Trump‘s Abwahl auch ihre Felle davonschwimmen könnten. Verlogener geht nicht.

    Ich kann diese ganze Diskussion schlicht nicht ernst nehmen.

    Geniesst das sonnige Wochenende.
    • Max Dick 18.07.2020 11:50
      Highlight Highlight Als ob Watson darüber nie berichtet hätte....ich finde es ein ganz wichtiges Thema. Man kann nicht den Rechten (z.B. Fox) etwas gross vorwerfen, was dann ähnlich Gesinnte genauso handhaben. Den Artikel des republikanischen Senators fand ich sehr schlecht - aber noch schlechter fand ich, dass dann der zuständige Ressortleiter den Hut nehmen musste. Wahre Meinungsfreiheit bedeutet auch, dass Meinungen akzeptiert werden, die man selbst zuwider findet.
    • bbelser 18.07.2020 12:18
      Highlight Highlight Heute hat ein Foxnews-Fritze in einem Interview Trump widersprochen.
      Oh Wunder!
      Konsequenz:
      Das Interview wurde unterbrochen. 😂
      'nuff said.
    • De-Saint-Ex 18.07.2020 13:37
      Highlight Highlight Völlig daneben. Die NYT hat sich bei ihrer Leserschaft für etwas entschuldigt, was ihr nicht entspricht. Das wird bei Fox garantiert nie passieren, weil die gar nicht erst auf die Idee kommen, etwas zu senden, das nicht in ihr Weltbild passt. Dafür verbreiten sie „Unwahrheiten“ am Laufmeter, täglich.
      Die NYT IST nicht Amerika. Wird von „fly over“ Amerika nicht gelesen.
  • Sapere Aude 18.07.2020 11:26
    Highlight Highlight Bari Weiss ist das beste Beispiel für die heuchlerische Haltung der Rechten gegenüber Cancel Culture. Sie hat ihren Job gekündet und will nun ihre Karriere damit pushen, dass sie sich als Opfer von Cancel Culture aufspielt. Während dessen sie im Studium versucht hat, die Entlassung von von israelkritischen Professoren zu erwirken. Die rechten Schneeflöckchen schreien immer gleich Cancel Cultur, wenn man sie wegen ihrer politischen Meinung kritisiert und sind gleichzeitig jene, die am meisten Cancel Culture betreiben.
    • mbr72 19.07.2020 21:16
      Highlight Highlight Einer der wenigen Beiträge, welcher aufzeigt, was für eine Person Weiss wirklich ist. Aber scheinbar fallen alle drauf rein...
  • Pisti 18.07.2020 11:18
    Highlight Highlight Freut mich dass man auch auf Watson mal ein Artikel über die Cancel Culture liest.
    Roger Köppel berichtet in seiner Sendung Weltwoche Daily bereits seit Wochen darüber.
    Macht mir den Anschein dass es nun auch immer mehr Journalisten des Mainstreams unwohl wird, wenn ihre Kollegen ans Messer geliefert werdennur weil ihre Meinung nicht die selbe ist, wie von ein paar Dauerempörten und Extremisten auf Twitter. Das gibt Hoffnung, das die Meinungsvielfalt wieder erwacht in den Mainstream-Medien.
    • Gurgelhals 18.07.2020 11:42
      Highlight Highlight Haha, Köppel. Ein autoritär gepolter, anti-liberaler Rechtsaussen, der
      ...in seinem Käseblatt gerne mal Göring und Franco verharmlost
      ...auch sonst massgeblich zur allg. Vergiftung der Debattenkultur im Land beigetragen hat
      ...in seiner Freizeit in Chemnitz auch mal mit bekennenden Nazis mitläuft (natürlich rein als Beobachter, versteht sich)
      ...finanziert wird von einem verbitterten alten Multimilliardär, welcher mindestens genau so autoritär und anti-liberal gepolt ist.

      Dieser Köppel also als heroischer Verteidiger von liberaler, aufklärerischer Diskussionskultur.

      Dass ich nicht lache.
    • So oder so 18.07.2020 11:57
      Highlight Highlight Lol - Köppel verkörpert die Dauerempörten die noch so gerne nach unten Treten. Und wenn sie es mit gleiche Münze zurückbezahlt bekommen fliehen sie in die Opferrolle - die Armen.
    • AdiB 18.07.2020 12:09
      Highlight Highlight Stop. Nein, roger köppel verwendet das wort falsch. Roger köppel will nur beleidigen diffarmieren können ohne das ihm einer was sagt.
      Hier gehts um linke die anderen linken die themen aufzwängen wollen.
      Ich bin links und mein kernthema ist die arbeiterschicht. Was für heutige moderne und priviligierte linke kein kernthema ist. Jetzt versuchen diese priviligierten linken mir ihre anliehen aufzuzwänhen oder werden mich in die rechte ecke rücken.
      Aber wenn menschen die gerne andere diffarmieren die cancel culture dazu verwenden um zu sagen was sie nicvt sagen können, dann...😂
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  • HabbyHab 18.07.2020 11:01
    Highlight Highlight Schon witzig. Da wird rassistischen und homophoben Menschen/Organisationen mal etwas Gegenwind gegeben, und schon beginnen diese, loszuflennen wegen "Meinungsfreiheit". Dabei ist es auch nur Meinungsfreiheit, denen zu sagen, was man von ihnen hält, und andere darauf aufmerksam zu machen, was das für Menschen sind..
    • Max Dick 18.07.2020 11:51
      Highlight Highlight HabbyHab hat's nicht kapiert. Es geht nicht darum, dass diese Meinungen nicht mit Argumenten bekämpft werden können. Es geht darum, dass niemand dafür entlassen werden darf, wenn er eine andere Meinungsäusserung überhaupt erst akzeptiert.
    • HabbyHab 18.07.2020 12:21
      Highlight Highlight -->"andere darauf aufmerksam zu machen, was das für Menschen sind" und Leute entlassen, die andere bei ihnen menschenverachtende Meinungen verbreiten lassen, ist ganz okay.
    • Max Dick 18.07.2020 13:05
      Highlight Highlight So sprechen und handeln sie in Diktaturen auch.
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  • smartash 18.07.2020 10:58
    Highlight Highlight Da kommen sie wieder, diese „das wird man ja noch sagen dürfen“ Typen und beklagen sich über mangelnde Meinungsfreiheit. Was sie aber wirklichen meinen ist: es soll ihnen gefälligst niemand widersprechen.

    Meinungsfreiheit bedeutet halt nicht nur, dass man selber seine Meinung zu allem sagen darf, sondern auch, dass andere Leute einem widersprechen und kritisieren dürfen

    Das scheinen viele nicht so ganz zu kapieren
    • stadtzuercher 18.07.2020 12:07
      Highlight Highlight @smartash, wenn Professoren und Journalisten entlassen werden, dann deshalb weil sie ihre eigene Meinung gesagt haben. Nicht weil sie andere Meinungen nicht toleriert hätten.

