DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
This image released by Netflix shows Anya Taylor-Joy in a scene from

Anya Taylor-Joy in «The Queen's Gambit»: Wer konnte neben dem Platzhirsch Netflix auch noch von den eingeschränkten Freizeitaktivitäten profitieren? Bild: keystone

Das sind die beliebtesten Streaming-Dienste in der Corona-Krise



Der Online-Vergleichsdienst moneyland.ch hat die Nutzung von Video- und Musik-Streaming-Diensten in der Schweiz im Rahmen einer repräsentativen Umfrage im Januar 2021 untersucht. watson fasst die wichtigsten und überraschendsten Erkenntnisse in 7 Punkten zusammen.

«Aufgrund mangelnder Freizeit-Alternativen ist das Streamen von Videos und Musik während der Corona-Krise noch populärer geworden.»

Telekom-Experte Ralf Beyeler

Der Gratis-Streaming-König

75 Prozent der Schweizer Bevölkerung nutzen mittlerweile die zum Alphabet-Konzern gehörende Videoplattform YouTube, wie aus der am Mittwoch verschickten Medienmitteilung hervorgeht. Im Vergleich zur Umfrage von 2020 sei das ein deutlicher Anstieg von 10 Prozentpunkten. Die grosse Mehrheit nutze YouTube als Gratis-Version – nur 4 Prozent der Bevölkerung würden für die werbefreie Version bezahlen.

Junge nutzten YouTube deutlich häufiger als Ältere: 94 Prozent der 19-bis 25-jährigen Befragten schauten sich Videos an. Bei den 50-bis 74-Jährigen seien es 61 Prozent.

62 Prozent der Befragten gaben an, dass sie via YouTube Musik hören. Die meisten Befragten nutzten aber nicht den kostenpflichtigen Dienst YouTube Music.

Junge sind eher bereit, für Streaming-Abos zu zahlen

89 Prozent der Befragten gaben an, dass sie mindestens einen Streaming-Dienst nutzen würden.

Bei den jungen Befragten im Alter zwischen 18 und 25 Jahren nutzten alle Befragten mindestens einen Streaming-Dienst.

Aber auch 96 Prozent der 26-bis 49-jährigen und 77 Prozent der 50-bis 74-jährigen Befragten nutzten mindestens ein Musik-oder Video-Streaming-Angebot.

Laut Mitteilung zeigte sich eine hohe Zahlungsbereitschaft bei jungen Kundinnen und Kunden. 77 Prozent der befragten 18-bis 25-Jährigen würden für mindestens einen Streaming-Dienst bezahlen, bei den 25-bis 49-Jährigen seien es 65 Prozent und bei den 50-bis 74-Jährigen 35 Prozent.

Fun Fact: Nur gerade 0,3 Prozent (der Befragten) bezahlen für vier Video-Streaming-Dienste.

TikTok holt mächtig auf

Ein weiterer Newcomer sei TikTok. Die Kurzvideo-App habe sich in kurzer Zeit als populäre Freizeit-Beschäftigung insbesondere bei jüngeren und jungen Leuten etabliert.

«In der Umfrage ist TikTok denn auch bei der jüngsten befragten Altersgruppe zwischen 18 und 25 Jahren am beliebtesten. Bereits 35 Prozent der Befragten in dieser Altersgruppe geben an, dass sie TikTok nutzen. Das ist in dieser Altersgruppe der drittbeste Wert nach YouTube (94 Prozent) und Netflix (83 Prozent).»

Netflix baut Vormachtstellung aus

Netflix habe in den letzten Jahren in der Schweiz ein markantes Wachstum hingelegt. Mittlerweile nutzten mit 54 Prozent bereits mehr als die Hälfte den Streamingdienst. Vor einem Jahr seien es 45 Prozent gewesen und im April 2018 gerade mal 20 Prozent. «Nicht zuletzt aufgrund der Corona-Pandemie hat Netflix weitere Kunden gewinnen können», wird Telekom-Experte Ralf Beyeler von moneyland.ch zitiert.

Mittlerweile nutzen 39 Prozent der Bevölkerung Netflix in einer kostenpflichtigen Version. Das sei mit Abstand der höchste Wert für bezahlpflichtige Streaming-Dienste in der Schweiz, hält Telekom-Experte Ralf Beyeler fest.

