Forschung
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Fleissige Schülerin

Zu viel Fleiss kann schaden. Bild: shutterstock.com

Warum Mädchen bessere Noten haben, Buben aber Karriere machen

Sie sind fleissiger und machen die besseren Abschlüsse: Mädchen übertrumpfen Buben in der Schule. Doch im Berufsleben hinken sie hinterher. Die Probleme liegen in der Kindheit.

Yannick Nock / ch media



Gibt es eine grössere Streberin als Hermine Granger? Das Mädchen aus den «Harry Potter»-Büchern hat nur 6er, ist Klassenbeste und Liebling der Lehrer. Als Hermine einmal einen Aufsatz abgibt, sagt sie ihren Freunden: «Ich hoffe, er ist nicht zu lang geworden – zwei Rollen Pergament mehr, als der Professor verlangt hat.»

Hermine Granger aus Harry Potter

Paradebeispiel einer Streberin: Hermine Granger macht mehr, als sie müsste. Bild: Warner Bros.

An dieser Stelle im Buch stockt die Psychologin Lisa Damour und schaut zu ihrer 8-jährigen Tochter auf, der sie die Geschichte vorliest. «Hermine nutzt ihre Zeit aber nicht sehr sinnvoll», sagt sie. Die zwei Seiten mehr seien unnötig. «Hermine ist eine tolle Schülerin und könnte hervorragende Noten bekommen – ohne Zusatzarbeit.»

Die Psychologin weiss um die Probleme, die solche Passagen mit sich bringen. Gerade Mädchen wird oft ein Bild vermittelt, das auf den ersten Blick zwar erstrebenswert scheint, den Kindern aber später schadet: «Sei brav, sei fleissig, mach mehr, als die Lehrer fordern.» Wer sich daran hält, erhält meistens gute Noten, wird im Berufsleben aber darunter leiden. Die Mädchen hecheln einem Ideal hinterher, das keines ist. Und das weit über den Schulabschluss hinaus.

Dabei ist Bildung Frauensache. Zumindest wenn es nach den Zahlen geht. Nicht nur, dass Mädchen in der Regel bessere Noten erhalten, wie Studien belegt haben. Sie sind auch in der höheren Bildung erfolgreicher. Die gymnasiale Maturitätsquote von Frauen liegt bei 25 Prozent, jene der Männer bei 17.5 Prozent.

Auch bei den landesweit 152'000 Studierenden sind Frauen in der Mehrheit. So liegt das Verhältnis auf dem Campus der grössten Hochschule des Landes, der Universität Zürich, bei 58 zu 42 Prozent. Studentinnen dominieren die Bildungsstätten.

Ganz anders sieht es in der Arbeitswelt aus. In der Führungsetage grosser Unternehmen sind Frauen in der Minderheit. Zwar ist der Anteil in den Geschäftsleitungen zuletzt leicht angestiegen, wie ein im März veröffentlichter Gleichstellungsreport zeigt, der die Spitzen der 100 grössten Schweizer Arbeitgeber durchleuchtet. Doch der Anteil liegt bei nur 9 Prozent.

In der Schweiz gibt es nur ein Grossunternehmen, bei dem der Frauenanteil in den Chefetagen mehr als 25 Prozent ausmacht: Bei der Zürich-Versicherung sind drei Frauen im Top-Management vertreten.

Ansonsten arbeiten nur bei Roche, Novartis und UBS je zwei Konzernleitungs-Managerinnen, rechnet die «Handelszeitung» vor. Alle anderen Grossfirmen haben nur eine oder gar keine Top-Kaderfrau.

Schlau, aber unsicher

Dafür gibt es Gründe: Studiums-Wahl, Teilzeitanstellung, Mutterschaftspausen, aber auch strukturelle Hürden und Vorurteile sorgen dafür, dass Frauen in Spitzenpositionen untervertreten sind.

Doch ein unterschätzter Faktor beeinflusst den künftigen Weg schon im Kindesalter: der Drang nach Perfektion.

Die Folge: Mädchen sind zwar kompetent – und wissen oft mehr als Buben –, haben aber wenig Selbstvertrauen.

Die amerikanische Psychologin Damour empfängt viele Mädchen in ihrem Büro, deren Gewissenhaftigkeit ihre grösste Schwäche ist. Die Kinder polieren jede Arbeit auf, schreiben Aufsätze bei kleinsten Unschönheiten komplett neu und haben dennoch das Gefühl, zu wenig getan zu haben. Trotz Bestnoten fühlen sie sich von der Schule überfordert, schreibt sie in der «New York Times».

«Eine Unsicherheit bleibt bei vielen Mädchen immer, egal wie gut sie sind», sagt Damour. Die Folge: Mädchen sind zwar kompetent – und wissen oft mehr als Buben –, haben aber wenig Selbstvertrauen. Eine Entwicklung, die auch Studien belegen. Wenn Kinder ihre Fähigkeiten einschätzen sollen, bewerten Buben diese höher, als sie tatsächlich sind. Bei Mädchen ist es umgekehrt.

Der Mangel an Selbstvertrauen lässt sich später nur schwer beheben. Dadurch entsteht im Berufsleben ein Ungleichgewicht, das auch für Firmen schädlich ist: Selbst unterqualifizierte und unvorbereitete Männer haben keine Probleme damit, neue Herausforderungen anzunehmen, während überqualifizierte und bestens vorbereitete Frauen sich lieber zurückhalten. Männer steigen auf, Frauen nicht.

Das Thema beschäftigt nicht nur Unternehmen. Am nationalen Frauenstreik – dem ersten seit 28 Jahren – werden Tausende Frauen für mehr Lohn und Respekt demonstrieren. «Der 14. Juni soll deutlich zeigen, dass Frauen sich mit dem Stand der Dinge nicht länger zufriedengeben und dass es mit der Gleichstellung vorangehen muss», schreiben die Organisatoren.

Margrit Stamm, Direktorin des Forschungsinstituts Swiss Education, spricht zum Thema

Margrit Stamm: «Wenn ein Mädchen vorlaut, frech und willensstark ist, gilt es sofort als verhaltensauffällig.» Bild: KEYSTONE

Doch wie lässt sich das Ungleichgewicht bekämpfen? Zwar wird regelmässig über Frauenquoten diskutiert, in den Teppichetagen der Grossunternehmen, in den Spitzenpositionen der Universitäten und in den Sälen der Parlamente. Und auch Gymnasien versuchen, Mädchen möglichst früh für eine wissenschaftliche Karriere zu begeistern. Doch das Resultat ist oft enttäuschend.

«Es wurde viel Geld in die Programme gesteckt, doch der gewünschte Erfolg blieb oft aus», sagt Erziehungswissenschafterin Margrit Stamm, die sich seit Jahren mit der Förderung von Mädchen beschäftigt. Sie plädiert deshalb für einen Ansatz, der viel früher greift. Entscheidend seien die Familie – und die Erziehung.

Falsches Lob

«Mädchen sind überangepasst», sagt Stamm. Sie spürten wie ein Seismograph, was den Eltern gefällt, und würden sich anpassen. Ein Teufelskreis, denn Mütter wie Väter bekräftigen dieses Verhalten, sei es durch Zustimmung oder durch Belohnungen. «Dabei ist Lob für unnötige Extraarbeit schlecht für die Kinder», sagt Stamm.

«Schulen sind heute Selbstvertrauens-Fabriken für unsere Söhne und Kompetenz-Fabriken für unsere Töchter.»

Lisa Damour

Buben würden sich in der Regel anders verhalten. Sie machten schulisch oft nur so viel, um sich nörgelnde Eltern vom Hals zu halten. Wenn sie einmal schlechte Noten bekommen, stecken sie mehr Zeit in die nächste Prüfung – und sehen, dass sie vieles erreichen können, wenn sie nur wollen. Und sie lernen, dass sie sich auch mal durchwursteln können. «Das stärkt ihr Selbstvertrauen», sagt Stamm.

Auch die Lehrer üben einen entscheidenden Einfluss aus. Anders als bei Buben würde abweichendes Verhalten bei Mädchen viel weniger toleriert, sagt Stamm. «Wenn ein Mädchen vorlaut, frech und willensstark ist, gilt es sofort als verhaltensauffällig.»

