Netzpolitik
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Eine Karte sagt mehr als tausend Tweets: Aktuelle Störungsmeldungen zu Netflix in Europa.
screenshot: allestörungen.ch

Die Swisscom im Netflix-Shitstorm: Es ruckelt und stottert, doch niemand will schuld sein

«Üble Sache, Maloney!», würde es beim berühmten Detektiv heissen: Swisscom-Kunden, die Netflix-Videos streamen, ärgern sich schon länger über Empfangsprobleme. In den letzten Tagen hat sich die Situation aber dramatisch verschlechtert. Was ist passiert?



Schweizer Netflix-Nutzer laufen gegen die Swisscom Sturm. Nimmt man nur schon die Rückmeldungen der watson-Leser und die Rückmeldungen im Internet, muss man von einem Shitstorm sprechen. Dabei protestieren auch bekannte Namen wie der Kabarettist Victor Giacobbo oder der Unternehmer Peter Schulz (Joiz).

«Seit 2-3 Tagen ist Netflix im Swisscom-Netz praktisch unbrauchbar geworden, teilweise minutenlange Ladezeiten sind Standard bevor ein Stream in ungenügender Qualität geliefert wird. Gleichzeitig funktioniert ein Stream beim Nachbarn über UPC in bester Qualität.»

Auszug aus dem Schreiben eines unzufriedenen Netflix-Nutzers im Swisscom-Kundenforum
quelle: swisscom community

Andere Netflix-Nutzer nehmen es mit Galgenhumor:

Ein Ärgernis für viele Betroffene ist die Kommunikation, respektive die Nicht-Kommunikation des Online-Kundendienstes.

«Was mich wirklich stört ist, dass Swisscom einen nicht ernst nimmt. Support-Anfrage via Twitter zu diesem Thema wird ignoriert (sonst habe ich immer sofort eine Rückmeldung erhalten) und auf Mails auch keine Reaktion. Die Hotline mag ich mir nicht mehr antun, weil da im 1st-Level-Support gebetsmühlenartig auf Netflix als Problemverursacher hingewiesen wird.»

Reklamation im Swisscom-Kundenforum
quelle: swisscom community

Wobei es wie in jedem Konflikt (mindestens) zwei Seiten gibt:

«Swisscom schiebt die Schuld auf Netflix, Netflix die Schuld auf die Swisscom. In keiner der beiden Hotlines wird einem geholfen.»

watson-Leser
quelle: user-input

Und der Fairness halber ist anzumerken, dass der Swisscom-Kundendienst via Twitter mit der folgenden Standard-Antwort reagiert:

Die öfters gehörte Vermutung, die Swisscom drossle bewusst das Tempo, um Netflix gegenüber dem eigenen Streaming-Dienst zu benachteiligen, weist das Unternehmen via Twitter zurück.

Der Swisscom-Sprecher nimmt Stellung – und attackiert Netflix

Armin Schädeli von der Swisscom-Medienstelle hat am Montag auf unsere schriftliche Anfrage wie folgt (schriftlich) Stellung genommen:

Wie schlimm beurteilt die Swisscom die aktuellen Empfangsprobleme?
Armin Schädeli: Wir analysieren die Situation laufend und haben bereits am Wochenende festgestellt, dass Netflix die Transitkapazitäten massiv reduziert hat. Dies offenbar bereits seit dem 17. März 2016. Damit nimmt Netflix Qualitätseinbussen bei der Nutzung ihrer Dienste in Kauf. Netflix steht in der Pflicht, genügend Transitkapazitäten zur Verfügung zu stellen.

«Netflix entscheidet selbst, über welche Transitnetze sie ihren Datenverkehr verbreiten. Swisscom hat keinen Einfluss darauf.»

Swisscom-Sprecher Armin Schädeli

Was unternimmt die Swisscom um den Netflix-Empfang zu gewährleisten bzw. zu verbessern?
Wir sind mit Netflix im Gespräch.

Schon seit Monaten beklagen sich Swisscom-Kunden über schlechte Bildqualität des Streams. Wo sehen Sie die Gründe?
Nach dem Markteintritt im September 2014 hat Netflix den Datenverkehr vorwiegend über die Deutsche Telekom zu Swisscom geroutet. Im Laufe des Augusts 2015 hat Netflix begonnen, den Datenverkehr auf den Ports bei der Deutschen Telekom zu reduzieren bis diese Ende August ganz leer waren und Netflix den Vertrag mit der Deutschen Telekom gekündigt hat. Der Datenverkehr führte fortan über den Transitanbieter Level 3 und andere Anbieter –  darunter auch ein Anbieter, der für überbuchte Kapazitäten bekannt ist. Netflix entscheidet selbst, über welche Transitnetze sie ihren Datenverkehr verbreiten. Swisscom hat keinen Einfluss darauf.

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Eine Szene aus dem Netflix-Bilderbuch: entspanntes Streamen im Schlafzimmer.
bild: netflix

Laut Medienberichten würde eine direkte Verbindung (sogenanntes «Peering») zwischen den Rechnern von Swisscom und Netflix die Situation massiv verbessern. Warum wird dies nicht getan?
Netflix und Swisscom haben Verhandlungen geführt, die aufgrund kommerzieller Differenzen jedoch zu keinem Ergebnis geführt haben. Wir möchten aber betonen, dass eine direkte Anbindung keine Voraussetzung für eine gute Performance ist. Über Transit lassen sich vergleichbare Werte erzielen, was in der Vergangenheit bestätigt wurde.

