Zürich
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«Bei PKZ bräuchte es, wennschon, eine Männerquote», sagt Manuela Beer, seit drei Jahren Chefin des Zürcher Modehauses. bild: denise ackermann/az

So kämpft die PKZ-Chefin gegen Zalando & Co.

Seit drei Jahren leitet sie die Zürcher Modehaus-Gruppe PKZ: Manuela Beer (48) über das grosse Filialsterben, mögliche Kooperationen mit Zalando – und die markenaffine Jugend.

19.03.18, 04:56 19.03.18, 13:36

Benjamin Weinmann und Beat Schmid / az Aargauer Zeitung



Die Modebranche hat harte Jahre hinter sich. Der Einkaufstourismus und die Abwanderung der Kundschaft zu Onlineshops wie Zalando hat Opfer wie Companys oder Charles Vögele gefordert. Sogar der schwedische Moderiese H&M schwächelte zuletzt. Manuela Beer ist dennoch frohen Mutes, als sie am Sitzungstisch in der obersten, frisch umgebauten Etage der PKZ-Filiale an der Zürcher Bahnhofstrasse Platz nimmt. Dabei muss auch die Chefin der Zürcher Traditionsfirma Antworten auf die neuen Konsumgewohnheiten liefern.

Frau Beer, was kaufen Sie online ein?
Manuela Beer: Einiges, zum Beispiel Spielwaren, wenn ich ein Kindergeschenk brauche, Lebensmittel, aber auch Kleider bei PKZ. Und zu Testzwecken bestelle ich auch mal Mode bei der Konkurrenz. Ich habe da keine Berührungsängste. Aber 90 Prozent meiner Einkäufe tätige ich noch immer in den Filialen vor Ort.

Manche Kunden kaufen fast nur noch online ein. Wie stark spürt das PKZ?
Wir profitieren davon. Die Umsätze in unserem Onlineshop sind im letzten Jahr um 17 Prozent gestiegen, bei den Frauen sogar um 30 Prozent. Die besten Kunden sind jene, die sowohl online als auch stationär, also in der Filiale, einkaufen. Sie lassen sich im Geschäft bei uns beraten und bestellen später auch noch online Kleider.

Das tönt alles sehr positiv. Aber wie viel macht Ihr Onlineshop am Gesamtumsatz aus?
5 Prozent. In den nächsten drei Jahren möchten wir diesen Anteil verdoppeln.

5 Prozent sind noch nicht berauschend. Anfang Jahr haben Sie den Posten eines Digitalchefs neu geschaffen und einen neuen Webshop per Frühling angekündigt. Kommt das nicht alles etwas spät?
Vor sechs Jahren hatten wir eines der ersten starken Onlineangebote im Schweizer Markt. Wir sind Pioniere. Was jetzt kommt, ist ein Relaunch mit neuen Funktionen und neuer Optik. Und die Stelle des Digitalchefs ist an sich nicht neu, aber sie ist neu in der Geschäftsleitung angesiedelt.

Sie legen online zu. Heisst das, dass in den Geschäften an der Zürcher Bahnhofstrasse und anderswo die Kundenfrequenzen sinken?
Ja, das ist so. Deshalb gehen in vielen Modegeschäften auch die Umsätze zurück. Wir konnten hingegen zulegen.

Wie?
Wir haben stärker auf das Premium-Segment gesetzt und konnten den durchschnittlichen Verkaufspreis erhöhen. Das ist nur mit gutem Service möglich. Wir haben alle Mitarbeitenden letztes Jahr in eine Schulung geschickt, damit sie die Kunden noch besser beraten.

«Der Strukturwandel ist noch nicht ganz abgeschlossen.»

Mehr Premium-Mode – was heisst das für die Marge?
Das bedeutet nicht automatisch, dass die Marge höher ist. Es gibt andere Möglichkeiten, die Marge zu beeinflussen, zum Beispiel beim Ausverkauf. Wir haben unsere Verkaufsvolumen besser geplant und waren so weniger gezwungen, die übrig gebliebenen Kleider Ende Saison billig zu verkaufen und viel abzuschreiben.