      Ist es so schwierig, einen Text zu lesen und zu verstehen?
    • Mate 18.07.2020 12:46
      Highlight Highlight Was ebensoviele nicht kapieren ist, dass es hier nicht um die faktenbasierte Kritik geht. Es geht darum, dass man mit kritischer Meinung um seine Anstellung und das soziale Ansehen fürchten muss.
      Und das es bei weitem nicht nur wirkliche Rassisten und Sexisten trifft, dafür gibt es genug Beispiele.
    • Asmodeus 18.07.2020 13:24
      Highlight Highlight Das krasse ist dass gerade Leute wie Rowling, die Milliardäre sind und Millionen von Menschen haben die ihnen zuhören sich darüber beschwerden man würde ihnen die Möglichkeit nehmen sich zu äussern.

      Allein schon der brunzdämliche Titel bei ihrem Foto.
      "Wurde ebenfalls ein Opfer der Cancel Culture: JK Rowling"

      Oh ja. Die Milliardärin in ihrem Schloss mit 14 Millionen Twitter Followern ist ein ganz armes Huscheli und Opfer. Diese pöse pöse Cancel-Culture macht ihr das Leben zur Hölle wenn sie doch nur ein wenig transphobe Hetze verbreiten will.
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  • Madison Pierce 18.07.2020 10:52
    Highlight Highlight Leider gab es auch in der Schweiz solche Fälle. Dass die Post beim kleinsten Gegenwind eine Influencerin entlässt oder die Migros Papiertaschen vernichtet ist peinlich, aber das sind (zumindest halb-)private Firmen.

    Schlimm finde ich, wenn an öffentlichen Unis Redner nicht auftreten können, weil sie die "falsche" Meinung vertreten. An Unis muss alles diskutiert werden können, solange es gegen kein Gesetz verstösst. Man muss mit der Politik des IWF nicht einverstanden sein, man muss die Rede von Christine Lagarde nicht mal hören, aber man muss sie tolerieren.
    • Stefan Morgenthaler-Müller 18.07.2020 10:59
      Highlight Highlight "Schlimm finde ich, wenn an öffentlichen Unis Redner nicht auftreten können, weil sie die "falsche" Meinung vertreten."

      Bitte konkretisieren. Wer wollte worüber an welcher Uni reden? Warum wollte man die Person nicht reden lassen?

      Dürfte Ihrer Ansicht ein Holocaustleugner an der Uni eine Rede zum Holocaust halten?
    • smartash 18.07.2020 11:35
      Highlight Highlight @Madison Pierce „An Unis muss alles diskutiert werden können, solange es gegen kein Gesetz verstösst.“

      Nein nein nein. Muss es nicht!
      Gewisse Dinge (zB Flath Earth Theorie, Kreationismus, Holocaustleugnung, usw) hat einfach keine Berechtigung um an Unis diskutiert zu werden....
    • Sälüzäme 18.07.2020 11:45
      Highlight Highlight @SMM: zu ihrer letzten Frage: im Prinzip ja, die Frage ist, zu welchem Zweck er das machen darf, denn an Unis sollen und müssen auch solche Sachen diskutiert werden.
    Weitere Antworten anzeigen
  • smartash 18.07.2020 10:45
    Highlight Highlight „Diese These wird von der populistischen Rechten eifrig und gerne aufgenommen. Kein Abend, an dem Fox-News-Moderatoren wie Sean Hannity, Tucker Carlson und Laura Ingraham nicht gegen den angeblichen Meinungsterror einer elitären Linken wett“

    Die hetzen gegen alles was links ist. Das heisst nicht, dass sie die These als ganzes unterstützen. Schließlich sind diese rechten, steuersenkende, antiregulierende Populisten durch und durch neoliberal
    • Steibocktschingg 18.07.2020 12:59
      Highlight Highlight Es ist vor allem ein super Vorwand, mal wieder zu hetzen. Wären die an einer konstruktiven Diskussion interessiert, würden sie konkrete Beispiele aufzählen und kritisieren.

      Eins dafür: Einige Professoren wurden anscheinend gefeuert, weil sie gewagt hatten, über die Vergangenheit zu berichten und dabei zu erwähnen, dass es damals die Sklaverei gab. Das sei rassistisch!!!11 Sorry, aber solange ein Prof das nicht klar als "gute Zeit" bezeichnet, macht er/sie nur seine/ihre Arbeit.

      Aber eben, für so differenzierte Meinungsäusserungen fehlen den Rechten meist die Fähigkeiten...
    • smartash 18.07.2020 13:33
      Highlight Highlight „Einige Professoren wurden anscheinend gefeuert, weil sie gewagt hatten, über die Vergangenheit zu berichten und dabei zu erwähnen, dass es damals die Sklaverei gab“

      Klingt nicht sonderlich glaubwürdig. Was hast du für Quellen?
      Und bildest du dir deine Meinung auf Grund von Dingen die „anscheinend“ passiert sind?
  • Quo Vadis 18.07.2020 10:39
    Highlight Highlight Und ich wollte dem Watson Team bereits letzte Woche die Barri Weiss Geschichte ans Herz legen.. muss aber zugestehen ich hätte nicht gedacht dass ihr tatsächlich den Willen oder das Interesse habt über die ganz klar existierende Cancel Culture und die 'Oberwoke-igen' Social Justice Warriors zu schreiben.