Doch dieses Benehmen steigere auch die Durchsetzungsfähigkeit. «Stattdessen werden Geschlechterrollen zementiert.» Besonders die Generation Z (ab Jahrgang 2000) sei auf diese Art erzogen worden.

Zudem gebe es eine Rückbesinnung auf alte Klischees: Pink für Mädchen, hellblau für Buben. «Eltern sehen die Prinzessin oder den Draufgänger», sagt Stamm. Buben würden im Wettbewerb gestärkt. Wer ist der Schnellste? Wer der Stärkste? Die Mädchen nicht. Ihnen werde beigebracht, dass gewinnen oder verlieren irrelevant sei. Dabei korreliert die Lust am Wettbewerb mit dem beruflichen Erfolg. «Statt den Wettbewerb zu meiden, sollten Schulen ihn hervorheben», sagt Stamm. Selbstzweifel können so zerstreut und die Risikobereitschaft gefördert werden.

Psychologin Damour kommt deshalb zum Schluss: «Schulen sind heute Selbstvertrauens-Fabriken für unsere Söhne und Kompetenz-Fabriken für unsere Töchter.» Damour versucht deshalb, bei Mädchen immer den Glauben an sich selbst zu stärken. «Glaubst du nicht, dass Hermine auch ohne Zusatzarbeit gute Noten bekommen könnte?», fragt sie ihre 8-jährige Tochter. «Sicher Mami, natürlich könnte sie das.» (bzbasel.ch)

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189Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • R. Peter 27.04.2019 14:39
    Highlight Highlight Eindrücklich finde ich, wie sehr Verwaltung derzeit externalisiert wird. Als ob wir der Umwelt schutzlos ausgeliefert wären und keinen Einfluss auf unser Leben, unsere Bewertungen, unsere Gefühle und unser Handeln hätten. Im gleichen Atemzug fordern wir dann gleichberechtigt, gleich stark, gleich zu sein wie das uns kontrollierende Umfeld... das Paradox ist himmelschreiend.
    • R. Peter 27.04.2019 14:48
      Highlight Highlight Verantwortung, nicht Verwaltung. Sorry.
  • Pointer 27.04.2019 10:43
    Highlight Highlight Männer und Frauen sind verschieden. Wir sollten dies als Chance nutzen und nicht versuchen, beide Geschlechter gleich zu machen.
  • runner 27.04.2019 09:43
    Highlight Highlight Mädchen, macht Euch selbständig, dann könnt ihr selbst entscheiden, wie viel Ihr verdient. Ihr seid auch die besseren Ökonominnen.
  • Patsia 27.04.2019 08:08
    Highlight Highlight «Wenn ein Mädchen vorlaut, frech und willensstark ist, gilt es sofort als verhaltensauffällig.»
    Auch wenn sich das mittlerweile glaube ich anfängt zu ändern, was sehr zu begrüssen ist, ist es leider nicht nur das: wenn Frauen im Berufsleben gleich auftreten wie Männer, werden sie oftmals anders bewertet. Chimamanda Ngozi Adichie hat das ganz schön ausgedrückt (leider auf Twitter gepostet, daher der Link):

    https://twitter.com/GlblCtzn/status/1033474822624501760

    Das Problem der doppelten Standards endet nicht beim Klassenzimmer, das zieht sich im gesamten Berufsleben weiter.
    • R. Peter 27.04.2019 18:02
      Highlight Highlight Und weil sie das sagt, stimmt es?

      Ich behaupte mit der gleichen Berechtigung, wenn ein Mann dominant auftritt, ist das „toxische Männlichkeit“, bei einer Frau ist selbstbewusst und fördernswert...

      Es ist genauso falsch und irrelevant. Weiterkommt, wer fachlich fit ist, sich durchsetzen kann und nicht zu viel darauf gibt, was andere von ihr/ ihm halten. Eine Führungskarriere ist min. 50% Charaktersache.

      Die Suche nach angeblichen externen Schuldigen (Eltern, gesellschaft, double standards) ist nichts anderes als feiges abschieben der Verantwortung (keine Führungsqualität).
    • sowhat 27.04.2019 22:55
      Highlight Highlight Peter, Patsia hat leider recht. Ich hab den Tweet nicht gelesen, ich kanns dir aus der beruflichen Praxis bestätigen. Wenn Frauen so selbstbewusst und kompetent auftreten wie Männer sind sie ganz schnell raus.
    • R. Peter 28.04.2019 01:00
      Highlight Highlight Sowhat, der Tweet stellt einfach
      behauptungen auf, mehr nicht. Ich kann dir aus meiner beruflichen Praxus das Gegenteil bestätigen. Wenn Frauen selbstbewusst und kompetent auftreten kommen sie oft weiter.
  • RandyRant 26.04.2019 23:13
    Highlight Highlight Weil die (staatlich organisierte und kontrollierte) Schule so wie sie heute funktioniert Mädchen bevorzugt und die Realität (wo der Staat, Pädagogen und Genderwissenschaftlerinnen (noch) nicht die totale Kontrolle haben) eben anders aussieht.
  • Wald81 26.04.2019 18:43
    Highlight Highlight Ich habe schon in einem Kommentar erwähnt, dass ich in diese "gute Schülerin, wenig Selbstvertrauen" Kategorie falle. Deswegen schmerzen mich einige Kommentare, die das ganze abtun, sehr. Dabei ist doch genau das auch z.B. das Problem der ungleichen Löhne. Zwei Menschen, welche das gleiche leisten, verdienen nicht gleich viel, nur weil der eine (oder eben die eine) es halt nicht eingefordert hat. Weil man nicht forsch wirken will, weil man sich der eigenen Leistung unsicher ist. "Selber schuld!" würden die meisten von euch sagen. Ich meine: Das kann doch nicht sein! Es braucht ein Umdenken.
    • R. Peter 26.04.2019 23:09
      Highlight Highlight Wald, ja es braucht ein Umdenken: du bist für dein Leben verantwortlich, niemand sonst.

      Erwartest du ernsthaft, alles auf dem Silbertablett serviert zu bekommen? Soll ein schlechterer Schüler als du nicht auch so gut als möglich verdienen wollen dürfen? Sollen alle die nach deinen Massstäben (Schulnoten) schlechter sind als du zu deinen Gunsten zurück krebsen? Einfach weil du dich überlegen oder gleichwertig fühlst, aber trotzdem bereit bist günstiger zu arbeiten? Bezahlst du deinem Vermieter auch freiwillig mehr, wenn deine Miete dank dem Vertrag von Anno XY weit unter Marktwert liegt? Also.
    • Wald81 27.04.2019 15:24
      Highlight Highlight Nein, natürlich gehts nicht um die Schulnoten! Überhaupt nicht! Es geht um die gleiche Leistung in der Arbeitswelt. Mein Kommentar besteht eigentlich aus zwei Teilen, das habe ich etwas unglücklich verfasst.
    • R. Peter 27.04.2019 17:52
      Highlight Highlight Wald, das ändert nur nichts. Du bist für dein Leben (inkl. deinem Selbstvertrauen) verantwortlich. Niemand sonst.

      Mit womöglich ungleichen Löhnen für gleiche Leistung hat das aber noch weniger zu tun - offen sichtlich leisten Personen in unterschiedlichen Hierarchiestufen nicht das gleiche, da sie unterschiedliche Aufgaben haben...