Als der Netflix-Datenverkehr via Deutsche Telekom in das Swisscom-Netz führte, war die Performance ausgezeichnet. Vergleichen Sie das Statement von Netflix-Chef Reed Hastings in der Basler Zeitung vom 8. Mai 2015 (und hier bei Tages-Anzeiger online). Zitat: «In der Schweiz ist es sehr praktisch für uns. Wir haben Kontakt mit den Providern, niemand drosselt uns. Wir profitieren hier von einigen der schnellsten Internet-Verbindungen, die wir weltweit angetroffen haben.»

Die Parteien müssen jedoch ihren Verpflichtungen bei der Auswahl der Transitanbieter und der eingekauften Transitkapazitäten nachkommen. Swisscom erfüllt ihren Teil.

«Als Netflix im September 2015 in der Schweiz startete, wurden die Daten über die Netze der Deutschen Telekom (DT) zur Swisscom übertragen. Die DT ist der sogenannte Hauptprovider der Swisscom. Im August 2015 kündigte Netflix seinen Vertrag für die direkte Übertragung mit der DT. Seither kommen die Daten über sogenannte Transitanbieter, vor allem Level 3 und Cogent, zur Deutschen Telekom und von dort weiter zur Swisscom. Insbesondere Cogent ist für überbuchte Kapazitäten bekannt. Vermutet wird, dass der Verkehr zwischen der Deutschen Telekom und Cogent am Anschlag ist. Ende letzten Jahres verklagte Cogent die DT, weil diese die Kapazitäten nicht kostenlos erhöhen will.»

Schweiz am Sonntag, 21. Februar 2016

Was sagt Netflix?

Natürlich haben wir Netflix die Gelegenheit zu einer Stellungnahme gegeben. Insbesondere interessiert uns, was der TV-Streaming-Marktführer zu den Vorwürfen von Swisscom sagt.

Die Antwort steht aus und wird an dieser Stelle nachgeliefert.

Update: Die für den deutschsprachige Raum zuständige Presseagentur von Netflix hat uns am 24. März das folgende Statement geschickt: «Swisscom und Netflix haben zusammen gearbeitet und eine technische Lösung umgesetzt, die Swisscom-Kunden ein besseres Netflix-Erlebnis bieten wird als je zuvor.» Hier gehts zur Story, in der es um die Einigung der beiden Unternehmen geht.

Gegenüber dem Konsumentenmagazin von Radio SRF 1 «Espresso» soll ein Mitarbeiter des Netflix-Kundendienstes gesagt haben, es gebe Indizien dafür, dass irgendwo eine Drosselung der Leistung stattfinde. Dies berichtete SRF Online am Montagnachmittag.

Wer setzt sich durch?

Der Schwarze Peter wird hin und her geschoben, so viel steht fest. Es geht um die Frage, ob und wie sich Netflix, das gewaltige Datenmengen über die diversen Internet-Leitungen bis zu den Abonnenten «ausliefert», an den Infrastruktur-Kosten der Netzbetreiber beteiligen soll.

Während die Swisscom noch hinter den Kulissen mit Netflix verhandelt, ist die Schweizer Konkurrentin UPC (Cablecom) einen wichtigen Schritt weiter. Die Verbindung zwischen Netflix und der UPC-Muttergesellschaft Liberty Global in Amsterdam sei verbessert worden, berichtete Ende Februar die «Schweiz am Sonntag». «Damit ist immerhin für Kunden des Kabelnetzriesen der Filmgenuss über den US-Streamingdienst wieder intakt.»

Blieb die Frage, ob nach solchen Einigungen Geld fliesst? In einem aktuellen, lesenswerten Blog-Beitrag mit dem Titel «Das Netflix-Paradoxon bei Swisscom» wird genau dies vermutet:

Es könnte also sein, dass Liberty Global dank seiner Marktmacht mit über 20 Millionen Internetbenutzern es geschafft hat, sich von Netflix ähnlich wie bei Comcast für den Transit bezahlen zu lassen.

quelle: swiss isp blog

Chef von Swisscom-Konkurrentin verneint

Der Vermutung, dass Netflix Schweizer Internet-Provider für den schnellen Datentransport bezahle, sei falsch. Dies sagt ein bekannter Branchenvertreter, der kein Blatt vor den Mund nimmt. Fredy Künzler ist CEO des 16-jährigen Highspeed-Internet-Providers Init7.

Man muss erwähnen, dass Init7 und die Swisscom seit Jahren in einen Rechtsstreit verwickelt sind. Dabei geht es um die Netzneutralität, respektive um die Frage, was die Swisscom für den Transport fremder Daten über das eigene Netzwerk verlangen darf.

«Netflix wird Swisscom niemals zahlen.»

Fredy Künzler, CEO Init7

Die «NZZ am Sonntag» berichtete letzten Frühling über den «Machtkampf um den Verkehr im Internet». Die Eidgenössische Wettbewerbskommission (Weko) prüfe, ob grosse Internet-Provider wie Swisscom oder UPC Cablecom ihre Datenleitungen zu Inhalte-Anbietern bewusst ausbremsen. «So könnten sie etwa Zattoo, Youtube oder Netflix diskriminieren und ihre eigenen TV-Angebote bevorteilen.»