    Wie ich schon mal schrieb, wir steuern klar auf ein 'Kauft nicht bei Juden 2.0' zu. Hierbei genügt es nicht nur gegen Rassismus zu sein, sondern man muss aktiv dagegen kämpfen, sonst ist man insgeheim ebenfalls bereits ein Rassist. Ganz gefährlich was auf uns zukommt.
    • bbelser 18.07.2020 12:33
      Highlight Highlight Du hältst das informierte und rationale Entwickeln politischer Einsichten für eine Gefahr analog der Stigmatisierung der Juden im Nationalsozialismus? Begründung?
      Und für dich genügt es, gegen Rassismus zu sein, aber nicht politisch dagegen vorzugehen?
      Du hältst Widerstand gegen Diskriminierung für eine Gefahr? Für wen?
    • Rabbi Jussuf 18.07.2020 14:26
      Highlight Highlight bbelser
      Hast du Quo Vadis Beitrag extra umgeschrieben, damit du dann drauf hauen kannst?
      Leider hat QV völlig recht! Die Entwicklung ist schon eine Weile zu sehen, angefangen mit: Kauft nicht bei AfD Leuten und weitergehend die Zerstörung deren Büros/Lokale. Das geht weiter und zwar schnell! Erst vor ein paar Tagen wurde das Büro eines MdB in Berlin zerstört, weil er nicht ganz die Mainstream Meinung vertrat. Das war aber einer aus der SPD - nicht mehr nur AfD.
    • bbelser 18.07.2020 15:06
      Highlight Highlight Du vergleichst die offiziell angeordneten Pogrome gegen jüdische Geschäfte und Synagogen und die vom Nazi-Staat betriebene systematische Entrechtung, Ausplünderung, Inhaftierung und Ermordung von Millionen Juden tatsächlich mit Vandalenakten einiger verwirrter Extremisten gegen Büros von AfDlern? AfDler, die genau die beschriebenen Gräueltaten heute verharmlosen und damit die letzten lebenden jüdischen Nazi-Opfer aufs Schändlichste beleidigen.
      Sorry, ich schätze dich sonst als zumeist ernsthaft argumentierenden Diskussionspartner, aber das ist vollkommener Verhältnis-Blödsinn und bullshit.
    Weitere Antworten anzeigen
  • De-Saint-Ex 18.07.2020 10:38
    Highlight Highlight „Danke“ dafür, dass wir jetzt noch einen weiteren Ami-Unsinn à la „woke“ und „cancel culture“ in unserem Sprachgebrauch übernehmen dürfen.
    Das gibt es hier übrigens schon seit einer Ewigkeit und kommt ohne Anglizismus aus: Erwartet hier ernsthaft irgendjemand, dass in einer Weltwoche zu lesen wäre, ein Ja im September könnte zu einem Selbstmordkommando werden? Oder in der Woz dasselbe bei einem Nein?
    • Gurgelhals 18.07.2020 11:00
      Highlight Highlight Mich irritiert am Begriff "woke" vor allem, weil er suggeriert, dass die Entwicklung eines politischen Bewusstseins eine Art quasi-religiöses Erweckungserlebnis ist ––– und nicht ein rationaler Akt des Verstehens, der Einsicht. Für mich zeugt das vor allem von einem unreifen Verständnis davon, was eigentlich die Grundlage von mündigem, aufgeklärtem Denken und Handeln ist oder zumindest sein sollte.

      Ist halt auch wieder so eine typisch amerikanische Geschichte, welche auf die ultra-protestantische DNA dieser Nation verweist...
    • Quo Vadis 18.07.2020 11:06
      Highlight Highlight Beängstigend dass du dich über die Anglizismen aufregst, nicht aber über den klar existierenden und vorpreschen den Trend..
    • Juliet Bravo 18.07.2020 12:20
      Highlight Highlight Danke Gurgelhals. Auch lustig, dieser Begriff wird hierzulande übersetzt sogar von Anhängern von Verschwörungserzählungen verwendet. Dort, oder eben in den evangelikalen Zusammenhang, passt er definitiv besser hin, als in einen aufgeklärten politischen Diskurs.
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  • Kunibert der Fiese 18.07.2020 10:37
    Highlight Highlight
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    Ein etwas längeres, aber sehr gutes video zu diesem thema von contrapoints. Sie erzählt darin auch von eigenen erfahrungen, die sie als transfrau in der trans-community hatte.

    Halt auf englisch. Aber es lohnt sich.
  • Do not lie to mE 18.07.2020 10:34
    Highlight Highlight Diese Entwicklung vollzieht sich auf allen Ebenen der Gesellschaft. Wie im Sozialismus üblich, wähnen sich die Protagonisten des Totalitarismus im Besitz der absoluten Wahrheit. Das ermöglicht es ihnen, jede Handlung, jedes Verbrechen zu rechtfertigen. Jeder Aufrechte sollte sich darüber im Klaren sein, dass auch für ihn noch die Möglichkeit besteht, einen Stern tragen zu müssen, eine Tätowierung zu bekommen und eine Deportation zu erleiden.
    • bbelser 18.07.2020 10:53
      Highlight Highlight Ach, der Sozialismus ist die weltweit beherrschende Ideologie und Regierungsform?
    • phreko 18.07.2020 11:00
      Highlight Highlight Nachdem die Rechten eigentlich immer irgendwelche Pläne haben Leute einzusammeln und in Lager zu stecken (z.b. abgewiesene Asylbewerber) kehrst du das ganze Orwellisch in die umgekehrte Richtung und unterstellst dieses Denken, denjenigen die es bekämpfen. Ist völlig gaga, mehr kann man kaum dazu sagen. Argumentierst auf Fox News Niveau!
    • Quo Vadis 18.07.2020 11:31
      Highlight Highlight Phreko: Mit solchen Beispielen schiesst du dir ins eigene Bein. Mit Lagern haben eigentlich sozialistische/kommunistische Staaten eigentlich mehr Erfahrung.
      Ein Blick in die Geschichtsbücher würde dir die Augen öffnen.
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  • Skeptischer Optimist 18.07.2020 10:26
    Highlight Highlight Mishra hat recht.

    Die Debatte ist - wieder einmal - ein typisch amerikanisches Affentheater.

    Im Stillen lechzt die veröffentliche Meinung dort nach Konformismus, traut sich aber nicht dies auszusprechen, weil die Fake Ideologie der Möglichkeit zur individuellen Selbstbestimmung zu den Gründungslügen gehört.

    Amerika ist als Idee am Ende. Die Kakophonie die Mishra beschreibt dokumentiert dies.
    • Toerpe Zwerg 18.07.2020 12:22
      Highlight Highlight Dass Amerika als Idee am Ende sei, hört man seit 75 Jahren - Wunschdenken diktiert die "Analyse".

      Die USA bleiben in einer neuen bipolaren Weltordnung der Fixstern der Demokratie und Rechtsstaatlichkeit. Diese Idee ist mitnichten am Ende.
    • bbelser 18.07.2020 15:21
      Highlight Highlight @Toerpe: der "Fixstern der Demokratie und Rechtsstaatlichkeit" wird gerade von einem Troll-Clown und seinen willfährigen Helfershelfern der GOP nach Strich und Faden zerlegt.
      Das Vakuum, das Donald und seine korrupten Spiessgesellen produzieren, wird gerne von den Autokraten Xi und Wladi ausgefüllt.
    • Skeptischer Optimist 18.07.2020 15:21
      Highlight Highlight In der Tat diktiert Wunschdenken die Analyse, die die USA als “Fixstern der Demokratie und Rechtsstaatlichkeit“ beschreibt.

      Rhetorik, die von Mike Pompeo stammen könnte, dem Propheten von Amerikas „essential rightfulness“.

