Justiz
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Die Eltern Candid und Nadya Pfister. Céline war ihr einziges Kind.

Die Eltern Candid und Nadya Pfister. Céline war ihr einziges Kind. Bild: ch media/sandra ardizzone

Suizid nach Cybermobbing: Die Eltern von Céline fordern ein Gesetz wie in Österreich

Nadya und Candid Pfister kämpfen für eine Gesetzesverschärfung. Mit ihrem Kampf gegen Cybermobbing geben sie ihrem Leben einen neuen Sinn nach dem Tod ihrer 13-jährigen Tochter.

Andreas Maurer / CH Media



Nadya und Candid Pfister leben in einer Gedenkstätte. In ihrer Wohnung hängen überall Bilder ihrer verstorbenen Tochter Céline. Auf allen Ablageflächen stehen Andenken, Kerzen, Engel. Célines Platz am Küchentisch ist immer noch reserviert für sie. Daneben liegen ihre iPhone-Kopfhörer, ohne die sie das Haus nie verlassen hat. Sie sehen aus, als seien sie nur rasch hingelegt worden. Dieses Jahr jährt sich der Todestag zum dritten Mal.

Die Eltern setzen sich an den Küchentisch und erzählen. Sie haben ihren eigenen Weg gefunden, um das Unfassbare zu verarbeiten. Sie widmen ihr Leben dem Kampf gegen Cybermobbing. Wenn er auch nur einer einzigen anderen Person helfen sollte, lohne er sich, sagen sie. Sie verstehen nicht, dass die Täter nur mit kurzen Arbeitseinsätzen bestraft werden. «Was ist denn das für eine Message an die Jungen?», sagen sie.

Im Jugendstrafrecht geht es nicht um Gerechtigkeit, sondern um Prävention. Die Jugendlichen sollen nicht bestraft, sondern erzogen werden. «Ein kleiner Teil meines Mutterherzens versteht das schon. Aber nur ein kleiner Teil», sagt Nadya Pfister und zieht an ihrer E-Zigarette.

Die Eltern machen einen Vorschlag, wie das Schweizer Strafgesetzbuch ergänzt werden könnte: mit einem eigenen Straftatbestand gegen Cybermobbing. Die Vorlage liefert Österreich. Das Nachbarland hat 2016 einen entsprechenden Gesetzesartikel eingeführt. Seither gehen gestützt darauf rund 300 Anzeigen pro Jahr ein, wovon gemäss der Kriminalstatistik drei Viertel von der Polizei aufgeklärt werden.

Die Eltern Candid und Nadya Pfister. Céline war ihr einziges Kind.

Die Tätowierungen von Candid und Nadya Pfister: Der Pfeil steht für das verlorene Leben. Der Löwe steht für das verbliebene Leben, den Kampf gegen Cybermobbing. Bild: ch media/sandra ardizzone

Strafbar macht sich in Österreich, wer eine Person für eine grössere Zahl von Menschen wahrnehmbar in ihrer Ehre verletzt oder Tatsachen oder Bilder des «höchstpersönlichen Lebensbereiches» ohne Einverständnis verbreitet.

Das Opfer muss dabei in der Lebensführung unzumutbar beeinträchtigt werden. Hat die Tat einen Suizid oder einen Suizidversuch zur Folge, so ist eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren vorgesehen. Die Tat wird als Offizialdelikt eingestuft, sie muss also von Amtes wegen verfolgt werden.

In der Schweiz hat man bisher von einer expliziten Regelung abgesehen, weil Cybermobbing weitgehend durch bestehende Straftatbestände wie Nötigung, Drohung oder Beschimpfung geahndet werden kann.

Doch es gibt auch einige Fälle, die durch die heutige Regelung nicht abgedeckt werden. Im Fall Céline wurde die Mobberin nur in einem Fall verurteilt. Das Verfahren wegen eines Drohvideos gegen eine andere Jugendliche («Du wirst genau so sterben wie Céline») wurde hingegen wegen einer Formalie eingestellt. Das Opfer hatte nämlich nur eine Täterin angezeigt, obwohl zwei Täterinnen involviert waren. Die Staatsanwaltschaft stufte den Strafantrag deshalb als ungültig ein und legte den Fall zu den Akten.