      Warum bessere Schüler ausserdem in der führug besser sein sollen als nir etwas weniger gute erschliesst sich mir noch weniger. Da würde eine Fachkariere mehr Sinn ergeben. Allerdings auch nur, wenn die Personen dafür auf Familienzeit verzichten WOLLEN.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Wald81 26.04.2019 18:30
    Highlight Highlight Toller Artikel!
    Ich selber fühle mich sehr angesprochen.
    Ich hatte immer top Noten in der Schule (v.a. naturwissenschaftlich), auch jetzt im Medizinstudium. Trotzdem bin ich v.a. im Praktischen sehr unsicher und mache mir selber immer so viel Druck, dass dann wirklich etwas schiefläuft. Dann ist mein Selbstbewusstsein natürlich geknickt und das nächste mal ist alles viel schlimmer. Viele meiner männlichen Mitstudenten sind da viel selbstbewusster und probieren einfach mal. Ich versuche aktiv, alles etwas lockerer zu sehen, aber es ist nicht einfach.
    • R. Peter 26.04.2019 23:11
      Highlight Highlight Das tut mir leid für dich, ist aber nicht die Schuld der Gesellschaft oder irgend einer Diskriminierung oder Ungleichberechtigung...
    • diff 27.04.2019 18:18
      Highlight Highlight
      Einen eifachen Trick, um dein Selbstvertrauen zu stärken: Immer wenn du eine Frage richtig beantwortet oder was gut gemacht hast, steckst du dir einen kleinen Stein oder ähnliches in den Hosensack. Am Abend kannst du dich dann freuen, wie viel du richtig gemacht hast!

      Und sonst: Es gibt an jeder Uni auch einen kostenlosen Psychologischen Dienst. Wenn du dir Inputs oder Strategie-Tipps holen möchtest.
  • Feuerwanze 26.04.2019 17:00
    Highlight Highlight „Wenn ein Mädchen vorlaut, frech und willensstark ist, gilt es sofort als verhaltensauffällig.“ Dies trifft nicht nur auf Mädchen zu. Wenn sich meine (notabene sechsjährigen) Jungs in der Öffentlichkeit mal Saures geben, dann gibt‘s immer grad besserwisserische Kommentare zum Thema Kindererziehung.
  • Feuerwanze 26.04.2019 16:55
    Highlight Highlight „Auch die Lehrer üben einen entscheidenden Einfluss aus.“ - Was heisst hier "Lehrer“? Heutzutage sind es ja meistens Lehrerinnen. Damit meine ich natürlich nicht, dass wir Frauen selbst an diesem Zustand schuld sind, aber ein bisschen an der Nase nehmen müssen wir uns schon.
  • Dominik Treier 26.04.2019 15:30
    Highlight Highlight Könnte es daran liegen, dass in den Führungsetagen der meisten Firmen nicht die grösse des Gehirns, sondern der Ellbogen bestimmt, wie hoch man aufsteigt?....
    • DemonCore 26.04.2019 16:17
      Highlight Highlight Das männliche Gehirn IST grösser als das weibliche.
    • Dominik Treier 26.04.2019 19:38
      Highlight Highlight Das ist schön... Nur meinte ich das wohl eher als Metapher für die Intelligenz... Das männliche Gehirn ist zwar erwiesenermassen grösser, da einfach unser Körper und Kopf grösser sind, jedoch zeigen Studien, dass Frauen es dafür effizienter nutzen... Ich sehe also nicht wo deine Aussage genau hinzielt, ausser vielleicht auf das Ausleben eines gewissen Kompensationsbedürfnisses, ob und wovon sei mal dahingestellt...
    • sowhat 27.04.2019 23:07
      Highlight Highlight @DemonCore, das ändert nichts daran, dass die Ellbogen der Grund sind.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Nony 26.04.2019 15:22
    Highlight Highlight Geschätzte Frau Stamm. Ihre Aussage «Wenn ein Mädchen vorlaut, frech und willensstark ist, gilt es sofort als verhaltensauffällig» entspricht doch schon lange nicht mehr den Realitäten in den Klassenzimmern. Mädchen sind heute schon wesentlich "vorlauter, frecher und v.a. auch willensstärker" als noch vor 20 Jahren. Jungs, die sich derart verhalten, haben dann schon längst ein Dauerrezept für Ritalin, wohingegen man es den Mädchen meist noch nachsieht, da sie, im anders als die Jungs, das "auffällige" Verhalten meist durch geschicktes Nachgeben an der richtigen Stelle kompensieren können.
  • Nony 26.04.2019 15:17
    Highlight Highlight Geschätzte Frau Stamm. Ihre Aussage «Wenn ein Mädchen vorlaut, frech und willensstark ist, gilt es sofort als verhaltensauffällig.» entspricht doch schon lange nicht mehr den Realitäten.
    • sowhat 27.04.2019 23:11
      Highlight Highlight Doch tut es. Und tut es auch noch im Berufsleben. Eine Frau in einem Meeting mit diesem Verhalten wird –mindestens– zurückgebunden. Ein Mann wird für kompetent und fähig erachtet.
    • R. Peter 28.04.2019 01:36
      Highlight Highlight Sowaht, und das ist so weil du es sagst? Meine Erfahrung ist es nicht. Vorlaut und frech ist in Meeting an meinem Arbeitsplatzimmer vorlaut und frech, egal ob Mann oder Frau. Ob es tolleriert oder belächelt wird hängt von der Überzeugtheit unfüd der Fachkompetenz ab. Vom Geschlecht gar nicht. Vorlaute Personen, die sich ohne Substanz in den Vordergrund drängen werden belächelt, welche die es mit Nachdruck und Substanz tun nicht. Das gilt für Männer genauso wie für Frauen.
  • Firefly 26.04.2019 15:03
    Highlight Highlight Hmm, die heutigen Möglichkeiten sich mit der ganzen Welt zu vergleichen und quasi mit der ganzen Welt im Wettbewerb zu stehen, müsste demnach den Buben mehr zu schaffen machen als den Mädchen. Das könnte in Zukunft auch ein Nachteil sein.


  • Firefly 26.04.2019 14:49
    Highlight Highlight "Mädchen sind zwar kompetent – und wissen oft mehr als Buben –, haben aber wenig Selbstvertrauen"

    Man kann es auch andersrum sehen und die Erfahrung zeigt, dass es andersrum gesehen die Realität besser trifft.

    Die meisten Buben und Männer haben ein übersteigertes Selbstvertrauen was sich oft auch in Selbstüberschätzung äussert. Sie gehen darum mehr Risiken ein und alle paar Jahre wird die kommulierte Selbstüberschätzung in Börsen-Crashes, Revolutionen und so weiter, wieder normalisiert.
  • Eh Doch 26.04.2019 14:39
    Highlight Highlight Theorien der Geschlechtersozialisation
  • Maracuja 26.04.2019 13:33
    Highlight Highlight Margrit Stamm: «Wenn ein Mädchen vorlaut, frech und willensstark ist, gilt es sofort als verhaltensauffällig.»

    Glaubt Frau Stamm ernsthaft in der heutigen Schule, würden Eigenschaften wie vorlaut und frech bei Jungen nicht als verhaltensauffällig gelten?
    • Dominik Treier 26.04.2019 15:39
      Highlight Highlight Nein das tun sie wohl auch... Nur wird gerade Zuhause bei den Elter , die die Sache vorleben, dann schnell mal der Massstab bei der eigenen Kindheit angesetzt... Der Vater war ja auch nicht besser, aber bei der Mutter...
    • R. Peter 26.04.2019 23:15
      Highlight Highlight Dominik, behaupten kann man das problemlos. Obs stimmt steht auf ganz anderen Blättern...
  • Right? 26.04.2019 13:04
    Highlight Highlight Hmm...wie wäre es denn, wenn man mal das Problem anschauen würde wieso Buben nicht gerne lernen, resp nicht gerne in die Schule gehen? Statt immer nur die Probleme der Mädchen lösen zu wollen?Da könnte man nämlich noch sehr viel mehr rausholen und die Quote in den höheren Schulen wieder ausgleichen:)
    Oder ist das ok, wenn die Differenz dort immer grösser wird?
    Dann wären sie auch im erwachsenen Alter nicht nur von sich überzogen, sondern auch wirklich kompetent. Klingt ein bisschen so, als ob die einzige Stärke der Männer die Selbstüberschätzung ist, ansonsten aber nur heisse Luft raus kommt.
    • DemonCore 26.04.2019 14:33
      Highlight Highlight Ausser dass praktisch alle Errungenschaften der modernen Gesellschaft, ob technisch, sozial oder wissenschaftlich, von Männern erschaffen wurden ;-)
    • Wald81 26.04.2019 18:31
      Highlight Highlight Du hörst dich nach Männer > Frauen (intelligenzmässig) an. Hoffe, dass ich ich mich da täusche...
    • DemonCore 26.04.2019 21:11
      Highlight Highlight Fat tails in der Verteilung der Intelligenz bei Männern, gemessen mit iq Tests -> mehr Männer sind dümmer als die dümmsten Frauen, mehr Männer sind klüger als die klügsten Frauen. Ob man iq Tests für adäquate Intelligenz-messungen hält ist eine andere Frage
  • Astrogator 26.04.2019 12:13
    Highlight Highlight Unabhängig von der Geschlechterfrage, bestätigt die Studie eben eine Erfahrung die wir doch alle machen. Nicht der kompetente wird Chef, sondern der mit der grossen Klappe.
    • Firefly 26.04.2019 18:06
      Highlight Highlight Genau. Und daran leidet die Welt.
    • sowhat 27.04.2019 23:14
      Highlight Highlight Es funktioniert eben immernoch, weil er sich dann Frauen ins Team holt, die die Arbeit erledigen.
  • Bündn0r 26.04.2019 11:38
    Highlight Highlight Entscheidend auf den späteren Erfolg wird sich wohl auch die Studienwahl auswirken:
    Ausgangslage: 64% der Maturanden sind weiblich.
    Der Frauenanteil an der philosophischen Fakultät der UZH beträgt 66%, mathematisch-naturwissenschaftlich 53% und der wirtschaftswissenschaftlichen 32%. Die ETH hat 33% Frauen unter den Studenten.