      Fehlt nur noch der Hinweis auf überlegene Umsetzung der Menschenrechte und dem himmlischen Mandat die Welt zu beherrschen, notfalls mit brutaler Gewalt.
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  • bbelser 18.07.2020 10:17
    Highlight Highlight Bin immer wieder bass erstaunt. In den USA regieren(!) momentan Rechtspopulisten, die mit viel Getöse um Nichtigkeiten ihre eigentliche Agenda verschleiern und oftmals kaum diskutiert durchsetzen: soziale Standards aushebeln, Steuern für Reiche senken, Umweltschutz canceln, demokratische Kontrolle unterlaufen, staatliche und globale Institutionen schwächen, Medien mundtot machen (Fake News!), internationale Beziehungen zerstören. Diese Abrissbirnen-Liste kann noch beliebig verlängert werden.
    Wer sich dagegen öffentlich wehrt, ist dann linker Meinungsterrorist? McCarthyismus? WTF?
    • PeteZahad 18.07.2020 10:38
      Highlight Highlight Es geht darum, dass ein Medium wie die NYT die vorhandenen MEINUNGEN (ob man die nun mag oder nicht) abbilden sollte. Dies geschieht in Form von Kommentaren. Ein Kommentar ist nie neutral, da er die Meinung des Schreibenden wiedergibt. Auch auf Zeitungsreaktionen sollten, nein müssen verschiedene Meinungen vorhanden sein und akzeptiert werden und sollten weder von der einen noch der anderen Seite unterdrückt werden. Das heisst ja nicht, dass der Leser sich nicht selbst ein Bild machen kann, ausser dieser kann nicht zwischen Kommentar und Artikel unterscheiden.
    • Toerpe Zwerg 18.07.2020 10:38
      Highlight Highlight Die Cancel Culture ist real und schlicht die andere Seite der Medallie. Sie ist nicht minder pupulistisch und nicht minder "gefährlich".
    • bbelser 18.07.2020 11:03
      Highlight Highlight @Toerpe: ja, ist eine beliebte Strategie, das als gleichwertig hinzustellen. Dabei werden dann geflissentlich die realen Machtverhältnisse ausgeblendet. Shitstorms, Mundtotmachen in den sozialen Medien halte ich auch nicht für ungefährlich, aber bitte: vergleiche die realen Auswirkungen von Trumps Politik und von einem shitstorm auf social media aufs Alltagsleben in den USA.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Fredy Rechsteiner 18.07.2020 10:14
    Highlight Highlight Ich empfehle zu dem Thema den Film Paradogma. Jeder hat das Recht beleidigt zu sein. Wenn wir Meinungen nicht mehr aushalten kann es in Gewalt umschlagen.
    • Fredy Rechsteiner 18.07.2020 10:24
      Highlight Highlight Link auf Version mit deutschen Untertitel
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  • Stinkstiefel 18.07.2020 10:12
    Highlight Highlight Guter und wichtiger Artikel!
    Leider ist das Thema längst diesseits des grossen Teiches angekommen. Im Dezember letzten Jahres musste Prof. Bernd Lucke an der Uni Hamburg seine Vorlesung in Makroökonomie II unter Polizeischutz halten. Immerhin hat sich die Universitätsleitung hinter ihren Dozenten gestellt und einen Riesenaufwand betrieben, dass die Vorlesungen stattfinden konnten.
    • AdiB 18.07.2020 11:25
      Highlight Highlight Man muss vorsichtig sein und abwegen. Ein bernd lucke gehört zu der sorte mensch und das verheimlicht er auch nicht, wo am liebsten die freie meinungsäusserung abschaffen möchte. Ich fünde menschen wie ihm sollte man keine bühne zur verfügung stellen, da sie gefährlich sind. Einer sehr gefährlichen idiologie folgen.
    • Stinkstiefel 18.07.2020 13:28
      Highlight Highlight Bernd Lucke ist ein liberal-konservativer. Das ist eine legitime Position innerhalb des etablierten Politspektrums und hat gar nichts mit der Abschaffung der Meinungsfreiheit am Hut. Er ist offensichtlich zu wenig rechts für die heutige AfD, weshalb er aus ihr austrat und sie heute selbst als teilweise verfassungsfeindlich, fremdenfeindlich und rechtsextrem kritisiert.

      Hast du eigentlich Quellen für deine Anschuldigungen? Dass du Bernd Lucke pauschal in die rechtsextreme Ecke stellst und ihm die Plattform entziehen willst, trifft haargenau den Kernpunkt des Artikels. Etwas Reflexion bitte!
    • Rabbi Jussuf 18.07.2020 14:37
      Highlight Highlight Stinkstiefel
      Leider wird sich es nicht wiederholen, dass die Uni-Leitungen hinter solchen Professoren stehen werden. Es gibt bereits in DE unzählige Beispiele, wo das nicht mehr getan wird.
      AdiB
      Ich glaube, du weisst gar nicht wer Bernd Luke ist, geschweige denn, was er denkt. Einfach mal draufhauen... die Antifa wird schon das Richtige gemacht haben.
  • felixJongleur 18.07.2020 10:06
    Highlight Highlight Man kann das auch hier in der Kommentarspalte beobachten. Wehe man äussert sich kritisch betreffend den vermeintlich Guten - sofort wird einem unterstellt für die andere Seite zu sein. Schwarz - Weiss à la woke culture, bis man es irgendwann nicht mehr wagt, sich gegen kritisch ggü. der hier landläufig "richtigen" Meinung zu äussern.
    • bbelser 18.07.2020 10:33
      Highlight Highlight Ich bedauere die armen Rechtspopulisten auch immer, die jetzt aber auch gar nichts mehr unwidersprochen rauspöbeln dürfen, weil es diese penetranten "Gutmenschen" wagen, ihre Meinung ebenfalls zu äussern.
      Wir sollten unbedingt Therapiegruppen für woke-Geschädigte einrichten, das Leiden kann man ja nicht mehr mit sehen. Besonders dieses weltweite Verstummen der Rechtspopulisten entsetzt ja zutiefst...
    • Bert der Geologe 18.07.2020 10:41
      Highlight Highlight @felixJongleur: genau dazu sind doch Kommentarspalten da. Man darf kommentieren und dann wiederum den Kommentar kommentieren usw. Das wird Diskussion genannt. Wo ist dein Problem?
    • So oder so 18.07.2020 12:21
      Highlight Highlight Es wird sehr schnell in schwarz und weiss geurteilt. Häng auch mit dem Heutigen Medienkonsum zusammen - Push up Nachrichten! - alles muss schnell gehen - Konsumier schneller - informiere dich nicht am Abend oder am Morgen sondern Laufend - die Leute Lesen die Überschrift und haben ihre Meinung. So ein Super Cooler Linker der Natürlich schon die ganze Welt bereist hat erklärte mir wie Enttäuscht er von Obama sei wegen Guantanamo - Ja hast dich denn mal auseinandergesetzt wieso das mit dem Schliessen nicht geklappt hat - Nee, wieso auch.
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  • De-Saint-Ex 18.07.2020 10:06
    Highlight Highlight Fragt sich halt, was gemeint ist... die Freiheit eine Meinung zu äussern oder die Freiheit sich eine eigene Meinung zu bilden. Ich denke Mishra hat recht. Noch nie war es in den USA so einfach beides auszuüben. Proteste à la „Opfer“ Rowling sind lächerlich... ihre „Anliegen“ werden von hunderten „Meinungs“portalen getragen. Ihr fällt halt sonst seit Harry Potter nicht mehr viel gescheites ein... reine Geltungssucht.
  • Hades69 18.07.2020 10:03
    Highlight Highlight
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    • bbelser 18.07.2020 10:38
      Highlight Highlight Stell dir vor, sie wählen Trump ab und der ganze Rechtspopulisten-Quatsch hat plötzlich keine Öffentlichkeit mehr... Für die nötigen Therapien sollten wir jetzt schon ein paar Milliarden beiseitelegen.
    • Firefly 18.07.2020 12:09
      Highlight Highlight Das stimmt nicht ganz, du hast dann nur keine Plattform mehr um deine Meinung zu vertreten. In diesem Sinne ist jede politische Partei ein Hyperaktivist mit viel Geld im Rücken.
    • Toerpe Zwerg 18.07.2020 15:44
      Highlight Highlight Stell dir vor, sie wählen Trump ab und der ganze Linkspopulisten-Quatsch hat plötzlich keine Öffentlichkeit mehr...
    Weitere Antworten anzeigen
  • GetReal 18.07.2020 09:58
    Highlight Highlight Man erlebt es schon sehr gut hier (z.B. in Kommentarspalten), dass Personen persönlich angegriffen werden, die eine Meinung vertreten, die nicht "politisch korrekt" ist. Es wird sofort diffamiert: Rassist! Rechtspopulist! Klimaleugner! bösartiger Neoliberaler! Und nichts davon stimmt, aber es wird kritisch hinterfragt oder ein gesundes Mass an Vernunft und Balance eingefordert. Das finde ich bedenklich - denn das erste, was Freiheit ausmacht ist, dass man eine Meinung vertreten kann, ohne, dass man dafür angefeindet wird. Vielfalt ist die Basis für gute Entscheide - niederschreien niemals.
    • djupp 18.07.2020 10:19
      Highlight Highlight "das erste, was Freiheit ausmacht ist, dass man eine Meinung vertreten kann, ohne, dass man dafür angefeindet wird"