In Österreich wäre das nicht möglich gewesen: Weil die Tat dort ein Offizialdelikt ist, hätte die Staatsanwaltschaft den Fall unabhängig von der Strafanzeige verfolgen müssen.

Cybermobbing-Verbot wäre von symbolischer Bedeutung

Die Konstellation ist ähnlich wie bei der Erweiterung der Rassismusstrafnorm auf die Diskriminierung von Homosexuellen, die am Sonntag vom Stimmvolk angenommen worden ist. Die Gesetzeslücke, die damit gefüllt wird, ist klein.

Die Regelung ist vor allem von symbolischer Bedeutung: Man setzt damit ein Bewusstsein für ein Problem. Puristen sagen, das sei nicht die Aufgabe des Strafrechts, sondern der Präventionsarbeit. Pragmatiker meinen, das Gesetz solle auch eine abschreckende Wirkung haben.

Ein Straftatbestand gegen Cybermobbing würde helfen, dass das Gesetz für Leute wie Nadya und Candid Pfister verständlich wird. Mit den heutigen Formulierungen können sie wenig anfangen. Sie verstehen nicht, weshalb die Staatsanwaltschaft nur Nötigung erkennt, aber keine sexuelle Nötigung.

Die Eltern sind überzeugt, dass ihr Anliegen mehrheitsfähig ist. Auf der Strasse werden sie gefragt: «Sind die Täter im Gefängnis?» Die Antwort verstehe niemand. Ein weiterer Gradmesser sind die Online-Reaktionen. Die grosse Mehrheit der Kommentarschreiber stellt sich auf die Seite der Eltern. Nadya und Candid Pfister sagen: «Diese Unterstützung gibt uns Kraft. Deshalb kämpfen wir weiter.»

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37Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Peugeot 15.02.2020 08:18
    Highlight Highlight Mobbing bezeichnet das gezielte runtermachen einer Person. Meist gibt es einen oder ein paar Hauptakteure, einige Mitläufer und eine grössere Anzahl schweigende Zuschauer. Mobbing ist also ein Gruppenphänomen und wird noch durch die Anonymität gefördert. Es geht nicht um eine Sachbezogene Diskussion sondern um die einzelne Person um diese zu diskreditieren und herabzusetzen. Und das hat es einige sehr gute Bsp. von Schreiber die das genau zutrifft.
  • Zerpheros {aka Comtesse du Zerph} 15.02.2020 07:21
    Highlight Highlight 1. Keep it simple - wäre es nicht sinnvoller, bestehende Gesetze konsequent anzuwenden oder neue Gesetze wenigstens so zu formulieren, dass sie möglichst breit anwendbar sind? Mir erscheint das sinnvoller, als eine Sonderfall-Sammlung.
    2. Ist es nicht auffällig, dass die Kinder der Erfinder der interaktiven Medien auf private Montessori-Schulen gehen und keine Smartphones haben? Die Anerkennung auf Social Media wirkt wie eine Droge. Vielleicht sollte man Kinder besser davor schützen.
  • Peugeot 14.02.2020 18:48
    Highlight Highlight Es braucht keine neuen Gesetze, es braucht nur Anstand und Respekt.

    Bsp: Wenn man hier im Forum nicht die Meinung von gewissen Menschen teil wird man als Spinner bezeichnet oder noch mit viel schlimmere Ausdrücke betitelt.
    Es gibt hier drin Diskussionsteilnehmer die sagen es öffentlich, das sie Menschen ärgern wollen und das es ihnen Freude macht. Es gibt auch Menschen hier drin die greifen Menschen bewusst an und sagen man solle zum Psychiater usw.
    Alle fordern nur immer "Menschenrechte" von anderen das ist einfacher und bequemer als - RECHT TUN.
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 14.02.2020 20:51
      Highlight Highlight 🤦‍♂️
  • Balikc 14.02.2020 18:34
    Highlight Highlight Aufgrund des Beispiels im Artikel (Formfehler in der Anklage) scheint mir die Österreicher Variante auch sinnvoll.
    Dennoch glaube ich, Pfisters könnten viel mehr bewirken, wenn sie ihre Energie auf die Präventionn statt aufs Strafrecht fokussieren würden, beispielsweise mit Vorträgen an Schulen oder Verbreiten ihrer Geschichte in diversen Medien.
    Das eine muss jedoch das andere nicht ausschliessen.
    • Ueli der Knecht 14.02.2020 19:34
      Highlight Highlight Das eine schliesst das andere nicht aus.
  • Ueli der Knecht 14.02.2020 18:23
    Highlight Highlight Ich wünsche Nadya und Candid Pfister viel Mut und viel Kraft. Ich bewundere, wie sie trotzallem ihre Trauer und ihre Wut in positive und konstruktive Energie und verwandeln. Meine Stimme haben sie auf alle Fälle.

