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Angst vor einer Katastrophe? Die Behörden alarmieren jetzt via Push-Mitteilung



Die Alertswiss-App, fotografiert auf einem Handy vor einer Medienkonferenz zum Thema

Bild: KEYSTONE

Bei Notlagen und Katastrophen können die Behörden neu mit der App Alertswiss Alarm schlagen. Verteidigungsminister Guy Parmelin ruft die Bevölkerung dazu auf, diese herunterzuladen.

Im Notfall stünden auf diesem Kanal Informationen aus erster Hand zur Verfügung, sagte er am Donnerstag vor den Bundeshausmedien. Katastrophen wie Erdbeben, Waldbrände oder ein Chemieunfall könnten sich jederzeit und ohne Vorwarnung ereignen. Auch die Terrorgefahr sei real.

Sirenentest, du weisst was das heisst!

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Video: watson

Bisher wurde mit Sirenen und über Radio alarmiert. Das geschieht auch in Zukunft, die App und die Informationen auf der Alertswiss-Website ersetzen diese Kanäle nicht. Der Sirenenalarm kann sogar direkt über das Alertswiss-System ausgelöst werden.

Generation ohne Radio

Mit der App hoffen die Behörden aber auch jene Bevölkerungsschichten zu erreichen, die nicht Radio hören oder mit einem Sirenenalarm nichts anzufangen wissen. Das sind vor allem jüngere Leute, Menschen mit einer Hörbehinderung, aber auch Zugewanderte und Touristen.

Die App ist vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz (Babs) in Zusammenarbeit mit den Kantonen entwickelt worden. Der Bund betreibt die technische Infrastruktur. Ausgelöst wird der Alarm jedoch meist dezentral, in der Regel in der Einsatzzentrale der Kantonspolizei. Dort werden auch die Informationen über das Ereignis zusammengetragen und die Verhaltensanweisungen an die Bevölkerung formuliert.

«Mit der App können sie ohne Verzögerung weitergegeben werden», sagte der Aargauer Regierungsrat Urs Hofmann, Vizepräsident der Justiz- und Polizeidirektorenkonferenz KKJPD. In Notlagen sei Alertswiss damit der direkte Draht der Polizei zur Bevölkerung. Bei Grossereignissen kann auch die Nationale Alarmzentrale (NAZ) Alarm auslösen und Informationen verbreiten.

Neue Kanäle

Laut Babs-Direktor Benno Bühlmann ist die Entwicklung mit der Lancierung von Alertswiss nicht abgeschlossen. Niemand wisse, wie in zehn Jahren alarmiert werde, sagte er. Das Babs plant schon heute die Ausweitung der Alarmierung auf weitere Kanäle. Nächstes Jahr soll der MeteoSchweiz-Alarm in Alertswiss eingebunden werden. Geplant ist auch, Newsportale oder Bildschirme in Einkaufszentren für die Alarmierung der Bevölkerung zu nutzen.

Die neue App kann individuell konfiguriert werden. Entweder benachrichtigt sie über Ereignisse am aktuellen Standort oder in ausgewählten Gebieten. Sie enthält auch Informationen über Vorbereitungen auf einen Notfall. Ausserdem beschreibt sie bestimmte Notlagen und gibt allgemeine Verhaltensempfehlungen, beispielsweise bei einem AKW-Unfall oder einem Erdbeben. (sda)

Wir haben den Sirenentest nicht bestanden

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Video: srf

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    Alle Leser-Kommentare
  • In vino veritas 19.10.2018 08:06
    Highlight Highlight Kann mir jemand erklären, warum in der Schweiz niemand an Cell Broadcast gedacht hat? Oder wird das auch noch eingeführt? Natürlich müsste man es voher aktivieren, aber das könnte man z.B. über die Zulassungsbedingungen regeln, so dass alle Produzenten es ab Werk aktivieren würden. Die App braucht Internet, Cell Broadcast funktioniert aber auch, wenn das Netz überlastet ist. Die Franzosen haben übrigens ihre App eingestampft, da sie zu wenige Personen herunterzuladen haben. Auch Alertswiss wurde gerade 10'000 mal herunterzuladen (bei etwa 7,4 Millionen Smartphones)...
    5 0 Melden
  • ands 19.10.2018 07:03
    Highlight Highlight "Das sind vor allem [...] Touristen."
    Als ob irgendein Tourist diese App herunterladen würde. Ganz abgesehen davon, dass viele das Daten-Roaming deaktiviert haben dürften.
    5 1 Melden
  • Ueli der Knecht 18.10.2018 15:31
    Highlight Highlight Endlich kommt der Staatstrojaner, den die Mehrheit der Stimmbürger bestellt hat.
    12 14 Melden
  • WieSchade 18.10.2018 11:48
    Highlight Highlight Statt Cell Broadcasting eine App welche Speicher und Strom säuft... Ich würde sogar SMS bevorzugen
    30 4 Melden
  • trololo 18.10.2018 11:17
    Highlight Highlight In NL geht das auch ohne App. Ganz simpel.
    28 1 Melden
  • The Writer Formerly Known as Peter 18.10.2018 11:05
    Highlight Highlight Sollte wie in den USA ohne zusätzliche App funktionieren. Die App hey but Nachteile. Braucht Speicherplatz obwohl sie hoffentlich nie wirklich gebraucht wird.
    25 11 Melden
    • ands 19.10.2018 07:01
      Highlight Highlight Die App hat auch Vorteile. Sie funktioniert auch, wenn ich gerade im Ausland oder in einem anderen Kanton bin. Oder wenn ich zuhause keinen Mobilfunkempfang habe. Optimal wäre es, wenn der Bund beide Systeme unterhalten würde. Dann würde ich schlimmstenfalls zwei Warnungen erhalten.
      4 0 Melden

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