      Echt jetzt, das ist eine ganz neue Art von Freiheit - Freiheit von der Kritik. Es gibt kein Recht darauf, und das ist auch richtig so.

      Das wirklich spannende ist ja die Umkehrung, dass die, die immer von Political Correctness sprechen einfach keinen Widerspruch dulden. "Ich will 'Mohrenkopf' sagen können ohne dass mir dann jemand sagt ich sei ein Trottel".
    • Heijho 18.07.2020 10:41
      Highlight Highlight @djupp: schau dir die Kommentarspalten zu jedem X-beliebigen CH-Politiker an. Egal ob links/rechts oder alt/jung, Beleidigungen sind an der Tagesordnung. Beleidigungen haben nichts mit Kritik zu tun und sind einer sachlichen Diskussion auch nicht dienlich. Es ist wie bei einem Kind. Die Leute leben in ihrer Blase und mit Anfeindungen fühlt man sich in dieser Blase bestätigt und taucht mehr darin ab. Das ist der Tod jeder konstruktiven Diskussion. Google mal nach Daryl Davis. Schade gibt es nicht mehr Leute wie ihn.
    • Bert der Geologe 18.07.2020 10:43
      Highlight Highlight @djupp: wer hat dir Trottel gesagt? Facts please!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Macke 18.07.2020 09:58
    Highlight Highlight Danke für diesen Artikel. Was sich momentan abspielt, ist bedenklich. Twitter sperrt Feministinnen, jedoch werden Tweets mit pädophilem Inhalt akzeptiert. Forschungsgelder werden gestrichen, wenn die Forschung nicht in ein bestimmtes Narrativ passt, z. B. wenn man untersuchen möchte, weshalb so viele Teenagermädchen sich plötzlich als 'trans' definieren. Diese Entwickling zeichnet sich seit Jahren ab und ich bin froh, dass ihr dieses Thema aufgreift.
    • De-Saint-Ex 18.07.2020 10:22
      Highlight Highlight Wunderbares Beispiel: Du kriegst hier Blitze von jenen die exakt dasselbe monieren wie Du... aber für „ihre“ Anliegen.
    • Asmodeus 18.07.2020 11:36
      Highlight Highlight "Feministinnen"?

      Du meinst Leute wie Graham Linehan der seit JAHREN im Namen des "Feminismus" gegen Transmenschen hetzt?


      Es ist gut wenn TERFs wie ihm die Plattform für seine Hetze entzogen wird.
    • Siru 18.07.2020 19:03
      Highlight Highlight @GetReal
      Falls du falsch verstanden wurdest, liegt das wohl an deiner Formulierung:
      "Und nichts davon stimmt, aber es wird kritisch hinterfragt oder ein gesundes Mass an Vernunft und Balance eingefordert. Das finde ich bedenklich - denn das erste, was Freiheit ausmacht ist, dass man eine Meinung vertreten kann, ohne, dass man dafür angefeindet wird."

      Das liest sich so, als ob du kritisches Hinterfragen und die Forderung nach Vernunft und Balance? bedenklich finden würdest.
      Das erste, was Meinungsfreiheit ausmacht, ist die eigene Meinung sagen zu dürfen. Wozu Kritik gehört.
  • Ökonometriker 18.07.2020 09:51
    Highlight Highlight Gesellschaftlich macht mir in manchen Ländern schon auch Sorgen, wie stark die Meinungen polarisieren - und wie sehr sich auch die Medien polarisieren lassen. Kompromisse werden vermieden, die Leute leben in Filterblasen und meiden politische Gegner. So eine Entwicklung kann in Gewalt eskalieren oder in Autokratie enden. Der Demokratie ist das nicht förderlich.

    Das politische System der Schweiz vermeidet diese Problematik zum Glück elegant. Direkte Demokratie zwingt zu sachlichem Diskurs.
    • Nate Smith 18.07.2020 10:18
      Highlight Highlight "Direkte Demokratie zwingt zu sachlichem Diskurs.". Da muss man schon ein bisschen Husten. Ich habe so gut wie keinen politischen Diskurs zu Abstimmungen der letzten 15 Jahre als sehr sachlich wahrgenommen.
    • Firefly 18.07.2020 10:27
      Highlight Highlight @Nate Smith dies ist meiner Meinung nach den politischen Parteien geschuldet. Politische Parteien sind sowas wie die Zwischenhändler im politischen Raum die bestimmen und verdienen und die eigentlich nicht wirklich Systemrelevant sind sondern alleine dazu benutzt werden Einfluss zu nehmen und zu halten. Sie polarisieren sich immer mehr und verstehen politik als Kampf um Einflussnahme anstatt als Diskurs zur Problemlösung.
    • Shlomo 18.07.2020 10:32
      Highlight Highlight @Nate: nur weil du dich der Diskussion verweigerst ist der Diskurs nicht unsachlich.
    Weitere Antworten anzeigen
  • D(r)ummer 18.07.2020 09:48
    Highlight Highlight Danke für die Einordnung.