Aber es herrscht doch ständig Ausverkauf, mit bis zu 70 Prozent Rabatt.
Dieser Trend hat in der Tat zugenommen. Deshalb sind in den letzten Jahren auch einige Geschäfte verschwunden. Aber wir wollen dieser Aktionitis nicht verfallen.

Navyboot-Inhaber Philippe Gaydoul sagte vor einigen Jahren, es wäre gut, die Ausverkaufsphasen wären wieder gesetzlich geregelt, so wie früher – mit nur zwei entsprechenden Fenstern pro Jahr. Fänden Sie das auch gut?
Nein, der Markt reguliert sich selber. Das beweisen die vielen Schliessungen in den letzten drei Jahren. Der Strukturwandel ist noch nicht ganz abgeschlossen.

Companys, Bernie’s, Schild, Charles Vögele – rechnen Sie mit weiteren Geschäftsaufgaben?
Leider ja. Wer jetzt noch immer kein klares Profil hat, wird es schwer haben. Ich denke aber, dass sich diese krasse Marktbereinigung im letzten Drittel befindet.

Und dann drohen leere Einkaufsmeilen und verlassene Shoppingcenter, sogenannte Ghostmalls.
Im schlimmsten Fall, ja. Deshalb muss der Detailhandel den Kunden ein Erlebnis bieten. Aber auch die Städte müssen sich bewegen, und das tun viele bereits mit entsprechenden Arbeitsgruppen. In Zürich haben wir liberale Öffnungszeiten bis 20 Uhr, auch samstags. Und es hat viele Gastronomie-Angebote an der Bahnhofstrasse. Es gibt andere Städte, die mehr tun könnten.

Nämlich?
Basel hätte noch Potenzial zu Verbesserungen, gerade in der Innenstadt bei Themen wie Verkehrsführung, Parkplätze oder Aussenbestuhlung. Die Gastronomie ist vielerorts zu wenig vertreten. Dabei sind Restaurants und Cafés enorm wichtig für die Belebung einer Einkaufsmeile. Am anspruchsvollsten ist aber die Westschweiz, vor allem in Sachen Öffnungszeiten.

Können Sie im Zuge der zahlreichen Geschäftsaufgaben nun viel einfacher Mietzinsreduktionen beantragen?
Die Mieten sind bereits stark gesunken, auch an der Bahnhofstrasse in Zürich um 25 bis 30 Prozent. Die Entwicklung im Handel ist eine Chance für uns, um das Thema Mietpreise anzusprechen.

Auch bei institutionellen Immobilienbesitzern? Die Swiss Life kämpft ja nach wie vor mit dem Warenhaus Manor um den Mietpreis.
Ja, auch dort. Wir haben die Möglichkeit, dem Vermieter entgegenzukommen, mit langfristigen Mietverträgen.

Sie betreiben heute 39 Filialen. Mit wie vielen rechnen Sie in 5, 10 Jahren?
Schwer zu sagen. Letztes Jahr haben wir zwei zusätzliche Filialen eröffnet und einige Geschäfte erweitert. Wir hätten gerne noch zwei, drei Standorte für die Herren-Mode, und in der Westschweiz sehen wir mit Damenhäusern ebenfalls Potenzial. Aber es werden sicher nicht zehn Filialen dazukommen. Wir möchten die aktuellen Standorte aufwerten, wie zum Beispiel Aarau, Spreitenbach, Fribourg, in Zürich im Sihlcity und an der Bahnhofstrasse. Das kostet mehrere Millionen Franken. Schliessungen sind keine geplant, unser Filialnetz ist bereinigt.

2010 setzte die PKZ-Gruppe 215 Millionen Franken um. 2016 waren es noch 159 Millionen. Und im letzten Jahr?
Wir sind um rund 2 Prozent gewachsen, liegen also wieder über 160 Millionen Franken Umsatz, nicht zuletzt dank dem Onlineshop. Und das, obwohl wir in Basel und Zürich grosse Umbauten hatten, bei denen die Filialen teilweise monatelang zu waren. 2 Prozent im Plus, während der Markt um 5 Prozent geschrumpft ist – damit dürfen wir sehr zufrieden sein.