    Viele Straftaten gedeihen auf dem Nährboden vom Mobbing. Wenn man Mobbing bekämpft, verhindert man daher auch viele andere Straftaten, wie zB. Tätlichkeiten, Körperverletzung, sexueller Missbrauch, usw. Vorallem verhindert man auch Suizide derjenigen wertvollen Menschen, welche die Gesellschaftg am meisten braucht, weil sie nämlich feinfühlig sind. Diese Menschen sollten wir stärken.
  • DomKi 14.02.2020 18:12
    Highlight Highlight Schlimm, schlimm, schlimm was abgeht in diesem so zarten Altern.

    Aber wie wärs wenn die Eltern mehr Zeit mit ihren Kindern verbringen und sie echt lieben würden? Auf diese Weise würden die Kinder Vertrauen gewinnen und automatisch extreme Lebenssituationen aufs Tapet bringen und man könnte sie beraten und retten. Ich vertraute meinen Eltern nichts an, weil ich eben nicht ECHT geliebt wurde. Zu meiner Zeit gab es aber noch kein Internet.

    Zwischen(menschliches) wir NIE per Gesetz zu lösen sein, nur mit Liebe, Vertrauen und Aufklärung > Prävention, das Gesetz reagiert nur.
    • sowhat 15.02.2020 08:55
      Highlight Highlight Das ist leider die Sorte Blabla, die genau nicht hift. Sorry, isch so.
  • Füürtüfäli 14.02.2020 18:05
    Highlight Highlight Mobbing, Denunziantentum und Packelei sind ein elementarer Teil unserer Kultur. Das fängt im Kindergarten an und endet im Altersheim.
  • Clank 14.02.2020 17:55
    Highlight Highlight Jetz hört auf gesetzliche Lücken zu erfinden, wo es keine gibt!
    Schon wie bei der Rassismus-Strafnorm, solche Gesetze ändern absolut nichts am Ausmass von Mobbing. Wäre nur ein weiteres symbolisches Gesetz mit der sich die Leute einreden, sie hätten etwas wirksames gemacht. Egal wieviele Gesetz man macht, Mobbing wird immer auf eine subtile Art möglich sein. Allein die Tatsache, dass man Anzeige erstattet, schreckt aber ab, selbst wenn es zu keiner Verurteilung kommt. Problem ist ja, dass Mobbingopfer oft sich gar nicht erst wehren.
    • Roman h 14.02.2020 18:11
      Highlight Highlight Ja sie haben recht und dennoch unrecht
      Mobbing wird immer möglich sein, das lässt sich nicht ändern.
      Kein Gesetz auf der Welt kann oder soll einen zwingen mit wem man Zeit verbringen soll.
      Aber
      Durch die richtigen Gesetze kann man beleidigen egal ob online oder nicht bestrafen.
      Durch die Strafe kann man online Mobbing/Beleidigungen bekämpfen.
      Ohne die Gesetze würde es auch nicht besser werden, mit den Gesetzen kann man ein paar Leute bestrafen.
      Ändern tut sich nichts, vor allem nicht für ein Kind.
      Nur ist online halt in der ganzen Schweiz was einen Neuanfang schwerer macht.
    • sowhat 15.02.2020 08:59
      Highlight Highlight Als Mobbingopfer bist du eben so zerstört, dass du die Kraft dich zu wehren nicht mehr hast. Darum ist es richtig, ein Gesetz zu haben. Das können Lehrkräfte viel besser thematisieren, als ein "das macht man nicht".
    • Clank 15.02.2020 15:08
      Highlight Highlight Ihr versteht mich nicht. Die Gesetze existieren bereits! Sei es Drohung, Ehrverletzung, Belästigung, Nötigung, Körperverletzung, Sachbeschädigung und und. Es fehlt nicht an rechtliche Grundlagen um Mobber zu verurteilen. Das "Problem" liegt ganz einfach daran, dass die wenigsten rechtliche Schritte anwenden gegen Mobbing. Daran werden x weitere Antimobbing Gesetze auch nichts ändern.
      Und ganz ehrlich gesagt, so problematisch ist es auch nicht. Es ist in erster Linie nicht die Aufgabe der Justiz jeden Teenie-Konflikt zu lösen.
  • Smeyers 14.02.2020 17:42
    Highlight Highlight So ein Gesetz macht absolut Sinn. Sind wir ehrlich die Jugendlichen mobben das gegenüber wissentlich und wollen ihm schaden.

