WM 2018
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa06817260 Switzerland's midfielder Valon Behrami (2L) looks at Brazil's forward Neymar as referee Cesar Ramos (L) gives a yellow card during the FIFA World Cup 2018 group E preliminary round soccer match between Brazil and Switzerland in Rostov-On-Don, Russia, 17 June 2018. The match ended 1-1.

(RESTRICTIONS APPLY: Editorial Use Only, not used in association with any commercial entity - Images must not be used in any form of alert service or push service of any kind including via mobile alert services, downloads to mobile devices or MMS messaging - Images must appear as still images and must not emulate match action video footage - No alteration is made to, and no text or image is superimposed over, any published image which: (a) intentionally obscures or removes a sponsor identification image; or (b) adds or overlays the commercial identification of any third party which is not officially associated with the FIFA World Cup)  EPA/LAURENT GILLIERON   EDITORIAL USE ONLY

Nicht nur Behrami – über Nemyar lacht die ganze Welt. Bild: EPA/KEYSTONE

Das sind die Tops und Flops der WM

16.07.18, 14:34 16.07.18, 16:55


Tops

Der neue Pelé

Man muss es sich immer wieder vor Augen führen: Der Junge ist erst 19 Jahre alt. Trotzdem war Kylian Mbappé ein Dreh- und Angelpunkt im französischen Spiel. Der Stürmer überzeugte mit seiner Geschwindigkeit, seiner Technik und einem unglaublichen Torriecher. Gegen Argentinien wurde er zweitjüngster Doppeltorschütze an einer WM, gegen Kroatien zweitjüngster Finaltorschütze.

Nur Pelé war noch frühreifer. Der Brasilianer gilt als bester Fussballer des 20. Jahrhunderts. Das 21. Jahrhundert dagegen könnte das von Kylian Mbappé werden. Pelé droht im Fall der Fälle schon mal mit einem Comeback …

VAR

Gross waren die Befürchtungen bei Fans, Spielern und Funktionären: Wie würde der Videobeweis auf der grossen WM-Bühne wohl ankommen? Bilder von wütenden Spielern, enttäuschten Fans und überforderten Schiedsrichtern wurden gezeichnet. Doch der Videobeweis bestand seine erste echte Feuerprobe ziemlich souverän.

Das Prozedere ist schnell und transparent, die Spiele wurden merklich fairer. Das heisst aber nicht, dass Fehlentscheidungen komplett verhindert werden können. Knifflige Hand- und Foulspiele bleiben ein Balanceakt. Wo Menschen arbeiten, passieren Fehler. Der VAR darf nicht als oberste Schiedsrichter-Instanz angesehen werden, sondern als Rettungsschirm für den Unparteiischen auf dem Platz. 

Da sitzen sie in voller Montur: Die Video-Schiedsrichter bei der Arbeit. bild: ard

Kroatiens Leidenschaft

Was für ein Wille, was für eine Leidenschaft! Dreimal lag Kroatien in der K.o.-Runde 0:1 zurück, dreimal kämpfte es sich zurück. Zweimal gewannen die «Vatreni» («Feurigen») im Penaltyschiessen, einmal nach Verlängerung. Erst im Final gegen Frankreich gingen den unermüdlichen Kämpfern die Kräfte aus. 2:4 hiess das Verdikt nach spektakulären 90 Minuten, in denen Kroatien mehr vom Spiel und die besseren Chancen hatte.

Das Erfolgsgeheimnis von Modric, Rakitic und Co.: Nie aufgeben. «Weiter, immer weiter», würde Oliver Kahn sagen. Mit dieser Einstellung übertrafen sie die für immer als unerreichbar angesehenen Halbfinalisten von 1998. Nur wenig fehlte zum ganz grossen Coup: Den Final verloren, aber die Herzen der Fans auf der ganzen Welt gewonnen.

Englands Euphorie

«Football's coming home!» Es begann mit einer leisen Hoffnung. Der Fussball möge nach 52 Jahren doch endlich wieder nach Hause kommen. Ins Mutterland des Fussballs, nach England. Eine Enttäuschung nach der anderen steckten die Fans der «Three Lions» über die Jahre weg – und jetzt? Jetzt könnte es endlich soweit sein. England sah sich bereit für den ersten WM-Titel seit 1966.