Was Netflix betrifft, argumentiert Künzler, die Swisscom stelle sich grundsätzlich auf den gleichen Standpunkt wie ursprünglich UPC Cablecom. Nämlich, dass der Streaming-Anbieter für die sogenannte «direkte Interkonnektion» bezahlen solle. Doch: «Netflix wird Swisscom niemals zahlen.» Davon sei er seit einem kürzlichen Kontakt mit einem (nicht namentlich genannten) Netflix-Manager überzeugt.

Dies bedeute, dass die Swisscom entweder weiterhin schlechte Publicity in Kauf nehmen müsse, oder Netflix seine Inhalte direkt ausliefern könne und zwar kostenfrei (sogenanntes «Zero-Settlement»).

Das kleinere Übel?

Laut Künzler könnte dies Auswirkungen auf das Verfahren haben, das sein Unternehmen Init7 seit 2012 gegen die Swisscom führe. Vereinfacht gesagt: Wenn die Swisscom bei Netflix nicht für den Datentransport kassieren kann, soll sie dies auch bei anderen nicht tun.

Das vorsorgliche Verfahren vor Bundesverwaltungsgericht habe sein Unternehmen 2013 letztinstanzlich gewonnen, erinnert Künzler, doch sei das Hauptverfahren immer noch beim Regulator hängig.

Sein Fazit: Die Swisscom werde das Thema «Netflix-Performance» nicht länger ignorieren können, sondern überlegen müssen, was das kleinere Übel sei: «der Kundenverlust Richtung anderer Provider oder das verlorene Argumentarium im Verfahren gegen Init7».

«Meiner Ansicht nach ist das der wichtigste Kampf um Netzneutralität in der Schweiz. Dass die Kunden aufstehen und sich wehren, wenn ihnen der Provider auf dem Schlauch steht, finde ich super.»

Fredy Künzler, Chef des Schweizer Internet-Providers Init7

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    Alle Leser-Kommentare
  • unFayemous 23.03.2016 07:40
    Highlight Highlight Ich habe mein Netflix abo eh gekündigt wegen der ganzen VPN Sache. Manchmal kommt es mir so vor als hätte sich Netflix nicht richtig über den europäischen Markt informiert und einfach mal drauf los abos verkauft.
  • Kopold 22.03.2016 14:13
    Highlight Highlight Update: Laut Künzler hat die Swisscom nachgegeben und peert ab sofort mit Netflix.
    Win!
  • no0815girl 22.03.2016 14:05
    Highlight Highlight Bezüglich Netzneutralität: Swisscom hat auf eigene Kosten die gesamten Kabel verlegt und soll das jetzt gratis seinen Mitkonkurrenten anbieten? Es steht ihnen ja frei, selber Kabel zu verlegen. Das hat nichts mit Neutralität zu tun sondern mit Ausnutzen. Wie viel die Swisscom verlangen kann, wird jetzt ja rechtlich diskutiert. Aber es kann ja nicht sein, dass Swisscom seinen Konkurrenten noch helfen muss und auf den ganzen Investitionskosten sitzen bleibt.
    • Abnaxos 22.03.2016 14:43
      Highlight Highlight Hätte man vor 30 Jahren auch so gedacht, gäbe es heute kein Internet. Netzneutralität ist das Fundament des Netzes, ohne sie funktioniert es nicht.

      Wenn das Swisscom (oder sonst einem Anbieter) nicht passt, sollen sie doch ihr eigenes Internet bauen. Als Internet-Dienstleister sind sie jedoch Teil einer weltweiten Infrastruktur, die darauf aufbaut, dass jeder seinen Beitrag leistet.
    • Fumo 22.03.2016 15:16
      Highlight Highlight "Wenn das Swisscom (oder sonst einem Anbieter) nicht passt, sollen sie doch ihr eigenes Internet bauen."

      Genau genommen IST es bereits ihr Internet. Swisscom hat alles aufgebaut und bezahlt (respektive, zum Teil, wir, da es ja teilstaatlich ist).
    • Abnaxos 22.03.2016 15:40
      Highlight Highlight Schon, aber andere Anbieter haben das auch getan. Nur deshalb funktioniert das auch. Es sind viele Anbieter beteiligt, um die Daten rund um die Welt in deinen Browser zu kriegen, wenn du eine Website abrufst. Diese Anbieter sehen alle keinen Rappen dafür, nicht direkt.

      Wir Schweizer Kunden zahlen die Schweizer Infrastruktur mit unseren Abos und Steuern. Die ganze Welt verwendet sie mit. Weil das alle so machen, gibt es das Internet, so ist das Konzept.

      Ein Beispiel für ein «eigenes Internet» wäre eher Minitel in Frankreich gewesen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • rolf.iller 22.03.2016 13:43
    Highlight Highlight Solang Swisscom & Co. keine echte Netzneutralität garantieren, sondern nur Augenwischerei betreiben, sind das alles nur faule Ausreden.
  • McSteve 22.03.2016 13:37
    Highlight Highlight Leute lobt die Cablecom aber nicht zu fest. Die haben, was Netflix anbelangt, auch ihre Probleme. Bin selber auch davon betroffen. Bei der Netflix-Hotline heisst es nur, TV vom Netz trennen und 1 Minute warten. Danach läuft es für ca. 3 Wochen. Danach selbes Spiel von vorne. Also Swisscom-User, ihr seit nicht alleine mit dem Problem.
    • Fumo 22.03.2016 14:54
      Highlight Highlight "Bei der Netflix-Hotline heisst es nur, TV vom Netz trennen und 1 Minute warten. Danach läuft es für ca. 3 Wochen."