    Sind wir ehrlich... irgendjemand profitiert immer vom Hühnerhaufen.
    Da dürfte sich die Twitter-Journi-Bubble selbst an der Nase nehmen und nicht jeden der sagt "die Medien sind in Besitz von wenigen" niederknüppeln.

    Strategien aufzeigen, dann muss man auch weniger gegen Idiotie kämpfen.

  • Neutralier 18.07.2020 09:47
    Highlight Highlight Wenn man die Menschheitsgeschichte kennt und etwas mehr über Rassismus und Diskriminierung gelernt hat, weiss man das mehr als die super-"woke"- Menschen in ihrer eigenen Wahrnehmung leben. Eine differenzierte Meinung die von Mitte Links kommt, wird da gerne als "rechts" Betitelt oder verstummt. Ich musste in Bern lernen das ab einem gewissen punkt eine Sachliche diskussiom nicht möglich ist, da eine Seite alles verdreht um dich als "rechts" Oder unsensibel darzustellen. Da ich hier auf einer Teilweise sehr linken Zeitung kommentiere, wird dieser kommentar wohl ziemlich geblitzt ;)
    • Nate Smith 18.07.2020 10:17
      Highlight Highlight Der Kommentar wird geblitzt weil es einfach nicht stimmt. Differenzierte Meinungen von Rechts werden sehr wohl respektiert und auch diskutiert. Nur merken viele Rechte nicht dass ihre Meinung rassistisch und diskriminierend ist und sich jeglicher Differenzierung entbehrt. Daran sind aber nicht die Linken schuld.
      Reflexartige Ablehnung der anderen politischen Meinung gibt es übrigens entlang alles politischen Dimensionen.
    • Bert der Geologe 18.07.2020 10:50
      Highlight Highlight Mir geht dieses tumbe Gefasel von Links (= gut oder schlecht, je nachdem) und rechts (= gut oder schlecht, je nachdem) auf den Sack. Genau diese Schubladisierungen verhindern sachliche Lösungen. Letztendlich ist das auch eine Art Rassismus.
    • AdiB 18.07.2020 11:46
      Highlight Highlight Ich verstehe dich, ich wurde letztlich auch hier auf watson zu tote geblitzt und angefeindet weil jemand wieder mal die lgbt bei einem rassismus thema einbrachte. Die woke menschen haben einen kramphaften zwang bei jeglichen anliegen einer community, in dem falle der schwarzen gemeinschaft, die anliegen der lgbt rein zu zwängen. Ich habe das kritisiert, den es geht um rassismus an schwarzen und nicht um homosexuelle. Auch wurde ich dabei angefeindet weil ich sagte das homosexuelle auch rassisten sein können.
      Ich hoffe die blitzer lesen diesen artikel und machen sich gedanken darüber.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Firefly 18.07.2020 09:40
    Highlight Highlight Naja, in jeder Zeitung, jedem Medium, auch hierzulande wird entschieden, welche Fakten und Meinungen gedruckt bzw. published werden und welche nicht. Gewisse Richtlienien, ethischen und politischen Gehalts, stehen meist sogar in irgenwelchen Papieren und Leitfäden.

    Die Frage ist, soll darüber die Chefredaktion alleine entscheiden oder soll dies mehr demokratisch mit allen redaktionellen Mitgliedern entschieden werden.

    Ich verstehe jetzt nicht, wieso die demokratischere Version von beiden als "Cancel Culture" bezeichnet werden soll und die andere nicht. Ist dies politisch motiviert?
  • Nate Smith 18.07.2020 09:34
    Highlight Highlight Es gibt gewisse "Meinungen" die will ich einfach in nicht mehr hören. Dazu gehören Rassismus, Homophobie, Transphobie etc. Es hat Jahrzehnte gedauert ein kollektives Bewusstsein dafür zu entwickeln dass diese Meinungen falsch sind und wir müssen nach wie vor dafür kämpfen dass dies so bleibt. Ob canceln der richtige Weg dazu ist, weiss ich nicht. Jede Meinung einfach unwidersprochen zuzulassen "ist halt deine Meinung und respektiere ich" finde ich falsch.
    • Shlomo 18.07.2020 10:34
      Highlight Highlight Es nicht mehr hören wollen und sich somit der Diskussion verweigern, ist geradezu exemplarisch für den Ausdruck „in der Blase leben“.
    • Heijho 18.07.2020 10:47
      Highlight Highlight Googeln sie mal Daryl Davis. Das perfekte Beispiel dafür, dass"canceln" der falsche Weg ist.
    • LeChef 18.07.2020 10:57
      Highlight Highlight Und wie definierst du das? Ist Mohrenkopf rassistisch? Ist ein Schwulenwitz homophob?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Asmodeus 18.07.2020 09:33
    Highlight Highlight "cancel culture" sind Einflussreiche Leute die zu ihren tausenden/Millionen Lesern/Zuschauern rumheulen man würde ihre "Meinung" nicht akzeptieren.

    "Meinungen" die transphob, homophob, rassistisch etc. Sind

    Leute wie JK Rowling.

    Cancel Culture sollte richtig Callout Culture heißen weil man diese Leute nicht mehr mit ihrem Mist einfach so davon kommen lässt.
    • Nate Smith 18.07.2020 10:01
      Highlight Highlight Danke. So sehe ich es auch. Bei JK Rowling wurde im Grunde nur die politische Debatte über Transphobie geführt. Sie hat ganz bewusst und mehrfach, in vollem Bewusstsein ihres Sendungsradius, gegen Transmenschen gestichelt. Das darf sie tun, muss sich einfach auch der Konsequenzen bewusst sein. Ich werde sicher nie ein Buch von ihr kaufen weil ich nicht will dass mit meinem Geld solche Meinungen verbreitet werden. Da ich solche Meinungen auch nicht hören will, würde ich sie auch unfollowed. Nicht dass ich sie jemals followed hätte.
    • Macke 18.07.2020 10:04
      Highlight Highlight JK Rowling ist nicht transphob, im Gegenteil. Sie setzt sich dafür ein, dass Frauen über ihren Körper sprechen können und dürfen. Wenn das deiner Meinung nach transphob ist, dann sagt das mehr über deinen Frauenhass aus als irgendetwas sonst. Denn dann denkst du, dass es ok ist, wenn Männer darüber entscheiden, was eine Frau ist und dies auf ein Gefühl reduzieren und nicht auf eine biologische Tatsache.
    • aristocrat 18.07.2020 10:14
      Highlight Highlight Nicht jeder der Kritik an den radikalen Teilen der LGBTQ+ übt, oder deren Aussagen in Frage stellt, ist ein transphober Minderheiten Gasser.
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  • *sharky* 18.07.2020 09:27
    Highlight Highlight Mi-Mi-Mi... Opferrolle... mehr gibt es dazu nichts zu sagen.
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    • Stefan Morgenthaler-Müller 18.07.2020 12:54
      Highlight Highlight Wenn jemand einen Massenmord fordert, sharky, was für eine Reaktion würden sie vorschlagen?
    • Alnothur 18.07.2020 13:10
      Highlight Highlight Nichts verstanden hast du.
    • *sharky* 18.07.2020 15:08
      Highlight Highlight @ Stefan M&M

      um beim Stil von 'erzählmirnix' zu bleiben;

      "Du Arschloch, fange doch gleich bei Dir selbst an!"