Die Fans peitschten ihr Team an, sangen «Three Lions on a shirt» und natürlich «God save the Queen». So laut, dass die russischen Stadien erzitterten. Doch es nützte alles nichts, England scheiterte im Halbfinal. Aber die Hoffnung ist zurück. Dass es in vier Jahren endlich klappen wird mit dem ganz grossen Coup. «52 years of hurt» und sie träumen noch immer. Bewundernswert!

«Football's coming home» – in der Variante 2018. Video: streamable

Standard-Tore

WM-Learning Nummer 1: Tore aus dem Spiel heraus zu erzielen, wird immer schwieriger. Selbst die vermeintlich «Kleinen» können die «Grossen» dank kompakter Defensive und solidarischem Einsatz ziemlich gut in Schach halten. 

Der beste Weg, um trotzdem zu Toren zu kommen? Standards! 73 von 169 Toren (43 Prozent) fielen nach ruhenden Bällen. Die Teams wussten um die Wichtigkeit von Freistössen, Eckbällen und Penaltys und zeigten sich erfinderisch. Besonders geglückte Freistoss-Varianten: Englands 4:0 gegen Panama und Kroatiens 1:1-Ausgleich im WM-Final gegen Frankreich.

John Stones erzielt Englands 4:0 gegen Panama. Video: streamable

Ivan Perisic gleicht im WM-Final zum 1:1 aus. Video: streamable

Keine Schlägereien

Eine der grössten Sorgen vor der WM war, dass Hooligan-Schlägereien das sportliche Geschehen überschatten könnten. Aber Fehlanzeige! In Russland blieb es weitestgehend ruhig. Im Gegensatz zur EM vor zwei Jahren: Damals hatten Hooligans in Marseille ein regelrechtes Inferno entfacht.

Die Ruhe ist vor allem einer Kehrtwende der russischen Regierung zu verdanken. War man vor zwei Jahren mit den eigenen Hooligans noch wenig restriktiv, hat sich dies komplett gewandelt. Der russische Geheimdienst soll die bekanntesten Schläger massiv eingeschüchtert haben. Hunderte Gewaltbereite wurden vor der WM gemäss britischen Medien ausserdem verhaftet, ihnen drohen Freiheitsstrafen von bis zu fünf Jahren.

FILE - In this file photo taken on Thursday, June 9, 2016, clashes break out in the stands after the Euro 2016 Group B soccer match between England and Russia, at the Velodrome stadium in Marseille, France. The violence in Marseille was greeted with jokes and even praise from some Russian lawmakers and officials. But ahead of the World Cup, Russian authorities are cracking down on the hooligan culture. (AP Photo/Thanassis Stavrakis, File)

Russische und englische Fans gehen im Stadion aufeinander los – Bilder wie 2016 in Marseille gab es in Russland nicht.  Bild: AP

Putzteufel auf den Rängen

Sie fieberten mit, sie jubelten, sie tanzten – und sie putzten. Die Fans von Senegal und Japan verhielten sich in Russland mehr als vorbildlich und räumten nach Spielschluss ihren Müll gleich selbst weg. Mit Abfallsäcken ausgestattet, sammelten sie Trinkbecher, Kartons und Plastik ein und verliessen ihren Sektor in blitzblankem Zustand.

Dem Beispiel ihrer Fans folgten die japanischen Fussballer nach dem dramatischen Achtelfinal-Aus gegen Belgien. Trotz der Enttäuschung hinterliessen sie die Garderobe blitzsauber und mit einer Grusskarte an den Gastgeber. Bitte an alle Schweizer: Übernehmen! In Stadien, an Seen, in den Bergen und Städten. Einfach überall …

Batshuayis Selbstironie

Eigentlich ein Flop. Nach Belgiens 1:0 im Gruppenspiel gegen England schnappt sich Michy Batshuayi den Ball und will ihn noch einmal ins Netz dreschen. Doch der Stürmer trifft den Pfosten und von dort knallt ihm der Ball voll ins Gesicht. Doch Batshuayi nimmt's mit Humor und erobert mit seinen Tweets zum Fauxpas die Herzen der Fans.

Der Headshot von Batshuayi. Video: streamable

Flops

Titelverteidiger Deutschland

Überheblich und überfordert – der Weltmeister scheidet in Russland schon in der Gruppenphase aus. Mit sturem Ballbesitzfussball, aber ohne den letzten Einsatzwillen versuchte die DFB-Elf ihren Titel zu verteidigen. Und scheiterte kläglich, wieder einmal hat es den Weltmeister in der Gruppenphase erwischt.

