Zürich
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Aus Versehen Alarm ausgelöst

Falsche Nummer gewählt: Ursache für Amok-Alarm in Zürcher Hochschule geklärt



Grosseinsatz: Amok-Alarm im Zürcher Toniareal

Der Amok-Alarm bei der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) ist vermutlich aus Versehen ausgelöst worden. Wie die Stadtpolizei am Donnerstagnachmittag mitteilte, hat sie eine Person identifiziert, welche die eigens für solche Alarme eingerichtete Nummer der ZHdK gewählt hat. 

Die ZHdK und die im gleichen Gebäude eingemietete Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften (ZHAW) haben eigens eine Notfallnummer eingerichtet. Wird sie gewählt, wird in den Schulen sofort Amok-Alarm ausgelöst und gleichzeitig die Polizei benachrichtigt. 

Die Nummer ist nur wenigen Leuten bekannt, wie ZHdK-Rektor Thomas Meier zur Nachrichtenagentur sda sagte. Wenn sich aber jemand ausgerechnet auf diese Nummer verwählt, wird sofort Alarm ausgelöst, der einen Grosseinsatz auslöst, wie sich am Donnerstag zeigte. 

«Als Sofortmassnahme» werde die Nummer nun umgehend stillgelegt, heisst es in der Mitteilung. Ob sie tatsächlich unabsichtlich gewählt worden ist, klärt die Polizei jetzt ab. 

Verantwortlichkeiten abklären 

Laut Meier müssen nun die Verantwortlichkeiten abgeklärt werden. Je nach Resultat könne das Ereignis vom Donnerstag für die einen oder anderen finanzielle Folgen haben. Der Einsatz der über hundert Kräfte der Blaulichtorganisationen kostet laut Polizei mehrere zehntausend Franken. 

Klar sei, dass die Schule für das Sicherheitssystem als solches keine Verantwortung trage. Sie sei dagegen verantwortlich für die Sicherheitsorganisation, also dafür, was nach einem Alarm unternommen werde. Und das «ist heute sehr gut gelaufen», so Meier. 

Der jüngste Fehlalarm war bereits der dritte innert drei Wochen. Die beiden ersten hatten allerdings andere Auslöser. Beim ersten Mal war es eine technische Ursache, beim zweiten Mal hatte jemand aus Versehen einen Alarmknopf gedrückt. 

Nach den beiden ersten Fehlalarmen sei man daran gegangen, das System zu überprüfen, sagte Meier. Der jüngste Zwischenfall «zeigt, wie nötig dies ist». Zudem war laut Polizei ein Treffen der Hochschulleitungen mit der Stadtpolizei vereinbart worden – ausgerechnet am Donnerstag. (whr/sda) 

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