    Wer Philosophie (74%), Soziologie (67%), PuK (77%), Japanologie (84%), Islamwissenschaften (73%) oder Politikwissenschaften (76%) studiert sollte sich nicht wundern... (UZH)
    Zum Vergleich: Informatik (11%), Maschinenbau (11%), Elektrotechnik (14%) (alles ETH BSc)
    • Michele80 26.04.2019 15:38
      Highlight Highlight Wieso kann eine weibliche Soziologin nicht genauso erfolg haben wie eine weibliche Informatikerin? Oder wie ein männlicher Soziologe? Oder wie ein männlicher Informatiker?

      Was genau ist dein Argument bei all den Prozentzahlen, was dein Vergleichspunkt?


    • Dominik Treier 26.04.2019 15:42
      Highlight Highlight Die Frage stellt sich doch auch wie Erfolg zu definieren sei... Würde ich sagen, dass einer der sich zum Chefposten hochbeschissen und auf dem Weg auf seinen Kollegen herumgetramplt ist, erfolgreich ist? Nein...
    • Bündn0r 26.04.2019 18:37
      Highlight Highlight @Michele80
      Erfolg ist ein weiter Begriff. Bereits im Titel bezieht man sich jedoch auf Karriere in der Berufswelt. Ich bleibe bei diesem Bereich.

      Nicht jedes Studium steigert die Chancen im Job markant.

      Die Karrierechancen der Soziologin sind kleiner, weil niemand 225 Soziologen (Anzahl Studenten auf diesem Fachgebiet alleine an der UZH) braucht. 225 Informatiker hingegen gehen weg wie heissi Weggli.

      Natürlich kann sie erfolgreich sein, die Chancen (Wahrscheinlichkeit) sind jedoch geringer. Dies zeigt sich widerum in den Chefetagen, wo sich wenig Soziologen ->Frauen finden.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Bruno Wüthrich 26.04.2019 11:36
    Highlight Highlight Das Selbstvertrauen könnte tatsächlich das Problem Nr. 1 sein. Doch so schade dies auch sein mag: Eine Führungsperson mit zu wenig Selbstvertrauen ist oft eine Strafe für diejenigen, die geführt werden sollen, also die Mitarbeiter bzw. Untergebenen. Denn das Fehlen des nötigen Selbstvertrauens muss immer irgendwie kompensiert werden.
    Zudem (nicht ganz ernst zu nehmen): Bei 58% weiblichen und 42% männlichen Student/innen ist es doch klar, weshalb die Frauen besser abschneiden. Bei einer solch grossen Auswahl von Frauen an der Uni können sich die Männer nicht mehr aufs Studieren konzentrieren.
  • ConcernedCitizen 26.04.2019 11:15
    Highlight Highlight Vielleicht ist die traditionelle Männlichkeit doch nicht so toxisch? 😜
    • RandyRant 26.04.2019 23:19
      Highlight Highlight Na wieso will man den "Jungs" wohl ihre "toxische" Männlichkeit verbieten? ;)
  • Friedhofsgärtner 26.04.2019 11:04
    Highlight Highlight Zwischen Männern und Frauen gibt es biologische Unterschiede im Verhalten, die sich bereits bei Neugeborenen zeigen. Der Versuch das Verhalten und die Interessen der Mädchen zu beeinflussen, halte ich für den falschen Ansatz. Es klingt zu sehr nach Gleichmachung statt Gleichberechtigung.

    Individuelle Förderung muss der Schlüssel sein, denn die Interessen einer Einzelperson kann man weder von seinem Geschlecht noch etwas anderem Ableiten. Was wir aber brauchen ist eine höhere Anerkennung der typisch „weiblichen“ Berufe.
    • Nony 26.04.2019 15:26
      Highlight Highlight Dem stehen interessanterweise die Erfahrungen aus Ländern mit weniger freiheitlichem Ansatz entgegen. Dort sind Frauen durchaus gleichberechtigt in klassischen Männerberufen vertreten. Ebenso in naturwissenschaftlichen Studienfächern und Berufen.
    • Ritiker K. 26.04.2019 16:48
      Highlight Highlight "Zwischen Männern und Frauen gibt es biologische Unterschiede im Verhalten, die sich bereits bei Neugeborenen zeigen."

      Sehr gerne lese ich eine (oder mehrere) wissenschaftliche Quelle für diese Behauptung.
    • Friedhofsgärtner 26.04.2019 18:43
      Highlight Highlight @Ritiker
      Dazu sollte ein Wort schon reichen:
      Testosteron
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  • cloud.io00 26.04.2019 10:43
    Highlight Highlight Die Führungsetage spiegelt genau die Einstellung unserer Gesellschaft. Es muss für absolute Gleichheit in der Arbeitswelt gesorgt werden, aber zwingt nicht ein Geschlecht in eine Rolle für welche sie noch nicht bereit ist.

    Und bitte last die Kinder so sein wie sie möchten.
    Ich finde es sehr bedenklich, wenn Kinder verbogen werden um den Idealen der Eltern zu entsprechen.
    • Nony 26.04.2019 15:31
      Highlight Highlight Das ist eben wieder die Frage nach der Henne und dem Ei. Lässt man die Kinder in einer freiheitlichen Gesellschaft mit hohem Lebensstandard einfach mal sein, interessieren sich Jungs für Männerdinge, Mädchen für Mädchendinge und v.a. Frauen beklagen sich darüber, dass das dann auch Folgen für die Zukunft hat. In weniger freiheitlichen Gesellschaften interessieren sich Jungs für Männerdinge, Mädchen für Männer- und Frauendinge und alle beklagen sich über die schlechten Lebensbedingungen. Ich denke, es ist besser wir halten die klagenden Frauen aus.
    • R. Peter 27.04.2019 18:12
      Highlight Highlight An die Blitzer, was nony sagt ist evident...
  • Schlingel 26.04.2019 10:28
    Highlight Highlight Von Grundschule bis Studium geht es immer nur darum, möglichst gut und viel zu lernen. Die Fächer sind so aufgebaut. Tut man dies, hat man gute Noten und einen guten Abschluss. Mädchen sind fleissiger und sind dort den Jungs auch voraus. Was frühstens im Studium behandelt wird sind Skills wie überzeugende Reden halten, Vertragsgespräche führen etc. Solche Dinge sind in der Wirtschaft gefragt. Es interessiert doch keinen ob man im 2. Gymi eine 6 in Latein hatte. Ein paar Jahre nach dem Abschluss ist es eh irrelevant, wie gut der Abschluss war. Es geht dann schlicht um die Arbeitserfahrung.
    • DichterLenz 26.04.2019 11:42
      Highlight Highlight Genau so ist es. Die Strebereigenschaften die in der Schule zu guten Noten führen sind im Beruf halt meist irrelevant. Die Leute die sich im Gymi eher so faul durchgewurstelt haben sind später meist erfolgreicher.
    • Uranos 26.04.2019 20:27
      Highlight Highlight Wenn ich an meine Gymerzeit zurückdenke und an meine Klassenkameraden, würde ich schon sagen, dass, zumindest bei den Männer, die erfolgreicher waren, die auch schon im Gymer erfolgreich waren.
  • violetta la douce 26.04.2019 10:20
    Highlight Highlight Gerade Medienschaffende könnten mal zu Kenntnis nehmen, das es heute die Knaben und Männer sind, die gegenüber Frauen benachteiligt werden.
    • Eh Doch 26.04.2019 14:41
      Highlight Highlight haha.. ja genau
    • Michele80 26.04.2019 15:46
      Highlight Highlight Und diese Kenntnis beruht worauf genau? Deiner persönlichen Erfahrung beim Einkaufen oder im Tram? 🙈
    • violetta la douce 26.04.2019 15:48
      Highlight Highlight Ja genau...ha ha, eh doch.
      Nur weil du ungebildet bist, nicht auf dem neusten Stand, heisst dies nicht, dass es nicht so ist.
      🤷‍♂️
    Weitere Antworten anzeigen
  • Eskimo 26.04.2019 10:17
    Highlight Highlight Theorie und Praxis....
  • rolf.iller 26.04.2019 10:14
    Highlight Highlight Vielleicht vergeben Schulen ja einfach Noten nach den falschen Kriterien. Vielleicht sollte Perfektion, lieb und angepasst sein nicht speziell belohnt werden. Vielleicht sollte auch belohnt sein, wenn man was wagt, dass dann evtl auch in die Hose geht. Wenn man mit beschränkter Zeit möglichst viel herausholt.
  • Sir Konterbier 26.04.2019 10:07
    Highlight Highlight Sorry aber bei der Gymnasialquote darf man sich nicht wundern. Bei mir durften damals Sek-Lehrer Schüler trotz nicht-bestandener Prüfung „Lupfen“, wenn er von deren Können überzeugt war.