      Das klingt für mich aber eher nach einen Fehler im Cache des TV. Benutzt du Netflix direkt als App darauf oder durch den TV Browser? Was ist es für einen TV?

      (Disclaimer: Ist ein Supportangebot und keine Kritik an dich oder dein armes TV!)
  • äti 22.03.2016 13:29
    Highlight Highlight Ein Buch ersetzt locker 7 Tage Netflix. Und schlauer ist man nachher eh noch.
    • Fumo 22.03.2016 14:57
      Highlight Highlight Etwas zu pauschal wenn man all die Erotikromane, Twillight, etc. in Betracht zieht :D
    • kunubu 23.03.2016 06:29
      Highlight Highlight Ob Sachbuch oder Twilight, man lernt im Mindesten etwas über Grammatik und Orthografie.
    • Fumo 23.03.2016 09:06
      Highlight Highlight Nope, ich bin der Beweis, dass man vom Lesen nicht besser in der Grammatik wird. Entweder man kann es oder nicht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • #bringhansiback 22.03.2016 10:53
    • rolf.iller 22.03.2016 16:40
      Highlight Highlight Die wollen einfach doppelt abzocken. Die sollen Bandbreite bereitstellen so wie das gefordert wird und nicht noch wegelagerei betreiben.
  • Lily30 22.03.2016 09:58
    Highlight Highlight Ich schaue Netflix über Sunrise und hatte bisher nie Probleme.
  • chandler 22.03.2016 09:55
    Highlight Highlight Also ich versuche seit Tagen Californication weiter zu schauen. Eine Folge konnte es gar nicht laden und eine weitere hat immer nach 10sek wieder neu geladen. Unmöglich so eine Serie zu schauen. Schaue über die Netflix TV App von Samsung.
    • The Writer Formerly Known as Peter 22.03.2016 10:10
      Highlight Highlight Top! Du solltest dann unbedingt wieder zu Californication zurückgehen. Eine Top Serie!
    • tobver 22.03.2016 11:32
      Highlight Highlight ja die TV App von Samsung macht bei mir dieselben Probleme.
      Einzige Lösung momentan ist den Laptop via HDMI-Kabel anzuschliessen. dann funktioniert alles wieder
  • Sir Jonathan Ive 22.03.2016 09:30
    Highlight Highlight Bei mir hat sich das Problem gestern Abend erledigt.

    Ich hatte das Problem allerdings über Swisscom sowie über Sunrise...
    Swisscom auf dem mobilen Telefon und Sunrise vom Access-Point zu Hause.
  • Matthias Studer 22.03.2016 09:21
    Highlight Highlight Nochmals, damit ich das richtig verstanden habe.
    Ich zahle Swisscom monatlich mein Abo und die verlangen von Netflix nochmals Geld für den Transfer.
    Also verdient Swisscom doppelt?
    • Kyle C. 22.03.2016 09:40
      Highlight Highlight Yap. Nur wollen das gerade die Leute nicht einsehen, die sich ohnehin über das ach so schlechte und teure Netflix-Angebot ärgern.
    • The Writer Formerly Known as Peter 22.03.2016 10:09
      Highlight Highlight Im Prinzip schon. Aber ganz so einfach wahrscheinlich auch nicht. Früher über Deutsche Telekom scheint es gut geklappt zu haben. Obwohl wahrscheinlich die DT auch nicht an Swisscom Geld abdrückt.... also hat auch Netflix optimiert und günstiger eingekauft.
    • The Writer Formerly Known as Peter 22.03.2016 12:32
      Highlight Highlight @Manina: Passt so dann natürlich auch nicht. Denn es gibt ja genügend Inhalteanbieter nebst netflix. Nur weil die ein funktionierendes Geschäftsmodell haben welches alle haben wollen, ist das nicht die Sache der Swisscom. Und mich querfinanzieren machen Sie auch nicht. Denn erstens bezahlen Sie vielleicht für weniger Leistung oder Sie nutzen Ihren Account dann eben für was anderes. Da ist diese 2:1 Ratio die etwas quer in der Landschaft steht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Amanaparts 22.03.2016 09:18
    Highlight Highlight Dammit! Das liegt an der Swisscom?! Ich bombardiere Netflix schon seit Tagen mit Anfragen diesbezüglich.
    • Init7_Fiber7 22.03.2016 12:25
      Highlight Highlight Ja. Der Fehler ist 100% bei Swisscom. Einzig richtige Antwort: Kündigen.
    • NotTheTruth 22.03.2016 13:37
      Highlight Highlight Ich würde sofort kündigen, hätte ich denn eine Alternative. @Fiber7, wovon hängt eure Verfügbarkeit «auf dem Land» ab?
  • Abnaxos 22.03.2016 09:17
    Highlight Highlight Netflix wäre ohne Netzneutralität nie so gross geworden, wie es heute ist. Mag sein, dass sie heute das Geld hätten, um ISPs für ein Peering zu bezahlen, am Anfang hatten sie es nicht. Daher neige ich dazu, Netflix zu glauben, wenn die sagen, sie stehen für die Netzneutralität ein, denn die Zeit, als Netzneutralität überlebenswichtig war, ist noch nicht lange her.

