Armee
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Vor 100 Jahren

Der fliegende Riesenpenis und andere denkwürdige Bilder aus der Schweiz im Ersten Weltkrieg

Vor 100 Jahren hat die Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts ihren Lauf genommen. Kriegerisch war die neutrale Schweiz nicht in den Ersten Weltkrieg involviert, doch verschont blieb sie dennoch nicht: Zu bedeutend waren die politischen, wirtschaftlichen und sozialen Umwälzungen während und nach dem Konflikt.

Tausende Aufnahmen aus dem Bundesarchiv in Bern vermitteln einen lebendigen Eindruck der Schweiz in den Kriegsjahren. Die meisten sind undatiert, entstanden aber zwischen 1914 und 1918. watson hat das gesamte Archiv durchforstet und präsentiert hier eine Auswahl von 40 faszinierenden Bildern aus jener Zeitenwende.

Hygiene und Gesundheit der Truppe

Aufstehen an einem Grenzwachtposten

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250'000 Mann zählte die Schweizer Armee nach der Mobilmachung vom 3. August 1914. Hinzu kamen 200'000 Mann im Hilfsdienst. Die Bevölkerungszahl betrug 3,9 Millionen. Bild: Schweizerisches Bundesarchiv

Waschen im Fluss

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Die Hygiene der Truppe war im Ersten Weltkrieg im Vergleich mit früheren Konflikten stark verbessert worden. Erstmals starben weltweit mehr Soldaten durch Kampfhandlungen als an Krankheiten. Bild: Schweizerisches Bundesarchiv

Duschraum im Armeebadezug

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Dazu trug auch die Mechanisierung bei: Armeebadezüge boten Duschen und Umkleidekabinen. Das heisse Wasser kam aus einem angehängten Kesselwagen. Bild: Schweizerisches Bundesarchiv

Bettentrakt im Sanitätszug

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Die letzten Sanitätszüge wurden 2003 ausser Dienst gestellt. Bild: Schweizerisches Bundesarchiv



Impfen

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Ebenfalls positiven Einfluss auf die Gesundheit der Truppe hatten Impfungen gegen Typhus und Tetanus, die Soldaten im grossen Stil verabreicht wurden. Bild: Schweizerisches Bundesarchiv

Kahlscheren gegen Läuse

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Auch an althergebrachten Hausmitteln wurde festgehalten.  Bild: Schweizerisches Bundesarchiv

Kegeln im Keller des Grippeerholungszentrums

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Gegen die rasante Ausbreitung der Spanischen Grippe im letzten Kriegsjahr konnten verbesserte Hygiene- und Gesundheitsversorgung aber wenig ausrichten. Weltweit starben Millionen, die meisten von ihnen Zivilisten. In der Schweiz raffte die Epidemie 28'000 Personen dahin, darunter über 1000 Soldaten. Antibiotika wurden erst im Zweiten Weltkrieg entwickelt. Bild: Schweizerisches Bundesarchiv

Prothesenanpassung

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In einer Anstalt in der Schweiz passt ein Arzt einem französischen Kriegsgefangenen eine Beinprothese an. Über 12'000 ausländische Armeeangehörige, darunter Franzosen, Engländer, Belgier und Deutsche, waren in der Schweiz während des Ersten Weltkriegs interniert. Bild: Schweizerisches Bundesarchiv

Bewaffnung und Ausrüstung

Der erste in der Schweiz hergestellte Fesselballon

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Bis zum Ersten Weltkrieg besass die Schweizer Luftwaffe keine Flugzeuge, sondern lediglich Fesselballone zur Aufklärung.   Bild: Schweizerisches Bundesarchiv

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Mit Spenden aus der Bevölkerung kaufte das Militärdepartement 1916 insgesamt 17 Flugzeuge und 14 Reservemotoren. In Dübendorf wurde zudem ein Hangar gebaut. Bild: Schweizerisches Bundesarchiv

Brieftaube bereit zum Abfliegen

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«Selbstreproduzierende Kleinflugkörper auf biologischer Basis mit fest programmierter automatischer Rückkehr aus allen beliebigen Richtungen und Distanzen»: So hiessen die bis 1996 in der Schweizer Armee eingesetzten Brieftauben laut Reglement. Bild: Schweizerisches Bundesarchiv

Schiessübung mit dem Maschinengewehr

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Auf dem Gebiet der Kriegstechnik kamen im Ersten Weltkrieg einige besonders todbringende Neuerungen zum Einsatz: das Maschinengewehr ... Bild: Schweizerisches Bundesarchiv

Gasmaskenfilter werden feldgrau gespritzt

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... und Giftgase wie Chlor- und Senfgas. Bild: Schweizerisches Bundesarchiv