Nach aufwaendigen Umbauarbeiten eroeffnet das Herrenmodegeschaeft PKZ am 7. Maerz 2013 in Zuerich seinen Flagship-Store. Moderatorin Sara Hildebrand von g&g, Stylingpapst Clifford Lilley und diverse prominente Gaeste sorgten für einen glanzvollen Abend. Im Bild: Gunvor Guggisberg. (PHOTOPRESS/David Biedert)

Eröffnung des neuen PKZ an der Bahnhofstrasse.  Bild: PHOTOPRESS

Und was ist für 2018 budgetiert?
Ein noch grösseres Wachstum, also deutlich mehr als drei Prozent, nur schon aufgrund der neuen Flächen wie zum Beispiel an der Bahnhofstrasse, mit den beiden neuen Etagen im Herrengeschäft, wo wir neu auch Übergrössen verkaufen.

In Sachen Sortimentsgrösse bleiben Sie aber im Nachteil. Ein Beispiel: Wenn man eine Männer-Diesel-Jeans des Typs Tepphar sucht, erscheinen in Ihrem Webshop 7 Resultate. Bei Zalando sind es 32.
Qualität und Quantität sind zwei Paar Schuhe. Uns geht es nicht um die Masse. Kleidungsstücke sind etwas anderes als ein DVD-Player, den man online bestellt. Sie sind etwas sehr Persönliches. Man trägt sie täglich und der Stil sollte zum Charakter passen. Wir bieten diese Beratung.

Reicht das?
Der Besuch im Geschäft muss ein Erlebnis sein. Deshalb verschönern wir laufend unsere Stores, bieten Lounges zum Verweilen, komfortable VIP-Umkleidekabinen und Kaffee-Ecken. Das Shopping wird so zur Freizeitbeschäftigung. Aber klar, wer nur auf den Preis und die grösste Auswahl schaut, der wird online anderswo fündig.

Auch Amazon wird vermehrt in die Schweiz liefern. Wie gross wird das Onlinegeschäft aus Ihrer Sicht in Zukunft steigen?
Die Wachstumskurven sind tiefer als auch schon. Ich bin mit Versandkatalogen wie Spengler oder Ackermann aufgewachsen. Auch damals konnte man Kleider bestellen und zurückschicken. Aber dieses Geschäft war begrenzt. Die Gretchenfrage ist nun, wo die Grenze des Onlinehandels liegt.

Wie handhaben Sie die Retouren?
Wir haben eine hohe Retourenquote von etwa 50 Prozent. Damit liegen wir jedoch unter der Zalando-Quote. Im neuen Webshop möchten wir deshalb den Kunden beim Kauf noch besser lotsen, zum Beispiel mit genaueren Grössenhilfen, damit die Kleider passen. Jede Marke berechnet die Grössen ja etwas anders.

Das sind weitere Investitionen, die kosten. Rechnet sich der Webshop für sich alleine überhaupt?
Nein, im Eins-zu-eins-Vergleich gegenüber einer Filiale ist der Webshop nicht lukrativ. Dennoch braucht es ihn, gerade mit der Verknüpfung zum stationären Geschäft – und fürs Marketing.

Vor einem Jahr haben Sie laut über die Möglichkeit nachgedacht, Ihre PKZ-Eigenmarken über Zalando zu verkaufen. Ist dies noch ein Thema?
Nein, zurzeit ist Zalando kein Thema für uns, da wir so viele eigene Projekte haben, die wir umsetzen wollen. Frühestens 2019 werden wir diese Möglichkeit nochmals diskutieren.

In den Filialen setzen Sie auf exklusive Beratung und haben das Business-Angebot ausgebaut. Locken Sie damit auch die jüngere Kundschaft ins Geschäft?
Absolut. Die junge Kundschaft, also die Generation Y, ist wieder deutlich luxus- und markenaffiner. Auch Massanzüge sind bei den Jungen wieder im Trend.

Dabei hiess es doch lange, Business Casual, also Jeans, Hemd und Jacket, habe sich fast überall durchgesetzt.
Durchaus. Und trotzdem haben wir in den letzten Jahren bei den Herren wieder mehr Anzüge mit Krawatten, Gilets und Einstecktüchlein verkauft. Gerade in unsicheren Zeiten wird es formeller. Wir profitieren auch davon, dass es immer mehr Business-Frauen gibt, die gut gekleidet sein möchten. Das ist ein wachsendes Segment.