Im Spiel der letzten Achtelfinal-Chance gegen Südkorea war kein Feuer, keine Leidenschaft zu sehen. Stattdessen flüchtete man sich in Scheindebatten um ein Präsidenten-Foto, die neue Spielergeneration, die WM-Unterkunft und die Selbstherrlichkeit der Spieler. Für das WM-Fazit genügte ein Hashtag: #zsmmnbrch statt #zsmmn hiess es in den sozialen Medien.

Germany's Toni Kroos bows on the field as South Korea players gather together at the end of the group F match between South Korea and Germany, at the 2018 soccer World Cup in the Kazan Arena in Kazan, Russia, Wednesday, June 27, 2018. (AP Photo/Sergei Grits)

Südkorea jubelt gemeinsam, Toni Kroos trauert allein. Bild: Ap

Der sterbende Schwan

Brasiliens Superstar Neymar fiel trotz zwei Toren und zwei Assists zu selten durch spielerische Glanzpunkte auf. In Erinnerung wird vor allem seine übertriebene Schauspieleinlagen bleiben – Insgesamt 15 Minuten lang wälzte er sich in den ersten vier Spielen am Boden. Der 222-Millionen-Euro-Mann war nach Eden Hazard (ein Spiel mehr bestritten) zwar der am zweithäufigsten gefoulte Spieler in Russland, doch seine oftmals peinliche Theatralik stand in keinem Verhältnis zur Schwere der Fouls. Überall auf der Welt wird Neymar nun für lächerliches Gehabe belächelt, statt für seine Fussball-Künste bewundert zu werden. Sein Name ist zum Schimpfwort mutiert.

Der Höhepunkt der Peinlichkeit: Wälzen und winden gegen Mexiko. Video: streamable

SFV in der Doppelader-Affäre

Der Doppeladler-Jubel von Granit Xhaka und Xherdan Shaqiri beim 2:1-Sieg gegen Serbien war eigentlich schon unsäglich genug. Wie sich die Verbandsspitze in der anschliessenden Polemik darüber aber Verhalten hatte, war alles andere als geschickt. Erst versuchte man, den Fall auszusitzen: «Bloss nicht darüber reden», lautete die Devise. Die beiden Torschützen wurden in den Tagen danach von den Mikrofonen fern gehalten, äusserten sich aber gleichzeitig auf Social Media, um ihre Einträge wenig später wieder zu löschen.

Die Debatte eskalierte nochmals, als Generalsekretär Alex Miescher in einem Interview eingestand, doppelte Staatsbürgerschaften würden Probleme verursachen. Die Politik müsse sich fragen, ob sie Doppelbürger noch tolerieren wolle. Das erregte das Land zum zweiten Mal innert kurzer Zeit – der SFV musste sich entschuldigen, doch der Schaden war bereits angerichtet. Zurück bleibt eine Verbandsspitze, die den Eindruck hinterlässt, den Anforderungen nicht gewachsen zu sein.

Switzerland's midfielder Granit Xhaka, celebrates after scoring a goal during the FIFA World Cup 2018 group E preliminary round soccer match between Switzerland and Serbia at the Arena Baltika Stadium, in Kaliningrad, Russia, Friday, June 22, 2018. (KEYSTONE/Laurent Gillieron)

Mit dem Doppeladler-Jubel von Xhaka hat alles angefangen. Bild: KEYSTONE

Schiri-Experte des SRF

Das SRF tätigte mit seinem Experten einige Glücksgriffe. Peter Knäbel, Lutz Pfannenstiel, Martin Schmidt, Alex Frei, Beni Huggel, Moritz Bauer, Mladen Petric – sie alle sorgten in den Diskussionen im Studio für einen deutlichen Mehrwert für den Zuschauer. Daneben griff das Schweizer Fernsehen aber beim Schiri-Experten Sascha Amhof. Der ehemalige Super-League-Ref hatte die Aufgabe, knifflige Entscheide seiner Berufskollegen zu beurteilen und zu kommentieren. Amhof erwies sich zwar als kompetent und redefreudig, stellte sich aber zu oft hinter die Entscheide der Schiedsrichter.