    Das Ergebnis war Fatal, da wurden Jungs, die noch ein bisschen Flausen im Kopf hatten aber eigentlich gescheit gewesen wären, nicht berücksichtigt, und Mädchen, die schon oberfleissig waren und es trotzdem nicht geschafft haben, wurden ins Gymi befördert. Ich spreche hier nur über die „knappen“ Fällen, aber eine solche Praxis hilft doch den „Gelupften“ nicht, schon klar scheitern einige von ihnen nachher.
    • Michele80 26.04.2019 15:50
      Highlight Highlight Heute zählen die fürs Kurzgymi im Kanton Zürich zB keine Vornoten mehr, da find ich hat die "Vorschule" schon deutlich an Einflussnahme verloren. (Im Langzeit zählt glaubs der Schnitt zur Hälfte mit).

      Ich versteh dein Argument bzgl. Den nicht berücksichtigten Jungs. Die oberfleissigen Mädels fliegen dann einfach in der Probezeit wieder raus, da wird eh unter (Zeit-) Druck Leistung verlangt.
  • Neutralier 26.04.2019 10:07
    Highlight Highlight Quoten bilden eine Gesellschaft die nach Demografie und die Menschen nicht nach Fähigkeiten bewertet.

    Kultur und erziehung bilden die heutige Grundlage für geschlechtsspezifischen Nachteile.

    Erziehen Sie Ihren Sohn und Tochter ähnlich und weniger Genderspezifisch, dies hat grundsätzlich gute auswirkungen gegen Genderrassismus.
  • Nick Name 26.04.2019 10:00
    Highlight Highlight Der Lead ist falsch: Die Probleme liegen nicht in «der Kindheit».
    Die Probleme liegen darin, wie die Kinder geformt werden und welche Werte und welches Verhalten in der Gesellschaft relevant sind.
    • Eh Doch 26.04.2019 14:42
      Highlight Highlight geformt werden sie am stärksten und in erster Linie durch die Eltern, von daher stimmt der Begriff Kindheit sehr wohl
    • Nick Name 26.04.2019 17:49
      Highlight Highlight Eh Doch: Nein, auch dann stimmt die Aussage nicht, dass «die Probleme in der Kindheit» liegen: Die Eltern sind die Eltern, die Eltern sind nicht «die Kindheit». Die Probleme liegen dann eben darin, wie die Kinder von den Eltern geformt werden.
    • Eh Doch 27.04.2019 15:35
      Highlight Highlight Ja eben ^^
    Weitere Antworten anzeigen
  • Lioness 26.04.2019 09:59
    Highlight Highlight Unsere Tochter ist ein Wildfang. Nutzt lieber die Fäuste als fiese Worte, suhlt sich im Schlamm und hasst lange Haare und Kleidchen. Die negative Erfahrung mit einer älteren Nebenlehrerin, die mit diesem Mädchen, dass sich wie ein Junge wehrt nicht umzugehen wusste, mussten wir letztes Jahr auch machen. Sie wurde beim kleinsten Vergehen von ihr bestraft, ganz im Gegenteil zu den Jungs. Zum Glück ist ihr Hauptlehrer jung und behandelt die Kinder individuell nach ihrem Wesen und nicht nach ihrem Geschlecht. Wieso wird sich rauffen so viel strenger bestraft, als fiese Worte? Beides tut weh!
    • Friedhofsgärtner 26.04.2019 11:07
      Highlight Highlight Das ist schön zu hören. Individuelle Förderung muss der Schlüssel sein.
    • R. Peter 27.04.2019 18:27
      Highlight Highlight „Ganz im Gegensatz zu den Jungs“? Ich behaupte mal frech in den wi d hinaus, dass du da bei deiner Tochter persönlich äusserst voreingenommen bist.
  • Laurel 26.04.2019 09:55
    Highlight Highlight Danke für die Worte von Stamm; denn sie kennt die schweizerische Kultur. Es ist etwas abwegig, von einer amerikanischen Psychologin auf unsere subtile Kultur in der Schweiz abzuleiten. Schule/Eltern tun häufig genug, schwierig beginnt es mit der Pubertät. Meine Erfahrung ist eher, dass das Aus-/Weiterbildungswesen für mich als Frau "Selbstvertrauens-Fabriken" waren, aber ich mir für die Medien-, Konsum- und Arbeitswelt eine dicke Teflonschicht zulegen musste.
  • Peter R. 26.04.2019 09:53
    Highlight Highlight Es ja schön und gut, was wir alles in der Schule lernen (Grundschule), Geometrie, Singen, Botanik etc. etc.
    Was aber viel wichtiger ist, was man später lernt - in der Ausbildung, im Beruf, in der Weiterbildung etc.
    Zudem ist es enorm wichtig seine Fähigkeiten auch zu "verkaufen" - dies können eventuell Männer besser als Frauen??. Ich persönlich habe in meinem Umkreis nicht diese Feststellung gemacht.
    • Laurel 26.04.2019 10:24
      Highlight Highlight Ja, je nach Lehrperson… Diese kann sehr wohl di Kommunikation, Konfliktfähigkeit, Selbstbewusstsein stärken verknüpft mit den Themen (Geo,…) Ist auch ein Teil in der Ausbildung (z.B. auf EFZ Stufe). Weil es aber nicht "einfach sichtbar benotet" wird, rückt es in den Hintergrund… Ja, im "Selbstmarketing" hinken wir stark hinterher. V.a. weil es ein sehr konträrer Kulturunterschied ist (z.B. CH–USA).
    • Michele80 26.04.2019 15:52
      Highlight Highlight Ist denn eine Kultur der gesteigerten Selbstvermarktung erstrebenswert für eine Gesellschaft?
    • Laurel 27.04.2019 15:39
      Highlight Highlight @Michele80