    Es kann nicht sein, dass man für die Täter mehr Verständnis aufbringt und Ihnen eine gute Zukunft ermöglichen will anstatt die Opfer zu schützen.

    Wenn es so ein Gesetz wird sich jeder überlegen wie weit er geht mit seinem Mobbing. Ich hoffe es gibt ein Gesetz oder eine Initiative!
    • SwissWitchBitch 15.02.2020 02:14
      Highlight Highlight Nein das werden solche Kids wie Isabelle auch dann nicht überlegen. Weil sie es schlicht nicht können. Sonst gäbe es auch keinen Vandalismus oder Diebstahl mehr.
    • Smeyers 15.02.2020 08:15
      Highlight Highlight @Swiss; natürlich nicht, aber die anderen 95% die sich nichts dabei gedacht haben und erwischt werden. Die werden das garantiert nicht mehr tun.
    • sowhat 15.02.2020 09:02
      Highlight Highlight @SwissWichBitch, doch ich glaube schon. Solche "Isabelles" funktionieren idR über so klare Ansagen, wie Strafverfolgung.
  • Hans Franz 14.02.2020 17:40
    Highlight Highlight "...Das Opfer hatte nämlich nur eine Täterin angezeigt, obwohl zwei Täterinnen involviert waren..." deswegen wurde die andere Person nicht angeklagt!? serious?! was soll der Schei..!!!
    • Roman h 14.02.2020 17:54
      Highlight Highlight Kann man nicht einfach jetzt beide anzeigen?
      Ich meine Bürokratie war und ist schon immer so, es ist nervig aber man macht es halt nochmals und gut ist.
    • sowhat 15.02.2020 09:03
      Highlight Highlight @Roman h, "und gut ist", hast du eine Vorstellung wie es jemandem in dieser Situation geht? Da ist keine Kraft mehr.
  • 0 o 14.02.2020 17:27
    Highlight Highlight Für einen " versuchten Bewaffneten Raubüberfall" gibt's 4 Jahre nach Jugendstrafrecht.( je nach Richter +/- ein Jahr)
    Das gleiche Vergehen gibt im Erwachsenenstrafrecht eine Bewährungsstrafe.

    Hier kommt es zu keinem körperlichen, "nur" einem psychischen Schaden.

    Und für eine Aktion, die man böswillig durchaus als Mord auf Raten bezeichnen kann, gibts einen Arbeitseinsatz?
    Wo zum Teufel steckt da Prävention dahinter?
    und wo bleibt die Verhältnissmässigkeit?
  • Tom Scherrer (1) 14.02.2020 17:11
    Highlight Highlight Das Gesetz aus Österreich macht super Sinn.

    Die Ohmmacht nichts Ausrichten zu können spielt bei Cybermobbing auch mit.

    Und die Eltern kommen mit Ihren Kontrollen machmal auch zu spät, das geht ja jeweils sehr schnell.

    Wieso brauchen wir denn nur so lange für eine entsprechende Umsetzung?