Grotesk wurde es im WM-Final, als er das Handspiel von Ivan Perisic zunächst als nicht penaltywürdig taxierte, seine Meinung wenig später aber änderte, weil Schiedsrichter Nestor Pitana auf Elfmeter entschied. Etwas mehr Selbstbewusstsein und vielleicht ein paar knackige Sprüche à la Dr. Markus Merk (Sky-Experte in der Bundesliga) hätten Amhof sicher gut getan.

Sascha Amhof im SRF-Studio. bild: srf

Maradonas Tribünen-Show

Diego Armando Maradona war einst der beste Fussballer dieses Planeten. Mittlerweile ist der Argentinier, der sein Team 1986 fast im Alleingang zum Titel führte, zur Witzfigur verkommen. Die Art und Weise, wie er sich in Russland präsentierte, war schlicht peinlich. Er paffte fleissig trotz Rauchverbot, schlief auf seinem Sitz ein, liess die Mittelfinger sprechen und gab sich nach eigener Aussage derart dem Weisswein hin, dass er es nicht mehr ohne Hilfe aus der VIP-Box schaffte und medizinisch behandelt werden musste. Einfach nur noch tragisch …

Anstoss-Trick, der keiner war

Eine Regel, die es nicht gibt, sorgte für die wohl skurrilsten Szenen der WM. Angefangen hat alles mit den Australiern und Portugiesen, bei denen ein Teamkollege nicht mit dem Rest der Mannschaft jubeln durfte, weil ein Spieler ja immer auf dem Platz stehen müsse. Was sonst passiert, demonstrierten uns die Panamaer im Spiel gegen England. Weil alle Engländer ausserhalb des Feldes jubelten, führten sie den Anstoss schnell aus.

Das war nicht nur unfair, sondern entsprach auch nicht den Regeln. Die Schiedsrichter hatten aber alles im Griff und unterbanden die Situation. Auch im Spiel um Rang 3, als die Engländer – sie hätten ja eigentlich wissen müssen, dass der Trick nicht funktioniert – es noch einmal gegen Belgien versuchten.

Geheimfavoriten aus Afrika

Senegal, Nigeria, Ägypten – sie alle wurden vor der WM in fast allen Prognosen als Geheimfavoriten bezeichnet. Alle vier Jahre wird der endgültige Durchbruch der Teams vom schwarzen Kontinent auf der grossen Bühne des Weltfussballs prophezeit. Mit mindestens einem Team im Viertel- oder Halbfinal, wenn nicht noch besser. Zum ersten Mal seit 1982 schaffte es jedoch kein Team aus Afrika in die K.o.-Runde. Senegal und Nigeria deuteten ihr Potenzial zwar an, ausschöpfen konnten sie es aber wieder einmal nicht. 

A supporter of Senegal reacts after the group H match between Senegal and Colombia, at the 2018 soccer World Cup in the Samara Arena in Samara, Russia, Thursday, June 28, 2018. Colombia won 1-0 and advances while Senegal is eliminated by tiebreaker. (AP Photo/Efrem Lukatsky)

Am Ende blieben nur enttäuschte Gesichter. Bild: AP

One-Man-Teams

Portugal mit Cristiano Ronaldo. Argentinien mit Lionel Messi. Ägypten mit Mohamed Salah. Polen mit Robert Lewandowski. Teams, die ihr Spiel komplett auf einen einzigen Superstar ausgerichtet hatten, waren an der WM chancenlos. Dafür waren sie zu ausrechenbar, dafür kannten die Mitspieler die Lauf- und Passwege ihres Anführers zu wenig.

Natürlich hatten auch andere Mannschaften ihre Topspieler, aber die glänzten vor allem dann, wenn sie sich für das Team zurücknahmen. Edinson Cavani und Luis Suarez etwa harmonierten für Uruguay prächtig, auch die belgischen Ausnahmekönner fügten sich nahtlos ins Team ein und sogar der oft eigenwillige Paul Pogba liess ich ins starke, französische Kollektiv integrieren.

epa06872036 Supporters of Russia wear face masks depicting Cristiano Ronaldo (L) of Portugal and Lionel Messi (R) of Argentina prior to the FIFA World Cup 2018 quarter final soccer match between Russia and Croatia in Sochi, Russia, 07 July 2018.