      ui, davor graust mir… das wäre das Ende. Gesteigerte Selbstvermarktung gipfelt in herben Abstürzen; erleben wir ja Momentan z.B. in der Finanzbranche.
      z.B.:
      https://de.wikipedia.org/wiki/Narzisstische_Persönlichkeitsstörung
      u.ä.
  • Clife 26.04.2019 09:32
    Highlight Highlight Mich regt dieses „Noten“-Kriterium schon etwas auf. Wichtig ist in allererster Linie der Abschluss. Danach sollten persönliche Elemente kommen (Motivation, Charakter, Freundlichkeit etc.) und erst dann Noten. Was bringt es jemandem, die besten Noten zu schreiben, wenn es an Zwischenmenschlichkeit mangelt? Kenne viele Personen, die in der Hinsicht einfach total egoistisch sind und schlussendlich Chef von irgendwo werden (ich sag mal pauschal Bundesrat, UBS oder SBB). Frauen müssen einfach auch etwas weniger verklemmt sein und Risiken eingehen statt ans Worst Case zu denken.
    • Shura 26.04.2019 10:24
      Highlight Highlight Und wieso pauschalisierst du alle Frauen als „verklemmt“? Wenn das für eine Mehrheit stimmen sollte- wieso sind sie wohl so geworden? Und da sind wir genau wieder bei der Erziehung und zementierten Geschlechterrollen.
    • Michele80 26.04.2019 15:56
      Highlight Highlight Die einen sinf zu egoistisch, aber die anderen sollen lernen weniger verklemmt zu sein und dafür risikofreudig werden. Irgendwie find ich das grad bisschen schwieriges Argument?! 🤔
  • Padcat 26.04.2019 09:23
    Highlight Highlight Sehr interessanter Artikel, vielen Dank!

    Ich (w) bin mit drei Schwestern aufgewachsen. Zudem hatte ich das Glück, dass meine Primarlehrerin sehr viel Wert auf Gleichberechtigung gelegt hat. Wir mussten jedem Morgen aufstehen und zu uns selber sagen: "Ich kann das. Ich bin gut." Auch wenn ich das damals dämlich fand, hat es mir rückblickend sehr viel gebracht. Ich habe mich auch nie von Geschlechterrollen beeinflussen lassen was meine Berufswahl oder andere Lebensbereiche angeht.
  • Baccaralette 26.04.2019 09:13
    Highlight Highlight Jo, Erziehung hin oder her. Frauen sind halt einfach anders als Männer. Und ja, Frauen fragen sich bei einer Stellenausschreibung - was kann ich nicht? Wenn es mehr als zwei Punkte sind, bewerben sie sich nicht.

    Männer - geil, das kann ich alles und schon wird die Bewerbung abgeschickt.

    Männer sind generell im Durchschnitt risikofreudiger als Frauen. Ich denke nicht, dass man hier mit der Erziehung alleine etwas bewirken kann.
    Aber das Überangepasste stimmt halt schon - ich bin ein ADS (ohne H) Kind, ich war immer laut, frech und präsent. Verhaltensauffällig, zu männlich. AHA!
  • Zeit_Genosse 26.04.2019 09:07
    Highlight Highlight Meine Erfahrung ist, dass Mädchen gefallen und geliebt werden wollen (sehr viel dafür tun) und mehr von äusseren Einflüssen beeinflusst werden, während Buben sich im Wettbewerb ihre Position selbst bestätigen (erkämpfen) wollen (müssen). Wenn man das so extrapoliert, würden Frauen eher warten bis sie befördert werden (ihre Leistungen somit anerkannt werden), während Männer selbstverständlich aktiv davon ausgehen, das sie befördert werden (ihre Ambitionen anmelden). Jetzt kommt es darauf an, was ein Unternehmen sucht. Ideal ein Mix.
    • Baccaralette 26.04.2019 09:28
      Highlight Highlight ja und da ist ein Grossteil halt aufgezwungen: Frauen haben nicht zu fordern, was sie wollen. Sonst sind sie dominant und herrschsüchtig.

      Ein Mann wird ganz ganz ganz selten als herrschsüchtig bezeichnet. Der ist halt ein einfach ein Alpha-Männli.
    • ceciestunepipe 26.04.2019 09:43
      Highlight Highlight Ich kenne sehr viele Geschwisterpaare mit sehr sensiblen, ruhigen und anhänglichen Buben und wilden, selbständigen Mädchen.
      Da kann Erziehung schon auch etwas ausrichten, vor allem wen man eben etwas weniger "erzieht" in dieser Hinsicht, sondern eher wachsen lässt...nicht den Jungen für Gefühle schelten und dem Mädchen ungefragt Puppen schenken. Mit beiden Kindern Traktorfahren und auch den Buben verschmust sein lassen...sehr plakativ:)
    • Jungleböy 26.04.2019 10:49
      Highlight Highlight Geliebt und geachtet zu werden ist ein mennschliches bedürfnis und hat mit dem geschlecht recht wenig zu...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Jungleböy 26.04.2019 09:06
    Highlight Highlight Naja männer sind allgemein risikobereit während frauen eher zurückhaltend sind. Ich habe immer hoch gepokert und dabei meist gewonnen.
    • Jungleböy 26.04.2019 10:41
      Highlight Highlight Gute frage. Ein junge wird meistens als sonderbar wahrgenommen wenn er zurückhaltend ist. Ich denke das hat auch mit der jahrtausend alten erziehung zu tun welche sich tief in uns verankert hat bzw. In der gesellschafft. Was ich auch glaube ist, dass taffe frauen oft anecken weil viele männer ego probleme haben und sie die frauen möglichst klein halten wollen. Mein cousin zb. Konnte es überhaupt nich haben wenn seine frau mit anderen gelacht hat oder fröhlich war. Er schlug sie sofort oder drückte ihr zigarreten auf den gesicht aus. Richtig krank.
    • R. Peter 28.04.2019 01:49
      Highlight Highlight Jungle, also sind die Mädchen unsicher, weil sie von Jungs mit Egoproblemen (=unsicher) unterdrückt werden? Also echt jetz...

      Und deine Geschicht von deinem kriminellen Cousin tut dabei mal gar nichts zur sache. Glaube mir, es gibt auch viele Frauen, die ihre Männer (meist psychisch) unterdrücken.
  • Gianini92 26.04.2019 09:03
    Highlight Highlight Aus meiner Sicht wird heute zu stark auf die Erziehung gespielt beim Versuch die Unterschiede zwischen Mann und Frau zu erklären.
    Wieso ist es für viele derart unvorstellbar, dass die Unterschiede unter der Oberfläche nicht genauso ausgeprägt sind?
    • Michele80 26.04.2019 16:00
      Highlight Highlight Was für Unterschiede gibt es unter der Oberfläche? Genetik?
    • Gianini92 26.04.2019 16:35
      Highlight Highlight Alle Unterschiede sind letztlich auf die Genetik zurückzuführen, auch die Oberfläche (Aussehen, Körperbau, Geschlechtsmerkmale). Ich bin überzeugt, dass sich diese Unterschiede nicht nur auf das äussere auswirken, sondern auch auf das Verhalten.
      Beantwortet das deine Frage?
    • Michele80 26.04.2019 16:43
      Highlight Highlight Danke :D Verhaltens- und Entwicklungsgenetik fänd ich auch ein total spannendes Forschungsfeld, leider versteh ich nichts davon :(
    Weitere Antworten anzeigen
  • G-Man 26.04.2019 08:57
    Highlight Highlight Und in einigen Jahren (oder Jahrzehnten) kommt dann ein so ein-e gescheite-r Psychologe-in dann auf den absolut neuen Schluss dass es vielleicht doch Unterschiede gibt zwischen Fräulein und Männlein und es für die Entwicklung der Kinder viel besser gewesen wäre wenn sie diesen hätten ausleben können - und alle so Boaaah warum haben wir das nicht vorher gewusst!
    • Firefly 26.04.2019 17:20
      Highlight Highlight Und vielleicht sollte man einfach lernen und weitergeben, seine Bedürfnisse nicht auf Kosten anderer auszuleben.
    • Uranos 26.04.2019 20:36
      Highlight Highlight Genetische Studien haben bereits schon gezeigt wie stark die Umwelt an der Entfaltung der Anlagen beteiligt ist. Praktisch überall spielt die Umwelt eine grosse Rolle.
  • Madison Pierce 26.04.2019 08:56
    Highlight Highlight Das mit dem Selbstvertrauen kann ich bestätigen. Wir hatten für eine Stelle schon eine Bewerberin, die trotz guter Ausbildung im Vorstellungsgespräch gemeint hat, sie wisse nicht, ob sie den Anforderungen gewachsen wäre, würde es aber gerne probieren.