Lange hatte PKZ das Image des teuren Modehauses. Wie oft hören Sie eigentlich noch den Spruch, PKZ stehe für «Papa kann zahlen»?
(Lacht) Den habe ich schon lange nicht mehr gehört.

Sie haben eine Tochter im Teenageralter. Kauft Sie bei Ihnen ein?
Sie gehört noch nicht zu unserer Zielgruppe. Aber ihr gefällt die eine oder andere Marke. Und sie will mit ihren Kolleginnen immer an unserer jährlichen Fashion Night an der Bahnhofstrasse teilnehmen. Schliesslich haben wir auch viel Partymode für junge Frauen, zum Beispiel Cocktail- und Abendkleider. Das gibt es in vielen anderen Modegeschäften nicht mehr.

«Bei PKZ bräuchte es, wenn schon, eine Männerquote (lacht). Ich bin aber generell gegen Quoten.»

Was machen Sie eigentlich, wenn Sie nicht arbeiten?
Mode und Marketing waren schon immer meine Leidenschaft. Hobby und Beruf sind nun fast deckungsgleich. Umso wichtiger ist es deshalb, auch mal abzuschalten. Ich habe mir neue Hobbys gesucht, wie Yoga und Pilates. Zudem gehe ich gerne in die Berge, ins Engadin, um den Kopf durchzulüften. Da sind wir in der Schweiz sehr privilegiert. Und ich reise gerne.

Ihr Mann ist Manager beim Detailhändler Spar. Spricht man da nicht immer über die Branche?
Natürlich tauschen wir uns oft aus. Wir haben uns an der Universität St. Gallen kennen gelernt und damals schon gemeinsam Gruppenarbeiten erledigt. Aber wir können auch mal über anderes sprechen, keine Angst.

Sie sind seit dreieinhalb Jahren CEO von PKZ. Wären Sie auch offen für Verwaltungsratsmandate?
Die ersten Jahre möchte ich meine Energie der Firma widmen. Das ist auch nötig. Mittelfristig kann ich mir ein spannendes Verwaltungsratsmandat aber durchaus vorstellen.

Im Handel gibt es nach wie vor wenige Frauen auf dem CEO-Posten. Sind Sie für eine Frauenquote?
Nein. 

Auch bei den Löhnen?
Ja. Wir machen keinen Unterschied zwischen Männer- und Frauenlöhnen. Und wir haben etwa gleich viele männliche und weibliche Geschäftsführer. Möglicherweise ist unsere Branche in dieser Hinsicht etwas fortschrittlicher als andere. 

Wir kaufen immer mehr Kleider und Abfallberge werden grösser

Video: srf

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40
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40Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Florian Harold 19.03.2018 12:43
    Highlight Einige Klauseln sind fragwürdig. Es gibt z.B. eine Bestimmung, die vorsieht, dass die Zalando SE das Beschaffungsrisiko nicht übernimmt, sondern nur zur Lieferung nach Warenvorrat und Verfügbarkeit beim Zulieferer verpflichtet ist. Ein Anwalt sollte dies nochmals prüfen vgl. https://www.google.ch/amp/s/amp.heute.at/wirtschaft/news/story/VKI-gewinnt-auch-Klage-gegen-Zalando-54931328 Und http://www.anwalt-gesellschaftsrecht.attorney
    0 3 Melden
  • Stinkender Wookie 19.03.2018 11:38
    Highlight Spennedes Interview, danke 👍
    6 15 Melden
  • .:|Caballito de Mantequilla|:. 19.03.2018 11:20
    Highlight PapaKannZahlen
    16 3 Melden
  • Rest Aurant 19.03.2018 10:54
    Highlight tjo... pkz ist leider in keiner Art und weise ein "modernes" Geschäft.

    Meine beiden Arme sind tätowiert und ich wollte bei pkz einen teuren Anzug kaufen. Ich wurde weder beachtet noch bedient. Auch als ich die Verkäuferin etwas fragen wollte wurde ich abgewiesen.

    Also ging ich nach hause, zog einen langärmligen Pullover an und setzte meine Brille auf und danach zurück in den pkz. E Voila... ich wurde sofort bedient, man kroch regelrecht bei mir hinten rein.