Bajonettfechten

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Der traditionelle Nahkampf wurde weiter geübt. Im Ersten Weltkrieg erreichten Bajonette noch eine Länge bis zu 50 cm, was regelrechtes Fechten erlaubte. Bild: Schweizerisches Bundesarchiv

Neuer Stahlhelm mit Splitterschutz

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Immerhin wurden auch Fortschritte in der Schutzausrüstung ... Bild: Schweizerisches Bundesarchiv

Das neue Mützenmodell und seine Tragarten

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... und generell in der Bekleidung erzielt. Bild: Schweizerisches Bundesarchiv

Verpflegung und Vorräte

Punkto Lebensmittelversorgung war die Schweiz schlecht auf den Ersten Weltkrieg vorbereitet. Obwohl die Importe aus den Nachbarländern einbrachen, wurden erst 1917 Rationierungsmassnahmen eingeführt. In der Bevölkerung resultierte ein Ernährungsnotstand, der nicht zuletzt auch der Ausbreitung der Spanischen Grippe Vorschub leistete.

Armeekäsekeller

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Bild: Schweizerisches Bundesarchiv

Brotvorrat einer Bäckerkompanie

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Bild: Schweizerisches Bundesarchiv

Gedörrte Apfelschnitze

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Bild: Schweizerisches Bundesarchiv

Anfeuern in der Feldküche

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Bild: Schweizerisches Bundesarchiv

Strohlager in der Luftschiffhalle von Luzern

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Bild: Schweizerisches Bundesarchiv

Paketberg für internierte Kriegsgefangene

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Rätsel: Finden Sie alle neun Soldaten in diesem Bild. Bild: Schweizerisches Bundesarchiv

Der Dienst der Frauen

Der freiwillige Armeedienst stand ihnen zwar noch nicht offen, dafür leisteten Schweizer Frauen an der Heimatfront Enormes: Sie führten die Soldatenstuben, pflegten verletzte Kriegsgefangene und schufteten in Armeebetrieben. Während die Männer Aktivdienst leisteten, oblag es ihnen, die Familien durchzubringen.

Rotkreuzhelferinnen und Nonnen vor Sanitätszug

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Bild: Schweizerisches Bundesarchiv

Armeeschneiderei in Bern

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Bild: Schweizerisches Bundesarchiv

Arbeiten zur inneren Ausrüstung der Gasmasken

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Bild: Schweizerisches Bundesarchiv

Zivilbevölkerung

Der Schweizer Zivilbevölkerung wurde im Ersten Weltkrieg viel zugemutet. Erwerbsausfallersatz gab es noch nicht, was viele Familien verarmen liess, hinzu kam Inflation. Daraus resultierten soziale Spannungen, die nach Kriegsende im Landesstreik kulminierten. Dieser wurde vom Ordnungsdienst der Armee niedergeschlagen.

Alter Mann mit Soldaten

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Bild: Schweizerisches Bundesarchiv

Junge vor 42-cm-Mörser

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Bild: Schweizerisches Bundesarchiv

Kleinkinderschule ist gleichzeitig Soldatenstube

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Bild: Schweizerisches Bundesarchiv

Menschenmenge füllt Strasse nach Defilee in Bern

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Bild: Schweizerisches Bundesarchiv

Irrtümlicher Bombenabwurf auf jurassische Gemeinde 

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Bild: Schweizerisches Bundesarchiv

Kriegsbergwerk Bassersdorf

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Kriegsbergwerk Bassersdorf 1918: Einwohner der Zürcher Gemeinde durchsuchen den Schlackenhaufen beim Bahnhof nach brennbarem Material. Bild: Wikimedia Commons

Bewaffnete Bahnbeamte

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Bild: Schweizerisches Bundesarchiv

Die Armee in den Städten

Infanteristen auf dem Bundesplatz

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Bild: Schweizerisches Bundesarchiv

Wache am Zürcher Hauptbahnhof

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Bild: Schweizerisches Bundesarchiv

Rekrutenschule in der Kaserne Zürich

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Bild: Schweizerisches Bundesarchiv

Barrikade vor deutschem Zollhaus bei Basel

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Bild: Schweizerisches Bundesarchiv

Barrikade auf der Basler Johanniterbrücke

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Bild: Schweizerisches Bundesarchiv

In den Bergen

Patrouille vor dem Matterhorn

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Bild: Schweizerisches Bundesarchiv

Beobachtungsposten an der Südgrenze

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Bild: Schweizerisches Bundesarchiv

Abstieg vom Theodulpass mit Verwundetentransport

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Bild: Schweizerisches Bundesarchiv

Im Innern einer Grenzwachthütte

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Bild: Schweizerisches Bundesarchiv

So entstanden die Bilder übrigens

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Bild: Schweizerisches Bundesarchiv

Wer sich alle 5107 Aufnahmen aus dem Bundesarchiv zur Schweiz im Ersten Weltkrieg ansehen will, kann das hier tun

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