(RESTRICTIONS APPLY: Editorial Use Only, not used in association with any commercial entity - Images must not be used in any form of alert service or push service of any kind including via mobile alert services, downloads to mobile devices or MMS messaging - Images must appear as still images and must not emulate match action video footage - No alteration is made to, and no text or image is superimposed over, any published image which: (a) intentionally obscures or removes a sponsor identification image; or (b) adds or overlays the commercial identification of any third party which is not officially associated with the FIFA World Cup)  EPA/FRIEDEMANN VOGEL   EDITORIAL USE ONLY

Für Ronaldo und Messi war bereits im Achtelfinale Schluss. Bild: EPA

Die besten Bilder der Fussball-WM 2018 in Russland

28.06.1994: Der Russe Oleg Salenko erzielt als bisher einziger Spieler in einem WM-Spiel fünf Tore

20.06.1982: Schiedsrichter Lund-Sörensen gibt bei Spanien gegen Jugoslawien einen Penalty, der keiner ist, und lässt ihn auch noch wiederholen

08.07.1982: Das brutalste WM-Foul aller Zeiten: Toni Schumacher streckt Patrick Battiston nieder

30.06.2006: Jens Lehmann hext Deutschland gegen Argentinien in den WM-Halbfinal – dank einem unnützen Spickzettel im Stulpen

27.06.1994: Effenberg zeigt seinen berühmten Stinkefinger – leider hat ihn fast niemand gesehen

18.06.1994: Beni Thurnheers fataler Irrtum – es gibt eben doch einen Zweiten wie Bregy

03.07.1974: Ganz Polen gibt der deutschen Feuerwehr die Schuld für die Niederlage in der «Wasserschlacht von Frankfurt»

17.07.1994: «Eine Wunde, die sich niemals schliesst» – Roberto Baggios Penalty in die Erdumlaufbahn

02.07.1994: Kolumbiens Andrés Escobar wird nach seinem Eigentor gegen die USA mit 12 Schüssen hingerichtet

23.06.1990: Roger Milla gegen René Higuita – der Alte entzaubert den Irren

29.06.1958: Aus «Dico» wird «Pelé» und dieser wird dank zwei WM-Finaltoren der Weltstar

16.07.1950: Ein Uru bringt das Maracanã zum Schweigen und sorgt dafür, dass Brasilien nie mehr in Weiss spielt

26.06.2006: «Züngeler» Streller leitet das peinliche Schweizer Penalty-Debakel ein

15.06.1958: Von wegen krummbeinig – Garrincha dribbelt die Sowjets schwindlig und gelangt zu Weltruhm

30.06.1998: Mit einem Wundersolo geht Michael Owens Stern auf, der nur allzu schnell wieder verglüht

22.06.1986: Maradona schiesst das Tor des Jahrhunderts – aber in Erinnerung bleibt die «Hand Gottes»

Ampel inspiriert Schiri zu Gelben und Roten Karten – ein Chilene spürt die Folgen zuerst

25.06.1982: Die «Schande von Gijon» – Deutschland und Österreich schliessen einen Nichtangriffspakt

04.07.1954: «Aus, aus, aus, aus! Das Spiel ist aus! Deutschland ist Weltmeister …»

12.07.1998: Ronaldo kämpft vor dem WM-Final mit dem Tod – warum er trotzdem spielt, bleibt bis heute ein Rätsel

11.07.1966: Die «Nacht von Sheffield», der grösste Skandal der Schweizer Fussballgeschichte

31.05.1934: Goalie Zamora war Kettenraucher, sass im Knast und landet an der WM fast im Rollstuhl

05.07.1982: Italiens Rossi kehrt nach zweijähriger Sperre zurück und versenkt «unbesiegbare» Brasilianer im Alleingang

19.06.1958: Just Fontaine schiesst im Viertelfinal zwei seiner total 13 Tore an einer WM – ein Rekord für die Ewigkeit

19.06.1958: Just Fontaine schiesst im Viertelfinal zwei seiner total 13 Tore an einer WM – ein Rekord für die Ewigkeit

06.07.2010: «Ik probeer het maal», denkt sich Giovanni van Bronckhorst im WM-Halbfinal und erzielt aus 37 Metern dieses Traumtor

16.06.1938: Was man hier nicht sieht: Dem Penalty-Schützen riss das Gummiband der Hose, der Goalie lachte sich krumm

17.06.1970: Fehler über Fehler und Beckenbauers an den Körper geklebter Arm sorgen für das Jahrhundertspiel

01.07.1990: Unglaublich, aber wahr: Dank cleverer Taktik und zwei verwandelten Penaltys darf England vom WM-Titel träumen

12.06.1998: José Luis Chilavert wird beinahe zum ersten Goalie, der an einer WM ein Tor erzielt

09.07.2006: Weil Materazzi Zidanes Schwester beleidigt, kommt es zum berühmtesten Kopfstoss der Fussball-Geschichte

07.06.1970: England-Goalie Gordon Banks wehrt mit der grössten Parade aller Zeiten den Kopfball von Pelé ab

Alle Artikel anzeigen

Hol dir die App!

Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!

Abonniere unseren Daily Newsletter

24
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
24Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • DerSimu 17.07.2018 10:41
    Highlight "Amhof erwies sich zwar als kompetent und redefreudig, stellte sich aber zu oft hinter die Entscheide der Schiedsrichter."

    Wieso zu oft? Wenn es seine Meinung ist, ist das eben so. Dafür gibt es ja verschiedene Meinungen.

    Auch wenn ich im Allgemeinen nicht begeistert von Herrn Amhof war, muss man ihm doch seine Meinung lassen und ihm seine Professionelle Erfahrung lassen. Der Mann war immerhin Profi-Schiri in der höchsten Schweizer Liga.
    0 1 Melden
  • DerSimu 17.07.2018 10:24
    Highlight Selbst ich, als Russlandgegner muss mir eingestehen, dass die WM top organisiert war. Zumindest das, was wir gesehen haben.
    1 0 Melden
  • Taggart 16.07.2018 21:16
    Highlight Was lernen wir daraus? Die Schweizer müssen bei Standards torgefährlicher werden. Oder: Tranquillo Barnetta wird schmerzlich vermisst. ;-)
    5 1 Melden
  • Bruno S. 88 16.07.2018 20:01
    Highlight Die Dj Antoine WM Hymne. Ein weiterer Flop durch den Schweizer Verband!!
    10 1 Melden
  • antivik 16.07.2018 19:47
    Highlight Für mich zählen die Standardtore sowohl zu den Tops wie auch den Flops des Turniers. Einerseits bin ich einverstanden damit, dass es schwächeren Teams ermöglicht, ein Tor zu schiessen und so auch mehr Spannung im Spiel ist. Jedoch sind Tore aus dem Spiel heraus für mich attraktiver und interessanter (z bsp schön herausgespielt, Konter etc.).
    Ich beklage mich zwar auf hohem Niveau, denn es war eine WM mit vielen Toren! Dagegen kann niemand etwas haben :)
    6 0 Melden
  • Reddox 16.07.2018 19:32
    Highlight "Grotesk wurde es im WM-Final, als er das Handspiel von Ivan Perisic zunächst als nicht penaltywürdig taxierte, seine Meinung wenig später aber änderte, weil der Schiedsrichter auf Elfmeter entschied."

    Stimmt ja so gar nicht. Er hat gesagt es sei kein Penalty. Der Schweizer Kommentator hat danach ca. 50 mal erwähnt wie er das als klaren Penalty sah. Danach ist er ein wenig zurück gerudert als alle anderen "Experten" im Schweizer Studio auch auf Penalty entschieden. Dies als einzige Nation überhaupt. Er wollte vielleicht niemanden brüskieren aber mit dem Schiedsrichter hat das nichts zu tun.
    5 1 Melden
  • davej 16.07.2018 18:06
    Highlight Der Sieger ist der Defensive Fussball. Diese WM hat gezeigt, wer Defensiver Fussball spielen lässt, ist erfolgreich. Ballbesitz bringt gar nichts. Die Statistiken zeigen es klar! Hatte Mourinho also doch recht, nicht wahr, Herr Reto Fehr ;).. Gratulation an Frankreich und ihren Defensiven, aber erfolgreichen Fussball.
    1 1 Melden
  • droelfmalbumst 16.07.2018 16:33
    Highlight Für mich hat Japan gewonnen! Geile Truppe! :D
    42 7 Melden
  • dding (@ sahra) 16.07.2018 16:20
    Highlight Mir ist diese unsägliche nationalistische Geste von gleich mehreren Schweizer Spieler geblieben.

    Und wie linke Politiker am Anschluss daran, versuchten, diese zu verharmlosen.

    Unter der Schweizer Flagge, darf so etwas, nie wieder vorkommen.