    Ich verwies dann auf das bereits geschehene und bat die Verkäuferin doch bitte das heucheln sein zu lassen.

    80 15 Melden
    • Marlon Mendieta 20.03.2018 06:45
      Highlight Modernes Märchen seit den 80er.
      Im Globus passiert immer allen das Gleiche wie Dir im Pkz.
      Und im Schweizerhof bekommt man Geld vom Kellner und wird gebeten wieder zu gehen, wenn man tätowiert ist...
      2 0 Melden
  • Adumdum 19.03.2018 10:12
    Highlight Gutes Interview, gute Fragen, kluge Antworten - wäre interessant das in 2-3 Jahren mal wieder herauszuholen und zu schauen wie es dann aussieht
    19 6 Melden
  • Ms. Song 19.03.2018 09:28
    Highlight Es gibt immer mehr Leute, die Fast-Fashion ablehnen. Ich versuche mich seit Jahren am Riehmen zu reissen und qualitativ hochwertige Kleidung zu kaufen. Allerdings ist das gar nicht so einfach. Auch Marken im "Premium-Sektor" verkaufen oft günstige Qualität- einfach teurer. Kein Wunder haben dies schwer. Im Onlinehandel kann ich z.B. die Suche ganz einfach nach Materialien einschränken. Bekleidungsgeschäfte betrete ich nur noch, wenn ich Kleidung brauche, die man noch abändern muss z.B. Blazer. Dann aber Premiumgeschäfte, die mehrere Marken führen.
    7 4 Melden
    • Julietta 19.03.2018 18:33
      Highlight Ich kann dir das Label Armedangels mit gutem Gewissen empfehlen.

      Ich versuche nicht zu viele Kleider zu kaufen und wenn ich etwas brauche, kaufe ich da ein.

      Relativ teuer, aber fair und nachhaltig produziert und die Qualität bis jetzt immer top.
      0 0 Melden
  • iHero 19.03.2018 09:22
    Highlight Seit ich ein gewisses Alter habe (ähäm), kaufe ich meine Kleider fast nur noch bei Globus oder PKZ ein. Dies hat insbesondere 2 Gründe: 1. verdiene ich in der Zwischenzeit genug, wodurch ich es mir überhaupt leisten kann (es ist nämlich sauteuer in der Schweiz) und 2. wird mir bei den Wühltischen bei Zara, H&M und Co. schnell mal übel. Ich will (als Mann) in einen Laden reingehen können, sagen, was ich brauche, und dann wenige Optionen präsentiert bekommen, aus denen ich wählen kann. Wenn der Laden dann auch noch entsprechend aufgemacht ist und mir einen Kaffee anbietet, bin ich happy.
    49 7 Melden
    • Ms. Song 19.03.2018 10:02
      Highlight In welchem Globus wird einem einen Kaffee offeriert?
      22 1 Melden
    • Madison Pierce 19.03.2018 10:41
      Highlight Sehe ich auch so. Ich kenne meine Kleidergrösse nicht und will sie auch nicht kennen müssen. Stattdessen möchte ich, dass die fachkundige Bedienung kurz Mass nimmt und mir dann passende Kleider vorlegt. Zur Kontrolle kurz anprobieren (passt eigentlich immer beim 1. Versuch) und dann in jeder Farbe einmal kaufen. :) Wenn eine Farbe gar nicht passt, will ich das gesagt bekommen, damit es dann zuhause keine Lämpen gibt. :)

      @Pond: Beim Globus in Aarau (jedenfalls er noch "Schild" hiess) gab/gibt es Kaffee, leider nur in der Frauenabteilung.
      11 8 Melden
    • Mzungu 19.03.2018 10:48
      Highlight Beim Herrenglobus in Basel z.B.
      5 1 Melden
    • Angelsshare 19.03.2018 12:33
      Highlight Beim Herrenglobus in Aarau gibt es Kaffee und Mineral.
      8 0 Melden
  • El diablo 19.03.2018 08:04
    Highlight Finde es gut, wie das Unternehmen mit der Situation umgeht. Sie motzen nicht über die Entwicklung zum zunehmenden Online Shopping, wie es viele andere tun. Sie sehen eine Chance in der Entwicklung und überlegen sich, wie sie diese nutzen können und ihr Kerngeschäft trotzdem überleben kann. Gibt ja sogar Geschäfte, die Online Shops gesetzlich behindern wollen. Das sind dann diese, die schlussendlich untergehen.
    29 0 Melden
  • bobi 19.03.2018 08:01
    Highlight PKZ, nein Danke. 2 Mal habe ich ich eine Filiale betreten. Beide Male wurde ich von den Beratern gekonnt übersehen, weil ich nicht wie Ihr "Zielpublikum" angezogen war.