    Oder wo darf ich unterschreiben?
    • sowhat 15.02.2020 09:05
      Highlight Highlight Die Ohnmacht ist genau das Stichwort.
  • Hosesack 14.02.2020 16:59
    Highlight Highlight Opfer sollten keine Gesetze machen, sonst führen wir in 5 Jahre wieder Steinigungen ein.
  • Whitchface 14.02.2020 16:19
    Highlight Highlight Wie wäre es mit eventual vorsätzlicher Tötung? Schlussendlich wurde dem Opfer mit dem Tod bedroht. Das schlimmste an der Geschichte ist für mich die fehlende Reue der Täterin. Unter 5 Jahre Haft sollte es für so etwas nicht geben. Suizidhilfe wird teils schwerer bestraft. Für mich schlicht unverständlich.
    • Roman h 14.02.2020 18:01
      Highlight Highlight Also für mich ist die Täterin ganz klar eine Mörderin.
      Das mit der Reue kommt noch dazu also 10 Jahre Knast und leben zerstört, immerhin hat sie selber mehrere leben zerstört.
      Was mich aber verwundert sind die Kommentare und Herzen.
      Heisst es doch oft das man keine Rache will sondern Tätern wieder eingliedern.
      Hier fehlen die aber
      Mir soll es recht sein
      Ich bin für Genugtuung für die Opfer und Abschreckung für zukünftige.
    • Garp 14.02.2020 19:10
      Highlight Highlight Das geht zu weit, vorsätzliche Tötung erfordert eigenes Hand anlegen, bei der direkten Handlung die zum Tod führte. Wir müssen schon aufpassen, dass unser Gesetz nicht zu einem undurchdringlichen Dschungel wird, wenn ich die Emotionalität auch verstehen kann.
    • Garp 14.02.2020 19:32
      Highlight Highlight Roman h, diesen Ronaldo lässt Du bei Deinem Betrachtungen einfach weg.

      Mord war das nicht.

      Es war Mobbing und Mobbing kann zur Selbsttötung führen.
  • Musikuss 14.02.2020 16:11
    Highlight Highlight Wenn jemand willentlich und wissentlich in den Tod getrieben wird - und das ist hier der Fall - ist das eine ganz besonders grausame Gesinnung, für die eine unbedingte Gefängnisstrafe auch für Jugendliche eine angebrachte Erziehung wäre , denn schließlich haben die Täter den Tod des Opfers nicht nur gewollt, sondern auch erreicht!
  • Best President ever! Trump 4eva! 14.02.2020 16:03
    Highlight Highlight Bin hin und her gerissen... Jein, wenn nämlich die Apps nur von ü16 Jährigen genutzt würden wie es eigentlich vorgesehen ist, bräuchte es das vielleicht nicht. Lasst halt nicht 11 jährige Kinder alleine mit Apps ab 16. Und zweitens müssten auch die Eltern einfach in die Pflicht genommen werden. Dann bräuchte es das auch nicht. So hart es ist, die Eltern haben schlussendlich die Verantwortung. Da das aber leider anscheinend nicht mehr möglich ist den Eltern eine Verantwortung zu übertragen, wäre es vielleicht doch sinnvoll. Von daher mein Jein.
  • Gähn on the rocks änd röll 14.02.2020 16:03
    Highlight Highlight es ist ein riesiges problem und es wird grösser. die opfer und täter werden immer jünger.
    • Gähn on the rocks änd röll 14.02.2020 20:20
      Highlight Highlight wtf? weshalb blitzt du?
  • Garp 14.02.2020 16:02
    Highlight Highlight Ich würde das grundsätzlich begrüssen.

    Das eigentliche Problem sind aber Instagramm, Facebook und Co, die sich völlig jeglicher Verantwortung entziehen.
    Wenn User Bilder ohne Einverständnis der Abgebildeten veröffentlichen, sind diese Dienste ebenso zur Verantwortung zu ziehen. Sie bieten ja erst die Möglichkeiten dieses Cybermobbings.
    • Best President ever! Trump 4eva! 14.02.2020 20:13
      Highlight Highlight Wie kommst Du darauf? Die Verantwortung pics hochzuladen liegt schlussendlich bei dem uploader oder den Eltern. Jeder weiss eigentlich, dass man das nicht sollte. Man kann um himmelswillen doch nicht immer andere dafür verantwortlich machen. Es täte unserer Gesellschaft echt gut aufzuhören mit dieser unsäglichen Selbstdarstellung.
  • Humor Simpson 14.02.2020 15:38
    Highlight Highlight Wie oft Kinder vom Cybermobbing betroffen sind kann man kaum erahnen. Finde das Strafmass in diesem Fall auch viel zu gering!

    Ich hoffe sehr das hier eine Ergänzung im Strafgesetzbuch erfolgt.
  • Randalf 14.02.2020 15:27
    Highlight Highlight
    Ich bin nicht wirklich ein Freund von immer neuen Gesetzen, aber hier macht es Sinn.

    Alle sollen die Tragweite von mobbing erkennen.

    Von Österreich können wir in diesem Fall etwas lernen. Warum machen wir es nicht?

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