    Im Gegenzug haufenweise Männer ohne Ausbildung auf dem Beruf, die absolut überzeugt waren, allen Anforderungen von ersten Tag an gewachsen zu sein...

    Bezüglich Karriere kommt aber noch hinzu, dass Frauen ein gesünderes Berufs-Freizeit-Verhalten haben. Männer machen häufiger alles für eine Beförderung, während Frauen ihre Freizeit wichtiger ist.
    • Spina_iliaca 26.04.2019 10:53
      Highlight Highlight Lustig ist noch, da es in der Schule genau anders rum ist. Mädchen machen häufig viel länger Hausaufgaben/Lernen während Junge möglichst viel Freizeit wollen.
    • Uranos 26.04.2019 20:37
      Highlight Highlight in beiden Punkten scheine ich eine klare Frau zu sein.... (ich bin ein Mann)
    • R. Peter 28.04.2019 01:55
      Highlight Highlight Beides ist völlig legitim und führt folgerichtig zu Unterschiedlichen Noten und Vertretungen im Topkader.
  • Nordmann 26.04.2019 08:54
    Highlight Highlight Und wieder ein Artikel, der viel zu stark zwischen "den Mädchen" und "den Buben" unterscheidet - Liebes Watson-Team, die Welt ist nicht nur Schwarz oder Weiss.

    Es gibt auch Buben, welche mit diesem Problem zu kämpfen haben. Wie wäre es, wenn ihr in Zukunft einfach von den überangepassten Kindern spricht?

    «Wenn ein Mädchen vorlaut, frech und willensstark ist, gilt es sofort als verhaltensauffällig.» Ist nicht geschlechterspezifisch. sondern ein Problem der heutigen Ritalin-Gesellschaft.
    • LouisvanGaal 26.04.2019 09:41
      Highlight Highlight Es gibt nunmal biologische und evolutionspsychologische Unterschiede , welche sich bei den meisten Exponenten des jeweiligen Geschlechts manifestieren. Man kann einfach nicht alles "weggendern", auch wenn das die Feministinnen und andere Genderphilisten nicht gerne hören.
    • Alnothur 26.04.2019 10:30
      Highlight Highlight "«Wenn ein Mädchen vorlaut, frech und willensstark ist, gilt es sofort als verhaltensauffällig.» Ist nicht geschlechterspezifisch."

      Ja, das ist mir auch durch den Kopf. Ist das nicht genau das Argument, das gebracht wurde, weshalb Buben in der Schule "benachteiligt" sind? Weil man nicht akzeptiert, wenn sie wild sind?
    • Nordmann 26.04.2019 10:37
      Highlight Highlight @LouisvanGaal: Versteh mich nicht falsch, ich bin der letzte, der etwas "weggendern" will.
      Aber ich habe Mühe wenn gewisse Themen/Probleme nur "den Frauen" oder nur "den Männern" zugeschrieben werden - weil diese Unterscheidung greift einfach zu kurz. Denn neben dem Geschlecht gibt es noch unzählige andere Merkmale, welche Einfluss darauf haben, wer wir sind und wie wir handeln. Und diese ständige Reduktion auf das Geschlecht führt mehr zu einem Gegeneinander, statt zu einem Miteinander.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Gender Bender 26.04.2019 08:52
    Highlight Highlight Schulerfolg und gute Noten sind auch bei Buben kein Garant für Erfolg im Leben und dass Mädchen schneller als Verhaltensauffällig eingestuft werden ist auch einfach eine Behauptung. Unter dem Strich sind die Schulen für Mädchen gemacht und nicht für Buben. Und wenn ich diesen Gedanken weiterspinne, sollte ich fast sagen, dass das Leben unter dem Strich für Buben gemacht ist und nicht für Mädchen. Und obwohl Mädchen in der Schule massiv bevorzugt werden, wird immer noch darüber palavert, wo sie noch mehr Hilfe und Stütze brauchen könnten. Ideologie, alles Ideologie. Get together!
    • owlee 26.04.2019 09:31
      Highlight Highlight Naja, viele deiner Aussagen sind auch einfach Behauptungen.
    • Juscht 26.04.2019 11:52
      Highlight Highlight Ich war jeweils in der Schule die Klassenbeste ohne viel dafür zu machen. Jedoch musste ich mich in der Schule stark zurückhalten, denn sobald mich etwas störte oder ich auch mal meine Meinung vertreten wollte, wurde ich bestraft und bekam vor den Augen der ganzen Klasse einen Rüffel. Jungs konnten Stifte und Etuis, usw. im Klassenzimmer umherwerfen und sonst den Unterricht stören, ohne das die Lehrperson etwas gesagt hat (höchstens ein böser Blick). Das habe ich in der ganzen Primarschule erlebt. Später stand ich zu meiner Meinung und dies wurde dann langsam! von den Lehrern akzeptiert.
    • R. Peter 28.04.2019 02:00
      Highlight Highlight Sorry juscht, solche Geschichten sind IMMER massiv von der eigenen Wahrnehmung und Gefühlen verzerrt. Kann sein, dass du von deinen Lehrern benachtieligt wurdest, das aber einfach mal auf das Geschlecht zurückzuführen und dann aich gleich noch zu verallgemeinern ist aber unzulassig.
  • Mira Bond 26.04.2019 08:52
    Highlight Highlight Super Artikel! Vielen Dank :-)
  • Alterssturheit 26.04.2019 08:51
    Highlight Highlight Männer sind i.d.R. einfach "frecher". Beispiel: ich suche jemanden für Funktion XY mit sehr guten französisch Kenntnissen. Im Interview dann: die Frau vorab "na ja, es geht so" und der Mann, "ja, ziemlich fliessend". Wenn wir dann in F weitersprechen - die Frau fast fehlerfrei mit grossem Wortschatz und der Mann ziemlich holprig mit viel äh, ähm..(Niveau Sekschule).
    Dasselbe im CV - Angabe Er: fliessend, Sie: genügend.
    An die Frauen: traut euch mehr - ihr habst drauf ! Ihr stellt euer gutes Licht häufig unnötig unter den Scheffel.
    • R. Peter 28.04.2019 02:02
      Highlight Highlight Liebe Männer ihr habts auch drauf! Meine Güte, woher kommt der drang, vermeintlich ebenbürtige Frauen immer unterstützen, fördern, einladen, etc. zu wollen?
  • Pbel 26.04.2019 08:50
    Highlight Highlight Klassischer Unterschied von conpetence und confidence. In einem Bewerbungsgespräch ist das zweitere einfacher zu beurteilen. Aber auch sonst glaubt man eher dem selbstbewussten... siehe USA.
  • Snowy 26.04.2019 08:48
    Highlight Highlight Stimmt.

    Wer erzieht unsere Kinder primär?
    Wer übt den Beruf des Primarlehrers aus...?

    Genau: Zum Grossteil Frauen.

    Also: Auf gets liebe Frauen: Seid ein besseres Vorbild!
    :-)

    Jaaaa, ich weiss... wir Männer haben auch eine Mitschuld (v.a dass wir nicht mehr Erziehungsarbeit leisten).
    Aber hier gehts um den Status-Quo: Wir Männer sind genug oft die Schuldigen (meist zu Recht).
    So zeig ich heute Mal mit dem Finger auf die Damenwelt!