    Beim ersten Mal zeigten die Berater erst Interesse, als sie bemerkten, dass mein Einkauf grösser sein könnte. Beim zweiten Mal wurde ich komplett ignoriert und verliess anschliessend die Filiale.
    25 7 Melden
    • Ms. Song 19.03.2018 10:10
      Highlight Dieser Fehler passiert in etwas teureren Läden immer wieder. Das ist einfach nur schlecht geschultes Personal. Liegt halt auch ein bisschen daran, dass die Verkäuferinnen selbst oftmals selbst nicht zum Zielpublikum gehören. Sie denken vielleicht, dass finanzieller Wohlstand permanent mittels Statussymbolen gezeigt werden muss.
      48 0 Melden
  • Scaros_2 19.03.2018 07:59
    Highlight Aber Schlussendlich heisst PkZ im Volksmund "Papa kann Zahlen" und verdeutlich damit warum ich diesem Laden nichts abkann wenn ich die gleiche Ware bei Zalando etc. deutlich günstiger kriege.

    Freie Marktwirtschaft.
    16 28 Melden
    • Baba 19.03.2018 10:17
      Highlight Scaros - irgendwann sagt sich dann eventuell auch Ihr Arbeitgeber: "Freie Marktwirtschaft - Scaros' Dienste bekomme ich woanders auch deutlich günstiger..."

      Der Online-Einauf, bloss weil deutlich günstiger, ist recht kurzsichtig (oder je nach Blickwinkel: egoistisch). Es ist hinlänglich bekannt, dass viele Onlinehändler miserable Löhne zahlen, Leute nur auf Abruf beschäftigen, mit irren Zielvorgaben ausquetschen... Alles Dinge, die wohl keiner der Online-SchnäppchenjägerInnen gerne am eigenen Leib erfahren möchte!

      Und einen Laden wegen einem doofen Spruch zu meiden ist nicht gerade smart.
      33 3 Melden
    • Calimoerchen 19.03.2018 12:09
      Highlight Kennen Sie die Arbeitsbedingungen bei Zalando?? Würde es mal probieren vielleicht schaltet dann das Hirn wieder ein?
      14 1 Melden
    • Scaros_2 19.03.2018 12:41
      Highlight Ja ich kenne sie und sie sind mir ehrlich gesagt egal weil diese nicht besser sind als bei Amazon oder irgend ein andere Online händler. Ja wirklich. Sie sind mir absolut EGAL.

      Und ganz ehrlich. Bei einem Lohn von 3500 Fr. oder so als Verkäuferin mit wenig Motivation in der Beratung etc. sehe ich die lokalen bedingungen hier auch nicht als besser an.
      3 17 Melden
    • Ms. Song 19.03.2018 13:26
      Highlight @Calimoerchen allerdings sind die Arbeitsbedingungen im Detailhandel oft auch unterirdisch. Während meiner Ausbildung habe ich im Detailhandel gejobbt und es war furchtbar. Sehr schlechte Bezahlung, unbezahlte Überstunden, keine Pausen, man durfte sich nie hinsetzen, nichts trinken, massiver Druck betreffend Umsatzzahlen...... das hab ich in kleineren Boutiquen, als auch in grossen Warenhäusern erlebt.
      8 1 Melden
  • Rectangular Circle 19.03.2018 07:52
    Highlight Jaja, die machen ja anscheinend alles richtig. Pioniere beim Online-Shopping, Umsatz steigern, aber keine überzogenen Margen, die Mitarbeiter geschult, etc.