    Zuviel Schaden, wird damit angerichtet.
    36 80 Melden
    • nödganz.klar 16.07.2018 20:27
      Highlight Mir ist dieses unsägliche nationalistische Getue von vielen Schweizern geblieben.

      Und wie rechtspopulistische Politiker am Anschluss daran, versuchten, diese für ihren Fremdenhass zu instrumentalisieren.

      Unter Schweizer Flagge, darf so etwas, nie wieder vorkommen.

      Zuviel Schaden wird mit diesem Nationalismus angerichtet.
      15 1 Melden
    • dding (@ sahra) 16.07.2018 23:49
      Highlight @ nödklarim.Chopf

      Ihnen scheint in der Tat nicht ganz klar zu sein um was es geht.

      Trotzdem exemplarisch, wie sie versuchen, die Vorfälle in ihr Gegenteil umzudeuten.

      😂 Die Welt ist, nach ihnen, nicht rund, sondern flach.

      Hauptsache Sie glauben daran.

      Dann wird s schon stimmen.
      2 9 Melden
  • BigMic 16.07.2018 16:14
    Highlight Der SRF Schiri war wirklich oberpeinlich und kaum zu ertragen. Ja niemandem auf den Schlipps treten wollen und null eigene Meinung. Warme Luft und sonst nix...
    82 7 Melden
  • Ulmo Ocin 16.07.2018 15:06
    Highlight Das beste an Englands "Anstoss-Trick" gegen Belgien war: Hätte es diese Regel tatsächlich gegeben, wäre es beim Anstoss noch Abseits gewesen xD
    77 6 Melden
  • Matti_St 16.07.2018 15:06
    Highlight Socken-Gate
    48 3 Melden
  • iFaasi 16.07.2018 14:52
    Highlight Sehr starker Artikel!
    26 5 Melden
  • c-bra 16.07.2018 14:36
    Highlight Das Bild zu Beginn des Artikels mit den lachenden Schweizern soll im FIFA Museum einen Ehrenplatz erhalten. Für mich das Bild der WM! Grande Behrami
    255 5 Melden
  • Sir Konterbier 16.07.2018 14:33
    Highlight Hat Hazard nicht 2 Spiele mehr bestritten als Neymar? oder war er mal auf der Bank?
    36 4 Melden
    • Tobi23 16.07.2018 14:54
      Highlight Er wurde beim ersten Spiel gegen England geschont. War nur Thorgan Hazard auf dem Platz
      23 0 Melden
    • PRE 16.07.2018 14:54
      Highlight In der Vorrunde gegen England spielte er nicht.
      39 2 Melden
    • Sir Konterbier 16.07.2018 15:39
      Highlight ok mässi👍
      4 0 Melden
  • henkos 16.07.2018 14:25
    Highlight Wo genau war die deutsche Mannschaft überheblich?
    22 104 Melden
    • LibConTheo 16.07.2018 14:50
      Highlight Unter anderem hier:



      106 14 Melden
    • Siebenstein 16.07.2018 15:24
      Highlight Ich wusste gar nicht, daß die zur Mannschaft gehören 😂
      18 40 Melden
    • DerTaran 16.07.2018 16:22
      Highlight Ich, als Deutschland Fan, glaube auch, dass die Spieler überheblich waren, aber im Stillen. Nach Aussen haben sie es allerdings nie getragen, das kann man ihnen nicht vorwerfen, dass sie ihre Vorrundengegner nicht ernst genommen haben aber schon.
      44 0 Melden

Nati-Debütant Mvogo «musste leiden, aber es war für mich ein Supermatch»

Die Schweiz ist zum Siegen zurückgekehrt. Nach zuletzt zwei Niederlagen gewann die Nati in Reykjavik nach einer hektischen Schlussphase das dritte Spiel der Nations League gegen Island 2:1.

In den Schlussminuten mussten die Schweizer doch noch zittern. Alfred Finnbogason hatte in der 81. Minute mit einem herrlichen Weitschuss den starken Debütanten Yvon Mvogo bezwungen, womit die Isländer plötzlich wieder an sich glaubten.

Und nachdem die Schweizer defensiv lange überzeugt hatten, brachen sie plötzlich in Hektik aus. Fabian Schär klärte im letzten Moment auf der Linie (87.), Mvogo parierte den Schuss von Gylfi Sigurdsson glänzend (89.) und der Ex-Basler Birkir Bjarnason …

Artikel lesen