    Grundsätzlich bietet Netflix gratis Peering mit ISPs an. Ich sehe nicht ganz, was es da so lange zu verhandeln gibt, ausser, dass Swisscom dafür vielleicht Geld von Netflix haben will. Und Netflix sich weigert, aus guten Gründen.
  • Mia_san_mia 22.03.2016 09:03
    Highlight Highlight Aha jetzt weiss ich, warum Netflix gestern nicht funktioniert hat :-) bei mir ging gar nichts...
  • Knut Atteslander 22.03.2016 09:00
    Highlight Highlight Dafür, dass wir uns gerne als unabhängig sehen, sind wir Schweizer ein seltsam loyales Volk :D
    Deshalb bezahlen wir auch das X-fache an Mobilkosten als unsere europäischen Kollegen und die Swisscom lacht sich ins Fäustchen.
    • Knut Atteslander 22.03.2016 11:14
      Highlight Highlight Ich kann mich irren, aber ich denke die Gegenden wo Swisscom exklusiv anbietet sind rar in der Schweiz. Man müsste nur wollen :D
  • mrgoku 22.03.2016 08:47
    Highlight Highlight ich habe Cablecom und bis vor kurzem hatte ich auch massive Probleme mit Netflix. Die Videoqualität war miserabel (definitiv wurde kein HD gestreamt) und z.B. Narcos lief 2-3 Min dann frierte es ein und begann zu laden. Dann musste ich die App abwürgen... die letzten 2 Wochen klappt es aber wieder gut.

    • Luzz 22.03.2016 10:30
      Highlight Highlight Siehe den verlinkten Blogbeitrag: Das Mutterhaus von UPC in den Niederlanden hat scheinbar einen Deal mit Netflix erreicht.
  • Stullenflo 22.03.2016 08:37
    Highlight Highlight Netflix wird langsam von seinem eigenen Erfolg gefressen. Zuerst das GeoBlocking, dann die miserable Leistung. Ich hab konsequenterweise mein Netflix-Abo gekündigt. Ich bin nicht bereit, weltweit eines der teuersten Abos zu zahlen, um dann einen der miserabelsten Kataloge via schlechtem Streaming zu erhalten.
    Weitere Antworten anzeigen
  • j0nas 22.03.2016 08:30
    Highlight Highlight Es ist ganz einfach: Per nächsten Kündigungstermin zur Konkurrenz wechseln. Konkurrenz ist in unserem Wirtschaftssystem für Konsumenten der beste Weg, Druck auf Unternehmen auszuüben. Es bringt nicht viel, sich nur zu beklagen.
  • _kokolorix 22.03.2016 08:23
    Highlight Highlight das streaming an sich ist einfach die falsche technologie. das gibt dem anbieter die volle Kontrolle über jedes byte, das zum nutzer übertragen wird. sobald die daten irgendwo gepuffert werden, besteht die chance, dass jemand diese ohne zu bezahlen erhält. das versuchen die anbieter um jeden preis zu verhindern und nehmen dafür in kauf, dass die infrastruktur zusammenbricht. es wird niemals genug netzwerkkapazitäten geben um viele konkurrierende anbieter gratis mit ausreichender bandbreite zu versorgen, in nächster zukunft werden auch sämtliche telefon-, radio- und tv-dienste nur noch über ip laufen.
  • Cardea 22.03.2016 08:23
    Highlight Highlight Das erklärt mir jetzt einiges! Dachte unser Internet schwächelt einfach mal wieder!
    • Vincent R 22.03.2016 08:56
      Highlight Highlight Bei mir das gleiche...
  • dokugamer 22.03.2016 08:17
    Highlight Highlight Habe auch seit Tagen das gleiche Problem -.-
  • Luzz 22.03.2016 08:17
    Highlight Highlight Die wichtigste Information aus dem verlinkten Blogbeitrag fehlt hier aber: Dass die Swisscom Geld verlangt von Netzen, die mehr als doppelt so viele Daten ins Swisscom-Netz senden als sie davon erhalten ("restriktive peering policy mit einer 2:1 ratio"). Wegen der Natur der Sache ist dies bei einem Dienst wie Netflix natürlich der Fall. Wenn die Swisscom also Netflix kostenlos direkt verbinden würde, würde sie ihr gesamtes peering-Geschäftsmodell selbst aushebeln, weil dann jeder bislang zahlende Partner dann auch eine Gratis-Anbindung verlangen wird.
    Geschieht ihr recht als Gegner der NN.. 🙄
    • gaba 22.03.2016 10:45
      Highlight Highlight 2:1 sieht auf den ersten Blick nach einer fairen Forderung aus. Swisscom sitzt aber "am Rand" des Internets. Also zwischen dem Internet und dem Internet-User. Da ist es klar, dass der User mehr Daten empfängt, als er raus schickt. Die Angebote der Swisscom sind dann ja auch so gestaltet. Zu Beispiel 250 Mbit/s down, 50 Mbit/s up. Das heisst Swisscom verkauft mir 5:1, fordert aber von den Partnern 2:1.
    • Scaros_2 22.03.2016 10:56
      Highlight Highlight Nicht ganz Gaba - bei Glasfaseranschlüssen ist das Angebot für uns User 1:1. Nur wenn du noch Kupferleitungen hast kostet dich das ganze einfach an Upload. Bei Glasfaser, gleicher Preis, 1:1
    • gaba 22.03.2016 11:18
      Highlight Highlight @Scaros_2: Stimmt. Das Verhalten der Nutzer auf Glas ist aber das gleiche. Deshalb können die Provider heute auch problemlos symmetrische Leitungen anbieten. Es werden ungleich weniger Daten verschickt als konsumiert. Ein paar Mails und "Klicks" gehen raus. Webseiten und Filme kommen zurück. Das Verhältnis dürfte noch viel gröber als 5:1 ausfallen. 2:1 als Internet-Zugangsprovider zu fordern ist sehr unverfroren und dient nur dazu Peering Partner abzuzocken. Ein offenes Internet bedeutet nicht, aus der reinen Machtposition heraus, sich Leistungen doppelt und dreifach bezahlen zu lassen.
  • herschweizer 22.03.2016 08:16
    Highlight Highlight ich habe gestern gekündigt und wechsle...
  • Fumo 22.03.2016 08:13
    Highlight Highlight Wenn man bedenkt dass Netflix in der Schweiz null Kosten hat, dafür das teuerste Abo weltweit trotz kleinstes Angebot an Inhalt ist es für niemandem ein Verlust. Lasst euch nicht abzocken und kündigt lieber Netflix anstatt auf die Swisscom rumzuhacken.
    • Kyle C. 22.03.2016 08:29
      Highlight Highlight Für wen es ein Verlust ist oder nicht, ist ja wohl jedem/jeder selbst überlassen, nicht? Wenn ein Anbieter, den man faktisch als staatlichen Betrieb bezeichnen kann, tatsächlich den Internetmarkt auf diese Weise manipuliert, dann ist das sehr wohl ein Grund um auf der SC rumzuhacken. Das hat doch mit den Kosten und dem Angebot von NF in der Schweiz nix zu tun. Es ist eine Frage des allgemeinen Prinzips und nur in 2. Linie eine Frage des konkreten Falles wie hier NF.
    • Sir Eau Tonin 22.03.2016 08:39
      Highlight Highlight Ganz bestimmt nicht! Ich wechsle den Provider per heute Abend, fahre dann sogar knapp 30% günstiger als mit Swisscom mit praktisch identischem Angebot. Und wer sich ein bisschen informiert, der kann noch immer auf den US-Inhalt zugreifen (und wird sogar als Amerikaner verrechnet, also läppische 11? 12? US-Dollar). Ich hacke gerne auf Swisscom rum für deren unterirdische Informationspolitik und fehlende Einsichtigkeit.
    • Fumo 22.03.2016 09:06
      Highlight Highlight "Und wer sich ein bisschen informiert, der kann noch immer auf den US-Inhalt zugreifen"

