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Philippinischer Präsident macht Ernst und will Todesstrafe einführen



Der künftige philippinische Präsident Rodrigo Duterte hat die Wiedereinführung der Todesstrafe angekündigt. Nach seinem Amtsantritt Ende Juni werde er den Kongress auffordern, die Todesstrafe durch den Strang wieder einzuführen.

Zudem werde er der Polizei Schiessbefehl gegen Mitglieder des Organisierten Verbrechens sowie gegen Kriminelle erteilen, die sich ihrer Festnahme widersetzten, sagte Duterte am Sonntag bei seiner ersten Pressekonferenz nach der Wahl am 9. Mai.

Front-running presidential candidate Mayor Rodrigo Duterte gestures during his second news conference after voting in a polling precinct at Daniel R. Aguinaldo National High School, Matina district, his hometown in Davao city in southern Philippines Monday, May 9, 2016. Duterte was leading by a wide margin in unofficial tallies but still refuses to claim victory. (AP Photo/Bullit Marquez)

Präsident Rodrigo Duterte: In Wahlkampfauftritten hatte er angekündigt, zehntausende Kriminelle zu töten Bild: Bullit Marquez/AP/KEYSTONE

Als weitere Massnahmen in seinem angekündigten Kampf gegen Kriminalität und mehr Sicherheit kündigte Duterte ein Alkoholverbot in der Öffentlichkeit ab 2 Uhr nachts an. Kinder dürfen künftig nicht mehr allein nachts auf der Strasse sein. Eltern sollten bei Zuwiderhandlung festgenommen und wegen Vernachlässigung ins Gefängnis gesteckt werden.

Die 2006 auf den Philippinen abgeschaffte Todesstrafe will Duterte für eine ganze Reihe von Verbrechen, darunter Drogenhandel, Vergewaltigung, Mord und Raub, wieder einführen. Duterte hatte in seinem Wahlkampf vor allem auf das Thema Sicherheit und Kampf gegen die Kriminalität gesetzt.

Entschuldigung beim Papst

In Wahlkampfauftritten hatte er angekündigt, zehntausende Kriminelle zu töten. Auf den unter Kriminalität, Armut und korrupten Sicherheitsbehörden leidenden Philippinen kam er damit gut an. Der für «Recht und Ordnung» einstehende Politiker rühmte sich, dass während seiner zwei Jahrzehnte als Bürgermeister von Davao dort 1700 angebliche «Kriminelle» von Todesschwadronen getötet worden seien.

Schlagzeilen machte der 71-Jährige auch mit zahlreichen vulgären Äusserungen. So prahlte er mit angeblichen sexuellen Leistungen und beschimpfte den Papst als «Hurensohn» – und das im einzigen mehrheitlich katholischen Land Asiens. Nach seiner Wahl kündigte er an, sich persönlich bei Franziskus für die Entgleisung zu entschuldigen. Am Sonntag zog er die Ankündigung zurück und erklärte, er habe dem Papst einen Entschuldigungsbrief geschickt. «Das reicht.» (sda/afp)

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19Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • URSS 17.05.2016 15:05
    Highlight Highlight Wir können ( noch )
    Froh sein in Europa zu leben. Leider vergessen viele Europäer wie gut es uns geht. Freiheit des Denkens , Grossartige Bildung. Kreative Menschen etc
  • malu 64 16.05.2016 14:41
    Highlight Highlight Ein Psychopath mehr, an der Spitze eines Saates. Wenn es soweit kommt, wird es einen
    Krieg zwischen Polizei und den
    Kriminellen geben. Diese hätten
    nur noch ihr Leben zu verlieren.
  • Tilman Fliegel 16.05.2016 11:22
    Highlight Highlight http://www.gmanetwork.com/news/story/566423/news/nation/duterte-to-sell-presidential-yacht-order-choppers-be-used-as-air-ambulances
  • thompson 16.05.2016 09:57
    Highlight Highlight 100 Tage im Amt lassen, dann erst Meinungen schreiben.
    Benutzer Bild
    • pamayer 16.05.2016 10:43
      Highlight Highlight Eine leider gelungene Mischung aus trump, blocher, putin, erdogan & co.