    Schön brav alles gesagt, was die Firma gut dastehen lässt. Hätte mich auch gewundert, wenn's anders gewesen wäre.
    106 13 Melden
    • chnobli1896 19.03.2018 08:10
      Highlight Immerhin malt sie nicht schwarz und schiebt alle Herausforderungen auf den Einkaufstourismus und die Online-Shops..
      35 2 Melden
    • Adumdum 19.03.2018 10:06
      Highlight Ist ja auch ein Interview, keine Gegendarstellung
      16 0 Melden
  • CASSIO 19.03.2018 07:40
    Highlight bei verkauszuschlägen von 200 bis 300% muss sich die branche nicht wundern, dass ein effizienterer verkauskanal mehr und mehr an bedeutung gewinnt...
    47 13 Melden
    • w'ever 19.03.2018 08:31
      Highlight es gibt zwar einige modehäuser die bei einzelnen marken eine marge von 200 bis 300% haben, aber dass sind nur wenige. die meisten geschäfte in der bekleidungsindustrie haben viel weniger.
      16 2 Melden
    • Gubbe 19.03.2018 09:00
      Highlight Alle Branchen verdreifachen im Minimum den Einkaufspreis. Das ist in Restaurants so, wie eben auch bei Kleidern.
      17 16 Melden
    • w'ever 19.03.2018 10:08
      Highlight @bonzino
      ich arbeite in der kleiderbranche. deine aussage, dass alle in der branche ihre marge verdreifachen, ist ganz einfach nicht wahr.
      26 3 Melden
    • Adumdum 19.03.2018 10:10
      Highlight Das sind aber keine Netto-Margen - irgendjemand will ja auch noch Miete haben, geheizt werden, Licht und Rolltreppen sollten funktionieren, Angestellte arbeiten nicht umsonst, die Kleidung erscheint nicht magisch auf Lager, und die bösen Banken und Investoren wollen Zinsen für Kredite und Institutionen - weil deren Angestellte wollen unverschämterweise auch nicht umsonst arbeiten... Böser Kapitalismus halt.
      27 2 Melden
    • winglet55 19.03.2018 10:30
      Highlight ich habe einen Bekannten, der einige Boutiques sein eigen nannte. Der ging in Asien auf Einkaufstour, bezahlte pro shirt inkl. Transport rund einen franken, und verkaufte die Ware hier zwischen 30- und 40.—, 2-300% da lachen die Hühner!
      11 11 Melden
    • El diablo 19.03.2018 11:41
      Highlight @winglet55 Hast du Grundschulkenntnisse bezüglich Wirtschaft? Ja das mit dem Aufschlag zum Einkaufspreis stimmt. Aber ist dir eine Nutzschwelle ein Begriff? Gibt noch sehr viel mehr Kosten als nur der Einkauf, die gedeckt werden wollen.
      15 2 Melden
    • winglet55 19.03.2018 12:23
      Highlight jaja, ich weiss das schon, nur die 2-300 % stimmen trotzdem nicht
      3 1 Melden
    • Gubbe 19.03.2018 18:01
      Highlight w'ever : Rechne mal prozentual deinen Lohn weg. Den vom Einkäufer und den Transport, Mietkosten und Lagerkosten. Von deinem Verkaufspreis bleibt nicht mehr viel. Dann im Sale noch 20% weg und du zahlst drauf.
      1 0 Melden
    • CASSIO 19.03.2018 18:46
      Highlight meine lieben... Ihr vringt hier einiges durcheinander.... sprecht nicht von margen, wenn Ihr zuschläge meint. ein zuschlag von 300% meint eine marge von 75%. ich rechnete hier bei diesen 200 bis 300% mit zuschlägen, die bei markenjeans gang und gäbe sind. rechnet mal die exorbitanten mietkosten, den personalaufwand, die marketingkosten usw. ab, da bleibt am ende nicht mehr viel übrig. schuld daran ist nicht zalando (was keine konkurrenz ist, aber dazu macht Euch Eure eigenen gedanken!) oder der dauernde ausverkauf, sondern die bekleidungsindustrie selber, welche alle 28 tage neu released.
      3 0 Melden
  • BLCNY 19.03.2018 06:28
    Highlight DVD-Player, gibts das noch??😂😂
    79 7 Melden

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