      Defacto gegen die Netflix Lizenzvereinbarung.
    Weitere Antworten anzeigen
  • The Writer Formerly Known as Peter 22.03.2016 08:10
    Highlight Highlight Spannenden Geschichte! Vor allem das Winden der Swisscom in der Sache! Sollte wirklich Swisscom irgendwo ausbremsen, wäre es ein Skandal. Denn der Nutzer bezahlt für eine Geschwindigkeit. Alle Abonnements sind so aufgebaut. Wenn ich eine ausreichend grosse Geschwindigkeit kaufe, muss es einem Provider egal sein, welche Art von Inhalt der Nutzer konsumiert... auf der anderen Seite scheint auch Netflix zu optimieren. Billige Provider kaufen aber nur kleine Bandbreiten ein und überbuchen gerne....
  • Kopold 22.03.2016 08:07
    Highlight Highlight Sie wollen weder ein direktes Peering, noch den gratis Netflix-Streamingserver in ihrem Rechenzentrum.
    Damit ist der Fall eigentlich klar, wer Schuld ist, wenn die SC die angeforderten Daten ihren zahlenden Kunden nicht liefern kann...
    • User01 22.03.2016 08:13
      Highlight Highlight Da Netflix den Server nicht warten will, eine völlig nachvollziehbare Entscheidung.
    • Kyle C. 22.03.2016 08:57
      Highlight Highlight Nein, überhaupt nicht nachvollziehbar. Der Deal mit meinem Netzanbieter ist schlichtweg der, mir die Verbindung zu liefern für die ich bezahle. Und zwar UNABHÄNGIG davon welchen Inhalt ich mit dieser Verbindung konsumiere. Das hat die SC nix anzugehen und nur dafür zu sorgen, dass ich meine Daten in entsprechender Geschwindigkeit und Qualität erhalte. Dieser Kindergarten, der da im Hintergrund läuft, ist nicht das Problem des Kunden.
    • User01 22.03.2016 12:18
      Highlight Highlight Dein Netzanbieter macht genau das. Aber wenn ein Inhalteanbieter wie Netflix einen speziellen Server benötigt, nur damit er kein Geld investieren muss (d.h. mit einem vernünftigen Partner zu peeren), ist es nicht die Pflicht deines Netzanbieters, diesen Server kostenlos zu betreiben. Was passiert, wenn auf dem Server eine Sicherheitslücke gefunden wird? Netflix weigert sich, diese Verantwortung wahrzunehmen und für Swisscom birgt diese Speziallösung nur Risiken.
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  • Trouble 22.03.2016 08:05
    Highlight Highlight Ich bin bei Sunrise, welche meines Wissens auch über das Swisscom-Netz läuft. Ich habe keinerlei Probleme mit Netflix.
    • Sir Eau Tonin 22.03.2016 08:40
      Highlight Highlight Und da freue ich mich ab heute Abend drauf!
  • _mc 22.03.2016 08:03
    Highlight Highlight Auf den ersten Blick ein First-World Problem, ganz klar. Viel schlimmer als ein Wochenende ohne Netflix finde ich aber das üble Game dass die Swisscom hier spielt: Auf Twitter das freie Internet propagieren, und gleichzeitig knallhart die (praktische) Monopolstellung ausnutzen..
  • WhySoSerious? 22.03.2016 08:03
    Highlight Highlight Habe ebenfalls Probleme, Filme über Netflix auf meiner PS4 zu schauen.. Interessanterweise klappt es über das mobile Internet auf dem Smartphone (ebenfalls Swisscom) wunderbar flüssig und in HD.. 😂
    • The_Doctor 22.03.2016 08:18
      Highlight Highlight Ist bei mir auch so. Der Trick: Stream im Mobilnetz starten, Pause drücken, WLAN einschalten, geniessen.
      Das Problem ist nur der Start des Streams. Wenn der mal da ist, dann geht's meist ruckelfrei.
  • nike85 22.03.2016 07:52
    Highlight Highlight Ich hab das Gefühl, da erpresst der grosse Ami-Konzern einen Internet-Provider nach dem anderen. Und die Netflix-Kunden kündigen statt dem Erpresser dem Erpressten den Vertrag...