      PS: na watson, meine Antwort immer noch zu offensiv?!
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  • Bruno Wüthrich 18.07.2020 09:26
    Highlight Highlight Teilweise auch bei Watson schon erlebt: Sämtliche Kommentarregeln eingehalten, aber Kritik geübt, = Kommentar nicht gebracht oder hinterher wieder gelöscht.

    Das Problem ist nicht die Meinungsvielfalt im Allgemeinen, sondern die Unterdrückung von Meinungen auf den einzelnen Portalen. Der Leserschaft wird eine einhellige Meinung vorgegaukelt: Weil alle so denken, muss es richtig sein.

    Auf anderen Portalen kann es jedoch gegenteilig aussehen. Wenn auch hier Meinungen unterdrückt werden, entstehen unüberbrückbare Meinungsdifferenzen in der Bevölkerung bis hin zu Feindschaften. Das ist schlecht!
    • Nate Smith 18.07.2020 10:05
      Highlight Highlight Meine Kommentare wurde auch schon nicht aufgeschaltet. Ich denke dass dies schnell geht und je nach Formulierung mal missverstanden werden kann und deshalb nicht durchkommt. Deshalb wittere ich aber keine Verschwörung gegen die Meinungsvielfalt. Es sind halt sehr viele Kommentare und beim Freischalten geschehen auch zufällige Fehler.
      Beim Tagi zum Beispiel wird Zynismus nie verstanden. Teils herrlich zynische Kommentare wurden noch nie aufgeschaltet ;)
    • CalibriLight 18.07.2020 10:36
      Highlight Highlight @Wüthrich -- nur sind wir hier in den Kommentarspalten keine Journalistinnen. Die Kommentarspalten bei watson haben mit Journalismus nichts zu tun.
    • Bruno Wüthrich 18.07.2020 12:47
      Highlight Highlight ... aber ev. mit unterdrückten Meinungen.

      Die Journalist*innen sind nicht die Einzigen, die Meinungen haben.
    Weitere Antworten anzeigen
  • rodolofo 18.07.2020 09:22
    Highlight Highlight Diese Grundsatzdiskussion ist sehr dringend!
    Wie immer im Leben befinden wir uns auch hier auf einer Gratwanderung zwischen den Extremabstürzen "US-Amerikanischer Ultra-Liberalismus", der nach dem Prinzip "Erlaubt ist das, was sich gut verkauft" funktioniert, auf der einen Seite und "Chinesische Total-Kontrolle", die nach dem Prinzip "Erlaubt ist das, was den Kommunistischen Parteibossen gefällt" funktioniert.
    Der "Goldene Mittelweg" zwischen "Meinungsterror" und "Experten-Dünkel" besteht darin, möglichst viel kreativ laufen zu lassen, aber auch mal entschieden Grenzen zu ziehen...
  • Daniel Caduff 18.07.2020 09:18
    Highlight Highlight Den Zusammenhang zwischen libertären Marktliberalen und linken Kulturschaffenden, die gemeinsam den Neoliberalismus bilden sollen, verstehe ich nicht.

    Bis jetzt verstand ich Neoliberalismus vor allem als Kombination aus antistaatlichem Marktliberalismus und Konservatismus.

    In den USA also zB Leute wie Mercer oder die Koch Brothers. Oder Trump.

    Jemand eine Erklärung?
    • Nate Smith 18.07.2020 10:06
      Highlight Highlight Links ist in den USA was bei uns FDP ist. Das ist die Erklärung.
    • Daniel Caduff 18.07.2020 10:20
      Highlight Highlight Mir ist klar, dass "Liberals" in den USA etwas anderes ist, als "Liberal" bei uns. Mich irritiert eher der Begriff "Elitäre Kulturschaffende", allerdings ist das ja die Übersetzung von Herrn Löpfe. "Linke Bohème Kultur" finde ich abee noch schwammiger.

      Auf die CH übersetzt sehe ich den Unterschied zwischen der nationalistisch-protektionistischen Linken (zB. gegen die PFZ, J. Badran oder C. Pardini) und der traditionelleren, internationalistischen Linken, wie etwa zB. dem überzeugten EU-Befürworter Lukas Bärfuss, welchen ich dann auch durchaus zur kulturellen Elite zählen würde.
    • Stinkstiefel 18.07.2020 10:36
      Highlight Highlight Neoliberalismus ist eigentlich ein breit gefasstes theoretisches Konzept in den Wirtschafts- und Politikwissenschaften. Historisch bot es gar die Grundlage für die Entstehung der sozialen Marktwirtschaft. Staatseingriffe wo der freie Markt versagt (Beispiel: Krankenversicherung) sind durchaus mit dem Konzept vereinbar.

      Deine Verwirrung kommt daher, dass der Neoliberalismus in den letzten Jahrzehnten zum Kampfbegriff der politischen Linken geworden ist und eine starke Bedeutungsverzerrung erfahren hat. Gerade Trump zum Beispiel hat mit dem eigentlichen Neoliberalismus überhaupt nichts am Hut.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Gubbe 18.07.2020 09:15
    Highlight Highlight Herr Löpfe, auch in der Schweiz gibt es die elitäre populistische Linke. Wann ich so lese, was Herr Wermuth, Juso usw. so verlangen, selbst aber in einer gut bezahlten Politikerblase leben, muss man nicht ins Ausland schauen.
    • Nate Smith 18.07.2020 10:06
      Highlight Highlight Natürlich. Nur dass es im Artikel überhaupt nicht darum geht?
    • _kokolorix 18.07.2020 10:49
      Highlight Highlight Wenn man zur rechtspopulistischen Elite guckt, stellt man fest, dass rund ein Viertel dieser (meist) Herren rechtskräftig wegen irgendwelchen Gaunereien verurteilt wurden. Wenn du dich von diesen Vertreten fühlst, dann kann ich das schlicht nicht verstehen, genau so wie du vermutlich nicht nachvollziehen kannst, dass für mich die Forderungen der SP keine Bedrohung meiner persönlichen Freiheit darstellen.
      So etwas nennt man dann wohl Meinungsfreiheit...
    • Gubbe 18.07.2020 12:17
      Highlight Highlight _kokolorix
      Vertreten werde ich von keiner politischen Seite. Ich höre und lese, wenn mir etwas gefällt ist das ok, ob links oder rechts der Mitte. Das hier eher linkslastig geschrieben wird und das Wort 'populistisch' der rechten Seite angehängt wird, stört mich. Meinungsfreiheit...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Stefan Morgenthaler-Müller 18.07.2020 09:12
    Highlight Highlight Es gibt Grundsätze, über die kann man nicht diskutieren oder eine Meinung haben.
    • Nate Smith 18.07.2020 10:07
      Highlight Highlight Jawohl. z.B. Menschenrechte.
    • ursus3000 18.07.2020 10:10
      Highlight Highlight Und das wäre ? Deine Meinung ?
    • aristocrat 18.07.2020 10:18
      Highlight Highlight Wer bestimmt wie diese Grundsätze aussehen? Um zu entscheiden, was wir als Gesellschaft gut finden, muss man doch darüber sprechen oder nicht?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Stambuoch 18.07.2020 09:11
    Highlight Highlight Ich habe dazu im SPIEGEL einen wunderbaren Satz gelesen und dieser sagt schon alles:

    "Meinungsfreiheit ist nur mit der Meinung der anderen zu haben"

    Sprich, wer sich für Meinungsfreiheit stark macht, muss damit leben können, dass es auch andere Meinungen gibt. Wer dies nicht kann, der hat das Konzept der Meinungsfreiheit nicht verstanden.

    (Natürlich immer im Rahmen der geltenden Gesetz und Normen wie dem Antirassismus-Gesetz etc.)
    • sealeane 18.07.2020 11:34
      Highlight Highlight Ich bin pro Meinungsfreiheit. Dies so deutet jedoch nicht das Meinungen unwiedersprochenbleiben müssen.
      Im Gegenteil echte Meinungsfreiheit antsteht erst durch austausch und Disskusion. Die Armee auf die eigene Bevölkerung hetzen zu wollen ist jedoch nicht eine Meinung sondern die Umsetzung führt regelmässig zu Anzeigen am Gerichtshof für Menschenrechte. Und das aus gutem Grund.
      Wenn grosseteile einer Bevölkerungschicht so "ausrasten" hat dies einen Grund (auch wen nicht alles dan OK ist). Diesen gillt es anzugehen und nicht sie mit der Armee zum schweigen zu bringen. Das ist dan auch"cancel"
    • CapD17 18.07.2020 11:59
      Highlight Highlight Eine Kündigung auszusprechen ist aber nicht widersprechen. Widersprechen wäre gewesen, einen Gegenartikel zu publizieren.
    • Stambuoch 18.07.2020 13:38
      Highlight Highlight "Dies so deutet jedoch nicht das Meinungen unwiedersprochenbleiben müssen."

      Richtig. Absolut bei Ihnen.

      "Widersprechen wäre gewesen, einen Gegenartikel zu publizieren."

      Ebenfalls richtig.

      Man kann fordern, dass man die Armee einsetzen sollte. Dem kann man - muss man je nach Standpunkt auch - entschieden widersprechen. Eine Sache des Menschengerichtshof wird es dann, wenn es tatsächlich getan wurde. Das ist ein gewichtiger Unterschied. Fordern und Umsetzen sind zwei komplett verschiedene Dinge.
  • just sayin' (beleidigende user werden ignoriert) 18.07.2020 09:09
    Highlight Highlight danke watson für diesen differenzierten artikel
  • Arneis 18.07.2020 09:00
    Highlight Highlight Diese Diskussion ist kompletter "Schmarren". Die amerikanische Rechte und deren Medienhäuser verbreiteten in den letzten Jahren so viele Lügen wie nie zuvor, geschützt unter der Doktrin der Meinungsfreiheit.
    Daraufhin beschlossen eher linke Gruppen deren Sponsoren/Financiers/Werbeschalter anzugehen.
    Nun "weint" die rechte Ecke und beschwert sich, was den diesen Leuten einfalle Sie für Ihre Lügen verantwortlich zu machen.
    Es ist keine Diskussion, eher der Abgesang der rechten Medien, die Argumentativ z.Z. verloren sind.
  • Doplagus 18.07.2020 08:56
    Highlight Highlight Traurig wo das alles hinführt. Die meinungsfreiheit ist nur noch dann gültig, wenn die meinung den anderen gefällt. Selbst konstruktive, sachliche kritik fördert einen aufschrei nach dem nächsten und die person ist ihren job los.
    Auf der anderen seite aber erhalten professoren von renommierten universitäten vollkommene unterstützung, selbst wenn sie offensichtliche rassistische kommentare verfassen und zu öffentlichen hinrichtungen weisser menschen aufrufen.


    Die usa ist ein politischer witz
  • Beta Stadler 18.07.2020 08:56
    Highlight Highlight "Antirassismus-Strafnorm" heisst auf englisch "Cancel Culture"? Schon wieder was gelernt...
    • DieFeuerlilie 18.07.2020 09:24
      Highlight Highlight Und ich lerne aus deinem Kommentar, dass du eventuell eine Lese-Vetständnis-Schwäche hast?
    • rodolofo 18.07.2020 09:51
      Highlight Highlight Nein. "Rassismus" ist lediglich eine Unterabteilung der "Cancel Culture".
      Aus pseudo-linker Sicht nebst "Mohrenkopf" ebenfalls nicht erlaubt sind zB. Perspektiven, die versuchen, sich in Coronaviren einzufühlen.
      Pseudo-Links (zB. "Republik"):
      - Rechts = harmlos, bzw. "Wir befinden uns im Krieg gegen Rechts!"
      - Coronavirus = böse
      (Pseudo-Rechts (zB. "FOX-News"):
      - Links = böse
      - Coronavirus = harmlos, bzw. "Wir befinden uns im Krieg gegen das Virus!")
      Dass sich die Sichtweisen dieser beiden einander politisch entgegengesetzten Lager irgendwie sehr ähnlich sind, springt sofort ins Auge...
    • DieFeuerlilie 18.07.2020 10:00
      Highlight Highlight rodolofo, wenn ich dann allerdings deinen Kommentar lese, habe ich das akute Gefühl, selbst an einer Lese-Vetständnis-Schwäche zu leiden.

      Denn ich habe keine Ahnung, was du sagen willst.. 😁
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  • Gurgelhals 18.07.2020 08:50
    Highlight Highlight Es ist kompliziert. Das tägliche Hyperventilieren auf Twitter & Co. ist ungeachtet der Frage, ob die Anliegen an sich legitim sind oder nicht, sicher keine gesunde und reife Diskussionskultur. Vor allem ist es aber taktisch unklug, da dieses Übersteuern permanent Steilvorlagen für Rechtsaussen liefert. Es hat u.A. dazu geführt, das Rechtskonservative Kreise ihre eigene Deutungsmacht mittlerweile dadurch verteidigen, indem sie sich in unredlicher Art und Weise als vermeintliche Vorkämpfer eines liberalen, offenen, aufklärerischen Diskurses inszenieren. S. bei uns auch bei Köppel, Gujer, usw.