15 Prozent der Befragten gaben an, dass sie Netflix gratis schauen – 12 Prozent kostenlos «via Freunde».

Netflix habe mit 39 Prozent der befragten Bevölkerung zwischen 18 und 74 Jahren die meisten zahlenden Kunden, gefolgt von Spotify (21%), Disney+ (8%), Apple Music (7%), Swisscom blue Max (6%) und Swisscom blue Sport (5%).

Disney überholt Amazon Prime Video

Vor rund einem Jahr startete der Streamingdienst Disney+ in der Schweiz. Im Januar 2021 – rund zehn Monate nach dem Start – geben laut Moneyland-Umfrage bereits 13 Prozent an, dass sie Disney Plus nutzen. Damit sei Disney nach Netflix der zweitgrösste klassische Video-Streaming-Dienst und habe damit auch Amazon Prime Video (10%) überholt.

Sport-Streaming legt zu, aber...

Die drei Sport-Streaming-Dienste Sky Sports, DAZN und «Swisscom blue Sport» konnten während der Corona-Krise zulegen.

Swisscom bietet erst seit Herbst 2020 die Sportübertragungen des ehemaligen Pay-TV-Kanals Teleclub auch im Rahmen eines Streaming-Dienstes an.

Im Vergleich zum Vorjahr nutzen deutlich mehr Konsumenten einen Sport-Streaming-Dienst. 12 Prozent der Befragten gaben an, dass sie mindestens einen der drei Sport-Streaming-Dienste nutzen. Vor einem Jahr waren es 7 Prozent.

Dazu Ralf Beyeler:

«Ein Grund für die zunehmenden Popularität von Sport-Streaming-Diensten dürfte auch sein, dass die Fans die Spiele wegen der Corona-Pandemie nicht mehr direkt in den Stadien verfolgen können»

Trotzdem erreichten die Sport-Streaming-Dienste in der Schweiz noch nicht die breite Masse.

Das sind die populärsten Video-Streaming-Dienste

Am populärsten unter den Video-Streaming-Diensten – unabhängig ob kostenpflichtig oder nicht – sei YouTube von Google, das 75 Prozent der Befragten nutzen. Es folgten:

Bild

Die populärsten Musik-Streaming-Dienste

Beim Musik-Streaming in der Schweiz führt YouTube die Rangliste deutlich an, gefolgt von:

Bild

Spotify habe in den letzten Jahren in der Schweiz deutlich zugelegt. 44 Prozent gaben bei der diesjährigen Moneyland-Umfrage an, dass sie den Streamingdienst nutzen. Vor einem Jahr waren es 35 Prozent, vor drei Jahren 20 Prozent.

Wie wurde befragt?

Das Marktforschungsinstitut Ipsos hat im Auftrag von moneyland.ch im Januar 2021eine repräsentative Online-Umfrage zum Thema Nutzung von Video-und Musik-Streaming-Diensten durchgeführt. Gefragt wurde, ob die Dienste kostenpflichtig, kostenlos via ein Login von Freunden oder Kollegen, als Gratis-Version oder gar nicht genutzt werden. Befragt worden sind 1503 Personen in der Deutsch-und Westschweiz. (Quelle: moneyland.ch)

Quellen

(dsc)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Netflix – von der Online-Videothek zum Streaming-Giganten

Von wegen Netflix & Chill! So sieht es in Wirklichkeit aus

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Analyse

Threema ist das neue WhatsApp – und schlägt die Konkurrenz um Längen

Wer hätte gedacht, dass die weltbeste Messenger-App nicht aus dem Silicon Valley kommen würde, sondern vom Zürichsee. Eine persönliche Analyse.

Seit acht Jahren befasse ich mich mit dem sicheren Schweizer Messenger Threema. Den ersten Artikel dazu publizierte ich im Dezember 2012. Titel: «Die Schweizer Antwort auf WhatsApp». Die damalige erste App gab's nur fürs iPhone, und sie war zum Start gratis. Im Interview versprach der Entwickler, Manuel Kasper, die baldige Veröffentlichung einer von vielen Usern geforderten Android-Version. Und:

Er hielt Wort. Im Gegensatz zu WhatsApp.

Einige dürften sich erinnern, dass es ein gleiches …

Artikel lesen
Link zum Artikel