    Ist aber nur ein Gefühl nach vielen gelesenen Artikeln und Forumsbeiträgen.
    • The Writer Formerly Known as Peter 22.03.2016 08:06
      Highlight Highlight Nein, ich sehe das anders. Ich bezahle für eine Internet-Connectivity abgestuft nach Geschwindigkeit. Wenn ich nun ein ausreichend schnelles Abonnement löse, sehe ich nicht ein, was es die die Swisscom angeht, welche Art von Inhalt ich konsumiere.
    • _mc 22.03.2016 08:06
      Highlight Highlight Lesen Sie die verlinkten Artikel, dann bestätigt sich Ihr Gefühl als falsch. Stichwort 2:1 Ratio.
    • nike85 22.03.2016 08:26
      Highlight Highlight @_nm & SeKu: Ich finde es ok, wenn Swisscom von so datenintensiven Diensten wie Netflix Geld verlangt, denn 1. wollen diese Dienste ja prioritär behandelt werden (ist ja nicht so, dass Swisscom diese drosselt, sondern diese auf der Normalspur einfach so viel Platz brauchen, dass sie nicht durch kommen. Geht in Richtung Road Pricing, der SUV muss da auch mehr bezahlen) und 2. sollten diese Kosten nicht vollständig auf die Kunden abgewälzt werden. Netflix soll ruhig auch etwas daran zahlen, schliesslich erhält Netflix von ihren Kunden ja auch monatlich Kohle, damit der Dienst genutzt werden kann.
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  • Scaros_2 22.03.2016 07:50
    Highlight Highlight Das ist mal Service! Schreibt man gestern einen Input darüber, heute morgen der Artikel :D
  • gbfa 22.03.2016 07:44
    Highlight Highlight wenn mein Porsche nicht 120 km/h auf der Autobahn schafft... wer ist dann Schuld? Der Autohersteller oder der Autobahnbetreiber? ;)
    • Eifachöpper 22.03.2016 08:23
      Highlight Highlight Beschreibe dein Problem bitte etwas genauer. Ist die Autobahn löchrig, klebrig, weich oder so kurvig, dass du keine 120 schaffst oder hast du das Pedal voll durchgedrückt und es kommen keine 120? Ist wichtig um deine Frage beantworten zu können, fehlen noch zahlreiche Parameter. Lg
    • Datsyuk * 22.03.2016 08:24
      Highlight Highlight Wenn es Massnahmen zur Verkehrsberuhigung hat, kann es auch an der Autobahn liegen. ;)
    • gbfa 22.03.2016 08:42
      Highlight Highlight das ist genau das problem... viele, die hier kommentieren und auch leider die presse nimmt nur immer die infos, die für eine schlagzeile passen.. der hintergrund und die basis des problems werden nicht identifiziert.. oder nur am rande..
  • giguu 22.03.2016 07:43
    Highlight Highlight man darf ruhig im artikel erwähnen, dass die swisscom versucht ihre 2:1 traffic policy durchzusetzen, die gegen die netzneutralität verstösst. ich kündige bald, bin schon auf der suche nach einem besseren angebot und da gibt es viele. die swisscom ist nicht mehr das kundenfreundliche unternehmen, das sie einst war.
    • The Writer Formerly Known as Peter 22.03.2016 08:14
      Highlight Highlight Der im Artikel erwähnte Provider soll nicht schlecht sein. Habe einen Kollegen der wechselte und er meinte, seither pfeilschnelles Internet.
    • Scaros_2 22.03.2016 09:30
      Highlight Highlight Ja aber Init7 geht nur in den grösseren Ballungsgebieten. Das ist schade https://www.fiber7.ch/de/fiber7-verfugbarkeit/