    So. (hier ist ein imaginärer Finger - gibt keine Smilies hier auf der Bürotastatur)

    Seid gegrüsst liebe Frauen - you make the world go round!
    • Snowy 26.04.2019 09:28
      Highlight Highlight *Auf geht´s ...
    • Laurel 26.04.2019 09:46
      Highlight Highlight Als Frau sage ich: Danke! Ja, "seid ein besseres Vorbild"! u.v.a.: macht so tolles, langfristiges Networking wie Jungs! Legt euch eine Teflonschicht an für herausfordernde Situationen. Geht Risiken ein, seit frech, steht wieder auf; denn die Erfahrung daraus stärkt euer Selbstvertrauen. Und zickt und integriert nicht gegeneinander, wie dämlich ist denn das?!
    • Snowy 26.04.2019 10:45
      Highlight Highlight Sehr schön (und richtig) gesagt Laurel!
    Weitere Antworten anzeigen
  • salamandre 26.04.2019 08:47
    Highlight Highlight Meine Schwester und ich wurden nie gepusht, sie war aber Diejenige die Nachmitage lang in ihren Büchern lag wärend wir unsere Zeit draußen verbrachten. Und einen Grund zu Selbstverunsicherung seh ich in unserer Kindheit auch nicht.
    Wenn Eltern ihre Kinder unterschiedlich erziehen, läuft wohl ohnehin schon was falsch.
    Interessant wäre reine Mädchen mit reinen Jungenhaushalten zu vergleichen. Die Eltern
    agieren da womöglich unterschiedlich, aber warum.
    • Merida 26.04.2019 09:18
      Highlight Highlight Ich hab wenig für die Schule gelernt, selten Romane gelesen und war viel draussen. Sachbücher mit vielen Bildern (wie „was ist was“ etc.) habe ich aber verschlungen und bei schlechtem Wetter stundenlang in Lexika und Atlanten gestöbert.
      Meine Schwester war ein Bücherwurm und musste für die Schule viel mehr machen als ich.
      In der Schule hatte ich bessere Noten als sie aber weniger Selbstvertrauen... Diese Thesen kann man also mit unserem Mädchenhaushalt nicht bestätigen... 🤔
    • salamandre 26.04.2019 12:35
      Highlight Highlight merida, danke!!!
  • pontifex_maximus 26.04.2019 08:47
    Highlight Highlight Die Erziehung ist immer der Sündenbock. Einsehen das Männer und Frauen unterschiedlich sind. Auch ohne Erziehung.
    • Laurel 26.04.2019 09:47
      Highlight Highlight Wieso immer so geschlechtsorientiert? "Menschen" sind unterschiedlich.
    • Lioness 26.04.2019 10:07
      Highlight Highlight Frauen und Männer sind körperlich verschieden. Vielleicht gibt es einen Mittelwert, was die Verhalten und Vorlieben der beiden Geschlechter sind. Dazwischen gibt es aber jede Menge Grautöne. Mein Kind lernt nur das allernötigste, spielt lieber im Dreck, schlägt lieber, als fiese Worte zu gebrauchen, trägt nie lange Haare oder Röckchen und ist doch rein körperlich ein Mädchen. Und genau wie im Text beschrieben, wird sie deswegen oft von der Umwelt zurechtgewiesen. Können wir nicht einfach die Unterschiede von verschiedenen Menschen akzeptieren? Sie gehört übrigens zur Genearion Z.
    • Uranos 26.04.2019 20:48
      Highlight Highlight Ich bin Statistiker und kann eigentlich jedem empfehlen mal einen Statistikkurs zu belegen. Wenn zwei Mittelwerte unterschiedlich sind, bedeutet das noch gar nichts für die gesamte Verteilung. Es könnten gerade mal 2% der Werte in der einen Verteilung extremer sein und schon ist der Mittelwert unterschiedlich. Die Körpergrösse unterscheidet sich zwar recht stark zwischen den Geschlechtern, aber es kann vorkommen, dass, so wie bei mir, plötzlich zwei Frauen nebendran in der Vorlesung sitzen, die beide mit 1.85 grösser sind, während die Frau in der vorderen Reihe mit 1.82 auch noch grösser ist.
  • Michael Schmid (2) 26.04.2019 08:45
    Highlight Highlight Eine Firma aus der Industrie hat normalerweise Führungskräfte aus den technischen Wissenschaften.
    In meinem Studiengang Elektrotechnik an einer technischen Fachhochschule haben wir einer Frauenanteil von bedauerlichen 3%.
    Seht Ihr das Problem?
    • Laurel 26.04.2019 10:11
      Highlight Highlight Ich habe einen als "männlich" abgestempelten Beruf gewählt, entsprechend meiner Talente. nach 15 Jahren Erfahrung würde ich sagen: ist ok habt ihr dort nur 3%; "frau" ist erfolgreicher in einem "frauentypischen" beruflichen Umfeld, auch wenn ihre Talente/Interessen anders liegen.
  • R. Peter 26.04.2019 08:44
    Highlight Highlight «Wenn ein Mädchen vorlaut, frech und willensstark ist, gilt es sofort als verhaltensauffällig.» Bitte dringend Belege für diese Behauptung vorlegen.
    • Lioness 26.04.2019 10:13
      Highlight Highlight Ist so. Auch uns erwachsenen Frauen wird gesagt wir seien Zicken, wenn wir uns wehren oder uns behaupten. Ein Junge, der sich nicht mit den Fäusten wehrt, ist ein Weichei. Ein Mädchen, dass sich mit den Fäusten wehrt, ist gewalttätig, während die Jungs eben Jungs sind und sich eben so verhalten. Das sind echte Erfahrungen aus einer ansonsten fortschrittlichen Schule, die genau immer noch diese Ideen zementiert. Habe ein Generation Z Kind, mitten im Schulsystem.
    • Alnothur 26.04.2019 10:40
      Highlight Highlight Ah ja? Und die jahrelangen Behauptungen, Buben seien an der Schule benachteiligt, weil ihr wilderes Verhalten unterdrückt werde, waren alles Lügen?
    • R. Peter 27.04.2019 11:16
      Highlight Highlight Einzelne Persönliche Erlebnisse gelten aus gutem Grund nicht als Beleg. Damit liesse sich ALLES belegen.
  • Toerpe Zwerg 26.04.2019 08:40
    Highlight Highlight "Buben würden im Wettbewerb gestärkt. Wer ist der Schnellste? Wer der Stärkste? Die Mädchen nicht. Ihnen werde beigebracht, dass gewinnen oder verlieren irrelevant sei."

    Meine Buben sehen überall Wettbewerb, alles ist kompetitiv - sogar bei wem die Katze lauter schnurrt ... das ist teilweise sehr mühsam und wir sind genervt darüber. Das Mädchen interessiert das schlicht nicht. Es ist ihr egal.

    Was sollen wir denn tun? Das Mädchen zu einem Verhalten auffordern, das uns nervt und das wir bei den Buben dämpfen wollen?

    Gibt es vielleicht doch auch biologische Unterschiede?
    • Gopfridsenkel 26.04.2019 09:04
      Highlight Highlight Sehr guter Input und tolles Beispiel. Danke!
    • Gubbe 26.04.2019 09:06
      Highlight Highlight Ich bin nicht auf viele Herzchen aus und schreibe: Es gibt biologische Unterschiede. Zum Glück. Buben sind in der Regel 'wilder' als Mädchen. Zählt doch Kraft und Schnelligkeit. Bei den Mädchen mehr das Harmonische, Schöne. Ja, man sagt es sei ein Klischee, über alles ist es so. Aber es gibt Ausnahmen, wie überall.
    • Freebee 26.04.2019 09:23
      Highlight Highlight Bei uns ist das Maedchen die kompetitive. Sie ist aber auch die kleinere und muss sich behaupten.
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  • Ökonometriker 26.04.2019 08:33
    Highlight Highlight Nunja, Fächer in denen Mädchen typischerweise bessere Noten haben erhalten in der Schule ja viel mehr Gewicht als Fächer, die in der Wirtschaft gefragt sind. Hier bildet man einfach an der Realität vorbei...
    • aglio e olio 26.04.2019 08:48
      Highlight Highlight Ich finde ja, dass die Schule den Kindern neben Grundbildung das Lernen lehren und nicht die Verwertbarkeit für "die Wirtschaft" sicherstellen sollte.
      Das Leben besteht aus sehr viel mehr...
    • Pitefli 26.04.2019 08:54
      Highlight Highlight Was sond den typische Mädchenfächer?
    • Merida 26.04.2019 08:57
      Highlight Highlight In Mathe und Chemie sind bei mir sowohl Mädchen wie auch Buben bei den Besten. Die Leistungsverteilung ist bei meinen Schüler*innen meist nicht geschlechtsabhängig.
      Allerdings gibt es bei Zeugnisbesprechungen selten einen Fall, wo ich bei einem Jungen mangelndes Selbstvertrauen thematisieren muss, hingegen ist das bei etwa 1/3 der Mädchen der Fall.
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