      Wer wissen will, wo das denn hinführen soll, soll mal die geschichte europas der letzten 150 jahren studieren.
    • Tilman Fliegel 16.05.2016 11:22
      Highlight Highlight Das ist Blödsinn. Schau lieber was er aus Davao gemacht hat. Er hat viele gute Ideen für das Land. Leider wird er hierzulande zu sehr auf die negativen Schlagzeilen reduziert. Man darf auch nicht einfach mitteleuropäische Maßstäbe anlegen, damit wird man weder ihm noch dem Land, seinen Wählern, gerecht.
    • pamayer 16.05.2016 12:44
      Highlight Highlight Hauptsache todesstrafe, gell, die löst alle probleme im nu. So wie in den usa oder saudi arabien.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Paco69 16.05.2016 08:56
    Highlight Highlight Unbestritten sind die Äußerungen R. Dutertes zum Papst, zur Todesstrafe und Tötungen.
    Auch auf Todesschwadrone wird hingewiesen.
    Dagegen wird kaum erwähnt, dass unter dem Bürgermeister R. Duterte die einstmals durch ihre hohe Kriminalitätsrate Stadt Davao City ziemlich friedlich geworden ist. Das bestätigen auch die dort wohnenden Ausländer.
    Erwähnt wird auch immer die zunehmende stabile Wirtschaftslage. Doch was interessiert dies die Mehrheit der Menschen in den Philippinen? Nichts, rein gar nichts! Denn von dieser Entwicklung profitieren nur einige wenige.

    • Paco69 16.05.2016 09:03
      Highlight Highlight 2)
      Auf den Philippinen dominieren seit Jahrzehnten ein paar Familien, die sich regelmässig in der Machtübernahme abwechseln. Vergleichbar mit Griechenland, Ausgang bekannt.
      Es genügt nicht, zweimal im Jahr etwas über die Philippinen in hiesigen Medien zu lesen, um sich einen verwertbaren Eindruck zu machen. Die Schwerpunkte R. Dutertes sind die Versäumnisse der vergangenen sechs Amtsjahre des Noch-Präsidenten und dessen Vorgänger. Man lese nur mal die Namen!
  • Fabio74 16.05.2016 08:12
    Highlight Highlight Anstatt aufzuräumen mit der Korruption und in Bildung zu investieren, sowie für Stabilität zu sorgen kommt man mit dem Holzhammer.
    Als ob Todesstrafe etc jemals was zur Senkung der Kriminalität beigetragen hätte.
    • Jan. 16.05.2016 08:59
      Highlight Highlight Naja, ich finde den Typen auch sehr unsympatisch, aber wenn man an die Entwicklung von Singapur in den letzten 50 Jahren denkt, war de Holzhammer schon sehr effektiv zur Bekämpfung von Kriminalität..
    • Tilman Fliegel 16.05.2016 11:44
      Highlight Highlight In Davao hat es sehr gut funktioniert. Mal sehen ob er auch das ganze Land in den Griff kriegt.
    • Fabio74 16.05.2016 17:57
      Highlight Highlight @Jan: Hab lieber einen Rechtsstaat als Willkür und Diktatur
    Weitere Antworten anzeigen
  • rodolofo 16.05.2016 07:27
    Highlight Highlight Klassisch Philippinisches Macho-Gehabe...
    Alles über den Haufen schiessen, was Dir in die Quere kommt und wenn Du etwas zu feiern hast, ballerst Du mit Deiner Rifle in den Nachthimmel hinauf, ohne Dich darum zu kümmern, wo diese Kugeln nachher wieder runter fallen...
    Zum Glück gibt es noch Philippinische Frauen!
    Sie schauen zu den Kindern, managen den Gossfamilien-Haushalt und betreiben erst noch ein kleines Geschäft, oder eine Selbstversorger-Landwirtschaft!
    So kann das männliche Grossmaul und patriarchale Familienoberhaupt einen auf "happy go lucky" machen und in der Politik mitmischen...
    • Luca Brasi 16.05.2016 08:46
      Highlight Highlight Kurzum zusammengefasst: Philippinische Männer böse, philippinische Frauen gut. Ist das nicht etwas zu einfach und plakativ? Ich bin mir sicher, dass auch viele Frauen diesen Mann gewählt haben und ich kenne einige friedliebende männliche Filipinos.
    • rodolofo 16.05.2016 22:37
      Highlight Highlight @ Luca Brasi
      Sicher gibt es tolle Filipinos!
      Die haben aber auch kein "Macho-Gehabe"...
      Ausserdem kämpfen dort alle ums nackte Überleben. Ein Menschenleben ist in dieser heruntergekommenen Gegend nichts wert.
      Dass der oberste Filipino ein Killer ist, ist nur konsequent. Nur so verschaffst Du Dir in diesem riesigen Slum, dem dreckigen Hinterhof des US-Imperiums, Respekt!
      Wer irgendwie kann, flieht, setzt sich ab ins Ausland, Leute mit einer Ausbildung, Leute mit etwas Geld.
      Die Männer müssen "stark" sein.
      Aber wirklich stark sind die Frauen!
      Da bleibe ich dabei.

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