      Wenn du ausserhalb wohnst hast du einfach Pech gehabt.
    • Init7_Fiber7 22.03.2016 12:30
      Highlight Highlight DSL von uns ist nominal so schnell wie jenes von Swisscom. Nur halt ein tauglicher Backbone dahinter. http://www.init7.net/de/private/vdsl
    Weitere Antworten anzeigen
  • Hercules Rockefeller 22.03.2016 07:42
    Highlight Highlight Ja ist scheisse, aber man kann auch mal ein Buch lesen oder an die frische Luft gehen
    • Lii 22.03.2016 08:16
      Highlight Highlight Auto: 'Du kannst ja auch zu Fuss gehen oder das Velo nehmen'
      (Print-)Zeitung: 'Du kannst das ja auch im Internet lesen'
      Handy: 'Du kannst ja per Festnetz telefonieren'

      Wir bezahlen für diese Leistung. Dass sie uns dann ohne Erklärung verunmöglicht wird, ist eine Frechheit, egal welche "Alternativen" man hat.
  • raphi_niert 22.03.2016 07:37
    Highlight Highlight Es geht nicht darum, dass es ein First World Problem ist o.ä.
    Aber wir bezahlen für beide Services genug Gebühren, um uns nicht einfach so hängen zu lassen.
  • Sklement 22.03.2016 07:22
    Highlight Highlight First World Problem
    • Sir Eau Tonin 22.03.2016 09:03
      Highlight Highlight FWP... Ebenso wie das Kommentieren von Themen, die einem nicht betreffen.
  • BNCity 22.03.2016 07:20
    Highlight Highlight Wehe wenn mich Swisscom über Ostern hängen lässt!!!
    • oXiVanisher 22.03.2016 07:30
      Highlight Highlight Daredevil? ;)
      Zum Glück bin ich bei Quickline. Da läuft Netflix gut.
    • Stefan.Alex.H 22.03.2016 07:33
      Highlight Highlight Bei UPC (250) auch alles i.o. :P
    • kunubu 22.03.2016 07:34
      Highlight Highlight Triff Freunde zum Essen, lies ein Buch, geh nach draussen. Ostern ist gerettet ;)
    Weitere Antworten anzeigen
  • Cocolina 22.03.2016 07:14
    Highlight Highlight Wenns denn nur ein bisschen ruckeln und stottern wäre.. Meine Serie zu schauen ist beinahe unmöglich
  • marcb70 22.03.2016 07:09
    Highlight Highlight Tja, willkommen im freien Internet...
    • gaba 22.03.2016 11:00
      Highlight Highlight Was Du erlebst, ist der eben das Gegenteil des freien Internets. Der Kampf von Netflix für das freie Internet, der Kampf der Swisscom, sich das Internet zu kontrollieren und Zölle für den Zugang zum Schweizer Internet-Nutzer einzuführen.
  • tobver 22.03.2016 07:09
    Highlight Highlight solche langen Wartezeiten sind mir in letzter Zeit auch schon aufgefallen. aber im gleichen Moment, in welchem Netflix über die integrierte App vom Fernseher gar nicht geht, funktioniert auf dem MacBook alles prima.
    die beziehen ja die Verbindung über dasselbe WLAN?
    • tostaky 22.03.2016 07:45
      Highlight Highlight das würde mich als noob auch interessieren: die tv-app hinkt arg, das tablet am tv einstöpseln funktioniert - das dürfte wohl eher mit dem tv-gerät zu tun haben?
    • m.e. 22.03.2016 08:10
      Highlight Highlight danke für den input.
      dank watson weiss ich jetzt wenigstens, dass es an swisscom oder netflix liegt. ich hab den tv geupdated, den router neu gestartet, alles was mir möglich ist. keine besserung. allerdings ist es bei mir so, dass nicht alles gleich schlecht funktioniert. serien funktioniere eindeutig schlechter als filme.
  • Tim Dührkoop 22.03.2016 07:03
    Highlight Highlight Aus Swisscom-Sicht ist es wirtschaftlich ganz rational, Netflix schlecht auszuliefern, zumindest wenn man nur bis zur nächsten Ecke denkt.

    https://www.facebook.com/timdu/posts/10153284630732493
  • Stefan.Alex.H 22.03.2016 07:01
    Highlight Highlight Ist nicht lange her da las ich das genau gleiche über die UPC.

    Ist wohl doch nicht nur ein Problem der Internet-Anbieter.

    Ich für meinen Teil hatte nie irgendwelche Probleme. Qualität und "Fluidität" sind Top ;)
    • Str ant (Darkling) 22.03.2016 07:51
      Highlight Highlight Seit netflix in der Schweiz offiziell ist und auch schon davor *hust* hat netflix immer einen guten stream geliefert .
    • Kopold 22.03.2016 08:05
      Highlight Highlight Liegt sehr wohl am ISP. Die UPC hat unter dem Kundendruck kollabiert und ist ein direktes Peering mit Netflix eingegangen.
      Die Swisscom könnte das jederzeit auch tun, aber sie wollen halt keine "gratis" Peerings mit einem schlechteren Down-Up-Verhältnis als 2:1
      "Gratis" deshalb in "", weil sie von ihren Kunden, den Contentbezügern eigentlich für genau das schon bezahlt werden.
      SC will doppelt abkassieren.

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